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Duc, der Deutsche

Mein Vietnam. Warum die Falschen siegten. Geleitwort von Peter Scholl-Latour

(2)
Uwe Siemon-Nettos Memoirenband ist eine einzige Liebeserklärung an das südvietnamesische Volk. Der bekannte Christ und Medienmann berichtete jahrelang als Reporter über diese geschundenen Menschen, die ihm den Spitznamen „Duc“ (der Deutsche) verliehen. Hier erzählt er uns ihre Lebens- und Liebesgeschichten.
Portrait
Uwe Siemon-Netto hat sich längst im Westen einen Namen gemacht, ein Weltbürger schlechthin und ein Leipziger Patriot. Er war Kriegsreporter in Vietnam und Korrespondent für Axel Springers Zeitungen an der amerikanischen Ostküste.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum Februar 2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7655-2024-2
Verlag Fontis- Brunnen Basel
Maße (L/B/H) 226/151/30 mm
Gewicht 576
Abbildungen mit 16-seitigem Bildteil
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


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eine unsterbliche Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Manching am 08.04.2014

Als gebürtiger Südvietnamese, der seine Heimat im Medienkrieg gegen die Wahrheit verteidigte, bin ich sehr glücklich über die Erscheinung dieses Buches. Dr. Uwe Siemon-Netto gehörten zu den wenigen Auslandskorrespondenten, die den Mut hatten, das tatsächliche Geschehen im Vietnamkrieg zu beschreiben, wie es war. Er rannte nicht der politischen Hype nach,... Als gebürtiger Südvietnamese, der seine Heimat im Medienkrieg gegen die Wahrheit verteidigte, bin ich sehr glücklich über die Erscheinung dieses Buches. Dr. Uwe Siemon-Netto gehörten zu den wenigen Auslandskorrespondenten, die den Mut hatten, das tatsächliche Geschehen im Vietnamkrieg zu beschreiben, wie es war. Er rannte nicht der politischen Hype nach, tauschte seinen Presseausweis nicht gegen einträchtiges Honorar der „Meinungsmacher“ und rettete damit die Ehre seines Berufsstandes. Er wusste, dass nur tote Fische mit dem Strom – dem linken Mainstream, dem verführerischen aber ehrlosen Zeitgeist – schwimmen. Er saß während des Krieges nicht in Saigon im Rex-Hotel und spielte auch nicht Tennis im Cercle Sportif du Saigon. Er wartete nicht gelassen auf die „Five O’Clock Follies“, die alltägliche Pressekonferenz, um Frontberichte kostenlos zu bekommen und dann verfälscht an die Agenturen zu verkaufen. Er ging an die Front, teilte sein Leben mit den Soldaten und Zivilisten unter dem mörderischen Feuer der Nordvietnamesen, erlebte hautnah die Brutalität des Krieges. Zwischen Leben und Tod begann er, die geschundenen Menschen zu verstehen. In seinem Herzen entfachte dabei die Liebe fürs verletzte Volk Vietnams- Sein Werk mag „zu spät“ erschienen sein, erst vier Dekaden nach Kriegsende. Mindestens ist es zu spät für die vielen Menschen, die den Schergen von Ho Chi Minh und Co. zum Opfer gefallen waren. Uwe Siemon-Nettos „Liebe für das verletzte Volk Vietnams“ (Titel der US-Edition „A reporter’s love for the wounded people of Vietnam) ist eine unerschütterliche Liebeserklärung an ein schwergeprüftes Volk. Es ist zugleich Balsam für die Seele aller Opfer, Soldaten und Zivilisten, Südvietnamesen und Ausländer,die diesen Krieg ertragen mussten. Sie starben im Krieg und nach Kriegsende, im Land und auf hoher See (als Boat-People), in Umerziehungslagern, in Gefangenschaft … Sie überlebten den Krieg als menschliches Wrack, physisch und psychisch. Die Namen der Opfer schmückten die Siegestreppen der Aggressoren aus Nordvietnam, unter „standing ovation“ der linken Medien. Die Berichtserstattung über den Vietnam-Krieg war in der Tat ein Schandfleck der Mediengeschichte, eine Vergewaltigung der Menschlichkeit, ein Terror gegen die Wahrheit, eine Huldigung der Gewalt, ein Kotau vor der Brutalität des revolutionären Sozialismus. Dieses wunderbare Werk möge auch zur Heilung der noch blutenden Kriegswunden auf beiden Seiten beitragen. Denn diejenigen, die durch Trug und Lug, mit Morphium betäubt, in den revolutionären Heldentod von ihren „Führern“ geschickt wurden, litten genauso unter diesem erbarmungslosen Krieg wie ihre Klassenfeinde. Sie, die Nordvietnamesen, gingen in den "Befreiungskrieg" in dem Glauben, für ihr Land zu kämpfen und zu sterben. Tatsächlich waren sie nur die Figuren auf dem internationalen Schachbrett des Sowjet-Imperialismus und sind daher nur die bemitleidenswerten Kreaturen in einem System, in dem Menschen nur als Werkzeuge galten und gelten. Uwe Siemon-Nettos Liebeserklärung bleibt trotz Kriegsendes erhalten. Dies betonte er in seiner Lesereise. Diese unerschütterliche Liebe wird noch bestärkt durch die politische Lage der Gegenwart. Seine Liebe gilt weiterhin dem gequälten Volk, das nun unter dem roten Manchester-Kapitalismus leidet. Vietnams Mensch und Natur ersticken im Würgegriff grenzenloser Gier und die Welt schaut tatenlos zu oder kassiert im Namen der Globalisierung mit, kritiklos. Danke, Uwe!

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Blick in die Vergangenheit ohne Bezug zur Gegenwart
von einer Kundin/einem Kunden am 19.04.2014

Ich gehöre nicht zu der Generation, deren wilde Jugend mit dem Vietnamkrieg zusammenfiel und habe keine friedensbewegten Zeiten hinter mir. Dieser Krieg ist für mich Geschichte. In den letzten Jahren ist mein Interesse an Vietnam jedoch beständig gewachsen. Wirtschaftlich und politisch aufstrebend, ist dieses Land nach China die Nummer... Ich gehöre nicht zu der Generation, deren wilde Jugend mit dem Vietnamkrieg zusammenfiel und habe keine friedensbewegten Zeiten hinter mir. Dieser Krieg ist für mich Geschichte. In den letzten Jahren ist mein Interesse an Vietnam jedoch beständig gewachsen. Wirtschaftlich und politisch aufstrebend, ist dieses Land nach China die Nummer zwei. Aus diesem Grund hatte diese Buchankündigung mein Interesse geweckt in der Hoffnung, das Land im Licht der Geschichte besser zu verstehen. Schon nach wenigen Zeilen ist klar, warum der in den USA lebende Siemon-Netto auf eine beeindruckende Karriere als Journalist zurückblicken kann. Mit wunderbar eloquenter Feder berichtet er von berührenden und erschreckenden Kriegserlebnissen. Er war keiner derjenigen Reporter, die aus der Sicherheit ihrer Hotels Einschätzungen zur militärischen Lage von sich gaben. Er nutzte jede Gelegenheit, um sich vor Ort ein eigenes Bild von den Vorgängen zu verschaffen und sich im Gespräch mit Soldaten, Generälen und Politikern zu informieren. Es sind die persönlichen Begegnungen, die Gespräche, seine Augenzeugenberichte, aber auch militärische Reflexionen, die dieses Buch lebendig machen. Trotzdem stellt sich mir nach der Lektüre des Buches die Frage nach dem Sinn dieser Publikation im deutschen Sprachraum. Es scheint anachronistisch, 40 Jahre nach dem Ende dieses Krieges ein Buch zu veröffentlichen, dessen Bericht mit Siemon-Nettos letztem Besuch in Vietnam im Jahr 1972 endet. Damit ist klar, dass die Frage, wie die blutige Geschichte das heutige Vietnam geformt hat, ausgeklammert ist. Weder wird der Leser über die heutige politische Situation aufgeklärt, noch darf er einen Blick in die (noch immer traumarisierte?) Volksseele werfen. In keinem Exkurs geht er auf die bedeutenden vietnamesischen Auslandsgemeinden (USA, Deutschland etc.) ein. Das Buch bleibt fast vollständig in der Vergangenheit stehen, von einigen wenigen Parallelen zu heutigen Krisenherden (Afghanistan, Irak) abgesehen. Augenzeugen und Historiker werden in diesem Buch Dinge lesen, die ihnen in anderen Quellen vielleicht vorenthalten wurden (Siemon-Netto führt in diesem Buch außerdem einen - m.E. berechtigten - Kampf gegen ideologisch motivierten Journalismus). Doch so spannend die Erlebnisse zu lesen sind, bleiben trotzdem viele Fragen offen. Der Klappentext, dieses Buch sei eine „Liebeserklärung an das vietnamesische Volk“, ist wahr. Aber es ist eben doch eine Liebe zu den Vietnamesen der Siebzigerjahre und nicht zum Vietnam des 21. Jahrhunderts. Und das ist mir zu wenig.

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