Duft nach Weiß

(13)
"Am Abend der Ankunft des ersten Briefes fiel ich sofort in einen tiefen Schlaf. Ich träumte von tanzenden, bunten Häusern, die um mich herum einen Reigen, den Ratschenitza, zu lauter, wilder Musik vorführten. Vor jedem Haus war ein grasgrüner Rasen, den die Häuser wie einen Rock vor sich her schwangen … Deutschland. Hatte ich von diesem Land schon vorher gehört? Ich weiß es nicht mehr. Deutschland. Das wurde das Wort, das mir in den folgenden Jahren alles verheißen sollte, was ich nicht hatte. Deutschland, weiß wie das Papier."
Stefanie Gregg wirft einen liebevollen Blick auf Anelijas Familie, auf ihre Kindheit mit Großmutter und Urgroßmutter in Bulgarien.
Der Roman erzählt aber auch die Geschichte des regimekritischen Schriftstellers Georgi Markow, der 1987 Opfer des Regenschirm-Attentats in London wurde.
Packend und berührend schildert Stefanie Gregg die Lebensgeschichte der beiden, die weit mehr verbindet als die Sehnsucht nach Freiheit und einem selbst­be­stimmten Leben.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 320, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.07.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783865325570
Verlag Pendragon
eBook
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Kundenbewertungen


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Eine Familiensaga
von Tina Bauer aus Essingen am 11.09.2016

Stefanie Gregg durchzieht mit ihrer Geschichte das Leben und das Leiden so mancher Familie in Bulgarien. Alleinerziehend sieht die junge Frau nur einen Ausweg, sie muss nach Deutschland um dort Geld zu verdienen. Sie lässt ihre kleine Anelija einfach bei ihrer eigenen Mutter und Großmutter zurück. Die Zeiten sind... Stefanie Gregg durchzieht mit ihrer Geschichte das Leben und das Leiden so mancher Familie in Bulgarien. Alleinerziehend sieht die junge Frau nur einen Ausweg, sie muss nach Deutschland um dort Geld zu verdienen. Sie lässt ihre kleine Anelija einfach bei ihrer eigenen Mutter und Großmutter zurück. Die Zeiten sind hart und die Macht der Politik zieht sich quer durch die Geschichte. Es geht um die Kunst des Überlebens, die Kunst der Vergangenheitsbewältigung und um die Liebe. Während Anelija immer mehr den Drang zur Freiheit spürt, scheint es ihr nur mit der Flucht nach vorne möglich zu sein, diese endlich auszuleben. Gespickt mit Geschichten aus dem damaligen Geheimdienst- und politischen Machtapparat ist es für mich eine gelungene Familiensaga.

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Bisher kannte ich von der Autorin nur einen Krimi, dessen Handlung hier ganz in meiner Nähe spielt. Daher war ich sehr gespannt auf ihren Roman aus einem ganz anderen Land mit Bezug auf München. Ich muss sagen, ich habe diesen Ausflug nicht bereut – ganz im Gegenteil. Ich habe... Bisher kannte ich von der Autorin nur einen Krimi, dessen Handlung hier ganz in meiner Nähe spielt. Daher war ich sehr gespannt auf ihren Roman aus einem ganz anderen Land mit Bezug auf München. Ich muss sagen, ich habe diesen Ausflug nicht bereut – ganz im Gegenteil. Ich habe ein ganz besonderes Buch gelesen, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Anelija Lulewa ist noch sehr jung, als es ihre Mutter von Bulgarien nach Deutschland zieht. Sie wächst bei ihren beiden Babas auf, ist sehr gut in der Schule, lernt deutsch und flieht mit 17 Jahren auf einem Pflaumenlaster ebenfalls in die Bundesrepublik. Immer in Erinnerung die Briefe auf blütemweißen Papier, die ihre Mutter aus der Ferne geschrieben hat. Wenn Anelija ihrem Freund Enno von ihrer Kindheit bis zur Flucht aus ihrem kleinen Heimatort erzählt, bin ich mittendrin in der Geschichte. Manche Dinge, von denen Anelija berichtet, sind für mich, die ich hier doch in einem gewissen Wohlstand aufgewachsen bin, fast nicht nachvollziehbar. Die Wissbegierigkeit, die Freude am Leben, die Kargheit in diesem kleinen Dorf, der enge Familienzusammenhalt, das Leid und die nachvollziehbare Angst der beiden Babas um ihre Anelija, aber auch die Menschlichkeit beschreibt die Autorin so echt und lebensnah, dass ich an manchen Stellen Gänsehaut hatte. Die Geschichte besteht aber nicht nur aus dem Leben von Anelija, sondern betrachtet auch die Geschehnisse in Bulgariens Regierung um den Staatschef Todor Schiwkow und den bulgarischen bzw. russischen Geheimdienst. Das Leben des bulgarischen Schriftsteller Georgi Markow, Staatsfeind und Dissident, der nach London emigriert um dort seine Bücher veröffentlichen zu können, wird in kursiver Schrift dargestellt. An die Berichterstattungen des Regenschirmattentates, dem er 1978 zum Opfer fiel, kann ich mich sogar noch erinnern. Durch die vor den einzelnen Kapiteln angegebenen Jahreszahlen weiß ich immer genau, wo ich mit Anelija oder Georgi gerade bin. Diese beiden Protagonisten sind mir, neben Großmutter und Urgroßmutter, ganz besonders ans Herz gewachsen. Aber auch Enno, der sich rührend um seine Anelija kümmert, mag ich sehr gerne. Ich habe einen sehr einfühlsamen, anrührenden, spannenden und, wie ich finde, sehr gut recherchierten Roman gelesen. Danke Stefanie Gregg für dieses tolle Buch.

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Über die Suche nach Freiheit und Identität
von Jennifer aus Stadtroda am 01.08.2015
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INHALT Dieser Roman berichtet von zwei menschlichen Einzelschicksalen in Bulgarien. 1968 wird der geniale, aber regimekritische Schriftsteller Georgi Markow zur Ausreise aus Bulgarien gezwungen. Der Staat sitzt ihm im Nacken und verfolgt sein Tun sogar bis in seine neue Heimat - London. Dort arbeitet er als Radiomoderator beim BBC und... INHALT Dieser Roman berichtet von zwei menschlichen Einzelschicksalen in Bulgarien. 1968 wird der geniale, aber regimekritische Schriftsteller Georgi Markow zur Ausreise aus Bulgarien gezwungen. Der Staat sitzt ihm im Nacken und verfolgt sein Tun sogar bis in seine neue Heimat - London. Dort arbeitet er als Radiomoderator beim BBC und nutzt seine Position zur Kritik an Staat und Präsidenten Todor Schwikow. Infolge wird der Abtrünnige durch das sog. "Regenschirmattentat" getötet. 1995 reist die Bulgarin Anelija mit ihrem Freund Enno von München in ihr Heimatdorf Radilovo, nahe Sofia. Sie will ihre noch lebende Baba, Großmutter, besuchen, bei der sie aufgewachsen ist. Als sie 5 Jahre alt gewesen ist, floh ihre Mutter Nadja nach Deutschland und ließ Anelija in Bulgarien zurück. Anelijas Kindheit in der kommunistischen Diktatur ist alles andere als schön, nämlich entbehrungsreich und voller Pflichten. Auf dem Weg zu ihrer Baba rekapituliert sie noch einmal ihre Kindheit. MEINUNG Die Autorin Stefanie Gregg hat für ihren Roman "Und der Duft nach Weiß" sehr gute Recherchearbeit geleistet. Um das historisch verbriefte Regenschirmattentat spinnt sie die fiktive Geschichte von Anelija. Gregg nimmt den Leser gekonnt mit in das kommunistische Bulgarien der 1970er- und 1980er-Jahre. Ein Staat, in dem die Partei alles und der Mensch nichts bedeutete. Auch wenn Anelija auf einem Dort aufwächst, so bekommt sie relativ früh die Ambivalenz des selbst ernannten "gerechten Staates" zu spüren, indem sie zu politischen Dingen nie offen ihre Meinung sagen darf und auch sonst sich regimetreu verhalten muss. Hinzu kommt, dass sie ohne ihre Mutter und den ihr unbekannten Vater groß wird. Ihre wichtigsten Bezugspersonen sind ihre zwei Babas. Die Lästereien der Leute erträgt sie stoisch, doch auch sie träumt von einem besseren Leben ohne Armut und Entbehrungen. Ihre Geschichte, die Lebensumstände zur damaligen Zeit etc, einfach alles, was die Autorin in ihren Plot einbindet, wirkt ungemein authentisch und spannend. Sie erzählt vom wahren Leben und beschönigt nicht, was mir sehr imponiert hat. Zudem habe ich historisch einiges dazulernen können und fühlte mich das ein oder andere Mal an die Verhältnisse in der DDR erinnert. Anelijas und Georgis Lebensgeschichte hat mich auf unterschiedliche Weise betroffen gestimmt. Beide sind mutige Charaktere, die ungewollt zu Vertriebenen wurden, und mich einfach durch ihre realistische Anlage überzeugen konnten. Die Sprache ist reich an Metaphern und nimmt durch ihre Genauigkeit gefangen. Ich habe dieses Buch mit viel Freude und Neugier gelesen. Besonders die emotionalen Stellen, ob nun Anelijas Flucht oder Georgis Verfolgungswahn, haben mein Interesse gefunden. Den Titel fand ich erst etwas fragwürdig, aber im Laufe der Handlung hat sich mir der Sinn dahinter erschlossen. Die Farbe Weiß steht im Fall von Anelija für Sauberkeit und die Briefe ihrer Mutter Nadja und damit für die große, freiheitliche Welt. Insgesamt hat mich die Lektüre dieses in sich stimmigen Buchs sehr nachdenklich gemacht. Man wird sich bewusst, welches Glück Demokratie bedeuten kann. FAZIT Ein spannendes, historisch gut aufbereitetes Buch, das mitreißt und lange nicht mehr loslässt. Verdiente 5 Sterne.

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