Ein Bulle im Zug

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis; National (1. Platz) 2015

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Deutscher Krimi Preis 2015

Kriminalhauptkommissar Fallner hat bei einem Einsatz einen jungen Kriminellen erschossen. Jetzt ist er dienstunfähig. Fallner nimmt den Rat seiner Therapeutin an und verwirklicht seinen Jugendtraum: Mit einer Bahncard100 so lange Zug fahren, wie er Lust hat. Auf die Tour will er auch endlich den toten Jungen aus dem Kopf kriegen.

Deutschen Krimi Preis 2015

Was an dem Abend, an dem der Junge erschossen wurde, genau passiert ist, kann keiner mehr sagen. War es Notwehr? Wo ist die Waffe des Jungen? Und warum kann sich keiner mehr an etwas erinnern? Fallner muss einfach mal raus aus München. Weg von dem toten Jungen, der ihn permanent in seinen Gedanken verfolgt. Es beginnt eine ziellose Reise durch Deutschland. Franz Dobler schafft es mit einem ihm eigenen Sound, das Porträt eines Polizisten im Zug nach nirgendwo zu zeichnen. Spannend, humorvoll und angenehm unangestrengt.
Rezension
"Ein verdammt lässiges Stück Kunst. Denn Fallners lange Fahrt zu sich selbst führt über Szenen und Stationen, die ein Panorama deutscher Gegenwart ergeben - von Dobler dem wahren Leben abgelauscht und in allerhöchster Präzision sprachlich glänzend imitiert, in vulgären, knalligen Dialogen und Fallnes manischem Dauerselbstgespräch. So gut wie hier wurden der Münchner und Berliner Hauptbahnhof mit all ihren irren, aggressiven Gestalten noch nicht beschrieben."
Alexander Cammann, Die Zeit, 6.11.2014

""Ein Bulle im Zug" ist etwas für Menschen mit einem erweiterten Thrillerbegriff. Ein literarisches Kunststück. Ein Buch wie ein Traum. Ein grandioser Traum, ein feines Buch."
Elmar Krekeler, Die Welt, 29.11.2014

"Zug um Zug fügt sich aus messerscharfen Beobachtungen, unnachahmlichen Sprachbildern, derben Sprüchen und Witzen und einem vielleicht nur herbeifantasierten Showdown ein literarisches Gesellschaftspanorama zusammen, das es in sich hat."
Philipp Haibach, Die Welt kompakt, 10.12.2014

"In seinem großartigen Roman noir "Ein Bulle im Zug" wühlt Franz Dobler die Seele eines unschuldig-schuldigen Polizisten auf. ... ein vielschichtiges, alle Genregrenzen sprengendes Meisterwerk."
Gunter Blank, Stuttgarter Zeitung, 24.10.2014

"Franz Doblers Kriminalroman (und das ist "Ein Bulle im Zug" durchaus!) ist so derbe wie James Joyce, so poetisch wie ein Song der Dead Kennedys und so welthaltig wie tausend "Tatorts" nicht. Große Literatur eben."
Marcus Müntefering, krimi-welt.de, 9.11.2014

"Franz Dobler legt mit "Ein Bulle im Zug" einen äußerst feinfühligen, klug beobachteten und noch besser geschriebenen Roman vor. Ein modernes Road-Movie auf Schienen."
Florian Flicke, KURS, 30.10.2014

"Ein klassischer Roman noir, der einen tiefen Einblick in die Seele des unschuldig schuldigen Kommissars vermittelt. ... ein vielschichtiges, alle Genregrenzen sprengendes Meisterwerk."
Gunter Blank, Sonntagszeitung Schweiz, 19.10.2014

"Franz Dobler hat Rhythmus, er hat Stil, er hat Witz. Er nimmt den Leser vom grotesken Intro mit einem über das Sein und die Welt philosophierenden ICE mit in die Welt des vom Dienst suspendierten Fallner und verzichtet dabei auf eine Gut-oder-Böse-Dramaturgie."
Jürgen Kannler, a3Kultur, 13.9.2014

"Dobler hat das bestechend klar und prosaisch aufgeschrieben. Mit einem siebten Sinn für Ekel, Eskalation und Humor. In seiner berühmten völlig eigenen Dobler-Sprache."
Christof Meueler, Junge Welt, 8.10.2014

"Dobler gelingt eine lesenswerte und sehr persönliche Auseinandersetzung mit Schuld und deren Folgen. Ungeschminkt, frei von erhobenen Zeigefingern und allwissenden Antworten."
Irmengard Gnau, Augsburger Allgemeine, 10.9.2014

"... Doblers Beobachtungen von messerscharfer Präzision. Selten liest man derart geschliffene Sätze, die einem, trotz ihrer Dichte, wie Öl runtergehen."
Benedikt Maria Kramer, Der Freitag, 23.8.2014

"Dobler gelingt in einem sehr abgenutzten Genre eine bravuröse Tat: Ein Krimi, ein Gesellschaftsroman der Gegenwart abbildet, der Realismus und Traumsequenz, Normalität und Störung so gut ineinander flicht, dass am Ende keine Wahrheit, geschweige denn Erlösung winkt ... unbedingte Leseempfehlung für alle, die zwar an Gerechtigkeit glauben, aber ahnen, dass es sie nicht gibt."
Kathrin Dittmer, Literaturhaus Hannover, September 2016
Portrait
Franz Dobler, 1959 in Schongau geboren, lebt in Augsburg. Neben Romanen und Gedichtbänden, für die er unter anderem mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, veröffentlichte er auch Erzählungen und Sachbücher.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 347
Erscheinungsdatum 30.01.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50125-4
Verlag Tropen
Maße (L/B/H) 21,6/15,1/3 cm
Gewicht 478 g
Auflage 4. Auflage
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Kundenbewertungen

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Nicht lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 19.01.2017
Bewertet: Taschenbuch

Ich fand das Buch so langweilig und langatmig, dass ich nach etwa 100 Seiten beschlossen habe, keine weitere Zeit mehr daran zu verschwenden. Was die Sprache betrifft, so gibt es viele Kollegen des Autoren, die in meinen Augen ein weitaus besseres Beispiel für wirklich gute Sprache liefern. Ich frage... Ich fand das Buch so langweilig und langatmig, dass ich nach etwa 100 Seiten beschlossen habe, keine weitere Zeit mehr daran zu verschwenden. Was die Sprache betrifft, so gibt es viele Kollegen des Autoren, die in meinen Augen ein weitaus besseres Beispiel für wirklich gute Sprache liefern. Ich frage mich, welche Kriterien erfüllt sein müssen, dass ein Buch wie dieses einen Preis bekommen konnte. Gerne hätte ich statt einem Stern null Sterne vergeben.

Am Rande des Wahnsinns
von einer Kundin/einem Kunden am 27.09.2014

Fellner ist Bulle, das heisst, eigentlich doch nicht, denn er ist suspendiert. Denn da war dieser Nachwuchsgangster, der ihn mit seiner Pistole bedrohte, da musste er ja einfach schiessen. Dann war Ruhe, denn der Gegner war tot. Blöd aber auch, dass die ihn bedrohende Waffe nicht aufzufinden war,... Fellner ist Bulle, das heisst, eigentlich doch nicht, denn er ist suspendiert. Denn da war dieser Nachwuchsgangster, der ihn mit seiner Pistole bedrohte, da musste er ja einfach schiessen. Dann war Ruhe, denn der Gegner war tot. Blöd aber auch, dass die ihn bedrohende Waffe nicht aufzufinden war, dass sich sein Kollege an nichts erinnern konnte. Jetzt sitzt er im Zug, fährt quer durch Deutschland, nach einem vermeintlichen Attentäter suchend, und in seinem Kopf rennt immer wieder alles von neu ab. Wahrheit, Fiktion, alles verfliessend. Für Fortgeschrittene des Krimi-Genres.