Ein Elefant für Karl den Großen

Historischer Roman

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Wir schreiben das Jahr 802. Franken und Sarazenen kämpfen unerbittlich um die politische und religiöse Vormachtstellung. In dieser angespannten Lage schickt der Kalif von Bagdad seinem Widersacher Karl dem Großen ein gewaltiges Geschenk als Zeichen des Friedens: einen Elefanten. Der Jude Isaak und sein sächsischer Sklave Thankmar sollen das Tier unversehrt nach Aachen bringen. Eine heikle Mission, denn die Menschen, denen sie auf ihrem langen Weg durch das Frankenreich begegnen, halten den Elefanten für eine Ausgeburt der Hölle. Sein Tod aber würde die Großreiche der Franken und der Sarazenen in einen schrecklichen Krieg stürzen ...

Rezension
"Der gut lesbare Stil macht deutlich, dass der Autor als Wissenschaftsjournalist komplexe Sachverhalte populär und verständlich zu vermitteln versteht." Münchner Merkur, 23.02.2016 "Ein spannender Abenteuerroman aus der Zeit Karls des Großen." Sabine Jünemann, Delmenhorster Kreisblatt, 23.11.2015 "Dirk Husemann hat in seinem Erstlingsroman Ein Elefant für Karl den Großen eine wahre diplomatische Mission zu einem spannenden historischen Schmöker verarbeitet. In flüssigem Schreibstil macht der Wissenschaftsjournalist schwierige Sachverhalte verständlich." Frankfurter Neue Presse, 23.02.2016
Portrait
Dirk Husemann, geb. 1965, studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Ethnologie in Münster. Er arbeitet heute als freier Redakteur (unter anderem für den WDR, diverse Tageszeitungen und archäologische Magazine) und veröffentlicht Sachbücher zu überwiegend historischen Themen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 10.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-17236-8
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 18,5/12,3/4 cm
Gewicht 474 g
Auflage 2. Auflage 2015
Verkaufsrang 94.835
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Absolut lesenswert
von Lisa Laqua M. A. aus Berlin am 02.01.2017

Isaak von Köln wird kurz nach 800 von Karl dem Großen auf eine Friedensmission geschickt. Doch ist es wirklich Frieden, den der Jude durch die halbe Welt transportiert, oder eine zu schwere Bürde? Die fesselnde und überaus spannende Geschichte von Dirk Husemann, die alle westlichen Kulturen zusammen bringt, war bis... Isaak von Köln wird kurz nach 800 von Karl dem Großen auf eine Friedensmission geschickt. Doch ist es wirklich Frieden, den der Jude durch die halbe Welt transportiert, oder eine zu schwere Bürde? Die fesselnde und überaus spannende Geschichte von Dirk Husemann, die alle westlichen Kulturen zusammen bringt, war bis zur letzten Seite absolut lesenswert. Der sächsische Sklave Thankmar dachte sein Leben wäre vorbei, als er sich von seinen Ketten befreien konnte und nur kurz darauf mit dem Hals in der Schlinge dem Tod entgegen sah. Doch gerade in dem Moment taucht das schrecklichste Ungeheue (oder der Teufel persönlich), auf und rettet dem jungen Sachsen das Leben. Doch als Isaak Thankmar als sein persönlichen Sklaven mit auf die weitere Reise von Genua nach Aachen nimmt, scheint er von dem Regen in die Traufe gekommen zu sein, denn kurz darauf wird er von vermeidlichen arabischen Friedensbotschaftern gejagt, entrinnt mehrfach knapp seinem Tod und muss am Ende alleine nach dem Kaiser der Franken suchen. Eine schier unlösbare Aufgabe für den stolzen, verkrüppelten Sachsen. Am Ende findet Thankmar seine Bestimmung und rettet sogar dem Kaiser das Leben. Jedoch hätte er dies alles nicht ohne die Hilfe des wahr gewordenen Teufels geschafft ? denn Elefanten wie Abul Abbas haben nun mal eine Dicke haut und tiefe Gefühle. Dirk Husemann schuf mit seinem ersten Historischen Roman ein kleines Meisterwek. Erfrischend war die spürbare Sicherheit der Informationen, die gut recherchiert waren. Dass der Elefant ein etwas anderes Schicksal erwartet hat, als es überliefert ist, ist meiner Meinung nach für diese spannende Handlung zu vernachlässigen. Ich war begeistert von den vielen Details, die sonst oft vernachlässigt werden. Diesmal wurden sie sehr sensibel und dezent eingesetzt, mit einer angenehmen Selbstverständlichkeit. Der Schreibstil war klar und transportierte alle Gefühle und Persönlichkeiten. Die Figuren wirkten echt, sie handelten nachvollziehbar. Der Elefant Abul Abbas, der als wichtiger Nebendarsteller die gesamte Handlung mitbestimmte, hat wirklich existiert. Er war, wie in der Geschichte beschrieben, ein Geschenk des Kalifen Abu l-Abbas as-Saffah an Karl den Großen. Ein Sage beinhaltet sogar, dass der Kaiser auf dem weißen Elefanten gegen die Friesen in den Kampf zog, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist.