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Ein Jahr voller Wunder

Roman

(24)
Der internationale Bestsellererfolg

Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erdrotation verlangsamt sich spürbar. Und auf einmal ist alles anders. Als sich Julia Hals über Kopf zum ersten Mal verliebt. Und Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Was geschieht mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers? Denn selbst wenn die Erde, wie manche voraussagen, vor ihrem Ende steht – das Leben muss doch weitergehen ...

Rezension
"Ein bittersüßer Roman, in dem die Welt untergeht und das Leben weiter."
Portrait
Karen Thompson Walker, Anfang dreißig, geboren und aufgewachsen in San Diego, Kalifornien, hat an der UCLA und an der Columbia University studiert. Sie schrieb "Ein Jahr voller Wunder" in den Morgenstunden, bevor sie ihrer Arbeit als Lektorin in einem Verlag nachging. Der Roman erregte großes Aufsehen, wurde zum New-York-Times-Bestseller und erscheint in 26 Ländern. Karen Thompson Walker lebt mit ihrem Ehemann in Brooklyn, New York.
Zitat
"'Ein Jahr voller Wunder' von Karen Thompson Walker ist gleichzeitg Science-Fiction und berührende Geschichte einer Heranwachsenden, die sich in stürmischen Zeiten nach ein bisschen Normalität sehnt."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.05.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641095109
Verlag btb
Originaltitel The age of miracles
Übersetzer Astrid Finke
Verkaufsrang 41.055
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„"Aber die Vergangenheit ist lang und die Zukunft kurz."“

Isabel Schulz, Thalia-Buchhandlung Berlin

„Wir bemerkten es nicht sofort. Wir konnten es nicht spüren. Wir nahmen, anfangs, die zusätzliche Zeit nicht wahr, die am glatten Rand jedes Tages anschwoll wie ein Tumor unter der Haut.“

Julias Welt verändert sich über Nacht.
Tage und Nächte werden länger. Die Sonne zum Feind. Unaufhörlich verlangsamt sich die Erdrotation.
Die Menschheit wird vor die Aussicht eines Untergang gestellt und eine Katastrophenstimmung bereitet sich aus.

Und trotzdem verliebt sich eine 11-Jährige zum ersten Mal. Sie verliert und gewinnt neue Freunde. Die Ehe ihrer Eltern ist gefährdet. Der ganz normale Wahnsinn vor der Kulisse einer Endzeit. Diese neue/alte Welt erkundet der Leser durch die neugierigen Augen einer Heranwachsenden.

„Ein Jahr voller Wunder“ ist ein überraschender Schatz der einem bewusst macht wie wichtig das Thema „Zeit“ für uns ist und einem die kleinen Wunder des Lebens vor Augen führt.

Denn trotz allem, das Leben geht weiter und es liegt an uns was wir am Ende hinterlassen wollen.
„Wir bemerkten es nicht sofort. Wir konnten es nicht spüren. Wir nahmen, anfangs, die zusätzliche Zeit nicht wahr, die am glatten Rand jedes Tages anschwoll wie ein Tumor unter der Haut.“

Julias Welt verändert sich über Nacht.
Tage und Nächte werden länger. Die Sonne zum Feind. Unaufhörlich verlangsamt sich die Erdrotation.
Die Menschheit wird vor die Aussicht eines Untergang gestellt und eine Katastrophenstimmung bereitet sich aus.

Und trotzdem verliebt sich eine 11-Jährige zum ersten Mal. Sie verliert und gewinnt neue Freunde. Die Ehe ihrer Eltern ist gefährdet. Der ganz normale Wahnsinn vor der Kulisse einer Endzeit. Diese neue/alte Welt erkundet der Leser durch die neugierigen Augen einer Heranwachsenden.

„Ein Jahr voller Wunder“ ist ein überraschender Schatz der einem bewusst macht wie wichtig das Thema „Zeit“ für uns ist und einem die kleinen Wunder des Lebens vor Augen führt.

Denn trotz allem, das Leben geht weiter und es liegt an uns was wir am Ende hinterlassen wollen.

„Überraschend“

Dunja Reiling, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ich gebe zu,das Buch hat mich im ersten Moment etwas verstört zurückgelassen.Etwas,das ich nach dem Lesen des Klappentextes nicht unbedingt so erwartet hätte.
Die Erdrotation verlangsamt sich,die Tage werden länger.Toll,denkt man im ersten Moment.Wie oft wünscht man sich nicht mehr Zeit für all die Dinge,die man gerne tun würde.Aber sehr schnell wird einem klar,daß die fortschreitende Verlangsamung keinesfalls nur positive Veränderungen mit sich bringt.Im Gegenteil,-die Erde leidet und mit ihr zunehmend die Menschen.
Ich fand es sehr bedrückend dieses Buch an einem Sonntag Ende März zu lesen während draußen vor dem Fenster eine Winterlandschaft wie selten zu dieser Jahreszeit,zu bestaunen ist.Man mag mich für überdreht halten-aber mich hat dieses Buch daran erinnert,daß es höchste Zeit ist und größter Anstrengung von jedem Einzelnen bedarf um unserer Erde noch mehr Leid zu ersparen.Damit auch in vielen,vielen Jahren mehr von uns bleibt als ein "Wir waren hier"
Ich gebe zu,das Buch hat mich im ersten Moment etwas verstört zurückgelassen.Etwas,das ich nach dem Lesen des Klappentextes nicht unbedingt so erwartet hätte.
Die Erdrotation verlangsamt sich,die Tage werden länger.Toll,denkt man im ersten Moment.Wie oft wünscht man sich nicht mehr Zeit für all die Dinge,die man gerne tun würde.Aber sehr schnell wird einem klar,daß die fortschreitende Verlangsamung keinesfalls nur positive Veränderungen mit sich bringt.Im Gegenteil,-die Erde leidet und mit ihr zunehmend die Menschen.
Ich fand es sehr bedrückend dieses Buch an einem Sonntag Ende März zu lesen während draußen vor dem Fenster eine Winterlandschaft wie selten zu dieser Jahreszeit,zu bestaunen ist.Man mag mich für überdreht halten-aber mich hat dieses Buch daran erinnert,daß es höchste Zeit ist und größter Anstrengung von jedem Einzelnen bedarf um unserer Erde noch mehr Leid zu ersparen.Damit auch in vielen,vielen Jahren mehr von uns bleibt als ein "Wir waren hier"

„Nichts ist mehr oder wird wieder, wie es war ...“

Sonja von Esebeck, Thalia-Buchhandlung Ottersberg

Rückblickend erzählt die mittlerweile erwachsene Julia, wie sich das Leben auf der Erde während der Jahre ihrer Kindheit veränderte.
In einem nicht bezifferten Jahr, Julia ist 11 Jahre alt, gerät die Erde irgendwie aus dem Rhythmus und beginnt, ihre Rotationsgeschwindigkeit zu verringern. Die herkömmlichen Tag- und Nachtzeiten dehnen sich mehr und mehr aus und nicht einmal die Wissenschaft sich kann den Grund für diese Verlangsamung erklären. Die Menschen versuchen, sich den neuen verlängerten Rhythmen anzupassen und ihr Leben danach zu organisieren. Dabei spalten sie sich in zwei Lager - die einen leben nach „Uhrzeit“, die anderen nach „Echtzeit“ .
Das Klima verändert sich dramatisch und ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Tiere und Pflanzen sterben, die veränderte Schwerkraft bringt neue Krankheiten hervor, ganze Wälder brennen aufgrund der lang anhaltenden Sonneneinstrahlung nieder und die gefährliche kosmische Strahlung treibt die Menschen in Schutzbunker. Niemand weiß, wie lange die natürlichen Ressourcen noch zur Verfügung stehen.

Im Vordergrund steht jedoch auch Julias persönliche Entwicklung, die versucht, in ihrer völlig aus den Fugen geratenen Welt noch ein halbwegs normales Leben zu führen. Die erste Liebe, der Verlust ihrer besten Freundin, die Furcht vor einer Trennung der Eltern, die Sorge um ihre Mutter, die an der neuen mysteriösen Schwerkraftkrankheit leidet, verlangen ihr einiges ab.

Ohne pathetisch zu werden und ohne übliche Katastrophenszenarien heraufzubeschwören, führt die Autorin den Leser durch eine Welt, deren Naturgesetz sich langsam aber sicher auflösen. Dabei gelingt es ihr, inmitten der Zersetzung des Alltags die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Herausforderungen, Ängste und Hoffnungen eines einzelnen Mädchens zu lenken, auf ihren Mut und auf die Zuversicht, die sie letztendlich in das Neue zu setzen vermag.
Ein eher untypischer und vielleicht gerade deshalb so brillanter Endzeitroman, der ohne großartige Action auskommt. Es geht um Wandlungsprozesse - um die Entwicklung aller und um die des Einzelnen. Absolut lesenswert !
Rückblickend erzählt die mittlerweile erwachsene Julia, wie sich das Leben auf der Erde während der Jahre ihrer Kindheit veränderte.
In einem nicht bezifferten Jahr, Julia ist 11 Jahre alt, gerät die Erde irgendwie aus dem Rhythmus und beginnt, ihre Rotationsgeschwindigkeit zu verringern. Die herkömmlichen Tag- und Nachtzeiten dehnen sich mehr und mehr aus und nicht einmal die Wissenschaft sich kann den Grund für diese Verlangsamung erklären. Die Menschen versuchen, sich den neuen verlängerten Rhythmen anzupassen und ihr Leben danach zu organisieren. Dabei spalten sie sich in zwei Lager - die einen leben nach „Uhrzeit“, die anderen nach „Echtzeit“ .
Das Klima verändert sich dramatisch und ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Tiere und Pflanzen sterben, die veränderte Schwerkraft bringt neue Krankheiten hervor, ganze Wälder brennen aufgrund der lang anhaltenden Sonneneinstrahlung nieder und die gefährliche kosmische Strahlung treibt die Menschen in Schutzbunker. Niemand weiß, wie lange die natürlichen Ressourcen noch zur Verfügung stehen.

Im Vordergrund steht jedoch auch Julias persönliche Entwicklung, die versucht, in ihrer völlig aus den Fugen geratenen Welt noch ein halbwegs normales Leben zu führen. Die erste Liebe, der Verlust ihrer besten Freundin, die Furcht vor einer Trennung der Eltern, die Sorge um ihre Mutter, die an der neuen mysteriösen Schwerkraftkrankheit leidet, verlangen ihr einiges ab.

Ohne pathetisch zu werden und ohne übliche Katastrophenszenarien heraufzubeschwören, führt die Autorin den Leser durch eine Welt, deren Naturgesetz sich langsam aber sicher auflösen. Dabei gelingt es ihr, inmitten der Zersetzung des Alltags die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Herausforderungen, Ängste und Hoffnungen eines einzelnen Mädchens zu lenken, auf ihren Mut und auf die Zuversicht, die sie letztendlich in das Neue zu setzen vermag.
Ein eher untypischer und vielleicht gerade deshalb so brillanter Endzeitroman, der ohne großartige Action auskommt. Es geht um Wandlungsprozesse - um die Entwicklung aller und um die des Einzelnen. Absolut lesenswert !

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
11
8
3
2
0

Bewegende Geschichte übers Erwachsenwerden
von einer Kundin/einem Kunden am 22.12.2017
Bewertet: Taschenbuch

Was macht man, wenn die Erde sich plötzlicher langsamer dreht, Tage und Nächte sich nicht länger als solche anfühlen, und die halbe Welt von einer Apokalypse spricht? - Man macht weiter wie bisher, nur, dass man Entscheidungen als etwas Endgültigeres und die Zeit hier auf Erden allgemein als umso... Was macht man, wenn die Erde sich plötzlicher langsamer dreht, Tage und Nächte sich nicht länger als solche anfühlen, und die halbe Welt von einer Apokalypse spricht? - Man macht weiter wie bisher, nur, dass man Entscheidungen als etwas Endgültigeres und die Zeit hier auf Erden allgemein als umso befristeter ansieht. Sie erfahren in den Nachrichten davon. Erst mal passiert nichts. Dann werden die Tage immer länger, und um drei Uhr nachmittags steht man plötzlich im Stockdunkeln. Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht der zwölfjährigen Julia, eines Mädchens, das so sein will wie alle anderen und irgendwie doch nicht. Sie erlebt, was in diesem Alter jeder erlebt: Freundinnen, die sich von einem lösen, und die erste Liebe. Und all das erscheint ihr irgendwie bewusster, endgültiger, weil Entscheidungen nicht länger so getroffen werden können, als hätte man ewig dafür Zeit. Julia gehört zu einer dieser Protagonistinnen, bei denen nichts leichter fällt, als sich in sie hineinzuversetzen. Man teilt ihre Ansichten, ihre Gedanken. Es ist, weil sie realitätsnah und griffbereit sind, und je weiter man in das Buch vordringt, umso mehr werden dem Leser auch ihre Wünsche und Hoffnungen aufgedrängt. Kurz: Es ist, wie es in dem klassischen Buch sein sollte. Das Cover empfinde ich in diesem Fall als unglücklich gewählt, weil Titel und Bild mehr auf eine schicksalhafte Liebes-, beziehungsweise Familiengeschichte setzen zu scheinen, anstatt den Kern des Buchs zu beleuchten. Wir haben es hier mit einer romanartigen Dystopie zu tun, die sich - soweit im Rahmen einer Apokalypse möglich - an unserer Realität orientiert. Und trotz allen Zukunftsängsten und Wissenschaftsspekulationen kommen im Vergleich zu anderen Dystopiepen die emotionalen Konflikte innerhalb einer Familie nicht zu kurz, sondern stellen ein Schlüsselelement der Geschichte dar. Man hätte dieses Buch auch ohne Apokalypse, Erdverlangsamung etc. schreiben können, und es wäre trotzdem ein gutes Buch gewesen. Genau das ist es, was den meisten Action- oder Fantasyromanen in ihrem Klassifikationsbereich abhanden kommt, und weshalb ich hier vier von fünf Sternen vergebe. Der Erzählstil der Autorin behagte mir zuerst nicht, weil er mir zu einfach und schlicht aufgebaut war, aber mit den Seiten, die verflogen, gewöhnte ich mich daran. Indem sie Themen auf ihren Kern bringt, zeigt die Autorin, dass sie keine weitschweifigen Umschreibungen braucht, um Sätze miteinander zu verweben, und dass die schönsten Liebesgeschichten ohne große Worte sind. Ich habe mich in diese Geschichte verliebt, obwohl ich es nicht vorhatte. Und dass das geht, zeigt die Autorin mit diesem Buch.

Schleichende Katastrophe
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2016
Bewertet: Taschenbuch

Eine Familie in Kalifornien. Sie sind die Bewegungen der Erde gewöhnt; ihnen ist klar, dass sich der Boden erbeben und erschauern konnte. Sie haben immer Batterien in ihren Taschenlampen und Wasserflaschen in den Schränken. Sie nehmen hin, dass Risse in Bürgersteigen auftauchen konnten, Swimmingpools manchmal wie Wasserschüsseln überschwappten. Sie... Eine Familie in Kalifornien. Sie sind die Bewegungen der Erde gewöhnt; ihnen ist klar, dass sich der Boden erbeben und erschauern konnte. Sie haben immer Batterien in ihren Taschenlampen und Wasserflaschen in den Schränken. Sie nehmen hin, dass Risse in Bürgersteigen auftauchen konnten, Swimmingpools manchmal wie Wasserschüsseln überschwappten. Sie sind geübt darin, unter Tischplatten zu kriechen, und wissen, dass sie sich vor fliegenden Glassplittern zu hüten hatten. Aber auf diese Katastrophe sind sie nicht vorbereitet. Die Erdrotation verlangsamt sich, die Tage dehnen sich spürbar aus, mit erschreckenden Folgen. Mitten drinnen hat die elfjährige Julia mit alltäglichen Problemen zu kämpfen: Sie verliert ihre beste Freundin Hanna, verliebt sich zum ersten Mal Hals über Kopf und ihr Vater spielt mit dem Gedanken, die Familie für Julias Klavierlehrerin zu verlassen. Darüber hinaus wird verändern sich die physikalischen Verhältnisse dramatisch; Menschen, Tiere und Pflanzen müssen unter neuen Bedingungen zu bestehen. Der Katastrophe angemessen vermittelt die Schreibweise eine sehr bedrückende Stimmung. Die Geschichte wird rückwirkend aus Julias Sicht erzählt. Zu Beginn des Buches wird immer wieder angedeutet, dass es noch schlimmer kommt („Hätten wir damals schon gewusst…“). Die Menschen überall auf der Welt verdrängen die Katastrophe. Zunächst soll der Tagesrhythmus dem Tageslauf angepasst werden. Aber als die Tage sich weiter ausdehnen, beschließen Regierungen überall auf dem Globus, die Tageslänge zu ignorieren und kehren zum 24-Stunden-Rhythmus zurück. Der Roman beschreibt auf erschreckende Weise, die tragischen Auswirkungen einer abrupten Verlangsamung der Erdrotation und das typische Verhaltensmuster von uns Menschen: Ignorieren und weiter machen wie bisher. Die im Klappentext angekündigte erste Erfahrung in Sachen Liebe kommt aus meiner Sicht zu kurz. Immer wieder werden Julias Gefühle für Seth angedeutet. Aber bis in Hinblick auf Seth irgendwas passiert und die Beziehung irgendwelche Formen annimmt, muss man sich durch gut 2/3 des Buches schlagen. Und dann… Ach, lest selbst. Das Buch ist sicher nichts für Liebhaber rasanter Katastrophenromane. Dafür bahnt sich das Unglück viel zu langsam an. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau.

Großartige Idee, die aber Beklemmung auslöst
von marcello am 28.04.2016
Bewertet: Taschenbuch

„Ein Jahr voller Wunder“ handelt von der 11-jährigen Julia, die mit ihren Eltern, Helen und Joel, ein ganz normales Familienleben in Kalifornien führt. Eines Morgens kommt die Nachricht, dass sich die Erdrotation verlangsamt und nach und nach müssen Julia und ihre Familie realisieren, was das alles für Auswirkungen auf... „Ein Jahr voller Wunder“ handelt von der 11-jährigen Julia, die mit ihren Eltern, Helen und Joel, ein ganz normales Familienleben in Kalifornien führt. Eines Morgens kommt die Nachricht, dass sich die Erdrotation verlangsamt und nach und nach müssen Julia und ihre Familie realisieren, was das alles für Auswirkungen auf sie und die ganze Welt hat. Das Stärkste an diesem Roman ist und bleibt die Idee und die hat mich bis ans Ende gefesselt. Einerseits war es faszinierend, was alles durch die Verlangsamung der Erdrotation betroffen ist, denn darüber macht man sich ja eigentlich keine Gedanken, und andererseits war es doch schon sehr beklemmend. Dass dieses Buch kein Happy End hat war nur folgerichtig und hat mich auch noch mal wach gerüttelt, was wir Menschen der Erde eigentlich alles antun. Die Charaktere, um die sich die Geschichte spann, haben mich im Vergleich zu der Idee an sich weniger begeistern können. Schon in der Leseprobe habe ich mich kritisch geäußert, dass ich bei so einem Thema eine 11-jährige Protagonistin falsch halte. Mir ist durchaus bewusst, dass Julia die Geschichte rückblickend schreibt und schon 23 ist und dennoch hat sie einige Dinge erlebt, bei denen ich mir dachte: Das erlebt eine 11-Jährige? Zugegebenermaßen war ihre Naivität absolut altersgerecht gelungen und das hat mich an ihr doch ganz schön gestört. Ansonsten aber war es spannend alle Folgen der Verlangsamung aus ihren Augen mit zu betrachten und noch besser hätte ich es gefunden, wenn sie schon älter gewesen wäre. Die Eltern waren natürlich auch extrem gezeichnet. Auf der einen Seite Helen, die vollkommen panisch auf die Nachricht reagiert und immer mehr Vorräte anhäuft und auf der anderen Seite Joel, der sich überfordert zeigt seine Frau und seine Tochter zu beruhigen und stattdessen sich in die Arbeit verkriecht und in eine Affäre mit Julias Klavierlehrerin. Der Erzählstil hat mich vollkommen überzeugt. Er war absolut flüssig lesbar und die in der Regel doch eher kürzeren Kapitel haben das Lesetempo und auch den Spannungsbogen aufrecht gehalten. Zudem fand ich es super, dass es nicht immer nur um Julia und ihre Familie ging, sondern dass sie auch vollkommen neutral beschreiben konnte, was alles nacheinander passiert, wie zum Beispiel die Tatsache, dass immer mehr Vögel tot vom Himmel fielen und anschließend auch noch Vermutungen von Wissenschaftlern, warum dies so ist. Fazit: Die Idee von „Ein Jahr voller Wunder“ war großartig, vor allem weil man diese Thematik eher seltener auf dem Buchmarkt findet. Die Geschichte an sich war dann nicht großartig, weil sie vor allem beklemmend war und mich als Leser wirklich nachdenklich gemacht hat. Die Figuren waren etwas überzeichnet, haben aber natürlich die Folgen gelungen wiedergegeben. Julia war an sich eine gelungene Protagonistin, aber in meinen Augen zu jung gewählt. Ich spreche hiermit eine Kaufempfehlung aus, weil es einfach was anderes ist. Aber man sollte sich wirklich nicht vom Titel des Buches fehlleiten lassen. Denn ob die Folgen der Verlangsamung wirklich als Wunder bezeichnet werden können und ob Katastrophen nicht das viel bessere Wort wäre, das will ich mal offen lassen. Aber ansonsten Daumen hoch und ich gebe 4 Sterne!