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Ein liebender Mann

(13)
«Bis er sie sah, hatte sie ihn schon gesehen. Als sein Blick sie erreichte, war ihr Blick schon auf ihn gerichtet. Das fand statt am Kreuzbrunnen, nachmittags um fünf, am 11. Juli 1823 in Marienbad.» Mit diesen Sätzen beginnt Martin Walsers Roman über Goethes letzte Liebe. Der 73-jährige Geheimrat – seit dem Tod seiner Ehefrau Christiane Witwer und so berühmt, dass sein Diener Stadelmann heimlich Haare von ihm verkauft – liebt die 19-jährige Ulrike von Levetzow. 54 Jahre Altersunterschied trennen die beiden, aber Goethe sagt sich: «Meine Liebe weiß nicht, dass ich über siebzig bin. Ich weiß es auch nicht.» Blicke werden getauscht, Worte gewechselt, die beiden küssen einander auf die Goethe‘ sche Art.
Er sagt: Beim Küssen kommt es nicht auf die Münder, die Lippen an, sondern auf die Seelen. «Das war sein Zustand: Ulrike oder nichts.»
Doch sein Alter holt ihn ein. Auf einem Kostümball stürzt er, und bei einem Tanztee will sie ein Jüngerer verführen.
Der Heiratsantrag, den er Ulrike trotzdem macht, erreicht sie erst, als ihre Mutter mit ihr nach Karlsbad weiterreisen will. Goethe schreibt die «Marienbader Elegie». Zurück in Weimar, lässt ihn die eifersüchtige Schwiegertochter Ottilie nicht mehr aus den Augen.
Martin Walsers neuer Roman erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe: bewegend, aufwühlend und zart.
Die Glaubwürdigkeit, die Wucht der Empfindungen und ihres Ausdrucks – das alles zeugt von einer Kraft und (Sprach-)Leidenschaft ohne Beispiel.
Portrait
Martin Walser, 1927 in Wasserburg geboren, erhielt für sein literarisches Werk zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis, 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels und 2015 den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis. Außerdem wurde er mit dem Orden «Pour le Mérite» ausgezeichnet und zum «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 384, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.10.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783644000315
Verlag Rowohlt E-Book
Verkaufsrang 19.454
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ein begnadeter Dichter....“

Barbara Sander, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Goethe, dieser begnadete Dichter, verfallen der Liebe zu einem 50 Jahre jüngeren Mädchen, Ulrike von Levetzow. Man möchte den Mann wachrütteln oder trösten oder auch für einen Narren halten! Und doch war diese unerfüllte Liebe unausweichlich und Walsers Buch eine echte Bereicherung für alle Goethe-Liebhaber. Goethe, dieser begnadete Dichter, verfallen der Liebe zu einem 50 Jahre jüngeren Mädchen, Ulrike von Levetzow. Man möchte den Mann wachrütteln oder trösten oder auch für einen Narren halten! Und doch war diese unerfüllte Liebe unausweichlich und Walsers Buch eine echte Bereicherung für alle Goethe-Liebhaber.

„Herr Goethe?“

Annegret Klingbeil, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Welche Vorstellung haben Sie von Goethe?
Schon allein die Tatsache, lediglich von „Goethe“ zu reden, zu schreiben, zu denken, und nicht von „Herrn Goethe“, spricht Bände… - und selbst 177 Jahre nach seinem Tod füllen sein Leben und Schaffen immer noch dieselben. Wer ist Goethe?: Dichter. Dichterfürst. Mann. Weltmann. Geheimrat. Wissenschaftler.
Welche Vorstellung haben Sie von Goethe?
Schon allein die Tatsache, lediglich von „Goethe“ zu reden, zu schreiben, zu denken, und nicht von „Herrn Goethe“, spricht Bände… - und selbst 177 Jahre nach seinem Tod füllen sein Leben und Schaffen immer noch dieselben. Wer ist Goethe?: Dichter. Dichterfürst. Mann. Weltmann. Geheimrat. Wissenschaftler. Lebemann. Ehemann. Vater. Liebhaber. Einfühlsamer Freund. Selbstbewusster Staatsmann. Sensibler Künstler. Interessierter Weltenbummler. Gelehrter. Eleganter Gesellschafter. Naturfreund. Berühmter Mensch seiner Zeit. Star bis heute. Bitte behalten Sie diese Charakteristika als Hintergrund im Kopf - und dann lassen Sie sich ein auf Martin Walsers „Ein liebender Mann“: Erleben Sie mit, wie die 19-jährige Ulrike von Levetzow ihn, den gereiften 73-Jährigen, wie Espenlaub erzittern, wie Wachs zerbröseln, schmelzen, dann doch aufstrahlen und zuletzt vor erzwungener Vernunft wieder atmen lässt. Fantastisch! - - - Aber wohin ist all die Weisheit und Erfahrung dieses gestandenen Mannes? - Beinahe tut mir der so geschilderte „alte“(?) Goethe Leid. Jedoch nur so lange, bis mir bewusst wird, dass wir alle altern und die ferne Zukunft vielleicht gar nicht so fern ist… Dann mischt sich Hoffnung in meine Gefühle: möglicherweise gar nicht so schlecht, …die ferne Zukunft?! Auf jeden Fall für dieses Buch gilt: Wunderschön!! Schöner - und sprachlich ideenreicher - kann man eine unmögliche Liebe kaum beschreiben…! Danke, Herr Walser! - oder besser: Danke Walser!

„unglückliche Liebe“

Claudia Stadler-Desch, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Der alte Goethe, bereits über siebzig verliebt sich in ein junges gebildetes Mächen namens Ulrike, sie könnte seine Enkelin sein! Martin Walser schreibt aus der Perspektive des großen Dichters über die Liebe, die nicht erfüllt werden kann, sehr einfühlsam, poetisch und stilsicher. Im letzten Teil entwirft der Autor fiktive Briefe, die Der alte Goethe, bereits über siebzig verliebt sich in ein junges gebildetes Mächen namens Ulrike, sie könnte seine Enkelin sein! Martin Walser schreibt aus der Perspektive des großen Dichters über die Liebe, die nicht erfüllt werden kann, sehr einfühlsam, poetisch und stilsicher. Im letzten Teil entwirft der Autor fiktive Briefe, die etwas zu dick und unglaubwürdig aufgetragen sind. Ansonsten aber eine sehr berreichende Lektüre.Für Goethliebhaber hochinteressant.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
8
4
0
1
0

Walser Hommage an Goethe
von einer Kundin/einem Kunden am 24.04.2012

Marienbad, 1823. Goethe - Witwer und so berühmt, dass sein Diener heimlich Haare von ohm verkauft - liebt die junge Ulrike von Levetzow. Martin Walser erzählt die Geschichte dieser unmöglichen Liebe aufwühlend und zart zugleich. Eine sehr schöne, romantische, traurige und zarte Geschichte Es gibt das Paradies: Zwei füreinander. Es gibt... Marienbad, 1823. Goethe - Witwer und so berühmt, dass sein Diener heimlich Haare von ohm verkauft - liebt die junge Ulrike von Levetzow. Martin Walser erzählt die Geschichte dieser unmöglichen Liebe aufwühlend und zart zugleich. Eine sehr schöne, romantische, traurige und zarte Geschichte Es gibt das Paradies: Zwei füreinander. Es gibt die Hölle: Einer fehlt

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Große Männer, Große Liebe
von einer Kundin/einem Kunden am 06.03.2008
Bewertet: Buch (gebunden)

Da hat sich Martin Walser ein großes Ziel gesetzt: Niemanden geringeren als Johann Wolfgang von Goethe lässt er in seinem Roman wieder aufleben. Genauer gesagt: Goethes "Marienbader" Liebe zu Ulrike von Levetzow. Jahrzehnte liegen zwischen dem Dichterfürsten und der jungen Frau. Wie war das damals wirklich? Gab es den... Da hat sich Martin Walser ein großes Ziel gesetzt: Niemanden geringeren als Johann Wolfgang von Goethe lässt er in seinem Roman wieder aufleben. Genauer gesagt: Goethes "Marienbader" Liebe zu Ulrike von Levetzow. Jahrzehnte liegen zwischen dem Dichterfürsten und der jungen Frau. Wie war das damals wirklich? Gab es den Heiratsantrag? Was wurde aus dieser "unmöglichen" Liebe? Walser beschreibt zart und bewegend.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
2 0
leidender und liebender Goethe
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 11.02.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Goethe einmal anders - mit Zweifeln, leidend, wartend, sich trauend, verliebt und doch oft enttäuscht. Ein wundervolles Buch, dass den großen Dichter und Denker als Mensch nahe bringt.

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