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Ein Sommer aus Stahl

Roman

(29)

'Ein Plädoyer für die Freundschaft.' Cosmopolitan
Piombino bei Livorno: Seit mehr als hundertfünfzig Jahren wird dort Stahl produziert. In der Ferne leuchtet Elba, für die Arbeiter unerreichbar. Es ist der Sommer 2001: Anna und Francesca sind beste Freundinnen und beide dreizehn. Im Herbst wird Anna weiter die Schule besuchen und Francesca einen Beruf ergreifen. Aber jetzt ist erst einmal Sommer - Meer, Sonne und. Jungens. Anna und Francesca entdecken ihren Körper und dass sie am Leben sind. Eine packende, frische Geschichte über (Mädchen-) Freundschaft und das Italien der Arbeiter, die sozial und politisch keine Heimat mehr haben.

Portrait

Silvia Avallone wurde 1984 in Biella geboren. Heute lebt sie in Bologna, wo sie Philosophie studiert. ›Ein Sommer aus Stahl‹ ist ihr erster Roman und wurde in Italien auf Anhieb ein Bestseller.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 01.06.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14224-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 193/121/26 mm
Gewicht 341
Originaltitel Acciaio
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Buchhändler-Empfehlungen

„Schonungslos gut!“

Lydia Schlosser, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

"Ein Sommer aus Stahl" spielt im Italien der Arbeiterschicht Anfang der 2000er.
In Piombino, gegenüber der Insel Elba, gehen die beiden Freundinnen Anna und Francesca zusammen durch das Auf und Ab der Pubertät. Scheinbar unzertrennlich teilen sie alles bis sich verlieben und das alles zu ändern scheint.

Ein starker, aufwühlender
"Ein Sommer aus Stahl" spielt im Italien der Arbeiterschicht Anfang der 2000er.
In Piombino, gegenüber der Insel Elba, gehen die beiden Freundinnen Anna und Francesca zusammen durch das Auf und Ab der Pubertät. Scheinbar unzertrennlich teilen sie alles bis sich verlieben und das alles zu ändern scheint.

Ein starker, aufwühlender und schonungsloser Roman über das Erwachsenwerden.
Auch wenn ich beim Lesen das ein oder andere Mal an meine Grenzen gestoßen bin - oder gerade deswegen - wird dieses Buch mit Sicherheit einer meiner "all-time favorites".

„Im Schatten des Stahlwerks!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Anna und Francesca versuchen unbeschwert den Sommer zu genießen. Sie leben in Piombino, eine Industriestadt an der italienischen Küste vor Elba. Elba ist der unerreichbarer Traum, die Insel der Reichen und Schönen. Während man liest wähnt man sich in den Fünfzigern. Die Männer saufen, sind gewalttätig sowohl ihren Frauen, wie auch Ihren Anna und Francesca versuchen unbeschwert den Sommer zu genießen. Sie leben in Piombino, eine Industriestadt an der italienischen Küste vor Elba. Elba ist der unerreichbarer Traum, die Insel der Reichen und Schönen. Während man liest wähnt man sich in den Fünfzigern. Die Männer saufen, sind gewalttätig sowohl ihren Frauen, wie auch Ihren Kindern gegenüber, oder aber sie verhindern jede persönliche Entfalltung. Tolle Charaktere, beeindruckende Schicksale und eine spannende Geschichte machen diesen Roman lesenswert.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
29 Bewertungen
Übersicht
11
14
3
0
1

Italien mal ganz anders
von einer Kundin/einem Kunden aus Osterwald am 28.02.2016

Anna und Francesca, zwei 13jährige Mädchen, die in einem italienischen Stahlbau - Ort leben, entdecken in einem heißen Sommer sich und ihre Sexualität. Sie sind aber noch unbefangen und toben mit ihren Freunden am Strand und im Meer. Beobachtet werden sie jederzeit von Francescas gewalttätigem Vater, aber nicht nur... Anna und Francesca, zwei 13jährige Mädchen, die in einem italienischen Stahlbau - Ort leben, entdecken in einem heißen Sommer sich und ihre Sexualität. Sie sind aber noch unbefangen und toben mit ihren Freunden am Strand und im Meer. Beobachtet werden sie jederzeit von Francescas gewalttätigem Vater, aber nicht nur von ihm. Auch andere ältere Herren "erfreuen" sich an ihrem Anblick, was diese beiden Mädchen wissen und schamlos ausnutzen, sie stellen sich förmlich zur Schau und finden das anscheinend ganz normal. Alles ändert sich, als Anna sich in einen jungen Mann verliebt und Francesca sich eifersüchtig von ihr ab und der Außenseiterin Lisa zuwendet. Schließlich empfindet Francesca doch mehr als nur Freundschaft für Anna. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch die trostlose Athmosphäre in Piombino,einer italienisch Stadt, die vom Stahlbau lebt und ihren Bewohnern sonst nur sehr wenig zu bieten hat. Die Grundstimung ist recht verbittert, ist es doch sehr schwer, aus dieser von der Industrie geprägten Stadt herauszukommen ...und dabei ist Elba in Sichtweite! Die meist kurzen Sätze verstärken den trostlosen Eindruck noch, aber dadurch ist das Buch auch sehr schnell und leicht zu lesen. Für meinen Geschmack wurde in diesem Buch ein wenig zuviel über Sex und Gewalt geschrieben, manche Stellen empfinde ich fast schon als abstoßend. Andererseits ist die Stimmung sehr gut eingefangen, der Leser kann sich in einige Charaktere gut hinein versetzen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Ein Sommer aus Stahl
von MsBookeria am 10.12.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

In diesem Buch geht es um die zwei Freundinnen Anna und Francesca, die nicht nur beste Freundinnen sind, sondern sich auch wie Schwestern sehr eng miteinander verbunden fühlen. Beide heben sich besonders durch ihre Schönheit, ihre Experimentierfreude und ihre Lebenslust von dem Einerlei des kleinen italienischen Küstenorts Piombino ab.... In diesem Buch geht es um die zwei Freundinnen Anna und Francesca, die nicht nur beste Freundinnen sind, sondern sich auch wie Schwestern sehr eng miteinander verbunden fühlen. Beide heben sich besonders durch ihre Schönheit, ihre Experimentierfreude und ihre Lebenslust von dem Einerlei des kleinen italienischen Küstenorts Piombino ab. Dieser Ort ist nur wenige Kilometer von der Insel Elba entfernt, scheint für die beiden jungen Mädchen aber auch unerreichbar zu sein. Stattdessen pendelt ihr Leben zwischen dem Strand und ihren schwierigen Eltern mit deren unlösbaren Problemen in der Via Stalingrado, umgeben von Stahlarbeitern, Staub und Sommerhitze. Dies ist ein Ort, wo das Gesetz des Stärkeren herrscht, die Mütter und Töchter von ihren Vätern geschlagen werden, junge Erwachsene Drogen konsumieren, die Mädchen schon mit dreizehn Jahren ihre ersten sexuellen Erfahrungen austauschen und die Kriminalitätsrate sehr hoch ist. Hier wird einem nichts geschenkt. Und dementsprechend zeigt sich hier auch das Leben von seiner schlimmsten Seite. Viele dieser jungen Menschen, die hier leben und aufgewachsen sind, hoffen eines Tages auf ein besseres und schöneres Leben, irgendwo außerhalb der Via Stalingrado. Und so auch Anna und Francesca. Doch plötzlich verändert die Liebe und das Schicksal ihr ganzes bisheriges Leben. Denn Anna geht eine Beziehung mit dem acht Jahre älteren Mattia ein, dem Freund von ihrem Bruder Alessio und Francesca gesteht sich ein, dass sie sich in Anna verliebt hat. Zutiefst enttäuscht über den vermeintlichen Verrat ihrer Freundin, geht Francesca daraufhin ihren eigenen Weg… Bis die beiden Mädchen eines Tages merken, dass das Leben ohne den anderen bloß eine leere Hülle ist und es keinen Sinn ergibt getrennt vom anderen zu sein... Silivia Avallone hat Ein Sommer aus Stahl in der auktorialen Erzählperspektive geschrieben. Dadurch hebt die Autorin besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich auf über 415 Seiten entwickeln, in den Vordergrund des Romans. Man erfährt aber nicht nur die großen Gefühle und die geheimen Sehnsüchte der beiden Mädchen und ihren Familienmitgliedern und deren Freunde, die in diesem Buch durch eine Vielzahl von Dialogen zu Wort kommen, sondern man erfährt auch sehr viel über all ihre Ängste und insgeheimen, teils sogar erschrecken-den Wünsche und Vorlieben. Denn Ein Sommer aus Stahl ist sehr leidenschaftlich, sexuell und doch außerordentlich authentisch geschrieben. So authentisch, dass man mit den Romanfiguren sogar Mitleid bekommen könnte und man sich wünscht sie von diesem traurigen Ort befreien zu können, der doch so aussichtslos erscheint. Nicht zu übersehen sind auch die vielen Vergleiche zwischen dem Stahl, der Hitze und der Leidenschaft, die Ein Sommer aus Stahl zu einem einzigartigen und unvergleichbaren Lesevergnügen machen. Punktabzug gibt es daher auch nur wegen der Länge, da das Buch teilweise etwas langatmig erscheint.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Ein Sommer aus Stahl
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 19.07.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Der Stahlstandort Piombino liegt gegenüber der Insel Elba. Vom Strand aus sehen Anna und Francesca, zwei flügge werdende italienische Mädchen, die reiche Touristeninsel und träumen vom Aufstieg. Francesca möchte gerne ein Star werden. Anna will die Welt verändern, am besten gemeinsam. Freundinnen für immer, klar. Bis dahin müssen sie... Der Stahlstandort Piombino liegt gegenüber der Insel Elba. Vom Strand aus sehen Anna und Francesca, zwei flügge werdende italienische Mädchen, die reiche Touristeninsel und träumen vom Aufstieg. Francesca möchte gerne ein Star werden. Anna will die Welt verändern, am besten gemeinsam. Freundinnen für immer, klar. Bis dahin müssen sie nur noch irgendwie das Leben der Hochhauswelt, den Staub, die Via Stalingrado und ihre Erzeuger überleben. Annas Vater ist spielsüchtig, konvertiert später auf spektakuläre Weise zu tatsächlich zu gewinnbringenden Geschäften, die bald seiner Ehefrau Kurzzeitwohlstand beschert, bis sie erneut an Rand der Verzweiflung gerät. Francescas Vater dagegen beobachtet seine Tochter auf Schritt und Tritt. Immer mit der Behauptung, er passe auf sie auf, eigentlich will er sie jedoch wohl nur zu einer Art Zweitehefrau machen. Zwei besondere männliche Exemplare? Mitnichten! In diesem Roman wimmelt es nur so von kleinen männliche Wichten, die sich nichts wichtigeres vorstellen können, als mit einer der Tänzerinnen aus dem Gilda Nachtclub Sex zu haben. Was soll man nach Feierabend auch machen? Die Ehen, meist früh geschlossene Einbahnstrassen der Tristesse, dienen meist der Frustbewältigung. Der Sinn des Lebens reduziert sich in Piombino auf die Einnahme von Drogen, Sex und Arbeit, bis zum Abwinken, nicht immer in der Reihenfolge. Alle Männer arbeiten für das Stahlwerk. Inzwischen für einen russischen Investor, der am Liebsten den Schuppen nach Polen auslagern möchte. Italien auf dem Weg nach unten. Nicht mit Anna und Francesca, die schwören sich immer noch ewige Treue und ja, sie sind jetzt dreizehn, das wird ihr Sommer, also Brust raus, Jungs anmachen, Gas geben. Nur nimmt Anna einen falschen Abzweig auf Mattias Karre, findet Francesca zumindest. Eifersüchtig beäugt sie AnnasVerhalten ihrem neuen Freund gegenüber. Klarer Fall: das ist echte Liebe. Scheisse sie ist aus dem Spiel! Sie fühlt sich von Anna verraten und so gräbt sie sich nun in sich selbst ein, kriecht zurück in ihr Schneckenhaus und sucht sich nicht nur eine neue Freundin.... Meinung: Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr! Warum? Weil "Ein Sommer aus Stahl" richtig gute Literatur ist. Geschrieben von einer Frau die einem etwas mitzuteilen hat. Wegen solcher Bücher quält sich der geneigte Leser durch tausend schlechte Schinken. Silvia Avallone beherrscht ihr Handwerk tadellos. Das Buch ist brilliant durchkomponiert, feurig geschrieben, realitätsnah, bis zum Wehtun, es zeigt die Arbeiterwelt in all ihren Facetten und endet in einem grossartigen Schlussspurt. Alle vorkommenden Personen werden gnadenlos und völlig unromantisch unter die Lupe genommen und fachgerecht seziert, fast spielerisch springt Silvia Avallone von dem einen Kopf in den nächsten, immer auf Spurensuche. Warum sind diese Menschen, wie sind? Warum begnügen sie sich mit einem eintönigem Leben, dass dem Leben jener Katzen gleicht, die rammelnd, fauchend, einäugig und mit verbrannten Schwänzen durch die dahin rostende Fabrik rennen um diese niemals zu verlassen? Zum Glück gibt es die Frauen in diesem Buch, denn in einigen von ihnen brennt ein Hoffnungsfunken, ganz unsentimental, ganz rational, mehr wird nicht verraten!

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