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Ein Weg zurück

(6)
Alles scheint perfekt im Leben von Irina von Lehnberg. Die prominente Berliner Radiomoderatorin hat ihren Traumjob, verkehrt in den besten Kreisen und ist glücklich liiert. Doch dann erreicht sie ein Brief, der alles verändert. Fünfundzwanzig Jahre, nachdem sie als Mädchen aus einfachen Verhältnissen überstürzt die DDR verlassen hat, reist sie zurück in ihre Vergangenheit. Sie begegnet den Menschen, die sie damals im Stich gelassen hat, und stellt sich ihren bedrückenden Erinnerungen. Schon bald begreift sie, dass nach dieser Reise nichts mehr wie vorher sein wird.
Ein Roman über die Macht der Vergangenheit und die zwei Hälften eines Lebens, die nur zusammen ein Ganzes bilden.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz i
Seitenzahl 277, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.05.2014
Sprache Deutsch
EAN 9789963523092
Verlag Bookshouse
Verkaufsrang 63.622
eBook
2,99
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Kundenbewertungen


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bewegender Roman
von Manja Teichner am 30.09.2014

Kurzbeschreibung: Alles scheint perfekt im Leben von Irina von Lehnberg. Die prominente Berliner Radiomoderatorin hat ihren Traumjob, verkehrt in den besten Kreisen und ist glücklich liiert. Doch dann erreicht sie ein Brief, der alles verändert. Fünfundzwanzig Jahre, nachdem sie als Mädchen aus einfachen Verhältnissen überstürzt die DDR verlassen hat,... Kurzbeschreibung: Alles scheint perfekt im Leben von Irina von Lehnberg. Die prominente Berliner Radiomoderatorin hat ihren Traumjob, verkehrt in den besten Kreisen und ist glücklich liiert. Doch dann erreicht sie ein Brief, der alles verändert. Fünfundzwanzig Jahre, nachdem sie als Mädchen aus einfachen Verhältnissen überstürzt die DDR verlassen hat, reist sie zurück in ihre Vergangenheit. Sie begegnet den Menschen, die sie damals im Stich gelassen hat, und stellt sich ihren bedrückenden Erinnerungen. Schon bald begreift sie, dass nach dieser Reise nichts mehr wie vorher sein wird. Ein Roman über die Macht der Vergangenheit und die zwei Hälften eines Lebens, die nur zusammen ein Ganzes bilden. (Quelle: Bookshouse) Meine Meinung: Irina von Lehnberg ist eine erfolgsverwöhnte junge Frau, in deren Leben alles perfekt zu laufen scheint. Bis zu dem Tag an dem sie ein Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola erreicht. Dieser Brief verändert alles. Nach 25 langen Jahren, in denen Irina, die damals Kathrin hieß, ihre Vergangenheit komplett ausgeblendet hat, reist sie nun zurück nach Biebersleben und somit zurück in die Vergangenheit. Sehr schnell merkt Irina, dass sich die Vergangenheit doch nicht so einfach abschütteln lässt wie sie geglaubt hat und das sie durch diese geprägt wurde. Der Roman „Ein Weg zurück“ stammt von der Autorin Kerstin Hohlfeld. Es war mein erstes Buch der Autorin und ich war doch sehr gespannt darauf, denn der Klappentext klang vielversprechend. Die Protagonistin Irina von Lehnberg scheint in der Gegenwart sehr erfolgreich und zufrieden zu sein. Es geht ihr gut, sie ist glücklich und verkehrt in guten Kreisen. Doch nach und nach erfährt der Leser wie Irinas Leben früher war. Früher, in der ehemaligen DDR hieß sie noch Kathrin und diese Vergangenheit ist erdrückend und schwierig. Kathrin war nicht immer glücklich und zufrieden, es gab des Öfteren Probleme. Sie hatte Viola, ihre Freundin, „Hase“, der eigentlich Ben hieß und auch Philipp. Irina hat durch ein Ereignis die Vergangenheit ausgeblendet ihr Leben regelrecht hinter sich gelassen. Ich muss zugeben am Anfang hatte ich das Gefühl Irina wirkt ein wenig eingebildet aber je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt desto besser kam ich mit ihr klar. Am Ende mochte ich sie sogar. Auch die Nebenfiguren, wie Viola, „Hase“, Philipp oder auch die „Gräfin“ sind Kerstin Hohlfeld ganz wunderbar gelungen. Sie sind vielseitig, einzigartig und runden das Buch schön ab. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar, lebendig und sehr bildhaft. Man kann sich die Orte sehr gut vorstellen und fühlt sich als ob man quasi dabei wäre. Geschildert wird das Geschehen im personalen Erzählstil in verschiedenen Perspektiven. Es gibt drei Zeitebenen in denen sich das Geschehen abspielt. Einmal die Kindheit von Kathrin, 1980 bis 1982, dann die Zeit um 1989 und die Gegenwart. Man kommt als Leser aber nie durcheinander, denn zu Beginn steht immer drüber in welcher Zeit man sich gerade befindet. Die Handlung stimmt nachdenklich. Es geht um Freundschaft und darum wie die eigene Vergangenheit einen Menschen prägt. Da Leben der ehemaligen DDR wird sehr anschaulich beschrieben. Da ich selber ein paar Jahre in der DDR gelebt habe kamen ein paar Erinnerungen wieder hoch. Man fühlt sich zurück versetzt. Das Ende ist schön und passend so wie es ist. Es bewegt und man fragt sich als Leser auch wie es wohl mit Irina und den anderen weitergehen könnte. Fazit: Kurz gesagt ist „Ein Weg zurück“ von Kerstin Hohlfeld eine schöner Roman, der zum Nachdenken anregt. Eine Protagonistin, die nicht ohne Fehler ist, der flüssig lesbare lebendige Stil und eine Handlung, die das Leben der DDR gut wiedergibt und die aufwühlt haben mir hier wunderbare Lesestunden beschert und mich überzeugt. Sehr empfehlenswert

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Eine wunderbare Geschichte
von Cornelia Meißner aus Adelsdorf am 21.05.2014

Dieser Roman hat mich in die Vergangenheit entführt, hat mich mit den Figuren mitfühlen lassen und hat mich (teilweise) zu Tränen gerührt. Die Geschichte verging für mich wie im Flug, ich hätte noch ewig weiterlesen mögen. Zum Inhalt möchte ich nicht mehr sagen als im Klappentext steht. Ich möchte nicht... Dieser Roman hat mich in die Vergangenheit entführt, hat mich mit den Figuren mitfühlen lassen und hat mich (teilweise) zu Tränen gerührt. Die Geschichte verging für mich wie im Flug, ich hätte noch ewig weiterlesen mögen. Zum Inhalt möchte ich nicht mehr sagen als im Klappentext steht. Ich möchte nicht zu viel verraten. Durch die drei Zeitstränge, 1980/81/82 - 1989 – Gegenwart, die sich in Kapiteln abwechselten, wurde ich immer weitergezogen, wollte ich doch wissen, wie es weitergeht. Ich konnte mir die Figuren und Gegenden sehr gut vorstellen. Alles wurde richtig bildhaft und lebendig beschrieben. Das Leben in der ehemaligen DDR wurde sehr anschaulich erzählt. Durch eigene damalige Erlebnisse wurde ich teilweise an meine Vergangenheit erinnert. Mit der Protagonistin und ihren Freundinnen habe ich richtig mitgefiebert und –gelitten. Das Ende war relativ offen, ich kann mir jetzt selbst ausmalen, wie das Leben von Irina/Kathrin, Viola, „Hase“, Philipp und den Zwillingen weitergeht. Allerdings würde ich mich auch sehr über eine Fortsetzung freuen. Fazit: Sehr lebendig geschriebener Roman. Ich würde sehr gerne noch oft solche Romane von Kerstin Hohlfeld lesen! Ich gebe diesem Werk fünf von fünf Sternen und kann es nur jedem empfehlen. Es deckt einige Genres ab, Geschichtsbegeisterte wie LiebesromanleserInnen werden es lieben!

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Ein großartiges Buch!
von Monika Schulte aus Hagen am 10.05.2014

Die Berliner lieben sie. Irina von Lehnberg, die erfolgreiche Radiomoderatorin. Mit ihrer Morgenshow kann der Tag beginnen. Sie hat alles, was sie sich jemals erträumt hat. Sie hat einen tollen Job, der sie erfüllt. Sie kann sich leisten, was sie möchte und an ihrer Seite hat sie Jens, den... Die Berliner lieben sie. Irina von Lehnberg, die erfolgreiche Radiomoderatorin. Mit ihrer Morgenshow kann der Tag beginnen. Sie hat alles, was sie sich jemals erträumt hat. Sie hat einen tollen Job, der sie erfüllt. Sie kann sich leisten, was sie möchte und an ihrer Seite hat sie Jens, den ebenso erfolgreichen Personalchef eines Energieversorgers. Irina scheint glücklich zu sein. Doch dann erhält sie einen Brief, einen Brief, der ihr bisher so sorglos erscheinendes Leben verändert. Viola, ihre einst beste Freundin aus Kinder- und Jugendtagen, hat ihr geschrieben. Die Gräfin liegt im Sterben. Die Gräfin, diese wunderbare Frau, der sie doch so viel, ja alles in ihrer trostlosen Kindheit zu verdanken hat und deren Namen sie als Pseudonym angenommen hat. Irina wird ganz plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, einer Vergangenheit, die sie für immer vergessen wollte. Ihre Kindheit war ein einziger Albtraum. Aufgewachsen in Biebersleben, einem Örtchen in der Nähe von Magdeburg. Aufgewachsen als Kathrin, denn so heißt Irina wirklich. Den Namen hat sie abgestreift wie all die schlimmen Erlebnisse von damals. Das kleine Mädchen Kathrin, die sich immer so viel Mühe gab, die Achtung und Freundschaft der anderen zu erlangen und die doch nur verächtlich behandelt wurde, weil sie alte, dreckige Sachen tragen musste, weil ihre Eltern arm waren, weil ihren Eltern der Alkohol wichtiger war, als ihre Tochter. Doch da gab es eben auch Viola, ein Mädchen in ihrer Klasse, sie sich ihrer annahm und ihre beste Freundin wurde. Die Mädchen waren unzertrennlich. Sie gingen durch dick und dünn und doch hat Irina eines Tages einen Verrat an Viola begangen. "Ein Weg zurück" - Es ist die Geschichte eines Mädchens, das von der Gesellschaft geächtet wurde, nur, weil es arm war. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die ihren Weg geht und es die Geschichte einer Freundschaft, die eine junge Frau aufs Spiel setzt und verliert. Was habe ich mit der kleinen Kathrin gelitten, die so eisern für ein paar Lutscher spart, die dann noch niemand haben möchte, weil sie als dreckig gilt. Ihre Sehnsucht nach Anerkennung, nach lediglich ein paar netten Worten, nach Zugehörigkeit, all das war beim Lesen deutlich spürbür. Auch ihre Zerrissenheit als Irina, als sie den Brief bekommt, als sie nach Biebersleben fährt und doch am liebsten wieder umkehren möchte. Kerstin Hohlfeld schafft es hervorragend, den Leser an Irinas Gefühlswelt teilhaben zu lassen. Es ist eine Geschichte der ganz großen Emotionen. "Ein Weg zurück" ist aber auch ein Teil deutsch-deutscher Geschichte. Kerstin Hohlfeld schildert das Leben in der DDR, das Gefühl des Eingesperrtseins, Entbehrungen, Wünsche und Träume der Menschen jenseits der Mauer. Ich war gespannt, abgelenkt und tief in Gedanken. "Ein Weg zurück" - ein großartiges Buch!

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Ein Weg zurück
von Isolde K. aus Gerbstedt am 07.05.2014

Irina von Lehnberg ist eine bekannte und beliebte Radiomoderatorin. Sie hat alles erreicht, von dem sie einst geträumt hat. Sie ist schön und erfolgreich und hat ein ausgefülltes Leben, in dem die Vergangenheit keinen Platz hat. Das ändert sich, als ein Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola sie aus ihrer... Irina von Lehnberg ist eine bekannte und beliebte Radiomoderatorin. Sie hat alles erreicht, von dem sie einst geträumt hat. Sie ist schön und erfolgreich und hat ein ausgefülltes Leben, in dem die Vergangenheit keinen Platz hat. Das ändert sich, als ein Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola sie aus ihrer Ruhe reißt. Es sind nur wenige Worte, doch damit drängt sich die Vergangenheit zurück in ihr Leben. Die Erinnerung an ihre Kindheit in einem kleinen Dorf bei Magdeburg lässt ihr keine Ruhe mehr. Da ist dieser Satz: Die Gräfin liegt im Sterben. Die Frau, deren Namen sie als Pseudonym verwendet und der sie so viel verdankt. Und obwohl sie es erst nicht will, begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit, eine gedankliche und eine reale. Es wird ein schwerer Weg zurück. Der Roman von Kerstin Hohlfeld hat mich sofort angesprochen und sehr berührt. Eindrücklich wird das Leben in der ehemaligen DDR in den 80er Jahren beschrieben. Man hat wirklich Eindrücke, von denen man glaubt, man wäre dabei gewesen. Es ist ein erschreckend realistisches Bild der DDR, kurz vor deren Ende, noch verstärkt dadurch, dass Irina, die eigentlich Kathrin heißt, in sehr schwierigen Verhältnissen aufgewachsen ist. Aber es ist auch die Geschichte über Freundschaft und Vertrauen und sie hat mir eine Menge Optimismus vermittelt. Ich habe den Roman sehr schnell gelesen, es aber nun bis zum Bewerten noch etwas in mir nachklingen lassen. „Ein Weg zurück“ ist eine Lebensgeschichte, eine von vielen direkt neben uns. Sie ist spannend, aber kein Krimi, sie ist emotional, aber keine Schnulze. Ich habe das Buch sehr genossen und kann es nur jedem empfehlen, denen, die die DDR kennen und denen, die etwas darüber erfahren wollen. 5 Sterne!

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Wenn die Vergangenheit ruft
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 16.08.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Irina von Lehnberg ist eine angesagte Berliner Radiomoderatorin, die ihr Leben im Griff hat. Sie hat Jens, ihren Freund, und eine Arbeit, die ihr Spaß macht. Da erreicht sie ein Brief aus ihrer Vergangenheit, die sie 25 Jahre versucht hat zu vergessen. Ein Brief aus einer Zeit, wo sie noch... Irina von Lehnberg ist eine angesagte Berliner Radiomoderatorin, die ihr Leben im Griff hat. Sie hat Jens, ihren Freund, und eine Arbeit, die ihr Spaß macht. Da erreicht sie ein Brief aus ihrer Vergangenheit, die sie 25 Jahre versucht hat zu vergessen. Ein Brief aus einer Zeit, wo sie noch Kathrin Neumann hieß und ein Mädchen, dessen Eltern Alkoholiker waren. Ihre ehemalige Freundin Viola schrieb ihr, dass die Gräfin von Lehnberg im Sterben liegt. Diese war es, die ihr das Leben damals erträglich machte. Soll sie es wagen und sich ihrer Vergangenheit stellen? ... Eine Reise in die Vergangenheit, die nicht nur Kathrin macht, sondern den Leser gleich mitnimmt. Sie führt zurück in die 80er Jahre nach Biebersleben, einem Dorf in der Nähe von Magdeburg. Dort verbrachte Kathrin ihre Kinder- und Jugendzeit. Als Kind von Alkoholikern wurde sie von allen gemieden. Sie trug alte abgenutzte Kleidung, da ihren Eltern Alkohol und Zigaretten mehr bedeuteten, als ihr Kind ordentlich einzukleiden. Auch regelmäßiges Essen war eher eine Seltenheit. Ihre Schulkameraden mieden sie, weil sie stank und zerrissene Kleidung hatte. Und doch fand sie Freunde. Viola, Nicole und Jana wurden Freundinnen und spielten zusammen, gemeinsam durften sie auch die Gräfin von Lehnberg besuchen und dort spielen. Sie verband eine enge Freundschaft, die sie Jahre lang verband. So herzlich die Freundschaft auch war, wird diese von Kathrin verraten. Daraufhin verlässt sie von einem Tag auf den anderen Biebersleben, nennt sich fortan Irina von Lehnberg und schaut 25 Jahre lang nicht zurück. Kerstin Hohlfeld gelingt es, den Leser in eine Zeit zu geleiten, die vielen der ehemaligen DDR-Bürger Erinnerungen bescheren, die vielleicht schon vergessen oder verschüttet waren. Mir ging es so, einiges war nicht mehr so präsent, anderes hatte ich genauso in Erinnerung. Kathrin, die der Leser als Irina kennenlernt, ist in der Gegenwart scheinbar eine glückliche und zufriedene Frau. Aber sie ist auch eine Frau, die sich erst seit 1989 so profiliert hat. Ihre Vergangenheit hat in ihrem gegenwärtigen Leben keine Bedeutung und auch keinen Bestand. Das ändert sich alles mit einem Brief und einem folgenden Besuch in ihrer Heimatstadt Biebersleben. Sie trifft frontal auf ihre Vergangenheit, obwohl sich dort auch vieles geändert hat. Sie begegnet alten Freunden und Bekannten und stellt sich ihrer Schuld, die sie vor 25 Jahren auf sich genommen hat. Es wird eine Begegnung mit sich selbst. Kerstin Hohlfeld gelingt es mühelos, den Leser am Leben von Kathrin teilhaben zu lassen. Ich habe mit der kleinen Kathrin Mitleid gehabt, einem kleinen Mädchen, das anfangs nichts hat außer der Freundschaft zu dem Jungen Ben, genannt Hase, der wegen seiner Hasenscharte genauso im Dorf von Kindern und Jugendlichen geächtet war wie sie. Ich habe mich für sie gefreut, als sie Freundinnen gefunden hatte und eine rettende Hand, die von der Gräfin kam. Als sie durch den Verrat an ihrer Freundschaft zu Viola alles zunichte gemacht hatte, hätte ich sie schütteln können. Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass man alles schaffen kann, auch wenn Widrigkeiten den Weg pflastern. Es ist aber auch eine Geschichte, die mich viele Emotionen hat ausleben lassen. Von fassungslos bis zu Tränen gerührt war alles bei. Ich bin wirklich nah am Wasser gebaut, so dass ich mehr als einmal Tränen in den Augen hatte. Was habe ich mit Kathrin gebangt und gehofft. Es ist ein Buch, das unter die Haut geht. Als Leser durfte ich miterleben, wie aus der zerrissenen Kathrin / Irina wieder ein Mensch wurde, der mit sich eins ist. Erinnerungen wurden wieder aufgefrischt oder geben für Unwissende einen kleinen Einblick in das Leben der ehemaligen DDR. Im Nachhinein empfinde ich jedoch die Gestaltung des Covers als unglücklich, da es zum Inhalt des Buches so gar keinen Bezug hat. Schade, denn im Normalfall gefallen mir die Cover des Verlages. Wer die Bücher von Kerstin Hohlfeld um die Protagonistin Rosa Redlich mochte, für den ist dieses Buch einfach ein Muss. Wer sie noch nicht kennt, sollte das ändern, denn sie auch für dieses Buch vergebe ich eine klare Kaufempfehlung.

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Zwei Hälften eines Lebens, die nur zusammen ein Ganzes ergeben
von Kerstin Thieme aus Zittau am 18.06.2014
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Erfolgsverwöhnt, beliebt und begehrt ist die Berliner Radiomoderatorin Irina von Lehnberg. Sie hat es aus eigener Kraft geschafft und würde ihre Vergangenheit am liebsten für immer begraben. Doch ein Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola katapultiert sie unwiderruflich dahin zurück – und nach Biebersleben, einen kleinen Ort in der DDR,... Erfolgsverwöhnt, beliebt und begehrt ist die Berliner Radiomoderatorin Irina von Lehnberg. Sie hat es aus eigener Kraft geschafft und würde ihre Vergangenheit am liebsten für immer begraben. Doch ein Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola katapultiert sie unwiderruflich dahin zurück – und nach Biebersleben, einen kleinen Ort in der DDR, den sie verabscheut. Alte Wunden reißen auf und Irina muss feststellen, dass erst ihre Kindheit und Jugend als Kathrin Neumann sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie heute ist. Meine Meinung: Mit „Ein Weg zurück“ hat Kerstin Hohlfeld ein sehr persönliches Buch geschrieben und dabei ihre eigenen Erfahrungen, wie es war, in der DDR aufzuwachsen, einbringen können. Das verleiht dem Roman große Authentizität. Für mich selbst war es ebenso wie für die Protagonistin eine Zeitreise in die Vergangenheit, die manches Schmunzeln, aber auch wehmütige Momente beinhaltete. Leser aus der ehemaligen DDR werden sich sehr gut erinnern können, aber auch, wer bisher wenig bis nichts von den damaligen Gegebenheiten erfahren hat, wird sich durch die lebendige Schreibweise sehr gut in das Geschehen hineindenken können. Auch wenn es ein paar sehr romantische Momente gibt, ist das Buch kein reiner Liebesroman, sondern eher die Selbstfindung einer sehr mutigen Frau. Manch einem wird Kathrin vielleicht teilweise egoistisch und kalt erscheinen, wenn sich aber nach und nach die Geschichte des kleinen Mädchens entfaltet, das aufgrund ihrer ärmlichen Lebensverhältnisse stets eine Außenseiterstellung innehatte, dann fliegen ihr die Sympathien zu. Sie ist nicht ohne Fehler, aber hat das Herz auf dem rechten Fleck und findet schließlich ihren Frieden mit sich selbst. Auch alle Nebencharaktere, allen voran die „Gräfin“ sind sehr interessant, vielschichtig und tragen dazu bei, ein rundum gelungenes Lesevergnügen zu bescheren. Der Roman wird getragen von großen Gefühlen, bemisst den Wert wahrer Freundschaft, das alles aber in leisen Tönen, die zum Nachdenken anregen. Eine Geschichte, die ich daher jedem Leser etwas ernsterer Literatur unbedingt ans Herz legen möchte.

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