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Ein wenig Glück

(2)
Ein Bahnübergang, eine heruntergelassene Schranke, ein blinkendes rotes Licht und kein Zug. Drei, fünf, acht Minuten … und kein Zug. Mary Lohan hat ihren sechsjährigen Sohn, Federico, und Juan, seinen Schulfreund, im Auto. Sie wollen ins Kino. Ihr Auto ist das dritte in der Warteschlange. Der erste Wagen umfährt die Schranke und überquert die Gleise, der zweite ebenso. Die Kinder singen vergnügt, der Filmbeginn rückt näher und kein Zug ist in Sicht. Also los, auch sie wird es wagen. Die Schranke ist schon lange ein Ärgernis. Ob ein Zug überhaupt kommt, ist ungewiss.
Zwanzig Jahre nach der Katastrophe kehrt Mary zurück in die Vergangenheit, aus der sie geflohen ist.
Zwischen herbeigesehnten Begegnungen und erschütternden Enthüllungen begreift sie endlich, dass ihre Rückkehr vielleicht so etwas wie ein wenig Glück bedeutet.
Portrait
Claudia Piñeiro, geboren 1960 in Buenos Aires, ist der Shootingstar der argentinischen Literatur. Nach dem Wirtschaftsstudium wandte sie sich dem Schreiben zu, arbeitete als Journalistin, schrieb Theaterstücke, Kinder- und Jugendbücher und führte Regie fürs Fernsehen. Ihre Romane sind auf den Bestsellerlisten zu finden und werden in mehrere Sprachen übersetzt und verfilmt. Für Die Donnerstagswitwen erhielt sie 2005 den Premio Clarín; 2010 wurde sie mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 18.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-293-00506-8
Verlag Unionsverlag
Maße (L/B/H) 211/129/25 mm
Gewicht 360
Originaltitel Una suerte pequeña
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ein Buch über Verlust, Trauer und die Liebe einer Mutter“

Denise Thoma, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Handlung & Umsetzung
Durch den Prolog wird man direkt in die Handlung geworfen. Es wird angeschnitten, was vor Jahren passiert wird, und die Protagonistin wird wieder mit diesem schicksalshaften Tag konfrontiert.
Dadurch dass der Prolog immer wieder wiederholt wird und sich nur durch kleine Ergänzungen, wie zum Beispiel der Geruch der
Handlung & Umsetzung
Durch den Prolog wird man direkt in die Handlung geworfen. Es wird angeschnitten, was vor Jahren passiert wird, und die Protagonistin wird wieder mit diesem schicksalshaften Tag konfrontiert.
Dadurch dass der Prolog immer wieder wiederholt wird und sich nur durch kleine Ergänzungen, wie zum Beispiel der Geruch der Situation, von den vorangegangenen Versionen unterscheidet, macht es die Geschichte noch spannender.

So richtig interessant wird es dann bei der Wendung, dass sie tatsächlich wiedererkannt wird, als sie in ihre alte Heimat zurückkehrt. Völlig unerwartet, weil sie sich eigentlich sehr verändert hat. Das konfrontiert sie einmal mehr mit der Vergangenheit.

Charaktere
Von den Charakteren erfährt man nicht allzu viel, weil es vordergründig um Gedanken und Gefühle geht. Am meisten um die Gedanken und Gefühle der Protagonistin, die widerstreitend sind und dem Leser erst im Lauf der Geschichte so richtig klarwerden.

Schreibstil & Gestaltung
Unter normalen Umständen wäre mir dieses Buch wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, weil ich es äußerlich nicht sonderlich ansprechend finde. Und auch der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil die Geschichte fast ausschließlich im Fließtext geschrieben ist.

So werden die Gedanken und Gefühle der Protagonistin wie in einem Tagebuch beschrieben. Auf Dauer können die fehlenden Absätze etwas anstrengend sein, aber man gewöhnt sich recht schnell daran.


Fazit:
"Ein wenig Glück" ist ein tolles Buch über Gefühle und darüber, wie sehr einen die Vergangenheit beeinflussen kann. Die Protagonistin kämpft anfangs noch dagegen an, merkt jedoch bald, dass sie sich ihr stellen muss, um eine Zukunft zu haben.

Kundenbewertungen


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Die Freundlichkeit von Fremden
von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2016

Was veranlasst eine Mutter dazu, ihr Kind zu verlassen? "Nichts", hätte Mary früher geantwortet, doch nach einem tragischen Unfall tut sie es doch. Schweren Herzens verlässt sie ihr Land und ihre Familie und baut sich in Boston eine neues Leben auf. Heute, 20 Jahre später, kehrt sie aus beruflichen... Was veranlasst eine Mutter dazu, ihr Kind zu verlassen? "Nichts", hätte Mary früher geantwortet, doch nach einem tragischen Unfall tut sie es doch. Schweren Herzens verlässt sie ihr Land und ihre Familie und baut sich in Boston eine neues Leben auf. Heute, 20 Jahre später, kehrt sie aus beruflichen Gründen nach Argentinien zurück und muss sich ihrer Vergangenheit stellen. In diesem Buch geht es um Schuld, Vergebung, Neuanfänge und Familie. Obwohl "Ein wenig Glück" nur etwas mehr als 200 Seiten umfasst, gelingt es Claudia Piñeiro eine Geschichte zu erzählen, die die Leser tief bewegt. Die Verzweiflung der Protagonistin ist auf jeder Seite spürbar und die Tragik der Handlung lässt niemanden kalt. Mir hat dieses Buch gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

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