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Ein Winter in Wien

(15)
Eine Buchhandlung, ein berühmter Dichter und ein verschneiter Wiener Winter

Ein junger Mann hatte von innen die Ladentür geöffnet und reichte Marie die Hand. Sie fasste sie, ohne darüber nachzudenken, und trat in das Buchgeschäft.
«Ich möchte gern ein Buch abholen, bitt schön», sagte sie.
«Äh, wie bitte?» Er starrte sie mit großen Augen an.
«Ein Buch. Hier gibt es doch Bücher, oder?»
«Entschuldigen Sie, gnädiges Fräulein. Sie … haben mich nur gerade stark an jemanden erinnert … Wie ist denn der Name?»
«Marie Haidinger.»
Der Mann drehte sich um und bückte sich. «Ich habe keine Bestellung unter diesem Namen, es tut mir leid.» Er tauchte wieder am Tresen auf.
«Nein, ich habe auch nichts bestellt, ich hole nur etwas ab. Es ist für den Herrn Doktor, ich meine, den Herrn Doktor Arthur Schnitzler. Ich bin das neue Kindermädchen.»
Rezension
Petra Hartlieb, Wiener Buchhändlerin und Autorin, kennt den Stoff, aus dem die Träume sind. Geschickt flicht sie in ihr Wintermärchen Zeit- und Literaturgeschichte ein, erzählt von der Conditio der Dienstboten - und von der Kunst, einen Buchladen zu führen.
Portrait
Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich aufgewachsen. Sie studierte Psychologie und Geschichte und arbeitete danach als Pressefrau und Literaturkritikerin in Wien und Hamburg. Seit 2004 betreibt sie mit ihrem Mann eine Buchhandlung in Wien. Gemeinsam mit Claus-Ulrich Bielefeld ist sie das Autorenduo einer Krimireihe, die im Diogenes-Verlag erscheint. 2014 publizierte sie bei Dumont den Bestseller „Meine wundervolle Buchhandlung“
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 176 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783644315518
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 852 KB
Verkaufsrang 8.927
eBook
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„Marie, Oskar und eine Wundervolle Buchhandlung“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Marie flieht von ihrer ersten Arbeitsstelle und landet in Wien wo sie nach einigen Umwege zur Familie Schnitzler kommt und das Kindermädchen von Heinrich und Lilli.
Als Arthur Schnitzler sie zum Abholen eines Buches schickt, trifft sie den netten Buchhändler Oskar. Eine zarte Liebesgeschichte beginnt

Petra Hartlieb besitzt schon seit einigen Jahre die Buchhandlung Stock um die es hier geht und sie kombiniert wunderbar Fakten mit Fiktion.

Eine reizende Geschichte aus dem schönen Wien Anfang des 20. Jahrhunderts. Zweiter Teil folgt.
Marie flieht von ihrer ersten Arbeitsstelle und landet in Wien wo sie nach einigen Umwege zur Familie Schnitzler kommt und das Kindermädchen von Heinrich und Lilli.
Als Arthur Schnitzler sie zum Abholen eines Buches schickt, trifft sie den netten Buchhändler Oskar. Eine zarte Liebesgeschichte beginnt

Petra Hartlieb besitzt schon seit einigen Jahre die Buchhandlung Stock um die es hier geht und sie kombiniert wunderbar Fakten mit Fiktion.

Eine reizende Geschichte aus dem schönen Wien Anfang des 20. Jahrhunderts. Zweiter Teil folgt.

Brigitta Jahn, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Feinsinnige kleine Geschichte in bibliophiler Ausgabe spielend im Wien der Kaiserzeit im Haus des Schriftstellers Arthur Schnitzler.
Sehr stimmungsvoll jetzt zur Vorweihnachtszeit!
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„Wunderbar nostalgisch“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Diese feinsinnige, kleine Geschichte entführt in vergangene Zeiten und ist liebevoll, mit vielen schönen Details erzählt, so dass eine wunderbar heimelige Atmosphäre entsteht.
Die schöne Ausstattung mit Wiener Jugendstilmuster auf dem Einband passt einfach perfekt dazu.
Zum Selberlesen, aber auch ein tolles Geschenk...!!
Diese feinsinnige, kleine Geschichte entführt in vergangene Zeiten und ist liebevoll, mit vielen schönen Details erzählt, so dass eine wunderbar heimelige Atmosphäre entsteht.
Die schöne Ausstattung mit Wiener Jugendstilmuster auf dem Einband passt einfach perfekt dazu.
Zum Selberlesen, aber auch ein tolles Geschenk...!!

„Ein richtig schönes, warmes Buch“

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Eine kleine, feine Liebesgeschichte im Wien um 1910. In einer, dieser Zeit angepassten Sprache, bekommen wir auch einen kleinen Einblick in das soziale Geflecht dieser Zeit.
Eher ein "Weihnachtsbuch"? Egal! Ideal um abzuschalten und der hektischen Welt für ein Weilchen zu entfliehen. Herrlich!
Eine kleine, feine Liebesgeschichte im Wien um 1910. In einer, dieser Zeit angepassten Sprache, bekommen wir auch einen kleinen Einblick in das soziale Geflecht dieser Zeit.
Eher ein "Weihnachtsbuch"? Egal! Ideal um abzuschalten und der hektischen Welt für ein Weilchen zu entfliehen. Herrlich!

„Herzerwärmend!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Und wieder eine kleine und herzerwärmende Geschichte von Petra Hartlieb, einer Buchhändlerin aus Wien. Ja, man kann sich gut in die vergangene Zeit hineinversetzen, als es noch einen Kaiser gab. Und wieder eine kleine und herzerwärmende Geschichte von Petra Hartlieb, einer Buchhändlerin aus Wien. Ja, man kann sich gut in die vergangene Zeit hineinversetzen, als es noch einen Kaiser gab.

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein wundervoller Roman, der im Wien des 20. Jahrhunderts spielt. Ein berühmter Schriftsteller, eine zarte Liebesgeschichte und der spannende Einblick in das Familienleben. Ein wundervoller Roman, der im Wien des 20. Jahrhunderts spielt. Ein berühmter Schriftsteller, eine zarte Liebesgeschichte und der spannende Einblick in das Familienleben.

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Schöne, kleine Geschichte, die im Wien der Jahrhundertwende im Hause des Dichters Arthur Schnitzler spielt. Einfach abtauchen und wohlfühlen ... Schöne, kleine Geschichte, die im Wien der Jahrhundertwende im Hause des Dichters Arthur Schnitzler spielt. Einfach abtauchen und wohlfühlen ...

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
9
5
1
0
0

Gut, aber zu wenig Seiten
von peedee am 20.04.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Marie Haidinger, Band 1: Wien, um 1910. Marie Haidinger, 18, arbeitet als Kindermädchen bei Herrn Dr. Schnitzler und Gemahlin. Sie freut sich, in einem so angesehenen Haushalt für die beiden Kinder Lili und Heinrich zu sorgen. Eines Tages hat sie den Auftrag, in der Buchhandlung ein bestelltes Buch abzuholen.... Marie Haidinger, Band 1: Wien, um 1910. Marie Haidinger, 18, arbeitet als Kindermädchen bei Herrn Dr. Schnitzler und Gemahlin. Sie freut sich, in einem so angesehenen Haushalt für die beiden Kinder Lili und Heinrich zu sorgen. Eines Tages hat sie den Auftrag, in der Buchhandlung ein bestelltes Buch abzuholen. Da trifft sie auf den jungen Buchhändler Oskar Novak ? er ist gleich von Marie angetan und will sie unbedingt wiedersehen? Erster Eindruck: Ein auffälliges Hardcover mit Lesebändchen, gestalterisch trifft es leider gar nicht meinen Geschmack. Das Buch überrascht mit dem ungewöhnlich hohen Format. Dies ist mein zweites Buch von Petra Hartlieb, nach ?Meine wundervolle Buchhandlung?. Die Autorin entführt den Leser mit dem vorliegenden Buch mehr als hundert Jahre zurück in die Vergangenheit. Marie hat mir sehr gefallen. Sie hat keine einfache Kindheit gehabt, denn für den strengen Vater war sie ja eh nur ein Mädchen und hatte nichts zu melden. Ihre Mutter wagte es nicht mehr, sich gegen den Vater zu wehren, zu schmerzhaft war der eine Versuch. Mit fünfzehn Jahren ging Marie von zu Hause weg auf einen Hof, wo sie es nicht gut hatte und bei Nacht und Nebel verschwand. Beim gnädigen Herrn Schnitzler, den ich sehr sympathisch fand, und der gnädigen Frau, die Marie jedoch nicht wirklich leiden kann, gefällt es ihr sehr gut. Als sie auf den Buchhändler Oskar trifft, weiss sie gar nicht, wie sie sich verhalten soll ? Oskar geht es auch so? Beim Besuch des Christkindlmarkts ist Heinrich plötzlich verschwunden! Marie sucht überall, kann ihn aber nicht finden. Was ist nur passiert? Das Buch ist mit seinen 172 Seiten sehr schnell ausgelesen. Mir hat die Geschichte gefallen ? sie war gut, aber nicht darüber hinaus, dafür waren es einfach zu wenige Seiten.

Eine wunderbare zarte Romanze in Wien
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 13.02.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Endlich scheint auch ihr, der 18-jährigen Marie Haidinger von einem ärmlichen Bauernhof, das Glück holt zu sein. Nachdem sie ihr Vater nach der Schulzeit auf einen angrenzenden Bauernhof verschachtert hatte, sie sich in einer Küche hat anstelen lassen, als Kinderfrau und Abwäscherin in einer Wirtschaft gearbeitet hat, ist sie... Endlich scheint auch ihr, der 18-jährigen Marie Haidinger von einem ärmlichen Bauernhof, das Glück holt zu sein. Nachdem sie ihr Vater nach der Schulzeit auf einen angrenzenden Bauernhof verschachtert hatte, sie sich in einer Küche hat anstelen lassen, als Kinderfrau und Abwäscherin in einer Wirtschaft gearbeitet hat, ist sie nun bei dem Schriftsteller Arthur Schnitzler in Wien alsKindermädchen gelandet. Seine beiden Kinder Heinrich und Lili wollen schon nach kurzer Zeit nicht mehr, dass sie wieder weg geht. Aber sieht ihr Dienstherr das genau so? Marie würde so gerne bleiben, auch weil sie gerade einen jungen Mann kennengelernt hat. Oskar Novak ist Buchhändler und als die Beiden sich das erste Mal gegenüber stehen, sieht man die Funken buchstäblich fliegen. Petra Hartlieb nimmt mich mit ins wienerische Milieu um 1910. Sie hat die Sprache derdamaligen Zeit angepasst und so bin ich noch näer an diesem Zeitgeist dran. Ich lerne kleine Teile der winterlich verschneiten, im Weihnachtsfieber steckenden Stadt kennen, höre hier und da den wienerischen Dialekt heraus und lasse mich von der kleinen Liebesgeschichte zwischen Oskar und Marie verzaubern. Aber es sind nicht nur die heiteren sondern auch die ernsten Töne, die diese Geschichte zu etwas ganz Besonderem machen. So lernt Marie sehr schnell die Unterschiede zwischen der ärmlichen Bevölkerung und der gehobenen Oberschicht kennen. Immer wieder erinnert sie sich an die Worte ihrer Oma, bevor sie von zuhause fort ging: "Marie, du gehst mal in die Stadt und wirst in einem schönen Haus wohnen. Wirst einmal in einem feinen Lokal essen und das Theater besuchen." Das mit dem schönen Haus hat sich ja schon mal bewahrheitet. Und der Theaterbesuch wird auch folgen, denn sie bekommt von Schnitzler zu Weihnachten ein Billet für eine Theateraufführung. " Ein Winter in Wien" ist eine wunderschöne, leichte, leise weihnachtlich angehauchte Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Nun freue ich mich auf den Frühling in Wien.

Nostalgisch, herzig und so schön ...
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 14.01.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Maries Weg in die Schnitzler Familie und in das Wiener Cottage-Viertel ist ziemlich beschwerlich gewesen. Als einfaches Mädchen vom Lande hat man es nicht leicht und muss sich mit dem zufriedengeben, was man bekommt. Umso mehr kann sie ihr Glück nicht fassen, in einem schönen Haus und einem eigenen... Maries Weg in die Schnitzler Familie und in das Wiener Cottage-Viertel ist ziemlich beschwerlich gewesen. Als einfaches Mädchen vom Lande hat man es nicht leicht und muss sich mit dem zufriedengeben, was man bekommt. Umso mehr kann sie ihr Glück nicht fassen, in einem schönen Haus und einem eigenen Zimmer leben zu dürfen. Nur ist ihre Probezeit als Kindermädchen bald rum und die Ungewissheit nicht bleiben zu dürfen, macht sie innerlich mürbe. Davon unberührt schickt sie der Hausherr zur nahe gelegenen Buchhandlung, um eine Bestellung abzuholen. Dick eingepackt läuft sie mit der kleinen Lili durch den Schnee und begegnet so Oskar, den Buchhändler. Für beide ist es eine magische Begegnung und beide spüren ein Kribbeln, nur werden sie sich wiedersehen? Kann Marie sich auf einen Buchhändler einlassen? Und kann sie überhaupt bei der Familie Schnitzler bleiben? Ich habe eine absolute Schwäche für diese Stadt und ganz ehrlich, ich liebe Wien und natürlich ziehen mich Bücher, die in der Stadt spielen magisch an. So ist mir dieses Buch schon letztes Jahr aufgefallen und ich habe es sofort mitgenommen, aber dann fehlte mir die Lesezeit. Aber in diesem Winter musste ich es einfach Schmökern, und ob es sich für mich gelohnt hat, erzähle ich euch nun. Diese Geschichte ist ehrlich gesagt kein großes Ding. Es ist vielmehr ein Blick, wie in eine Schneekugel, ein kurzer Augenblick in eine nostalgische Welt, die einen Moment verzaubert und innehalten lässt. Vielleicht sogar zum Träumen und Schmachten einlädt. Genau das, ist ein Winter in Wien, ein kurzes Zeitfenster in eine andere Welt, nämlich die um 1910. Tja, und wer sich diesen Charme nicht entziehen kann, darf die Sorgen und Nöte eines Hausmädchen hautnah miterleben, wer bitte braucht da Sissi, naja, ein bisschen Kaiser kommt schon drin vor, ist halt Wien. Der Inhalt ist wie oben schon kurz und knapp erzählt, ein Mädchen aus armen Verhältnissen, die versucht ihr Leben zu meistern. Da gibt es Rückblicke und gesellschaftliche Unterschiede aufzuzählen. Aber auch in der angesehenen Familie ist nicht immer alles rosig. Älterer Mann, junge Frau, abendliche Szenen und übermütige wohlerzogene Kinder. Da bleiben wir doch lieber in der Küche und schnuppern wunderbare Gerüche. Oder stapfen durch das verschneite Wien und lassen uns vom Oskar schüchtern anlächeln. Das macht die Geschichte aus, kein rasantes Abenteuer, keine tief gehende dramatische Liebesgeschichte. Einfach ein Moment in dieser Stadt und genau das hat mich verzaubert. Mit Sicherheit ist dieses Buch kein literarischer Happen, aber ein Seelenstreichler, und ich habe es sehr genossen und freue mich unglaublich, dass nach dem kalten Winter, die Knospen des Frühlings wieder noch Wien und zu Marie und Oskar führen werden. Eine Geschichte, die schön und ja, einfach geschildert ist, aber einen Spaß macht und einen richtig auf die Weihnachtszeit einstimmt. Ein Winter in Wien ist ein wunderbarer Lückenfüller und durch die Kürze, auch perfekt für die stressige Adventszeit.