Ein Zug aus Eis und Feuer

Mit Mano Negra durch Kolumbien. Vorw. v. Ignacio Ramonet u. Nachw. v. Christoph Twickel

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Andere Bands mögen von Stadt zu Stadt jetten und in Hotels leben – davon halten Manu Chao und seine damalige Band La Mano Negra gar nichts: Im eigenen, aus Schrottteilen zusammengebastelten Zug durchqueren sie mit einer Gruppe französischer, kolumbianischer und brasilianischer Künstler – trotz Warnungen wegen vieler Morde und Entführungen – das ländliche Kolumbien. Auf einer Bahnstrecke, die längst nicht mehr befahren wird und so manche Entgleisung verursacht, kommen sie mit der rasanten Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern voran. Auf ihren kostenlosen Konzerten treffen sie auf Bauernfamilien, Heimatlose, Drogendealer, Militärs und Guerilleros, werden mit Hitze und Krankheiten, fehlender Nahrung und Wassermangel, mit Begeisterung und Gastfreundschaft konfrontiert. Hier entsteht das vierte Mano Negra-Album Casa Babylon, und hier beginnt Manu Chaos Leidenschaft fürs Reisen.
Der Bericht von Ramón Chao über diese wahnwitzige Fahrt durch das Tal des Rio Magdalena ist lakonisch, aber auch bunt und schillernd. Er beobachtet die Künstler im Alter seines Sohnes mit sympathisierender Distanz. Zusammen folgen sie den Spuren von Marquez´ 100 Jahre Einsamkeit und durchstehen ein unvergessliches Abenteuer.
Portrait
Der spanische Schriftsteller und Vater des Sängers Manu Chao wurde 1935 im nordspanischen Lugo geboren. Er studierte in Madrid und Paris Musikgeschichte. 1956 floh er mit seiner Frau vor dem Franco-Regime ins französische Exil, wo Sohn Manu geboren wurde. Ramón Chao arbeitete u.a. für Radio France International und für Le Monde sowie Le Monde diplomatique. Letzte Buchveröffentlichungen Abécédaire partiel et partial de la mondialisation (Partielles ABC der Globalisierung), in Zusammenarbeit mit Ignacio Ramonet und Jacek Wozniak. Gründer des Prix Juan Rulfo, der rennomierte Preis für spanischsprachige Kurzgeschichten. Ramón Chao lebt in Paris.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 219
Erscheinungsdatum 29.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89401-564-0
Verlag Edition Nautilus
Maße (L/B/H) 20,8/12,5/2,2 cm
Gewicht 306 g
Originaltitel Un train de glace et de feu
Abbildungen , Fotos auf Taf. 21 cm
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Andrea Scheunert
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14,90
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„Manu Chao und sein Kolumbien-Projekt! Irre und toll dokumentarisch niedergelegt von seinem Vater !“

Martin Pasqué, Thalia-Buchhandlung Freiburg im Breisgau

Man stecke viel Geld , Zeit und Energie in die Inbetriebnahme eines desolaten Zuges, um anschließend von der karibischen Küste aus 1000 km mit einem Troß aus Musikern, Journalisten,Artisten,Technikern und weiteren Personen ins andine innere Kolumbien zu reisen!
Welch ein wohltuender Kontrapunkt zu den üblichen egozentrischen Abenteuerselbstdarstellungen. Diese Lektüre hat mich tief beeindruckt und ich habe große Hochachtung vor der Leistung des Musikers Manu Chao und seiner buntgemischten Truppe. Ihnen gelang es 1993 mit der Umsetzung des hier geschilderten Projekts , ein Signal der Befriedung in den von täglicher Gewalt geprägten Dörfern und Städten Kolumbiens zu setzen.
Eine absolut lesenswerte Lektüre und eindringliche Chronik, verfasst von Ramón Chao, dem Vater des Musikers Manu Chao: lebendig, sehr informativ – ein Muss für Jeden , der sich für das Land Kolumbien interessiert !
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