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Eine Tochter in Berlin

(9)
"Unternehmen Barbarossa, Papa, 22. Juni, sie überfallen Russland, Carl hat den Befehl gesehen!" Frühling 1941: Oscar Verschuur, niederländischer Diplomat in Bern, erhält die geheime Information über Hitlers geplanten Überfall auf Russland. Die Nachricht stammt aus verlässlicher Quelle, seine Tochter Emma ist mit dem Deutschen Carl Bielenberg verheiratet, der im Außenministerium arbeitet.

Oscar weiß, dass er diese Nachricht weitergeben muss, dass er die Alliierten warnen muss, dass der Überfall verhindert werden muss, aber er zögert, denn er weiß auch, dass sein geheimes Treffen mit Emma beobachtet wurde. Wenn er die Information weitergibt, ist Emma in Gefahr. Der einzige Mensch, den er ins Vertrauen ziehen kann, sitzt als Churchills engster Berater in London. Nach einer beschwerlichen Reise durch das verdunkelte Europa erreicht er London, wo auch seine Frau Kate lebt. Sein unangekündigter Besuch hat ebenso unerwartete wie dramatische Folgen.
Portrait
Otto de Kat, 1946 geboren, studierte u. a. niederländische Literatur an der Universität Leiden. Er war Kritiker und Herausgeber und ist seit zehn Jahren Schriftsteller. Sein Roman Sehnsucht nach Kapstadt war 2005 für den größten belgischen Literaturpreis für Niederländisch schreibende Autoren, De Golden Owl, nominiert und wurde mit dem niederländischen Halewijn-Literaturpreis ausgezeichnet. Bisher erschienen in deutscher Übersetzung: Mann in der Ferne (2003), Sehnsucht nach Kapstadt (2006), Julia (2010). Andreas Ecke, geboren in Wuppertal, lebt in Bonn. Er studierte nach einer Buchhändlerausbildung Germanistik, Niederlandistik und Musikwissenschaft und arbeitet seit 2001 als freiberuflicher Übersetzer, u. a. von Gerbrand Bakker, Anne-Gine Goemans, Geert Mak und Cees Nooteboom. 2011 wurde er mit dem Else-Otten-Preis für die beste literarische Übersetzung aus dem Niederländischen ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 200 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.08.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783731760009
Verlag Schöffling & Co.
Dateigröße 945 KB
Übersetzer Andreas Ecke
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„Was tun?“

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Oscar Verschuur und seine Familie leben in den 40er Jahren verstreut in Europa. Seine Frau Kate arbeitet in London in einem Krankenhaus, er selber für die nierderländische Regierung in der Schweiz. Seine Tochter Emma ist in Berlin mit einem Deutschen verheitet. Carl Bielenberg, ein Kollege von Adam von Trott, besitzt brisante Informationen. Diese gelangen zu Oscar und stellen ihn vor die Frage weitergeben,und in Kauf nehmen, dass die Quelle auffliegt? Mit allen Konsequenzen?
In einem sehr ruhigen Ton, der viel Platz für innere Bilder lässt, erzählt Otto de Kat von Oscar Verschuur und Europa im Krieg kurz dem Unternehmen Barbarossa. Absolut lesenwert.
Oscar Verschuur und seine Familie leben in den 40er Jahren verstreut in Europa. Seine Frau Kate arbeitet in London in einem Krankenhaus, er selber für die nierderländische Regierung in der Schweiz. Seine Tochter Emma ist in Berlin mit einem Deutschen verheitet. Carl Bielenberg, ein Kollege von Adam von Trott, besitzt brisante Informationen. Diese gelangen zu Oscar und stellen ihn vor die Frage weitergeben,und in Kauf nehmen, dass die Quelle auffliegt? Mit allen Konsequenzen?
In einem sehr ruhigen Ton, der viel Platz für innere Bilder lässt, erzählt Otto de Kat von Oscar Verschuur und Europa im Krieg kurz dem Unternehmen Barbarossa. Absolut lesenwert.

„Eine schwere Entscheidung...“

Melina Nußhag, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Otto de Kat bringt seinen Protagonisten Oscar Verschuur in seinem Roman "Eine Tochter in Berlin" in eine mehr als verzwickte Lage.
Der Autor beschreibt eine fast undenkbare Situation: seine Figur hat die Wahl, seine geliebte Tochter zu schützen oder aber deren Leben zu Gunsten unzähliger Menschen zu opfern.
De Kat schreibt ohne unnötig zu dramatisieren - und dennoch stellt man sich beim Lesen unweigerlich die Frage: was würde ich tun?
Sehr lesenswert!
Otto de Kat bringt seinen Protagonisten Oscar Verschuur in seinem Roman "Eine Tochter in Berlin" in eine mehr als verzwickte Lage.
Der Autor beschreibt eine fast undenkbare Situation: seine Figur hat die Wahl, seine geliebte Tochter zu schützen oder aber deren Leben zu Gunsten unzähliger Menschen zu opfern.
De Kat schreibt ohne unnötig zu dramatisieren - und dennoch stellt man sich beim Lesen unweigerlich die Frage: was würde ich tun?
Sehr lesenswert!

„Ein Vater in der Zwickmühle“

Elisabeth Kothenschulte, Thalia-Buchhandlung Hamm

»Unternehmen Barbarossa, Papa, 22. Juni, sie überfallen Russland, Carl hat den Befehl gesehen!«

Frühling im Jahr 1941: Oscar Verschuur, niederländischer Diplomat in Bern trifft sich mit seiner Tochter Emma,die mit einem deutschen Diplomaten verheiratet ist.Sie erzählt ihm von Hitlers Befehl.

Oscar weiß,gibt er es weiter,wird es zu seiner Tochter zurück verfolgt und sie gerät in Gefahr.

Was geht jetzt vor?Das Leben von Millionen von Menschen oder das Leben seiner Tochter?

Spannend erzählt.Ein Stück Geschichte.
»Unternehmen Barbarossa, Papa, 22. Juni, sie überfallen Russland, Carl hat den Befehl gesehen!«

Frühling im Jahr 1941: Oscar Verschuur, niederländischer Diplomat in Bern trifft sich mit seiner Tochter Emma,die mit einem deutschen Diplomaten verheiratet ist.Sie erzählt ihm von Hitlers Befehl.

Oscar weiß,gibt er es weiter,wird es zu seiner Tochter zurück verfolgt und sie gerät in Gefahr.

Was geht jetzt vor?Das Leben von Millionen von Menschen oder das Leben seiner Tochter?

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„Eine schwere Entscheidung“

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Es gibt Momente im Leben in denen man ratlos ist. Oscar Verschuur ist 1939 in Bern als Diplomat für die niederländische Exilregierung. Er befindet sich in einem moralischen Dilemma. Seine Tochter, die mit einem deutschen Diplomaten verheiratet ist, hat von den Angriffsplänen zum Unternehmen Barbarossa erfahren. Sie lässt ihrem Vater eine Warnung zukommen. Er kann diese Informationen an die britische Regierung weiterleiten, dann gefährdet er aber das Leben seine Tochter.
Otto de Kat geht mit diesem Roman einer alten philosophischen Frage nach: Das Leben vieler Unbekannter gegen das Leben der heißgeliebten Tochter. Ich glaube keiner von uns wollte in der Haut von Oscar Verschuur stecken. Otto de Kat verzichtet in diesem Buch auf überbordende Dramatik und gibt dem Roman vielleicht gerade dadurch seine Wirkung.
Es gibt Momente im Leben in denen man ratlos ist. Oscar Verschuur ist 1939 in Bern als Diplomat für die niederländische Exilregierung. Er befindet sich in einem moralischen Dilemma. Seine Tochter, die mit einem deutschen Diplomaten verheiratet ist, hat von den Angriffsplänen zum Unternehmen Barbarossa erfahren. Sie lässt ihrem Vater eine Warnung zukommen. Er kann diese Informationen an die britische Regierung weiterleiten, dann gefährdet er aber das Leben seine Tochter.
Otto de Kat geht mit diesem Roman einer alten philosophischen Frage nach: Das Leben vieler Unbekannter gegen das Leben der heißgeliebten Tochter. Ich glaube keiner von uns wollte in der Haut von Oscar Verschuur stecken. Otto de Kat verzichtet in diesem Buch auf überbordende Dramatik und gibt dem Roman vielleicht gerade dadurch seine Wirkung.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
6
1
2
0
0

seltsam leeres Ende
von Daniela aus Berlin am 26.05.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

sehr spannende Anfänge und Fragen, bei Vater, Mutter, Kind und irgendwie warte ich als Leserin auf einen zweiten Roman, der das Ende erzählt. Der Stil perfekt.

Auswegslos?!
von Maria Vaclavicek aus Bludenz am 09.09.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Oscar Verschuur ist niederländischer Diplomat in der Schweiz, seine Tochter Emma lebt mit ihrem Mann in Berlin und seine Frau Kate in London - man schreibt das Jahr 1941, die Welt befindet sich mitten im Krieg und ein kleiner Moment, eine kleine Unachtsamkeit könnte alles verändern. Unternehmen Barbarossa -... Oscar Verschuur ist niederländischer Diplomat in der Schweiz, seine Tochter Emma lebt mit ihrem Mann in Berlin und seine Frau Kate in London - man schreibt das Jahr 1941, die Welt befindet sich mitten im Krieg und ein kleiner Moment, eine kleine Unachtsamkeit könnte alles verändern. Unternehmen Barbarossa - der Angriff von Nazi-Deutschland auf Russland - Emma flüstert ihrem Vater diese Neuigkeit über den Tisch in einem Genfer Restaurant zu, in der Hoffnung er könnte etwas ausrichten. Dabei werden sie leider von einem Nazispion beobachtet - werden Konsequenzen folgen? Otto de Kat schildert die Zwickmühle, in der sich die Charaktere befinden sehr sachlich, er lässt Oscar mit seiner Entscheidung den Briten von Barbarossa zu erzählen oder seine Tochter auszuliefern (fast) alleine, man kann da Dilemma in dem er steckt sehr gut nachvollziehen. Ein tolles Buch über schwierige Entscheidungen in schwierigen Zeiten, die gleichzeitig auch über Leben und Tod richten.

Unternehmen Barbarossa
von Astrid Fröhlich aus Passau am 13.08.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Oscar Verschuur, niederländischer Diplomat im friedlich verschneiten Bern kennt das genaue Datum. Seine Tochter Emma, deren Mann im Auswärtigen Amt arbeitet, hat es ihm am Telefon zugeflüstert und die Gestapo hat mitgehört. Oscar hat genug Beziehungen, um rechtzeitig vor dem geplanten Überfall auf Russland zu warnen, doch als Diplomat weiß... Oscar Verschuur, niederländischer Diplomat im friedlich verschneiten Bern kennt das genaue Datum. Seine Tochter Emma, deren Mann im Auswärtigen Amt arbeitet, hat es ihm am Telefon zugeflüstert und die Gestapo hat mitgehört. Oscar hat genug Beziehungen, um rechtzeitig vor dem geplanten Überfall auf Russland zu warnen, doch als Diplomat weiß er auch, dass Informationen immer bis zur Quelle zurückverfolgt werden. Mit der Weitergabe der Information gefährdet er seine Tochter, mit seinem Schweigen die ahnungslose russische Bevölkerung. Oscars Frau Kate lebt in London, seine Tochter Emma in Berlin. Doch nicht nur der Krieg verhindert die offene Kommunikation mit ihnen - für Oscar ist das gezielte Verschweigen zur zweiten Natur geworden und es hat ihn von den Menschen, die er liebt, entfremdet. Oscar weiß, dass er dieses Mal nicht schweigen darf, doch während der 22. Juni unaufhaltsam näher rückt, schwebt Oscar immer noch irgendwo zwischen Selbstlüge, Notlüge und Angst.