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Einmal durch die Hölle und zurück

Roman

(38)

›Schneller als der Tod‹ von Josh Bazell war 2010 ein weltweit gefeierter Bestseller.
Jetzt zieht Bazell erneut alle Register: Nachdem ihm die Flucht vor den Mobstern aus Manhattan gelang, arbeitet Ex-Auftragskiller Pietro unter einem Decknamen als Schiffsarzt auf einem Luxus-Kreuzfahrer. Doch dann erhält er über einen alten Bekannten ein verlockendes Angebot: für einen mysteriösen Milliardär soll er überprüfen, ob dieser einem Schwindler aufgesessen ist. Zusammen mit der überaus attraktiven Paläontologin Violet macht sich Pietro auf die Suche nach der Wahrheit – und landet mitten in einem Inferno aus Wahnsinn und Gewalt…

Portrait
Josh Bazell studierte Literatur und ist ausgebildeter Arzt. Sein erster Roman ›Schneller als der Tod‹ wurde in mehr als dreißig Sprachen übersetzt und war in vielen Ländern Bestseller. Außerdem wurde er 2010 mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet. Josh Bazell lebt in Brooklyn und Barcelona.

Malte Krutzsch lebt und arbeitet in der Eifel. Er übersetzte u.a. Werke von Bill Clegg, Josh Bazell, Joseph O´Connor und Charles Bukowski.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 13.12.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-19234-2
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 190/125/33 mm
Gewicht 360
Originaltitel WILD THING
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„zynisch, hochpolitisch, rabenschwarz“

Britta Weiler

Jetzt gibt es ihn auch als Taschenbuch: Den 2. Band mit dem zynischen Ex-Mafiakiller im Zeugenschutzprogramm mit seinen wunderbaren Abschweifungen in Politik, Ethik, Geschichte, Ökologie etc. - nicht immer pc aber immer kurzweilig. Diesmal soll er gemeinsam mit einer Paläontologin (jung, sportlich, attraktiv) dem Geheimnis eines angeblichen Jetzt gibt es ihn auch als Taschenbuch: Den 2. Band mit dem zynischen Ex-Mafiakiller im Zeugenschutzprogramm mit seinen wunderbaren Abschweifungen in Politik, Ethik, Geschichte, Ökologie etc. - nicht immer pc aber immer kurzweilig. Diesmal soll er gemeinsam mit einer Paläontologin (jung, sportlich, attraktiv) dem Geheimnis eines angeblichen Seeungeheuers nachspüren. Dabei kommen Drogen und Knarren wieder voll zum Einsatz - diesmal alles in allem aber weniger haarsträubend, auch wenn der Plot anderes vermuten läßt.

Wer sich von "Schneller als der Tod" bestens unterhalten gefühlt hat, kommt auch hier wieder voll auf seine Kosten: zynisch, witzig, rabenschwarz!

„Einmal durch die Hölle und zurück“

M. Dupré, Thalia-Buchhandlung Limburg

Josh Bazells zweiter Roman "Einmal durch die Hölle und zurück" greift die Geschichte des ehemaligen Mafiakillers Peter Brown (aka. Pietro Brwna aka. Lionel Azimuth) wieder auf. Als Bordarzt auf einem Kreuzfahrtschiff versteckt sich Brown auf den Weltmeeren vor seinen mafiösen Verfolgern. Da kommt ihm das Angebot eines einsiedlerischen Josh Bazells zweiter Roman "Einmal durch die Hölle und zurück" greift die Geschichte des ehemaligen Mafiakillers Peter Brown (aka. Pietro Brwna aka. Lionel Azimuth) wieder auf. Als Bordarzt auf einem Kreuzfahrtschiff versteckt sich Brown auf den Weltmeeren vor seinen mafiösen Verfolgern. Da kommt ihm das Angebot eines einsiedlerischen Millionärs gerade recht, eine Paläontologin auf einer Expedition zu begleiten und für ihre Sicherheit zu sorgen. Dass das Ziel der Expedition ( ein Seeungeheuer zu finden) Peter etwas skurril erscheint, stört ihn nicht sonderlich. Denn die Paläontologin entpuppt sich als ziemlich heißes Geschoß. Und wo wir gerade von Geschossen reden: bald gibt es selbstverständlich die ersten Toten und ein skurriles Pandämonium aus Meeresbiologie, Mafia, Bühnenmagiern, Sarah Palin und blauen Bohnen beginnt sich zu entfalten...

Josh Bazell hat hier viel versucht, um seinem Erstling "Schneller als der Tod" gerecht zu werden. Geglückt ist das leider nur hier und da mal. "Einmal durch die Hölle und zurück" verliert sich in seinen verschiedenen Skurrilitäten. Ich kann es nicht besser ausdrücken als der Kollege Revermann: "Er bleibt im Morast der Bemühung stecken". Mein Fazit: immer nochein lesenswerter Roman, aber der dritte Teil darf gerne wieder ein, zwei Gänge hochschalten.

Melanie Böhm, Thalia-Buchhandlung Hagen

Rasanter Schreibstil, tolle Protagonisten, eine spannende Story - und die (Lese-)Zeit vergeht wie im Flug! Rasanter Schreibstil, tolle Protagonisten, eine spannende Story - und die (Lese-)Zeit vergeht wie im Flug!

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Diese rasante Achterbahnfahrt des Exkillers hat mich kaum Atem holen lassen. Eine spannende Mixtur aus Action und tiefschwarzem Humor. Das Buch hat einfach nir Spaß gemacht! Diese rasante Achterbahnfahrt des Exkillers hat mich kaum Atem holen lassen. Eine spannende Mixtur aus Action und tiefschwarzem Humor. Das Buch hat einfach nir Spaß gemacht!

„Hier bleibt kein Auge trocken!“

Hendrikje Adriani, Thalia-Buchhandlung Berlin, Eastgate

Josh Bazell ist ein neuer Coup gelungen: in seinem aktuellen Thriller geht es wieder um den bereits bekannten Ex-Mafiakiller - der jetzt Zahnarzt auf einem Kreuzfahrtschiff ist! Das allein wäre ja schon schräg genug, aber es tauchen auch noch ein Milliardär, eine Paläontologin, ein Seeungeheuer, Meth-Hersteller, ein Las Vegas-Zauberer, Josh Bazell ist ein neuer Coup gelungen: in seinem aktuellen Thriller geht es wieder um den bereits bekannten Ex-Mafiakiller - der jetzt Zahnarzt auf einem Kreuzfahrtschiff ist! Das allein wäre ja schon schräg genug, aber es tauchen auch noch ein Milliardär, eine Paläontologin, ein Seeungeheuer, Meth-Hersteller, ein Las Vegas-Zauberer, diverse Gangster und nicht zuletzt US-Politikerin Sarah Palin auf - und diese Mischung hat es in sich! Turbulent, rabenschwarz, spannend, lustig, skurrill... eben echt Josh Bazell!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Muenster

Der zweite Teil des Autoren. Nach "Schneller als der Tod" geht es weiter mit unserem Mafia-Arzt. Nicht ganz so gut gelungen wie der Erste aber immer noch sehr spannend. Der zweite Teil des Autoren. Nach "Schneller als der Tod" geht es weiter mit unserem Mafia-Arzt. Nicht ganz so gut gelungen wie der Erste aber immer noch sehr spannend.

„Abgedrehte Story, skurrile Figuren und verrückte Verwicklungen“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Der aus dem Thriller "Schneller als der Tod" bekannte ehemalige Mafiakiller Pietro Brwna wird von einem Multimilliardär beauftragt, die Geschichte über ein Seeungeheuer im White Lake, Minessota, zu überprüfen. Er macht sich auf, um des Rätsels Lösung zu finden und trifft auf eine Vielzahl merkwürdiger Gestalten...
Leser, die eine klassische
Der aus dem Thriller "Schneller als der Tod" bekannte ehemalige Mafiakiller Pietro Brwna wird von einem Multimilliardär beauftragt, die Geschichte über ein Seeungeheuer im White Lake, Minessota, zu überprüfen. Er macht sich auf, um des Rätsels Lösung zu finden und trifft auf eine Vielzahl merkwürdiger Gestalten...
Leser, die eine klassische Krimihandlung mit klarer Rollenverteilung bevorzugen, werden von diesem Buch enttäuscht sein; Bazells Roman eignet sich eher für Leser, die Krimis mit schrägen Humor und bizzarer Handlung mögen.
Auch wenn "Einmal durch die Hölle...“ nicht an Bazells Debütroman "Schneller als der Tod" heranreicht, ist es trotzdem ein unterhaltsames, nicht alltägliches Buch, das sich aus der Masse der Kriminalromane hervorhebt.

„Ein würdiger Nachfolger!“

Hendrik Sadowski, Thalia-Buchhandlung Hamm

Schon "Schneller als der Tod" hat mir, mit seinem hohen Unterhaltungsfaktor und seinem zynischen Protagonisten, sehr gut gefallen. Endlich ist nun auch der Nachfolger erhältlich, auf den ich eine gefühlte Ewigkeit gewartet habe. Oft schmälern ja große Erwartungen das Lesevergnügen beträchtlich, nicht aber bei Josh Bazell. Mit einzigartigem Schon "Schneller als der Tod" hat mir, mit seinem hohen Unterhaltungsfaktor und seinem zynischen Protagonisten, sehr gut gefallen. Endlich ist nun auch der Nachfolger erhältlich, auf den ich eine gefühlte Ewigkeit gewartet habe. Oft schmälern ja große Erwartungen das Lesevergnügen beträchtlich, nicht aber bei Josh Bazell. Mit einzigartigem Sinn für (zumeist schwarzen) Humor hat Bazell einen Nachfolger abgeliefert, der dem Vorgänger in Sachen Unterhaltung in keiner Weise nachsteht, ohne sich dabei in Albernheiten zu verstricken, oder an Spannung zu verlieren. Sehr Empfehlenswert!!!

„Beim nächsten Mal wieder Höchstleistung Mr. Bazell“

Gerd Gewinner, Thalia-Buchhandlung Hof

Was macht denn mein alter zynischer Exmafioso und Onkel Doktor Pietro Brwna mit den unorthodoxen Praxismethoden jetzt so? Das fragte ich mich als verwöhnter Bazell-Wiederholungsleser. Ach so, er ist derzeit als seekranker Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff untergetaucht. Blos gut, dass ihn ein ominäser Milliardär beauftragt herauszufinden, Was macht denn mein alter zynischer Exmafioso und Onkel Doktor Pietro Brwna mit den unorthodoxen Praxismethoden jetzt so? Das fragte ich mich als verwöhnter Bazell-Wiederholungsleser. Ach so, er ist derzeit als seekranker Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff untergetaucht. Blos gut, dass ihn ein ominäser Milliardär beauftragt herauszufinden, ob dieser einem Schwindel um ein menschmordendes amerikanisches Nessie im White Lake-Minnesota aufgesessen ist. Seite an Seite mit der ultra-schönen Paläontologin Violet macht er sich also auf dem Weg. Und siehe da, ein neues Buch-Genre ist geboren. Der rasant aberwitzige Mafia-Fantasie-Thriller mit politischem Hintergrund. Die unzähligen Fußnoten habe ich mir irgendwann gespart...
Fazit: Für Neueinsteiger immer noch besser als die übliche Thrillerkost. Die anderen Bazell-Leser warten auf ein besseres 3. Buch.

„Einmal durch den See und zurück...“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss

Nein, Herr Bazell, die Hölle konnte ich nirgends entdecken (da lese ich gerade viel besseren Stoff: John Nivens: 'Gott bewahre' - selten wurde bei einer Höllenbeschreibung mehr gelacht als gerade in Düsseldorf!) und so bleibt dieser Nachfolger zu 'Schneller als der Tod' im Morast der Bemühung stecken: Wie toppe ich ein Kultbuch?

Gelesen,
Nein, Herr Bazell, die Hölle konnte ich nirgends entdecken (da lese ich gerade viel besseren Stoff: John Nivens: 'Gott bewahre' - selten wurde bei einer Höllenbeschreibung mehr gelacht als gerade in Düsseldorf!) und so bleibt dieser Nachfolger zu 'Schneller als der Tod' im Morast der Bemühung stecken: Wie toppe ich ein Kultbuch?

Gelesen, flott gelesen, kurzweilige Unterhaltung ja, großartiger Anmerkungsteil ja, - und das wars. Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel erwartet und wurde dahingehend enttäuscht. Wäre dies Bazells erster Roman gewesen, hätte es genug Gründe gegeben, ihn zu loben, so aber ist er unter seiner eigenen Meßlatte durchgesprungen...

Lesenswert trotzdem. Aber auch nicht mehr. Allerdings bin ich mir sicher, dass der nächste Bazell wieder kultiger wird. Ich werde ihn lesen, denn ich weiß, was er kann!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
38 Bewertungen
Übersicht
9
13
8
5
3

Einmal durch die Hölle...
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 19.07.2016

Ex-Auftragskiller Pietro erhält ein verlockendes Angebot: Er soll für den Milliadär Rec Bill herausfinden, ob sich im White Lake ein Seeungeheuer befindet. Die Paläontologin Violet Hurst begleitet auf die Expedition. Dazu müssen sie in die tiefste Provinz der USA, ins Herz Minnesotas. Ford ist keine Bilderbuchkleinstadt eher ein urbanisierter... Ex-Auftragskiller Pietro erhält ein verlockendes Angebot: Er soll für den Milliadär Rec Bill herausfinden, ob sich im White Lake ein Seeungeheuer befindet. Die Paläontologin Violet Hurst begleitet auf die Expedition. Dazu müssen sie in die tiefste Provinz der USA, ins Herz Minnesotas. Ford ist keine Bilderbuchkleinstadt eher ein urbanisierter Albtraum, voller Verlierer, Drogenfreaks und Bad Guys. Im nahe gelegenen White Lake See sind Menschen angeblichen von einem Seeungeheuer vom Leben zum Tode befördert worden. In Ford herrschen- neben selbst hergestellten synthetischen Drogen- Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Misstrauen. Pietro glaubt die Geschichte vom Nessi-verwandten Seeungeheuer natürlich nicht. Aber für 85000 Dollar ist ihm kein Weg zu weit, keine Idee zu blöd. Pietro ist Vernunft pur. Genau wie die schöne Violet. Zwischen den beiden entspinnt sich eine explosive Beziehung. Leider hält der Roman nicht, was der Buchumschlag verspricht. Da wird ein Inferno aus Wahnsinn und Gewalt angekündigt. Ein Riesenspaß, soll da auf den Leser zukommen. Im Buch sind von davon nur homöopathische Dosen zu finden. Vor allem kommt die Spannung zu kurz. Dafür ist der „Ich“-Erzähler Pietro ein echter Pluspunkt. Ein heiliger Unheiliger mit Hang zum Nihilismus. Überhaupt hat Josh Bazell ein gute Händchen beim Figurenaufbau. Außer dem Milliardär Rec Bill, den ich als zu saftlos empfunden habe, wirkt das gesamte Personal vom Leben auf sonderbare Weise deformiert, interessant und skurril, wenn auch bezogen auf das Ende, nicht immer glaubhaft. Der Text erzeugt trotz fehlender Spannung einen gewissen Sog, weil die ironische Sichtweise des Protagonisten und der Dauerschlagabtausch mit Violet ein regelrechtes Sperrfeuer gegen aufkommende Langeweile legen. Ungemein intelligente Dialoge atmen die liberal aufgeklärte Grundhaltung des Autoren, der falschen Konservatismus und Unwissenheit seines Geburtslandes anprangert. Da wird anhand der Evolution, die wortgetreue Auslegung der Bibel zerlegt. Sarah Palin, ehemalige Präsidentschaftskandidatin der USA bekommt ihr Fett weg, wobei es allerdings nur partiell komisch zugeht. Die Leugner des Klimawandels, die gesamte neoliberale Elite des politischen Amerikas wird mit Hohn und Spott überzeugen. Was oft in unzähligen Fußnoten geschieht, die jeweils den Lesefluss unterbrechen und mit der Handlung wenig zu tun haben. Fast hat man den Eindruck, der Roman wäre lediglich wegen der Fußnoten und dem Anhang geschrieben worden. Denn inhaltlich hapert es bei dem Buch über weite Strecken. Da wäre ein läppisch abgehandeltes, unglaubwürdiges Ende zu nennen, dass ich ehrlich gesagt, schon hundert Seiten lang auf mich zukommen gesehen habe. Oder dramaturgisch durchhängende Handlungsabläufe, die in Lappalien münden, wie bei der nächtlichen Fotostory. Vieles ist einfach an mir vorbei gelaufen, manches fand ich unverständlich. Das Lustige ist: Letztlich scheitert der Roman ausgerechnet auf der Ebene auf die Josh Bazell den Leser hinführen will, es mangelt an logischer Unterfütterung der der Welt präsentierten Wahrheit, an Nachvollziehbarkeit. -Ja, an Vernunft.

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Auf der Such nach dem Ungeheuer
von einer Kundin/einem Kunden aus Osterwald am 28.02.2016

Pietro, im Zeugenschutzprogramm befindlicher Mafiakiller, arbeitet als Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff. Dann nimmt er einen Auftrag an, bei dem es darum geht, ein angebliches Seeungeheuer, dem schon Menschen zum Opfer gefallen sein sollen, aufzuspüren bzw. zu beweisen, dass dieses nicht existiert. Zur Seite (und manchmal im Weg) steht ihm... Pietro, im Zeugenschutzprogramm befindlicher Mafiakiller, arbeitet als Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff. Dann nimmt er einen Auftrag an, bei dem es darum geht, ein angebliches Seeungeheuer, dem schon Menschen zum Opfer gefallen sein sollen, aufzuspüren bzw. zu beweisen, dass dieses nicht existiert. Zur Seite (und manchmal im Weg) steht ihm dabei die attraktive Paläontologin Violet, die von seiner Vorgeschichte nichts ahnt. Mit einer bunt gemischten Gruppe brechen sie zum sagenumwobenen See auf und erleben Schreckliches. Wie schon der Vorgänger ist auch dieses Buch in einer flotten schnoddrigen Sprache geschrieben. Leider hemmen die vielen Fußnoten manchmal den Lesefluss, obwohl sie auch immer wieder zum Grinsen oder Nachdenken anregen. Die Geschichte ist manchmal ein wenig verworren, es ist nicht einfach, immer den Überblick zu behalten. Und dann noch eine Anmerkung zu Anhang: So einen umfangreichen, aber auch informativen Anhang habe ich noch bei keinem Roman gesehen.

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Hölle
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015

Ex-Auftragskiller Pietro erhält ein verlockendes Angebot: Er soll für den Milliadär Rec Bill herausfinden, ob sich im White Lake ein Seeungeheuer befindet. Die Paläontologin Violet Hurst begleitet auf die Expedition. Dazu müssen sie in die tiefste Provinz der USA, ins Herz Minnesotas. Ford ist keine Bilderbuchkleinstadt eher ein urbanisierter... Ex-Auftragskiller Pietro erhält ein verlockendes Angebot: Er soll für den Milliadär Rec Bill herausfinden, ob sich im White Lake ein Seeungeheuer befindet. Die Paläontologin Violet Hurst begleitet auf die Expedition. Dazu müssen sie in die tiefste Provinz der USA, ins Herz Minnesotas. Ford ist keine Bilderbuchkleinstadt eher ein urbanisierter Albtraum, voller Verlierer, Drogenfreaks und Bad Guys. Im nahe gelegenen White Lake See sind Menschen angeblichen von einem Seeungeheuer vom Leben zum Tode befördert worden. In Ford herrschen- neben selbst hergestellten synthetischen Drogen- Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Misstrauen. Pietro glaubt die Geschichte vom Nessi-verwandten Seeungeheuer natürlich nicht. Aber für 85000 Dollar ist ihm kein Weg zu weit, keine Idee zu blöd. Pietro ist Vernunft pur. Genau wie die schöne Violet. Zwischen den beiden entspinnt sich eine explosive Beziehung. Meinung: Leider hält der Roman nicht, was der Buchumschlag verspricht. Da wird ein Inferno aus Wahnsinn und Gewalt angekündigt. Ein Riesenspaß, soll da auf den Leser zukommen. Im Buch sind von davon nur homöopathische Dosen zu finden. Vor allem kommt die Spannung zu kurz. Dafür ist der „Ich“-Erzähler Pietro ein echter Pluspunkt. Ein heiliger Unheiliger mit Hang zum Nihilismus. Überhaupt hat Josh Bazell ein gute Händchen beim Figurenaufbau. Außer dem Milliardär Rec Bill, den ich als zu saftlos empfunden habe, wirkt das gesamte Personal vom Leben auf sonderbare Weise deformiert, interessant und skurril, wenn auch bezogen auf das Ende, nicht immer glaubhaft. Der Text erzeugt trotz fehlender Spannung einen gewissen Sog, weil die ironische Sichtweise des Protagonisten und der Dauerschlagabtausch mit Violet ein regelrechtes Sperrfeuer gegen aufkommende Langeweile legen. Ungemein intelligente Dialoge atmen die liberal aufgeklärte Grundhaltung des Autoren, der falschen Konservatismus und Unwissenheit seines Geburtslandes anprangert. Da wird anhand der Evolution, die wortgetreue Auslegung der Bibel zerlegt. Sarah Palin, ehemalige Präsidentschaftskandidatin der USA bekommt ihr Fett weg, wobei es allerdings nur partiell komisch zugeht. Die Leugner des Klimawandels, die gesamte neoliberale Elite des politischen Amerikas wird mit Hohn und Spott überzeugen. Was oft in unzähligen Fußnoten geschieht, die jeweils den Lesefluss unterbrechen und mit der Handlung wenig zu tun haben. Fast hat man den Eindruck, der Roman wäre lediglich wegen der Fußnoten und dem Anhang geschrieben worden. Denn inhaltlich hapert es bei dem Buch über weite Strecken. Da wäre ein läppisch abgehandeltes, unglaubwürdiges Ende zu nennen, dass ich ehrlich gesagt, schon hundert Seiten lang auf mich zukommen gesehen habe. Oder dramaturgisch durchhängende Handlungsabläufe, die in Lappalien münden, wie bei der nächtlichen Fotostory. Vieles ist einfach an mir vorbei gelaufen, manches fand ich unverständlich. Das Lustige ist: Letztlich scheitert der Roman ausgerechnet auf der Ebene auf die Josh Bazell den Leser hinführen will, es mangelt an logischer Unterfütterung der der Welt präsentierten Wahrheit, an Nachvollziehbarkeit. -Ja, an Vernunft.

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