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Erinnerung an einen schmutzigen Engel

Roman

(33)

Ein Leben zwischen Schwarz und Weiß
1904. Als Älteste von fünf Geschwistern muss die achtzehnjährige Hanna ihre Heimat verlassen, um selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Sie heuert als Küchengehilfin auf einem Frachtschiff nach Übersee an und geht in der portugiesischen Kolonie Mosambik von Bord. Dort heiratet sie den Bordellbesitzer Senhor Vaz, der wenig später stirbt und ihr das Bordell sowie ein stattliches Vermögen hinterlässt. Damit will sie die Lebens- und Arbeitsbedingungen der schwarzen Frauen verbessern. Doch ihre Einmischung in die koloniale Ordnung ist weder bei den Weißen noch bei den Schwarzen erwünscht ...

Portrait
Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Henning Mankell verstarb im Oktober 2015.
Verena Reichel, geboren 1945 in Grimma, Sachsen, wuchs zweisprachig in Stockholm und in Süddeutschland auf. Nachdem sie eine Ausbildung an einer Journalistenschule absolviert hatte, studierte sie Skandinavistik, Germanistik und Theaterwissenschaft. Seit 1972 arbeitet sie als freie Übersetzerin von Prosa, Lyrik und Theaterstücken aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen.
Verena Reichel ist Mitglied im Verband Deutschsprachiger Übersetzer Literarischer und Wissenschaftlicher Werke im Verband Deutscher Schriftsteller. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen: 1987 den Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie, 1992 den Helmut-M.-Braem-Preis, 1995 den Petrarca-Preis und den Nossack-Akademiepreis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz (zusammen mit Lars Gustafsson), 1998 den Übersetzerpreis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung sowie 2008 den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 01.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21525-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/121/30 mm
Gewicht 341
Originaltitel Minnet av en smutsig ängel
Verkaufsrang 34.495
Buch (Taschenbuch)
9,95
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„Erinnerung an einen schmutzigen Engel“

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Dieser Roman von Henning Mankell beruht auf einer wahren Begebenheit.
Es ist die Geschichte einer starken Frau, die trotz widriger Umstände versucht, sich und anderen ein würdevolles Leben zu bewahren.
Eine tolle Lektüre!
Dieser Roman von Henning Mankell beruht auf einer wahren Begebenheit.
Es ist die Geschichte einer starken Frau, die trotz widriger Umstände versucht, sich und anderen ein würdevolles Leben zu bewahren.
Eine tolle Lektüre!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein ganz anderer Mankell! Die Geschichte einer jungen Schwedin, die am Anfang des 20.Jhd. ihren Platz in der kolonial geprägten Gesellschaft Mosambiks findet. Wie immer spannend! Ein ganz anderer Mankell! Die Geschichte einer jungen Schwedin, die am Anfang des 20.Jhd. ihren Platz in der kolonial geprägten Gesellschaft Mosambiks findet. Wie immer spannend!

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Als älteste von 5 Geschwistern muss Hanna mittellos Schweden Richtung Mocambique verlassen. Aber die toughe Frau geht ihren Weg! Mitreißend! Als älteste von 5 Geschwistern muss Hanna mittellos Schweden Richtung Mocambique verlassen. Aber die toughe Frau geht ihren Weg! Mitreißend!

„Das spannende Schicksal einer jungen Frau“

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Anfang des 20. Jahrhunderts gelangt Hanna, eine junge Schwedin aus ärmsten Verhältnissen, auf abenteuerliche Weise in den Süden Afrikas.
Bereits auf der Überfahrt zur Witwe geworden, heiratet sie in Lourenço Marques, dem heutigen Maputo, einen reichen portugiesischen Bordellbesitzer. Als auch dieser kurz nach der Hochzeit auf mysteriöse
Anfang des 20. Jahrhunderts gelangt Hanna, eine junge Schwedin aus ärmsten Verhältnissen, auf abenteuerliche Weise in den Süden Afrikas.
Bereits auf der Überfahrt zur Witwe geworden, heiratet sie in Lourenço Marques, dem heutigen Maputo, einen reichen portugiesischen Bordellbesitzer. Als auch dieser kurz nach der Hochzeit auf mysteriöse Art stirbt leitet Hanna für mehrere Jahre das Bordell.
Tatsächlich ist historisch belegt, dass zu dieser Zeit eine schwedische Frau in der Stadt lebte. Grund genug für Henning Mankell daraus eine spannende Geschichte zu entwickeln. Er kennt Afrika bestens und ist ein erstklassiger Menschenkenner. Wie auf einer Theaterbühne treten immer wieder Personen in Hannas Leben und bewirken stets einen neuen Spannungsaufbau.
Da passiert dann alles was zu einer guten Kriminalgeschichte gehört. Am Ende der Geschichte schüttelt man ungläubig darüber den Kopf, was einer jungen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts alles zustoßen konnte!

„Ein Apell an die Menschlichkeit“

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Daß Henning Mankell nicht nur Krimis schreiben kann wußten wir ja schon. Mit "Einnerung an einen schmutzigen Engel" ist ihm allerdings ein Meisterwerk gelungen. Die Geschichte der achtzehnjährigen Hanna, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts ihre bitterarme Familie in Nordschweden verlassen muß, um als Dienstmagd ihr Auskommen zu verdienen Daß Henning Mankell nicht nur Krimis schreiben kann wußten wir ja schon. Mit "Einnerung an einen schmutzigen Engel" ist ihm allerdings ein Meisterwerk gelungen. Die Geschichte der achtzehnjährigen Hanna, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts ihre bitterarme Familie in Nordschweden verlassen muß, um als Dienstmagd ihr Auskommen zu verdienen fesselt von der ersten Seite an. Wie Hanna auf einem Frachtschiff nach Australien landet, dort einen Steuermann heiratet, den sie sofort wieder verliert. Wie sie in der portugiesischen Kolonie Mocambique strandet und dort als Bordellchefin zu Reichtum kommt ist nicht nur überaus abenteuerlich und spannend erzählt. Es ist auch zutiefst berührend, wie Hanna dem dort herrschendem Rassismus und der Gewalt begegnet. Ein ganz großartiges Buch!

„Erinnerung an einen schmutzigen Engel“

Katja Wünsche, Thalia-Buchhandlung Bayreuth

Hanna ist 17 und lebt mit ihrer Mutter Elin und den Geschwistern in ärmsten Verhältnissen. Dann entscheidet Elin, dass ihre Tochter das Haus verlassen soll, um bei Verwandten in Sundsvall zu leben und in der Stadt selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Doch dann kommt alles anders als geplant. Kaum ist Hanna dort, stellt sich heraus, Hanna ist 17 und lebt mit ihrer Mutter Elin und den Geschwistern in ärmsten Verhältnissen. Dann entscheidet Elin, dass ihre Tochter das Haus verlassen soll, um bei Verwandten in Sundsvall zu leben und in der Stadt selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Doch dann kommt alles anders als geplant. Kaum ist Hanna dort, stellt sich heraus, dass vom Rest der Familie keine Spur mehr zu finden ist. Und so hilft ihr der Händler Forsmann, als Köchin auf einem Schiff anzuheuern. Dort lernt sie Lundmark kennen, den sie noch während der Reise heiratet. Doch nicht lange darauf stirbt ihr Gatte und Hanna bleibt mit ihrer Trauer allein zurück. Als das Schiff in Lourenco Marques einen Zwischenstopp einlegt, entschließt Hanna sich dazu, an Land zu gehen und dort zu bleiben. Sie taucht ein in eine Welt, die ihr fremd ist. Wird Hanna es schaffen, sich ein neues Leben aufzubauen?

Henning Mankell erzählt in seinem neuen Roman die mitreißende Geschichte einer jungen Frau, die sich gegen die herrschenden Verhältnisse im Afrika des beginnenden 20. Jahrhunderts zur Wehr setzt und den Eingeborenen zu helfen versucht. Doch wird es ihr gelingen, etwas zu verändern? Ist ihre Hilfe erwünscht und was sind die Konsequenzen ihres kühnen Handelns? Ein Buch, das sowohl historisch, als auch politisch ist und mit einer spannenden Handlung überzeugt.

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Die atemberaubende Geschichte einer starken Frau die ihr Leben wider aller Erwartungen lebt und für ihre Sache kämpft. Sehr berührend. Die atemberaubende Geschichte einer starken Frau die ihr Leben wider aller Erwartungen lebt und für ihre Sache kämpft. Sehr berührend.

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Spannend geschrieben ! Spannend geschrieben !

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Ein starkes Frauenportrait Ein starkes Frauenportrait

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„Ein bewegtes Leben“

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Weit weg von ihrer Heimat Schweden heiratet die junge Hanna auf einem Schiff einen jungen Matrosen. Doch als ihn der Tod plötzlich und unverhofft an sich reißt, scheint sie ihren Halt zu verlieren. Verängstigt und von den Geistern ihrer Gefühle verfolgt, flieht sie ans afrikanische Festland und findet Unterschlupf in einem kleinen Hotel. Weit weg von ihrer Heimat Schweden heiratet die junge Hanna auf einem Schiff einen jungen Matrosen. Doch als ihn der Tod plötzlich und unverhofft an sich reißt, scheint sie ihren Halt zu verlieren. Verängstigt und von den Geistern ihrer Gefühle verfolgt, flieht sie ans afrikanische Festland und findet Unterschlupf in einem kleinen Hotel. Doch bald enttarnt sie das Hotel als Bordell, in dem dunkelhäutige Frauen ihre Körper verkaufen. Zuerst geschockt von ihrer Umgebung, beginnt sie bald, die Frauen zu verstehen und sich in sie hineinzufühlen. Sie wird zur Zuhörerin und zum Kummerkasten und beginnt, sich für die Frauen einzusetzen ...

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„Hanna-Ana“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Das Henning Mankell einen starken Bezug zu Afrika und seiner Bevölkerung hat, beweist auch sein neuester Roman.Ausgehend von alten Steuerunterlagen hat er sich die Geschichte einer jungen Schwedin, die im portugiesisch besetzten Mocambique Besitzerin eines Bordells wird, erdacht, deren Realitätsgehalt mehr als glaubhaft erscheint. Die Das Henning Mankell einen starken Bezug zu Afrika und seiner Bevölkerung hat, beweist auch sein neuester Roman.Ausgehend von alten Steuerunterlagen hat er sich die Geschichte einer jungen Schwedin, die im portugiesisch besetzten Mocambique Besitzerin eines Bordells wird, erdacht, deren Realitätsgehalt mehr als glaubhaft erscheint. Die junge Hanna, der Armut in der schwedischen Einöde durch glückliche Fügung entkommen, strandet nach dem Ende einer kurzen Ehe während einer Schiffsreise im Süden Afrikas.Hanna ist keine "Macherin", vieles ergibt sich für sie aus dem passenden Moment heraus, aber sie besitzt ein relativ gesundes Rechtempfinden und das ist zu Zeiten der damaligen Kolonialgesellschaft eine schwierige Bürde...Mankells Beschreibung von Hanna/Anas Werdegang in der portogiesischen Kolonie liest sich glaubhaft, eine etwas sperrige Persönlichkeit mit deren Handlungen ich nicht immer "warm" wurde, aber deren Geschichte ich auch nicht an die Seite legen konnte. Vielleicht schauen sie mal selber rein ?!

„Empfehlenswert“

Agnieszka Fejfer, Thalia-Buchhandlung Bremen

Seit längerer Zeit wollte ich etwas von Henning Mankell lesen und dieses Buchcover sprach mich optisch an.
Mankell hat ein Roman um eine Schwedin geschaffen, die einst in Mosambik gelebt hat. Dies belegen archivierte Steuereinnahmebücher. Portugiesen und Engländer haben in Südafrika Geschäfte getrieben, eine Schwedin hingegen war
Seit längerer Zeit wollte ich etwas von Henning Mankell lesen und dieses Buchcover sprach mich optisch an.
Mankell hat ein Roman um eine Schwedin geschaffen, die einst in Mosambik gelebt hat. Dies belegen archivierte Steuereinnahmebücher. Portugiesen und Engländer haben in Südafrika Geschäfte getrieben, eine Schwedin hingegen war dort "exotisch".
Wie Hanna wirklich war wurde nicht überliefert, Mankell schafft eine unsichere junge Frau, die zu sich selbst findet, die Menschen ebenbürtig behandeln will und Hass gegen Afrikaner ablehnt.
Mankell hat nach weiteren Spuren der Frau in Mosambik gesucht, ich würde sagen aus Neugier und Stolz über sie. Mankell setzt sich in einigen Projekten für Afrika ein.

Meine Neugier galt auch dem Coverbild, das von der Pinsel meines Landsmann Balthus stammt. Das Bild paßt sehr gut zu dem Buch. Die schlafende Frau sieht unschuldig aus, wenn da nicht ihre nackte Brust wäre. Es könnte Hannas Bildnis sein.


„"Mankell, der große Romanschriftsteller!"“

Christina Andraschke, Thalia-Buchhandlung Erlangen, Arcaden

Henning Mankell ist nicht nur Autor zahlreicher düsterer Schweden-Krimis, er zeigt mit "Erinnerungen an einen schmutzigen Engel" erneut seine zweite Seite und er beherrscht sie nicht weniger gut. Die Geschichte des armen schwedischen Mädchens Hanna hat mich sofort fasziniert. Mankells "Herzensthema" Afrika und der Umgang der "Weißen" Henning Mankell ist nicht nur Autor zahlreicher düsterer Schweden-Krimis, er zeigt mit "Erinnerungen an einen schmutzigen Engel" erneut seine zweite Seite und er beherrscht sie nicht weniger gut. Die Geschichte des armen schwedischen Mädchens Hanna hat mich sofort fasziniert. Mankells "Herzensthema" Afrika und der Umgang der "Weißen" mit den schwaren Einheimischen kann keine(n) Leser(in) unberührt lassen. Gehen Sie mit Hanna auf die Reise vom eisigen Schweden ins heiße und geheimnisvolle Mocambique

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
13
20
0
0
0

Erinnerung an einen schmutzigen Engel
von Marion Schmidt aus St. Pölten am 31.08.2014

Hanna lebt mit ihrer Familie unter ärmsten Verhältnissen in Schweden. Als im Jahr 1903 wieder eine große Hungersnot in Schweden herrschte, schickte ihre Mutter sie mit dem Pelzhändler Antero Forsman in die Stadt. Bei ihm arbeitete Hanna als Magd. Nur ein Jahr später bestieg sie ein Schiff, nach Australien,... Hanna lebt mit ihrer Familie unter ärmsten Verhältnissen in Schweden. Als im Jahr 1903 wieder eine große Hungersnot in Schweden herrschte, schickte ihre Mutter sie mit dem Pelzhändler Antero Forsman in die Stadt. Bei ihm arbeitete Hanna als Magd. Nur ein Jahr später bestieg sie ein Schiff, nach Australien, wo sie als Küchenhilfe arbeitete. An Bord heiratete sie den Steuermann, welcher leider verstarb. Hanna ging in der afrikanischen Stadt Lourenco Marques von Bord und quartierte sich versehentlich in einem Bordell ein. Erleidet eine Fehlgeburt und wird von den schwarzen Prostituierten gepflegt. Nach einiger Zeit heiratet sie den Bordellbesitzer. Da dieser viel älter ist als Hanna, erbt sie nach seinem Tod, das Bordell. … Hanna muss in einer fremden Welt ihren eigenen Weg finden.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Zwischen zwei Kulturen
von einer Kundin/einem Kunden am 18.09.2014

Hanna, eine junge Schwedin, muss als älteste Tochter, jung und mittellos nach Afrika. Als Küchenhilfe auf einem Frachtschiff verdient sie immerhin genug, um sich ein Zimmer von ihrem Lohn zu leisten. Sie stellt jedoch bald fest, dass es sich um ein Bordell handelt. Nach kurzer Zeit heiratet sie dann... Hanna, eine junge Schwedin, muss als älteste Tochter, jung und mittellos nach Afrika. Als Küchenhilfe auf einem Frachtschiff verdient sie immerhin genug, um sich ein Zimmer von ihrem Lohn zu leisten. Sie stellt jedoch bald fest, dass es sich um ein Bordell handelt. Nach kurzer Zeit heiratet sie dann den Besitzer und will die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Frauen unbedingt verbessern. Absolut lesenswert, auch wenn es sich um keinen „Mankell-Krimi“ handelt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Besser als Wallander!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hilden am 02.11.2012
Bewertet: gebundene Ausgabe

Wer mit Henning Makell nur die Wallander-Krimis verbindet, verpasst meiner Ansicht nach die besten Bücher, die er geschrieben hat. „Erinnerung an einen schmutzigen Engel“ gehört sicher dazu. Das Buch beginnt Ende des 19en Jahrhunderts in Nordschweden. Die achtzehnjährige Hanna muss als älteste von fünf Kindern den Hof verlassen, da... Wer mit Henning Makell nur die Wallander-Krimis verbindet, verpasst meiner Ansicht nach die besten Bücher, die er geschrieben hat. „Erinnerung an einen schmutzigen Engel“ gehört sicher dazu. Das Buch beginnt Ende des 19en Jahrhunderts in Nordschweden. Die achtzehnjährige Hanna muss als älteste von fünf Kindern den Hof verlassen, da die Familie von Verhungern bedroht ist. Sie soll als Dienstmagd and er Küste Arbeit finden. Schon bald heuert sie auf einem Frachtschiff nach Übersee an und landet so in Mocambique. Diese Ausgangslage würde sich für einen schnellen Abenteuerroman mit Hollywoodappeal anbieten. Mankell hat aber sehr viel weitergehende Qualitäten und schafft es, mit hervorragender Beobachtung die Lebenssituationen der Kolonialherren und der Unterdrückten zu beschreiben. Es wird deutlich, dass beide Seiten gefangen sind in ihrer Angst voreinander, dass es aber auch in einem System aus Angst und Ungerechtigkeit Hoffnung geben kann und dass es möglich ist, Barrieren zu überwinden.

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