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Erinnerung an einen schmutzigen Engel

Roman

(33)

Schweden, Anfang 20. Jahrhundert: Die junge mittellose Hanna muss als älteste von fünf Geschwistern ihr Heimatland verlassen und kommt in die portugiesische Kolonie Mocambique. Sie wird dort ein Vermögen erben, ein Bordell leiten und einige Jahre später spurlos wieder verschwinden. Auf der Grundlage weniger überlieferter Dokumente hat Bestsellerautor Henning Mankell einen spannenden, farbenprächtigen Roman über eine außergewöhnliche Frau geschrieben, die ihren eigenen Weg zwischen den weißen Rassisten und der schwarzen Bevölkerung in Afrika finden muss.

Rezension
"Engagierter Lehrroman und Gesellschaftsanalyse als leicht konsumierbarer Mainstream: Das ist, in alter Frische, der neue Henning Mankell." Dorothee Frank, Ö1, 24.07.12



"Mankell erweist sich als blendender Erzähler. Ob im eiskalten Norden oder in Afrika mit seiner Hitze, seinen Gerüchen, seinen Farben: Der Leser erlebt und fühlt in der Sinnlichkeit der Worte das Geschilderte." Arno Renggli, Neue Luzerner Zeitung, 26.07.12



"Mankell schafft unvergessliche Bilder. Zärtliche und brutale, heiße, staubige und eiskalte." Peter Pisa, Kurier, 28.07.12



"Mit nie gekannter und bisweilen verstörender Deutlichkeit schildert Mankell die tiefe Kluft im Denken von Schwarzen und Weißen. (...) Sein Roman ist ein brillantes Lehrstück in Sachen Intoleranz und europäischer Hybris." Petra Pluwatsch, Kölner Stadt-Anzeiger, 28.07.12



"Es ist Henning Mankell hoch anzurechnen, dass er seine Heldin nicht einfach glorifiziert, sondern das System gegenseitiger Vorurteile und Abhängigkeiten genau zu beleuchten sucht. Er vermeidet Schwarz-Weiß Malerei und lädt ein auf eine erschütternde, durchaus spannende Zeitreise nach Afrika." Katja Weise, NDR Kultur, 30.07.12



"Eine kluge Psychologie des Rassismus vom Afrika-Spezialisten." Angela Wittmann, Brigitte, 22.08.12



"Ein genialer Roman über die Fesseln des Schwarzweißdenkens: Henning Mankells Meisterwerk.“ Denis Scheck, Deutschlandfunk, 24.08.12
Portrait
Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Henning Mankell verstarb im Oktober 2015.
Verena Reichel, geboren 1945 in Grimma, Sachsen, wuchs zweisprachig in Stockholm und in Süddeutschland auf. Nachdem sie eine Ausbildung an einer Journalistenschule absolviert hatte, studierte sie Skandinavistik, Germanistik und Theaterwissenschaft. Seit 1972 arbeitet sie als freie Übersetzerin von Prosa, Lyrik und Theaterstücken aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen.
Verena Reichel ist Mitglied im Verband Deutschsprachiger Übersetzer Literarischer und Wissenschaftlicher Werke im Verband Deutscher Schriftsteller. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen: 1987 den Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie, 1992 den Helmut-M.-Braem-Preis, 1995 den Petrarca-Preis und den Nossack-Akademiepreis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz (zusammen mit Lars Gustafsson), 1998 den Übersetzerpreis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung sowie 2008 den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 30.07.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-05579-7
Verlag Zsolnay
Maße (L/B/H) 210/136/35 mm
Gewicht 520
Originaltitel Minnet av en smutsig ängel
Auflage 5
Verkaufsrang 74.848
Buch (gebundene Ausgabe)
21,90
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Bereits auf der Überfahrt zur Witwe geworden, heiratet sie in Lourenço Marques, dem heutigen Maputo, einen reichen portugiesischen Bordellbesitzer. Als auch dieser kurz nach der Hochzeit auf mysteriöse
Anfang des 20. Jahrhunderts gelangt Hanna, eine junge Schwedin aus ärmsten Verhältnissen, auf abenteuerliche Weise in den Süden Afrikas.
Bereits auf der Überfahrt zur Witwe geworden, heiratet sie in Lourenço Marques, dem heutigen Maputo, einen reichen portugiesischen Bordellbesitzer. Als auch dieser kurz nach der Hochzeit auf mysteriöse Art stirbt leitet Hanna für mehrere Jahre das Bordell.
Tatsächlich ist historisch belegt, dass zu dieser Zeit eine schwedische Frau in der Stadt lebte. Grund genug für Henning Mankell daraus eine spannende Geschichte zu entwickeln. Er kennt Afrika bestens und ist ein erstklassiger Menschenkenner. Wie auf einer Theaterbühne treten immer wieder Personen in Hannas Leben und bewirken stets einen neuen Spannungsaufbau.
Da passiert dann alles was zu einer guten Kriminalgeschichte gehört. Am Ende der Geschichte schüttelt man ungläubig darüber den Kopf, was einer jungen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts alles zustoßen konnte!

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Die fesselnde Geschichte einer jungen Frau, die über sich hinauswächst im Kampf gegen Rassismus und die Unterdrückung der Frauen.

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Das Henning Mankell einen starken Bezug zu Afrika und seiner Bevölkerung hat, beweist auch sein neuester Roman.Ausgehend von alten Steuerunterlagen hat er sich die Geschichte einer jungen Schwedin, die im portugiesisch besetzten Mocambique Besitzerin eines Bordells wird, erdacht, deren Realitätsgehalt mehr als glaubhaft erscheint. Die Das Henning Mankell einen starken Bezug zu Afrika und seiner Bevölkerung hat, beweist auch sein neuester Roman.Ausgehend von alten Steuerunterlagen hat er sich die Geschichte einer jungen Schwedin, die im portugiesisch besetzten Mocambique Besitzerin eines Bordells wird, erdacht, deren Realitätsgehalt mehr als glaubhaft erscheint. Die junge Hanna, der Armut in der schwedischen Einöde durch glückliche Fügung entkommen, strandet nach dem Ende einer kurzen Ehe während einer Schiffsreise im Süden Afrikas.Hanna ist keine "Macherin", vieles ergibt sich für sie aus dem passenden Moment heraus, aber sie besitzt ein relativ gesundes Rechtempfinden und das ist zu Zeiten der damaligen Kolonialgesellschaft eine schwierige Bürde...Mankells Beschreibung von Hanna/Anas Werdegang in der portogiesischen Kolonie liest sich glaubhaft, eine etwas sperrige Persönlichkeit mit deren Handlungen ich nicht immer "warm" wurde, aber deren Geschichte ich auch nicht an die Seite legen konnte. Vielleicht schauen sie mal selber rein ?!

„Empfehlenswert“

Agnieszka Fejfer, Thalia-Buchhandlung Bremen

Seit längerer Zeit wollte ich etwas von Henning Mankell lesen und dieses Buchcover sprach mich optisch an.
Mankell hat ein Roman um eine Schwedin geschaffen, die einst in Mosambik gelebt hat. Dies belegen archivierte Steuereinnahmebücher. Portugiesen und Engländer haben in Südafrika Geschäfte getrieben, eine Schwedin hingegen war
Seit längerer Zeit wollte ich etwas von Henning Mankell lesen und dieses Buchcover sprach mich optisch an.
Mankell hat ein Roman um eine Schwedin geschaffen, die einst in Mosambik gelebt hat. Dies belegen archivierte Steuereinnahmebücher. Portugiesen und Engländer haben in Südafrika Geschäfte getrieben, eine Schwedin hingegen war dort "exotisch".
Wie Hanna wirklich war wurde nicht überliefert, Mankell schafft eine unsichere junge Frau, die zu sich selbst findet, die Menschen ebenbürtig behandeln will und Hass gegen Afrikaner ablehnt.
Mankell hat nach weiteren Spuren der Frau in Mosambik gesucht, ich würde sagen aus Neugier und Stolz über sie. Mankell setzt sich in einigen Projekten für Afrika ein.

Meine Neugier galt auch dem Coverbild, das von der Pinsel meines Landsmann Balthus stammt. Das Bild paßt sehr gut zu dem Buch. Die schlafende Frau sieht unschuldig aus, wenn da nicht ihre nackte Brust wäre. Es könnte Hannas Bildnis sein.


„Erinnerung an einen schmutzigen Engel“

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Es ist die Geschichte einer starken Frau, die trotz widriger Umstände versucht, sich und anderen ein würdevolles Leben zu bewahren.
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Es ist die Geschichte einer starken Frau, die trotz widriger Umstände versucht, sich und anderen ein würdevolles Leben zu bewahren.
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Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein ganz anderer Mankell! Die Geschichte einer jungen Schwedin, die am Anfang des 20.Jhd. ihren Platz in der kolonial geprägten Gesellschaft Mosambiks findet. Wie immer spannend! Ein ganz anderer Mankell! Die Geschichte einer jungen Schwedin, die am Anfang des 20.Jhd. ihren Platz in der kolonial geprägten Gesellschaft Mosambiks findet. Wie immer spannend!

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Als älteste von 5 Geschwistern muss Hanna mittellos Schweden Richtung Mocambique verlassen. Aber die toughe Frau geht ihren Weg! Mitreißend! Als älteste von 5 Geschwistern muss Hanna mittellos Schweden Richtung Mocambique verlassen. Aber die toughe Frau geht ihren Weg! Mitreißend!

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Die atemberaubende Geschichte einer starken Frau die ihr Leben wider aller Erwartungen lebt und für ihre Sache kämpft. Sehr berührend. Die atemberaubende Geschichte einer starken Frau die ihr Leben wider aller Erwartungen lebt und für ihre Sache kämpft. Sehr berührend.

Martin Knebel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Spannend geschrieben ! Spannend geschrieben !

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Ein starkes Frauenportrait Ein starkes Frauenportrait

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Mankell mal anders. Kein Krimi, sondern ein Roman vom Meister seines Fachs. Mankell mal anders. Kein Krimi, sondern ein Roman vom Meister seines Fachs.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
13
20
0
0
0

Besser als Wallander!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hilden am 02.11.2012

Wer mit Henning Makell nur die Wallander-Krimis verbindet, verpasst meiner Ansicht nach die besten Bücher, die er geschrieben hat. „Erinnerung an einen schmutzigen Engel“ gehört sicher dazu. Das Buch beginnt Ende des 19en Jahrhunderts in Nordschweden. Die achtzehnjährige Hanna muss als älteste von fünf Kindern den Hof verlassen, da... Wer mit Henning Makell nur die Wallander-Krimis verbindet, verpasst meiner Ansicht nach die besten Bücher, die er geschrieben hat. „Erinnerung an einen schmutzigen Engel“ gehört sicher dazu. Das Buch beginnt Ende des 19en Jahrhunderts in Nordschweden. Die achtzehnjährige Hanna muss als älteste von fünf Kindern den Hof verlassen, da die Familie von Verhungern bedroht ist. Sie soll als Dienstmagd and er Küste Arbeit finden. Schon bald heuert sie auf einem Frachtschiff nach Übersee an und landet so in Mocambique. Diese Ausgangslage würde sich für einen schnellen Abenteuerroman mit Hollywoodappeal anbieten. Mankell hat aber sehr viel weitergehende Qualitäten und schafft es, mit hervorragender Beobachtung die Lebenssituationen der Kolonialherren und der Unterdrückten zu beschreiben. Es wird deutlich, dass beide Seiten gefangen sind in ihrer Angst voreinander, dass es aber auch in einem System aus Angst und Ungerechtigkeit Hoffnung geben kann und dass es möglich ist, Barrieren zu überwinden.

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