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Es wird keine Helden geben

Ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Akademie für Kinder-/Jugendliteratur, Nachwuchspreis 2014 und dem Jugendbuchpreis Lese-Hammer 2015

(48)

Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?
Das großartige Debüt von Anna Seidl, die erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat: eine intensive Auseinandersetzung mit den Folgen eines Amoklaufs für die Überlebenden, mit Schuld und Trauer, schonungslos erzählt.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 20.01.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7891-4746-3
Verlag Oetinger
Maße (L/B/H) 208/142/27 mm
Gewicht 414
Illustratoren Cornelia Niere
Buch (gebundene Ausgabe)
14,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Autorin geht mit dem Thema Mobbing und Gewalt an Schulen sehr einfühlsam um. Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Autorin geht mit dem Thema Mobbing und Gewalt an Schulen sehr einfühlsam um.

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Ein Amoklauf an deiner Schule - du überlebst, doch dein bester Freund stirbt - und nichts ist mehr so wie es war. Eindringlich, fesselnd und authentisch erzählt. Ein Amoklauf an deiner Schule - du überlebst, doch dein bester Freund stirbt - und nichts ist mehr so wie es war. Eindringlich, fesselnd und authentisch erzählt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
31
12
3
2
0

Ein großartiges, nachhaltiges Buch
von lesenundmehr am 18.01.2014

Man kann über dieses Buch sicherlich zweierlei Meinung sein. Ich glaube es wird Leser geben, die die Geschichte als sehr einseitig empfinden und vielleicht auch das Gefühl haben, dass sich Miriam fast die ganze Zeit nur im Kreis dreht. Andere Leser werden sich auf die Geschichte und seine Figuren einlassen und... Man kann über dieses Buch sicherlich zweierlei Meinung sein. Ich glaube es wird Leser geben, die die Geschichte als sehr einseitig empfinden und vielleicht auch das Gefühl haben, dass sich Miriam fast die ganze Zeit nur im Kreis dreht. Andere Leser werden sich auf die Geschichte und seine Figuren einlassen und Gefühle, Gedanken und Taten, zumindest bis zu einem gewissen Punkt, nachvollziehen können. Sie werden gespannt weiter lesen und viele wundervolle Sätze finden, die zum Nachdenken anregen. Ich gehöre definitiv zur zweiten Gruppe. Die Geschichte hat mich schockiert, berührt und gefesselt zu gleichen Teilen. Ich fand die Figuren sehr authentisch dargestellt, und das betrifft die Darstellung der unbeschwerten Jugend, sowie auch die Reaktionen während des Amoklaufes und Entwicklung der Protagonisten danach. Jeder verarbeitet solch ein Ereignis natürlich anders. Auch das ist in diesem Roman Thema, wird aber nur am Rande angeschnitten. Hauptsächlich geht es hier um Miriams Geschichte, ihre Verzweiflung, Trauer, Wut, Rast- und Ratlosigkeit – schlicht um alles, was sie in der Zeit während und nach den dramatischen Ereignissen bewegt. Ich persönlich fand ihre Gefühlswelt sehr gut dargestellt und glaubwürdig. Sie durchlebte die Phasen der Trauer und Schicksalsverarbeitung in sehr nachvollziehbarer Weise. Immer wieder treten auch ihre Erinnerungen an frühere Erlebnisse zu Tage, die sie aushalten und verarbeiten muss, und manches versucht sie auch neu zu deuten. Dass man die ganze Geschichte dabei aus ihren Augen sieht, lässt alles umso näher erscheinen. Ich habe selten ein Jugendbuch gelesen, welches so tief ging und so viele schöne, tiefgreifende, nachhaltige Sätze enthielt. Sie regten an zum Innehalten und stimmten mich nachdenklich. Manchmal schockierten sie mich sogar, weil ich mich (leider) an einigen Stellen selbst wieder fand. Viele Themen werden in diesem Buch angesprochen, die einer Eigeninterpretation und Reflexion unterzogen werden können und sollten. Man wird über Freundschaft, Toleranz, Ausgrenzung, Mobbing, Waffengewalt, Trauer/Trauerverarbeitung, Hilflosigkeit und viele weitere Themen lesen und hoffentlich auch darüber nachdenken. Dieses Buch wäre sicherlich auch ganz hervorragend als Schullektüre geeignet, weil sich dadurch viele Themen verbinden lassen, über die es sich zu diskutieren lohnt. Ein großartiges, nachhaltiges Werk! Für mich ist es kein reines Jugendbuch, sondern ein All Ager.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Tiefgründig und authentisch!
von Rie's Bücherhimmel am 10.08.2017

INHALT: Als das erste Mal ein Schuss in der Schule zu hören ist, ändert sich das Leben aller Beteiligten von ein auf den anderen Moment. Panik bricht aus und alle versuchen sich in Sicherheit zu bringen. Auch die 15 jährige Miriam. Ihr Freund wird von dem Schützen, einem Jungen aus... INHALT: Als das erste Mal ein Schuss in der Schule zu hören ist, ändert sich das Leben aller Beteiligten von ein auf den anderen Moment. Panik bricht aus und alle versuchen sich in Sicherheit zu bringen. Auch die 15 jährige Miriam. Ihr Freund wird von dem Schützen, einem Jungen aus ihrer Parallelklasse, vor ihren Augen erschossen. Ihre Welt bricht zusammen. Wie soll man mit dieser Erinnerung weiterleben? Hat es überhaupt noch einen Sinn zu leben? Hätte Miriam ihren Freund retten können? Miriam versucht alles, um ihr Leben weiterleben zu können, doch das ist gar nicht so einfach, wenn alle um sie herum zerbrechen und schließlich scheitern... MEINE MEINUNG: Eigentlich habe ich bei diesem Buch eher mit einer sehr spannenden Geschichte gerechnet, welche es aber definintiv nicht ist, denn es erzählt die Geschichte nach dem Amoklauf. Aber gerade dies verleiht dem Buch etwas ganz besonderes, emotionales und authentisches! Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und tiefgründig, was perfekt zu der Geschichte gepasst hat. Auch der Handlungsaufbau hat mir sehr gut gefallen, denn zunächst ist das Buch aufgrund des Amoklaufs spannend, aber dann beruht es nur noch auf das, was"danach" geschieht. Dies wurde sehr berührend beschrieben und schön ausgearbeitet, sodass man richtig in die Geschichte abtauchen und sich darauf einlassen konnte. Die kurzen Abschnitte von vor dem Amoklauf, waren sehr abwechslungsreich, da diese Szenen einen sehr starken Kontrast zu dem "was nach dem Amoklauf geschehen ist" bieten. Auch die Frage "Wer oder was hat den Jungen dazu veranlasst Amok zu laufen?", ist ein großer Teil des Buches, welches mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Die Protagonistin Miriam hat mir gut gefallen, denn sie versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen, auch wenn dies in so einer Situation nicht leicht ist. Miriam entwickelt sich im Laufe der Geschichte enorm weiter. Ihre Denk- und Handlungsweisen verändern sich, was auch die schönen Seiten des Lebens hervorruft. Dennoch hat mir an manchen Stellen dieses Gewisse etwas gefehlt, dass das Fass zum überlaufen gebracht hätte, deshalb konnte ich nicht ganz 5 Sternschnuppen vergeben. FAZIT: Ein sehr trauriges und authentisches Buch, welches man sich definitiv mal anschauen sollte! Ich vergebe 4,5 von 5 Sternschnuppen!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Sind wir schuld?
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 08.11.2014

„Irgendjemand verbindet mein Bein und versorgt meinen Arm. Mein Dad ist da. Er will mir helfen. Tobis Mom kommt. Tobi ist tot. Bei der OP gestorben. All das bekomme ich nur durch einen Nebel mit. Ich sollte um ihn weinen. Irgendeine Reaktion zeigen. Aber ich kann es nicht. Alles kommt... „Irgendjemand verbindet mein Bein und versorgt meinen Arm. Mein Dad ist da. Er will mir helfen. Tobis Mom kommt. Tobi ist tot. Bei der OP gestorben. All das bekomme ich nur durch einen Nebel mit. Ich sollte um ihn weinen. Irgendeine Reaktion zeigen. Aber ich kann es nicht. Alles kommt mir so unwirklich vor, so falsch. Ist es wirklich Wirklichkeit? Ich begreife nicht, wie das sein kann. Es ist doch ein ganz normaler Tag, so wie jeder andere auch. Alles ist doch so wie immer, sollte zumindest so wie immer sein. Was nur ist passiert? Joanne geht. Ihre Eltern bringen sie von hier weg. Dad nimmt mich in den Arm. Oma und Opa kommen, umarmen mich ebenfalls. Aber auch das fühlt sich falsch und unecht an. Eine Menge Kameras und Journalisten sind inzwischen da. Sie halten uns ihre Mikrofone hin, filmen die Schule. Ich schalte einfach ab. Ich sehe gar nichts mehr, ich höre nichts mehr. Ich fühle nichts mehr. Gar nichts. Nicht einmal das Schlagen meines Herzens. Kein Entsetzen, keine Angst. Nichts mehr. Auch die Schmerzen in meinem Bein spüre ich nicht. Auch nicht Omas Hand, die auf meiner Schulter ruht. Sie könnten mich einfach hier stehen lassen, für den Rest meines Lebens, es wäre mir egal. Es ist alles so egal.“ Es war ein ganz normaler Montagmorgen. Ein ganz normaler Montagmorgen, an dem Miriam fast verschlief, sich in die Schule schleppte, mit ihren Freundinnen quatschte, sich mit ihrem Freund verabredete… Ganz normal, bis zu dem Moment, als Schüsse die Luft zerrissen und das Schreien einsetzte… Danach ist alles anders. Miriam hat überlebt, aber ihr Freund Tobi wurde ein Opfer des Todesschützen. Und als der erste Schock nachlässt muss sie feststellen, dass nichts in ihrem Leben mehr so ist, wie es war… Auch wieder so ein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen musste! Es ließ sich einfach nicht mehr aus der Hand legen ;-) Der Leser stürzt direkt hinein in den Amoklauf. Er kommt genauso abrupt, wie er in das Leben von Miriam und ihren MitschülerInnen eindringt. Zusammen mit Miriam erlebt man die schrecklichen Minuten mit, die sich zu Stunden auszudehnen scheinen. Wer nun glaubt, dass sie Glück hatte, zu überleben, der wird sehr schnell eines besseren belehrt. Denn von Glück ist in der Folgezeit bei ihr nichts mehr zu merken. Miriam muss nicht nur den Tod ihres Freunds beklagen, auch das Verhältnis zu ihren Freundinnen ist ein anderes geworden - denn jede von ihnen hat sich geändert. Das Buch ist komplett aus Miriams Perspektive geschrieben. Als Leser fühlt man sich ihr dadurch natürlich sehr nah. Und ist ganz nah dran an Angst, Verzweiflung, Frustration, Hass und Wut. Jedoch ist das Buch keineswegs einseitig. Miriam ist in einer Extremsituation – und extrem ist auch ihr Verhalten einigen Menschen gegenüber, die ihr helfen möchten. Gemeinsam mit ihr versucht man, das Erlebte zu verarbeiten. Am Anfang steht die Fassungslosigkeit: „Ein Amoklauf. Nein, das kann es nicht gewesen sein. Das klingt so irreal. Amoklauf klingt nach Amerika. Immer wieder hört man davon, dass es in Amerika Amokläufe gibt. Es kann doch nicht wirklich einen Amoklauf an meiner Schule gegeben haben. So etwas passiert nicht in echt. Und warum sollte ausgerechnet ich so etwas erleben? Was ist gestern nur passiert?“ Was folgt ist ein irrer Mix aus starken Emotionen. Tiefe Trauer wird abgelöst durch Wut auf die Mutter, die sich jahrelang nicht blicken ließ und ausgerechnet jetzt auftaucht, um helfen zu wollen. Was dahinter nun wieder steckt, lässt sich für den Leser leicht ahnen. Überhaupt erkennt man an Miriam ganz deutlich dieses ganze Gefühlschaos, in dem schon ein „normaler“ und nicht durch Extremerfahrungen belasteter Jugendlicher regelmäßig steckt. Ich glaube, in dieser Phase des Lebens sind alle Empfindungen noch eine Spur extremer, als sie im späteren Leben sind. Miriam wirkt da sehr authentisch. Man begleitet sie durch viele Erinnerungen, zu Psychologen-Terminen und zu den Gräbern ihrer Freunde. Und man erlebt ihre Entwicklung mit. Der Weg in eine neue Zukunft ist nicht einfach. Darf es eine neue Zukunft überhaupt geben? Miriam wird von Schuldgefühlen gequält, beispielsweise ihrem toten Freund gegenüber. Und da ist noch mehr, ein weiteres Gefühl von Schuld, das sie sich lange nicht eingestehen will. Und das berechtigt zu der Frage führt, ob man den ganzen Amoklauf nicht hätte verhindern können… Ein Punkt, der in einem solchen Buch nicht fehlen darf, ist die Beschäftigung mit dem Täter. Die Frage, nach dem „Warum“ wird gestellt – wie so oft, kann sie nicht abschließend beantwortet werden. Aber es finden sich Anhaltspunkte, mögliche Gründe und Auslöser. Dabei kommt man erwartungsgemäß an den Themen Mobbing, Ausgrenzung und Anderssein nicht vorbei. Ich halte Bücher wie dieses für sehr wichtig, da Mobbing usw. leider zum Schulalltag gehören. Natürlich (und zum Glück!) wird nur aus wenigen gemobbten Menschen ein Amokläufer, aber es schadet ganz bestimmt nicht, sich mal mit den psychischen Belastungen aller Beteiligten auseinanderzusetzen. Fazit: Ein tolles Buch zu einem wichtigen Thema. Sehr intensiv und emotional geschrieben. Ich vergebe eine volle Leseempfehlung für (wenigstens) alle Jugendlichen, Eltern und Lehrer. „Es ist nicht wie in den Filmen, wo alle schon wissen, was geschehen wird, weil sie die Vorschau gesehen haben. Und es gibt auch keine Helden. Denn in der realen Welt denkt man nur an sich.“

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