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Es wird keine Helden geben

Ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Akademie für Kinder-/Jugendliteratur, Nachwuchspreis 2014 und dem Jugendbuchpreis Lese-Hammer 2015

(47)
Alles beginnt wie ein normaler Schultag. Doch kurz nach dem Pausengong hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Sie überlebt – fragt sich aber, ob das Leben ohne Tobi und mit den schlimmen Albträumen noch einen Sinn hat. Waren Miriam und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 256
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 01.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8415-0402-9
Verlag Oetinger
Maße (L/B/H) 190/126/20 mm
Gewicht 254
Auflage 1
Illustratoren Cornelia Niere
Verkaufsrang 31.131
Buch (Kunststoff-Einband)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Dieser Roman ist so beeindruckend und ergreifend! Die Protagonistin schildert einen Amoklauf, ihre eigene Feigheit, die ihr das Leben rettet, und das Leben danach. Weder sie noch die anderen Überlebenden feiern sich; im Gegenteil, sie kämpfen darum, das Erlebte zu verarbeiten, zu vergessen. Einigen gelingt es besser, andere kapitulieren Dieser Roman ist so beeindruckend und ergreifend! Die Protagonistin schildert einen Amoklauf, ihre eigene Feigheit, die ihr das Leben rettet, und das Leben danach. Weder sie noch die anderen Überlebenden feiern sich; im Gegenteil, sie kämpfen darum, das Erlebte zu verarbeiten, zu vergessen. Einigen gelingt es besser, andere kapitulieren vor dem Schmerz, der Angst und den Albträumen...
Wow! Eins der besten Bücher, die ich bisher zum Thema Amoklauf an Schulen gelesen habe!

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Doch wer trägt die Schuld der Tragödie?
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Ein Buch das unter die Haut geht! Wir erhalten tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von Miriam. Ein schonungsloses Buch mit kraftvollem Schreibstil! Ein Buch das unter die Haut geht! Wir erhalten tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von Miriam. Ein schonungsloses Buch mit kraftvollem Schreibstil!

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Es jagt einem regelrecht Angst ein! Aber wirklich ein sehr gutes Buch! Es jagt einem regelrecht Angst ein! Aber wirklich ein sehr gutes Buch!

Ein junger Mann schießt um sich in der Schule uns viele sterben. Die Überlebenden fragen sich nun wie es weiter gehen soll und ob sie Mitschuld sind. Schockierend und bewegend. Ein junger Mann schießt um sich in der Schule uns viele sterben. Die Überlebenden fragen sich nun wie es weiter gehen soll und ob sie Mitschuld sind. Schockierend und bewegend.

„Eine neue Klassenlektüre?“

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Die sechzehnjährige Autorin Anna Seidl schildert in diesem Roman sehr plastisch den Schulamoklauf, bei dem die fünfzehnjährige Miriam u. a. ihren Freund verliert. Es wird nie wieder so sein wie zuvor, alle verändern sich danach grundlegend, manche halten die Situation nicht aus. Und doch gibt es auch Hoffnung und neue Chancen, wenn Die sechzehnjährige Autorin Anna Seidl schildert in diesem Roman sehr plastisch den Schulamoklauf, bei dem die fünfzehnjährige Miriam u. a. ihren Freund verliert. Es wird nie wieder so sein wie zuvor, alle verändern sich danach grundlegend, manche halten die Situation nicht aus. Und doch gibt es auch Hoffnung und neue Chancen, wenn man sie sich erlaubt. Aber auch die Frage nach der Mitschuld, denn der Attentäter wurde von den Mitschülern gemobbt. All diese Aspekte beleuchtet dieses anspruchsvolle Jugendbuch.

Berührend, fesselnd, unfassbar, aber wahnsinnig real. Ein Schicksal, das bewegt und zum Nachdenken anregt. Berührend, fesselnd, unfassbar, aber wahnsinnig real. Ein Schicksal, das bewegt und zum Nachdenken anregt.

Katharina Bodden, Thalia-Buchhandlung Ottersberg

Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Autorin geht mit dem Thema Mobbing und Gewalt an Schulen sehr einfühlsam um. Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Autorin geht mit dem Thema Mobbing und Gewalt an Schulen sehr einfühlsam um.

Laura van Endern, Thalia-Buchhandlung Kleve

Ein Amoklauf an deiner Schule - du überlebst, doch dein bester Freund stirbt - und nichts ist mehr so wie es war. Eindringlich, fesselnd und authentisch erzählt. Ein Amoklauf an deiner Schule - du überlebst, doch dein bester Freund stirbt - und nichts ist mehr so wie es war. Eindringlich, fesselnd und authentisch erzählt.

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Durchschnitt
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Psychogramm einer traumatisierten Jugendlichen
von NiWa aus Euratsfeld am 30.09.2016

Was als normaler Schultag beginnt, endet in einem Loch aus Trauer, Unverständnis und absoluter Fassungslosigkeit. Zu Beginn der Pause fällt der erste Schuss, der dem unbeschwerten Alltagstrott von Schülern, Lehrern und Familien ein knallhartes Ende setzt. Miriam wird vom Amoklauf an ihrer Schule brutal aus ihrem bisherigen Leben katapultiert. Sie... Was als normaler Schultag beginnt, endet in einem Loch aus Trauer, Unverständnis und absoluter Fassungslosigkeit. Zu Beginn der Pause fällt der erste Schuss, der dem unbeschwerten Alltagstrott von Schülern, Lehrern und Familien ein knallhartes Ende setzt. Miriam wird vom Amoklauf an ihrer Schule brutal aus ihrem bisherigen Leben katapultiert. Sie sieht ihren Freund Tobi, der mit einer Schusswunde am Boden liegt, ihren Schulkollegen Phillipp, der wimmernd vor der Klotür kniet, und den Jungen mit der Waffe in der Hand, für den niemand ein nettes Wort übrig hat. Die ersten Seiten sind packend, schockierend und lassen einen sprachlos den Boden unter den Füßen verlieren. Man ist mit Protagonistin Miriam mitten im Amoklauf. Es ist laut und leise zugleich, ein Schuss knallt, während angestrengt versucht wird, Atemgeräusche zu unterdrücken und man sich im Versteck nicht zu bewegen wagt. Doch so mitreissend diese ersten Seiten und das Schlüsselereignis des Romans geschrieben sind, so schnell flaut die Handlung im eher lauen Psychogramm einer Jugendlichen ab. Vielleicht bin ich mit den falschen Erwartungen an dieses Buch gegangen, aber mich konnten Miriams Seelenqualen im Anschluss nicht so richtig bei der Stange halten. Miriam ist nach diesem einschneidenden Erlebnis erstarrt und weiß nicht, ob und wie sie danach weitermachen kann. Der Großteil der Geschichte beschäftigt sich mit Miriams Geisteszustand und wie dieses erschütternde Erlebnis ihr Leben aus den Angeln gehoben hat. Hier war es interessant zu erfahren, dass danach nichts mehr weitergeht wie es davor gewesen ist. Ob es nun der Freundeskreis, die Familie oder einfach der Weg zum Supermarkt ist, die Person die man zuvor war, ist mit den anderen mitgestorben und Miriam muss als Überlebende ihr neues Ich entdecken. ?Es ist wie bei einem Puzzle. Jeden Tag nehme ich ein Puzzleteil und füge es hinzu. Jeden Tag lerne ich mich wieder ein bisschen besser kennen.? (S. 144) Wie man an meiner kurzen Ausführung schon sieht, dreht sich die Handlung um Miriams Seelenpein. Es ist egal, ob man einen lieben Angehörigen verliert oder von einem Schicksalsschlag anderer Art gezeichnet wird, die Person, die man vorher war, wird man nie wieder sein. Der Amoklauf dient lediglich als Auslöser von Miriams Gefühlsleben und ist von der erzählerischen Umsetzung her, relativ leicht austauschbar. Ich hätte gern mehr über den Amoklauf selbst erfahren und darüber, wie sich Schüler, Lehrer und Eltern in ihrer Gesamtheit fühlen, anstatt einen derart tiefen Einblick in die Seele eines gepeinigten Mädchens zu erlangen. Es gibt Szenen, da sitzt Miriam über Seiten hinweg in ihrem Zimmer und denkt über alles Mögliche nach. Ich bin mir sicher, dass es Leser gibt, die darauf ansprechen, für mich war es schon fast eine Qual. Allerdings hat mir die Beziehungsebene gut gefallen. Die Autorin hat gezeigt, dass durch einen Amoklauf Menschen, Gemeinschaften und Freundeskreise zerbrechen, weil jeder für sich immer wieder durch die Hölle geht und sich nicht mehr auf andere einlassen kann. Obwohl der Amoklauf als Aufhänger dient, driftet mir die Geschichte zu sehr in die Psyche einer traumatisierten Jugendlichen ab. Trotzdem hat Anna Seidl ein brisantes Thema aufgegriffen und ein gutes Debüt geschrieben, das mich zwar nicht vollkommen überzeugt aber dennoch zum Nachdenken angeregt hat.

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Wichtiges Thema, mangelhafte Umsetzung
von Miss Pageturner am 24.02.2016

Also erst mal möchte ich der Autorin meinen größten Respekt aussprechen, sich nicht nur mit 16 (in dem Alter hat sie das Bucg geschrieben) daran zu wagen ein Buch zu schreiben, sondern sich auch mit solch einem schwierigen Thema auseinander zu setzten. Zwar muss ich ehrlich bleiben mit... Also erst mal möchte ich der Autorin meinen größten Respekt aussprechen, sich nicht nur mit 16 (in dem Alter hat sie das Bucg geschrieben) daran zu wagen ein Buch zu schreiben, sondern sich auch mit solch einem schwierigen Thema auseinander zu setzten. Zwar muss ich ehrlich bleiben mit meiner Bewertung, aber es ist dennoch bewundernswert. In den Buch geht es um die Schülerin Miriam und wie sie den Amoklauf an ihrer Schule zu verarbeiten versucht. Der Amoklauf selbst wird bereits auf den ersten 10 Seiten sehr anschaulich geschildert. Die Angst, Panik und Hilflosigkeit bringt die Autorin sehr gut rüber. Hier dachte ich noch, das wird ein richtig gutes Buch werden. Leider konnte mich der Rest dann nicht mehr so überzeugen. Das Buch behandelt vorrangig Miriams Verarbeitung des Amoklaufs. Verständlicherweise ist sie vom Geschehen traumatisiert und findet sich nur schwer in der Zeit danach zurecht. Die Art und Weise wie sie mit der Situation umgeht, ging mir jedoch gehörig auf die Nerven. Sicher, ich habe glücklicherweise keinen Erfahrung mit Amokläufen (das wird wohl auch kaum ein Leser bez. die Autorin haben) und jeder Mensch reagiert anders auf traumatische Erlebnisse, aber Miriams Egoismus und ihre pure Sturheit kratzen arg an meinen Nerven. Die ganze Zeit schlägt sie um sich und jammert rum, dass ihre Familie sie nicht in Ruhe lässt. Sie hat jedoch keinem auch nur mit einem Wörtchen gesagt, dass sie lieber allein sein möchte. Ich mein niemand ist Gedankenleser. Woher soll ihre Familie denn wissen,dass Miriam nicht reden will, wenn sie es ihnen nicht sagt. Es gibt ja schließlich auch Menschen die erst recht reden wollen, wenn sie Probleme haben. Ein weiterer Punkt, mit dem ich meine Probleme hatte, war die Darstellung von Miriams Alter. Sie ist 15 und verhält sie größtenteils auch eben wie ein 15 jähriges pubertierendes Mädchen. Soweit, so gut. Doch dann schilert die Autrin plötzlich Sachen, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Miriam betrachtet in einer Szene Fotos aus den vergangen Jahren, u.a das von einer Party und sagt, dass das die Party war wo sich sie das erste mal abgeschossen hat, yeah. Auch mit ihrer Mutter trinkt sie fröhlich Wein (fragt aber erst nach Wodka) und niemand findet was dabei. Nebenbei war es auch totaal problematisch mit 14 noch Jungfrau zu sein. Auf er anderen Seite gibt es dann wieder Stellen wo Miriam in ihrer Gedankenwelt wie eine 12 Jährige rüberkommt,. Miriam ist ein schwierig zu ertragener Charakter. Aber auch der Einzigste, denn sämtliche Nebencharaktere sind im Grunde nur Pappfiguren, damit Miriam nicht nur mit sich selbst redet. Als Leser hofft man, wenigstens über eine Pappfigur, nämlich den Täter Matias etwas mehr zu erfahren, aber nein. Es gibt zwar immer wieder Rückblenden, in denen noch beschrieben wird wie Matias gemobbt wird, aber so wirklich erfährt man über den Hintergrund der Tat nichts. Auch nicht wie andere mit dem Amoklauf umgehen. Das Buch dreht sich nur um Miriam, Miriam und nochmals Miriam. Dabei wirft die Gute einen auch noch etliche Lebensweisheiten an den Kopf, die sich teils selbst widersprechen. Kennt ihr diese Kalender, die jeden Tag so ne Weisheit präsentieren, die alle suuper tiefgründig und suuper philosophisch sind? Ich kam mir beim Lesen vor, als hielte ich genau so ein Ding in der Hand. Auf´fast jeder Seite gibt Miriam irgendeinen pseudophilosophischen Satz von sich. Das füllt dann auch ordentlich die Seiten, da ja handlungstechnisch gar nicht so viel passiert. Fazit: Das Buch beschäftigt sich mit einem wichtigen Thema, konnte den Leser aber aufgrund der schwierigen Protagonisten, nicht dafür sensibilisieren. Schade

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Ein großartiges, nachhaltiges Buch
von lesenundmehr am 18.01.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Man kann über dieses Buch sicherlich zweierlei Meinung sein. Ich glaube es wird Leser geben, die die Geschichte als sehr einseitig empfinden und vielleicht auch das Gefühl haben, dass sich Miriam fast die ganze Zeit nur im Kreis dreht. Andere Leser werden sich auf die Geschichte und seine Figuren einlassen und... Man kann über dieses Buch sicherlich zweierlei Meinung sein. Ich glaube es wird Leser geben, die die Geschichte als sehr einseitig empfinden und vielleicht auch das Gefühl haben, dass sich Miriam fast die ganze Zeit nur im Kreis dreht. Andere Leser werden sich auf die Geschichte und seine Figuren einlassen und Gefühle, Gedanken und Taten, zumindest bis zu einem gewissen Punkt, nachvollziehen können. Sie werden gespannt weiter lesen und viele wundervolle Sätze finden, die zum Nachdenken anregen. Ich gehöre definitiv zur zweiten Gruppe. Die Geschichte hat mich schockiert, berührt und gefesselt zu gleichen Teilen. Ich fand die Figuren sehr authentisch dargestellt, und das betrifft die Darstellung der unbeschwerten Jugend, sowie auch die Reaktionen während des Amoklaufes und Entwicklung der Protagonisten danach. Jeder verarbeitet solch ein Ereignis natürlich anders. Auch das ist in diesem Roman Thema, wird aber nur am Rande angeschnitten. Hauptsächlich geht es hier um Miriams Geschichte, ihre Verzweiflung, Trauer, Wut, Rast- und Ratlosigkeit – schlicht um alles, was sie in der Zeit während und nach den dramatischen Ereignissen bewegt. Ich persönlich fand ihre Gefühlswelt sehr gut dargestellt und glaubwürdig. Sie durchlebte die Phasen der Trauer und Schicksalsverarbeitung in sehr nachvollziehbarer Weise. Immer wieder treten auch ihre Erinnerungen an frühere Erlebnisse zu Tage, die sie aushalten und verarbeiten muss, und manches versucht sie auch neu zu deuten. Dass man die ganze Geschichte dabei aus ihren Augen sieht, lässt alles umso näher erscheinen. Ich habe selten ein Jugendbuch gelesen, welches so tief ging und so viele schöne, tiefgreifende, nachhaltige Sätze enthielt. Sie regten an zum Innehalten und stimmten mich nachdenklich. Manchmal schockierten sie mich sogar, weil ich mich (leider) an einigen Stellen selbst wieder fand. Viele Themen werden in diesem Buch angesprochen, die einer Eigeninterpretation und Reflexion unterzogen werden können und sollten. Man wird über Freundschaft, Toleranz, Ausgrenzung, Mobbing, Waffengewalt, Trauer/Trauerverarbeitung, Hilflosigkeit und viele weitere Themen lesen und hoffentlich auch darüber nachdenken. Dieses Buch wäre sicherlich auch ganz hervorragend als Schullektüre geeignet, weil sich dadurch viele Themen verbinden lassen, über die es sich zu diskutieren lohnt. Ein großartiges, nachhaltiges Werk! Für mich ist es kein reines Jugendbuch, sondern ein All Ager.

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