Evolution ohne uns

Wird künstliche Intelligenz uns töten?

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Unmerklich drängt sich intelligente Software immer tiefer in Aufgaben, die früher menschlichen Spitzenkräften vorbehalten waren. Künstliche Intelligenz ist das »Next
Big Thing«. Täglich übertragen wir intelligenten Programmen immer mehr Verantwortung für Stadtplanung und Energieversorgung, für die Sicherung von Nahrungsversorgung und Naturressourcen. Was aber passiert, wenn wir ein intelligentes Wesen kreieren, das dem Menschen weit überlegen ist?
Bei der Umsetzung vorprogrammierter Ziele könnte eine Computer-Intelligenz den Menschen als Störfaktor sehen – und dementsprechend handeln …Heute wird unser Leben von künstlicher Intelligenz erleichtert. In wenigen Jahren wird sie weite Teile unseres Lebens kontrollieren. Und die Macht haben, uns zu vernichten. Die Chancen für die Menschheit stehen ziemlich schlecht ... Zwei Top-Journalisten gehen diesem spannenden Thema auf den Grund.
Portrait
Jay Tuck ist Journalist, erfolgreicher Fernsehproduzent und angesehener Verteidigungsexperte. Der Ex-Redaktionsleiter der »Tagesthemen« hat in seinen
35 Jahren beim deutschen Fern­sehen über 500 Berichte produziert.

Armin Fuhrer hat über 20 Jahre als investigativer Reporter und Hauptstadt­korrespondent führender deutscher Printmedien gearbeitet, zuerst bei der
Welt, dann bei Focus.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 220
Erscheinungsdatum 10.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86470-401-7
Verlag Plassen Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,4/3,5 cm
Gewicht 580 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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"Nichts ist spurlos. Überwachung ist überall."
von Dr. M. am 08.07.2018

Das klingt irgendwie etwas abseits des Themas. Das wiederum liegt am langen Anlauf, den die Autoren brauchen, um endlich zu ihren Kernaussagen zu kommen, die dem Buchtitel folgen. Die erreichen den Leser nämlich erst im letzten Viertel des Buches. Noch bis vor einigen Jahren war der knappe Speicherplatz das... Das klingt irgendwie etwas abseits des Themas. Das wiederum liegt am langen Anlauf, den die Autoren brauchen, um endlich zu ihren Kernaussagen zu kommen, die dem Buchtitel folgen. Die erreichen den Leser nämlich erst im letzten Viertel des Buches. Noch bis vor einigen Jahren war der knappe Speicherplatz das Nadelöhr der der sogenannten elektronischen Datenverarbeitung. Inzwischen lassen sich unvorstellbar riesige Datenmengen mit einer enormen Geschwindigkeit auf kleinstem Raum abspeichern, sortieren und wieder aufrufen. Erst mit diesem technologischen Durchbruch konnte man unter anderem die sogenannten smarten Geräte entwickeln. Mit der Fähigkeit, riesige Datenmengen zu verwalten, entstand auch die Möglichkeit der elektronischen Überwachung und Steuerung. Von Maschinen, anderen technischen Geräten und natürlich auch von Menschen. Für die Geheimdienste und andere interessierte Seiten begann nun die Zeit der unbegrenzten Datensammlung und Auswertung. Doch wie findet man aus all diesen Informationen gerade diejenige, die man braucht? Aus Filmen kennt man den stundenlang vor Überwachungsmaterial sitzenden Kriminalisten, der den einen Moment sucht, in dem sich ein Verdächtiger zeigt. Diese Zeiten sind zumindest bei den Geheimdiensten vorbei. Kein Mensch könnte sich noch in den aufgezeichneten Datenmengen zurechtfinden. Es braucht eine künstliche Intelligenz (KI), die das übernimmt. Und die gibt es inzwischen. Die beiden Autoren beschreiben den ihnen bekannten Ist-Zustand und die sich daraus ergebenden Gefahren, deren Bedrohungsgrad den meisten Menschen völlig unbekannt zu sein scheint. Vielleicht kann man die Gefahren der künstlichen Intelligenz mit den einstmals aus Laboratorien entflohenen Killerbienen vergleichen. Man kann sie nicht mehr einfangen. Die Züchtung von Killerbienen war sicher nicht unbedingt nötig. Künstliche Intelligenz lässt sich jedoch nicht verhindern. Ihre Entwicklung folgt zwangsläufig dem technischen Fortschritt. Viele Menschen stellen sich unter künstlicher Intelligenz einen Roboter vor. Er wäre allerdings nur die harmlose Variante, weil er ein Objekt ist, dass man im schlimmsten Fall vernichten könnte. Doch die wahre Künstliche Intelligenz sitzt in Rechnern. Sie existiert dezentral, ist vernetzt, undurchschaubar und letztlich in ihrer Komplexität unbegreifbar. Sie kann sich beliebig vervielfältigen, irgendwo abspeichern und wieder neubeleben, falls man sie ausrotten wollte. Der schlimmste Albtraum ist ihre Verselbständigung. All das ist bereits in Ansätzen passiert. Im sogenannten "unbeaufsichtigten Lernen" gelang es Rechnern, neue Programmcodes zu schreiben, die hinterher kein Mensch mehr verstand. Die Rüstungsindustrie arbeitet bereits an der modernen Kriegsführung mit Künstlicher Intelligenz. Eine wahre Horrorvision, wenn die Kontrolle entgleitet. Die Autoren beginnen ihr Buch mit der Speicher-Explosion, zeigen dann, über welche neuen Waffengenerationen die Militärs bereits verfügen und welche sich in Planung und Entwicklung befinden. Danach folgt ein Kapitel über den Stand unserer tagtäglichen Überwachung und unserer unbewussten Beeinflussung. Zum Beispiel durch personifizierte Werbung. Ein besonderes Kapitel ist der allseits bekannten Datenkrake gewidmet, die sich unbeobachtet besonders mit der Entwicklung von künstlicher Intelligenz befasst. Ein Wunder ist das nicht, sondern nur ein völlig logischer Schritt. Erst ab Seite 181 kommen die Autoren dann zum eigentlichen Thema. Sie zeigen die tatsächliche Bedrohung und malen sie in den düstersten Farben aus. Nachdem sie uns die letzte Hoffnung auf ein Überleben der Menschheit genommen haben, versuchen sie dem Leser doch wieder Hoffnung zu geben. Nur: Wer kann uns vor unserer selbst erzeugten Ausrottung retten? Wir! Ja, wir selbst. Wir schaffen das: "Wir sind Anonymous. Wir sind Schwarm." Na Gott sei Dank. Ein komplett irrationales Ende eines eigentlich bis dahin größtenteils rational behandelten Themas. Sicher findet man im Text auch vorher schon viele reißerische Elemente. Sie lassen sich aber aushalten, weil das Buch da noch interessant ist. Aber je mehr es sich seinem eigentlichen Thema nähert, umso verworrener und hyperventilierender wird es. Schade eigentlich. All das ist bereits in Ansätzen passiert. Im sogenannten "unbeaufsichtigten Lernen" gelang es Rechnern, neue Programmcodes zu schreiben, die hinterher kein Mensch mehr verstand. Die Rüstungsindustrie arbeitet bereits an der modernen Kriegsführung mit Künstlicher Intelligenz. Eine wahre Horrorvision, wenn die Kontrolle entgleitet. Die Autoren beginnen ihr Buch mit der Speicher-Explosion, zeigen dann, über welche neuen Waffengenerationen die Militärs bereits verfügen und welche sich in Planung und Entwicklung befinden. Danach folgt ein Kapitel über den Stand unserer tagtäglichen Überwachung und unserer unbewussten Beeinflussung. Zum Beispiel durch personifizierte Werbung. Ein besonderes Kapitel ist der allseits bekannten Datenkrake gewidmet, die sich unbeobachtet besonders mit der Entwicklung von künstlicher Intelligenz befasst. Ein Wunder ist das nicht, sondern nur ein völlig logischer Schritt. Erst ab Seite 181 kommen die Autoren dann zum eigentlichen Thema. Sie zeigen die tatsächliche Bedrohung und malen sie in den düstersten Farben aus. Nachdem sie uns die letzte Hoffnung auf ein Überleben der Menschheit genommen haben, versuchen sie dem Leser doch wieder Hoffnung zu geben. Nur: Wer kann uns vor unserer selbst erzeugten Ausrottung retten? Na wir. Ja, wir selbst. Wir schaffen das: "Wir sind Anonymous. Wir sind Schwarm." Na Gott sei Dank. Ein komplett irrationales Ende eines eigentlich bis dahin größtenteils rational behandelten Themas. Sicher findet man im Text auch vorher schon viele reißerische Elemente. Sie lassen sich aber aushalten, weil das Buch da noch interessant ist. Aber je mehr es sich seinem eigentlichen Thema nähert, umso verworrener und hyperventilierender wird es. Schade eigentlich.

Die KI ist überall auf dem Vormarsch
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2016

Der Mensch sieht sich gerne selber als die Krönung der Schöpfung. Kein anderes Lebewesen auf diesem Planeten kann ihm den Rang als dominierende Spezies ablaufen. Nur wir selbst, so scheint es zumindest, sind in der Lage uns auch selber zu vernichten. Das stimmt ab Beginn des 21. Jahrhunderts jedoch... Der Mensch sieht sich gerne selber als die Krönung der Schöpfung. Kein anderes Lebewesen auf diesem Planeten kann ihm den Rang als dominierende Spezies ablaufen. Nur wir selbst, so scheint es zumindest, sind in der Lage uns auch selber zu vernichten. Das stimmt ab Beginn des 21. Jahrhunderts jedoch leider nicht mehr. Seit Beginn der 1980er Jahre werden die Karten immer wieder neu gemischt. Immer mehr Programme und Softwares werden lernfähig. Sie ist, so schreibt der Autor dieses Buches, mittlerweile sogar soweit, dass sie selbstständig weiterlernen kann. Ganz ohne Hilfe und Zutun des Programmierers. Diese selbstständig lernende Künstliche Intelligenz (KI) wird in wenigen Jahren bereits so-weit sein, dass sie uns Menschen in Ausdauer, Rechenleistung und Merkfähigkeit überholen kann und wird. Die zukünftige KI-Einheit wird aber noch wesentlich mehr können. Bereits heute arbeiten in vielen Ländern der westlichen Welt Regierungen daran die Waffensysteme von Morgen zu entwickeln. Jay Tuck stellt dabei Angriffs- und Verteidigungssysteme vor, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schienen. Die Vorstellung, dass eine Maschine wie „Terminator“ (alias Arnold Schwarzenegger) uns den Garaus macht, ist jedoch weit gefehlt. Herr Tuck stellt uns Technologie vor, die noch viel weiter geht. Bereits heute gibt es Künstliche Intelligenz, welche mittels Nanoroboter in die Haut implantiert werden. Diese winzigen Roboter suchen die Schwachstelle des Gegners (dem Menschen) und schalten diesen aus. Was das im Klartext heißt, wissen Sie dann, wenn es passiert. Aber auch im Bereich der Überwachungssoftware macht die KI immer weitere Fortschritte. Internet-Giganten - wie Google - sammeln immer größere Mengen an Daten. Diese werden in Mountain View (in Kalifornien) oder anderen Großspeicheranlagen für die Ewigkeit aufbewahrt und verarbeitet. Durch den Abgleich mit Daten anderer Firmen ist es möglich alles über den Menschen herauszufinden, was man wissen möchte: Informationen zu Essgewohnheiten, Freunden, Familie oder dem Arbeitsplatz. Ein wirklich sehr gut recherchiertes Buch, das einem manchmal auch Angst einflösst. Sollte nur die Hälfte dessen stimmen, was Herr Tuck schreibt, muss man eindeutig beunruhigt sein. Faszinierend und abschreckend zugleich.