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Fast eine Familie

Roman

(14)
Ein gefeierter Familienroman über die Macht des Mitgefühls, in dessen Kern die Familie steht – die, in die wir hineingeboren werden, und die, die wir selbst wählen.
Am Morgen der Hochzeit ihrer Tochter geht June Reids Haus in Flammen auf und reißt ihre ganze Familie in den Tod. Nur June überlebt. Taub vor Schmerz, setzt sie sich in ihren Subaru und fährt quer durch die USA. Eine alte Postkarte ihrer Tochter führt sie in ein kleines Motel an der Westküste, das Moonstone Motel, wo sie sich unter falschem Namen einmietet. Hier, glaubt sie, wird niemand sie finden.
Das amerikanische Provinznest Wells überschlägt sich derweil vor Gerüchten. Alle sind auf die eine oder andere Art von der Tragödie betroffen, und das Kleinstadtgerede offenbart allmählich eine unheilvolle Verkettung von Familientragödien.
Während June in der dumpfen Anonymität des Motels jeden zwischenmenschlichen Kontakt meidet, spannt sich unter ihr unbemerkt ein Netz wahrer Mitmenschlichkeit – es könnte sie auffangen und zurück ins Leben holen.
Ein Familienroman voller Optimismus über eine unverhoffte Begegnung mit der Menschlichkeit, die uns aus den Trümmern unseres Schicksals zu reißen vermag, wenn scheinbar alle Hoffnung verloren ist.
Bill Cleggs 'New York Times'-Bestseller ›Fast eine Familie‹ wurde hymnisch besprochen und mit einer Man-Booker-Nominierung geehrt.
Rezension
Ergreifend und verstörend. Und ganz am Ende erfährt June, dass inmitten der größten Hoffnungslosigkeit Menschlichkeit ein Rettungsanker sein kann. Neue Presse 20170216
Portrait
›Fast eine Familie‹ ist Bill Cleggs erster Roman. Er stand auf der Bestsellerliste der New York Times, wurde von der amerikanischen Presse gefeiert und für die zwei wichtigsten Literaturpreise der englischsprachigen Welt nominiert: den Man Booker Prize und den National Book Award. Bill Clegg wuchs an der Ostküste der USA auf und arbeitet heute als Literaturagent in New York City.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 23.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-002399-5
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 211/134/30 mm
Gewicht 409
Originaltitel Did you ever have a family
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 75.808
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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„Trauer, Schmerz und Mitgefühl“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Am Morgen der Hochzeit ihrer Tochter, geht June Reids Haus in Flammen auf und mit ihm, ihre gesamte Familie. June bleibt als einzige Überlebende dieser Tragödie zurück. Um dem Kleinstadtgerede zu entfliehen, setzt sie sich in ihren Wagen und taucht in einem Motel an der Westküste unter. Das Moonstone Motel hat sie jedoch nicht zufällig Am Morgen der Hochzeit ihrer Tochter, geht June Reids Haus in Flammen auf und mit ihm, ihre gesamte Familie. June bleibt als einzige Überlebende dieser Tragödie zurück. Um dem Kleinstadtgerede zu entfliehen, setzt sie sich in ihren Wagen und taucht in einem Motel an der Westküste unter. Das Moonstone Motel hat sie jedoch nicht zufällig gewählt, denn eine Postkarte ihrer Tochter hat sie hierher geführt. In der Kleinstadt Wells brodelt nun allerdings erstmal die Gerüchteküche und immer deutlicher werden die einzelnen Familientragödien und ihre Verkettung. Zudem entsteht etwas, von dem June in ihrer Abgeschiedenheit nichts mitbekommt: Mitgefühl...

Was Bill Clegg in seinem ersten Roman zu Stande gebracht hat ist wirklich wundervoll! Die Geschichte ist zu Beginn etwas verwirrend, denn es werden sehr viele Charaktere eingebracht und die müssen erstmal sortiert werden. Mit fortschreitender Seitenzahl bekommt man als Leser aber eine gute Übersicht und auch eine Ordnung in die Dinge. Auf sehr wenigen Seiten bekommt die Geschichte einen Tiefgang, wie man ihn nur selten in so knappen Büchern findet. Nur etwas über 300 Seiten braucht der Autor, damit der Leser sich in die einzelnen Charaktere einfühlen kann und genau so wie die unterschiedlichen Personen im Buch, Mitgefühl entwickelt. Und trotz der tragischen Elemente, die sich quer durch das Werk ziehen und eigentlich nie abwesend sind, schwingt auch überall ein leichter Optimismus mit. Trotz entstehender Gerüchte, menschlichen Fehlverhaltens und Vorurteilen, zeigt uns der Autor letztendlich, dass auch in solchen Geschichten Platz für Hoffnung und Mitmenschlichkeit ist. Diesen Spagat muss man erst einmal schaffen! Wer sich durch den Anfang nicht entmutigen lässt bekommt als Dankeschön eine wundervolle, oft tragische, aber auch warmherzige Geschichte geboten, die den Leser nicht unberührt zurück lässt. Der Nachhall dieses Buches ist groß!

„die Macht des Mitgefühls“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein unfassbares Unglück geschieht, am Vorabend der geplanten Hochzeit ihrer Tochter entsteht ein Brand. June , die Mutter der Braut verliert schlagartig ihre komplette Familie . June wird sprachlos und flieht in ein kleines Motel... so nach und nach entdeckt der Leser die Puzzleteile, die zu dieser Tragödie führten. Menschliches Fehlverhalten, Ein unfassbares Unglück geschieht, am Vorabend der geplanten Hochzeit ihrer Tochter entsteht ein Brand. June , die Mutter der Braut verliert schlagartig ihre komplette Familie . June wird sprachlos und flieht in ein kleines Motel... so nach und nach entdeckt der Leser die Puzzleteile, die zu dieser Tragödie führten. Menschliches Fehlverhalten, Vorurteile, Kleinstadtgerede, Schuldgefühle und Zweifel bilden eine unheilvolle Verkettung, doch ganz weit weg am Horizont gibt es einen Silberstreifen von Hoffnung, Vergebung und Mitmenschlichkeit ! Ein Leseerlebnis mit Gänsehautfeeling !

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Obwohl die Ausgangssituation so tragisch klingt, beschenkt der Autor die Leserschaft mit einem zu Herzen gehenden Buch, das wunderbar facettenreich und nie tränendrückend ist. Obwohl die Ausgangssituation so tragisch klingt, beschenkt der Autor die Leserschaft mit einem zu Herzen gehenden Buch, das wunderbar facettenreich und nie tränendrückend ist.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Ein Buch fürs Herz. Zu Beginn ein wenig verwirrend aufgrund der verschiedenen Personen und der Erzählung aus ihrer Sicht. Aber trotzdem absolut empfehlensw Ein Buch fürs Herz. Zu Beginn ein wenig verwirrend aufgrund der verschiedenen Personen und der Erzählung aus ihrer Sicht. Aber trotzdem absolut empfehlensw

Rita Berhausen, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Nach einer Familientragödie flieht June in die Einsamkeit. Mitmenschen werden durch Empathie und Anteilnahme zu sowas wie ihrer neuen Familie. Mit viel Feingefühl erzählt! Nach einer Familientragödie flieht June in die Einsamkeit. Mitmenschen werden durch Empathie und Anteilnahme zu sowas wie ihrer neuen Familie. Mit viel Feingefühl erzählt!

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

WOW! Dieses Buch trifft ins Herz.June erlebt das unfasbassbare und verliert auf einen Schlag alles und alle. Doch wie durch ein Wunder, gibt es Trost für sie. Toll erzähltes Buch. WOW! Dieses Buch trifft ins Herz.June erlebt das unfasbassbare und verliert auf einen Schlag alles und alle. Doch wie durch ein Wunder, gibt es Trost für sie. Toll erzähltes Buch.

Alexandra Herrmann, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Wie kann man das Unfassbare überleben? Sehr einfühlsam erzählt uns Bill Clegg, dass Mitgefühl, nicht Mitleid, der Funke sein kann, der uns nicht am Leben verzweifeln lässt. Wie kann man das Unfassbare überleben? Sehr einfühlsam erzählt uns Bill Clegg, dass Mitgefühl, nicht Mitleid, der Funke sein kann, der uns nicht am Leben verzweifeln lässt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Berührend und Traurig , von Arietta
von einer Kundin/einem Kunden am 28.04.2017

Ein gefeierter Familienroman über die Macht des Mitgefühls, in dessen Kern die Familie steht – die, in die wir hineingeboren werden, und die, die wir selbst wählen. Am Morgen der Hochzeit ihrer Tochter geht June Reids Haus in Flammen auf und reißt ihre ganze Familie in den Tod. Nur... Ein gefeierter Familienroman über die Macht des Mitgefühls, in dessen Kern die Familie steht – die, in die wir hineingeboren werden, und die, die wir selbst wählen. Am Morgen der Hochzeit ihrer Tochter geht June Reids Haus in Flammen auf und reißt ihre ganze Familie in den Tod. Nur June überlebt. Taub vor Schmerz, setzt sie sich in ihren Subaru und fährt quer durch die USA. Eine alte Postkarte ihrer Tochter führt sie in ein kleines Motel an der Westküste, das Moonstone Motel, wo sie sich unter falschem Namen einmietet. Hier, glaubt sie, wird niemand sie finden. Das amerikanische Provinznest Wells überschlägt sich derweil vor Gerüchten. Alle sind auf die eine oder andere Art von der Tragödie betroffen, und das Kleinstadtgerede offenbart allmählich eine unheilvolle Verkettung von Familientragödien. Während June in der dumpfen Anonymität des Motels jeden zwischenmenschlichen Kontakt meidet, spannt sich unter ihr unbemerkt ein Netz wahrer Mitmenschlichkeit – es könnte sie auffangen und zurück ins Leben holen. Ein Familienroman voller Optimismus über eine unverhoffte Begegnung mit der Menschlichkeit, die uns aus den Trümmern unseres Schicksals zu reißen vermag, wenn scheinbar alle Hoffnung verloren ist.Bill Cleggs »New York Times«-Bestseller ›Fast eine Familie‹ wurde hymnisch besprochen und mit einer Man-Booker-Nominierung geehrt. "Ein zutiefst optomischtisches Buch über die Macht des Mitgefühls, die fähig ist, um aus Trümmern unser Schicksal herauszuziehen " ((Anne Enright) Meine Meinung zum Inhalt: Sehr gut ist June beschrieben, wie sie vor dem Trümmerhaufen ihres Lebens steht, ihre ganze Familie ist bei dem Brand ihres Hauses am frühen Morgen ums Leben gekommen, nur weil sie frische Luft schnappen war. Man spürt ihren Schmerz, Wut und Trauer, ihre Schuldgefühle, das sie davon gekommen ist. Gerade heute sollte die Hochzeit ihrer Tochter sein. June Freund Luke ist auch unter den toten, ihr ehemaliger Ehemann und der Schwiegersohn. Nichts ist ihr geblieben, nur was sie am Leibe trägt , sowie der unendliche Schmerz und der Verlust. In ihrem Schockzustand und um dem Gerede und Tratsch aus dem Leute aus dem Ort zu entgehen, flieht sie Kopflos mit ihrem Auto Ziellos davon. Sie landet an der Westküste und mietet sich in einem kleinen Motel ein, schottet sich regelrecht ab und vergräbt sich in ihrem Schmerz und Erinnerungen. Wir blicken beim Lesen noch in viele Köpfe von den betroffenen Protagonisten, und lernen mit ihnen alles aus ihrem Blickwinkel zusehen. Da ist Luke Mutter, eine Interessante Frau und erfährt wie sie mit dem ganzen umgeht, da sind ja auch noch die Gerüchte um ihren Sohn, und noch so vieles was sie verkraften muss. Zum Ende wird man langsam erlöst und die einzelnen Puzzelsteine setzen sich zu einem Bild zusammen und es kommt die ganze Wahrheit ans Licht. June erlebt viel Mitmenschlichkeit, als sie am Ende ist, und in ihrem Loch aus dunkler Trauer, Erinnerungen und Verzweiflung versinkt.Ob, sie die helfende Hand annimmt , die sie da rausholen kann ? Das alles ist sehr schön und Gefühlvoll beschrieben........... Meine Meinung zur Autorin: Ich gebe zu am Anfang hatte ich Probleme mit dem Buch, da die Schriftstellern, jedem ihrem Protagonisten ein eigenes Kapitel gewidmet hatte. Einfacher wäre es gewesen, sie hätte alles Chronologisch erzählt. Sie erzählt in diesen Kapitel alles aus der Sicht der einzelnen Betroffenen. Es ist wie ein Kaleidoskop , man erfährt alles aus anderen Blickwinkeln, bunt durcheinander gewürfelt, bei dem sich aber alles zum Ende diese Teile zu einem Bild zusammensetzen. Sie versteht es geschickt mit den Gefühlen ihrer Leser und Figuren zu spielen, und sie unbewusst beim Lesen in die Geschichte mit einzubeziehen. Ich mochte ihren flüssigen und Gefühlvollen Schreibstil, der etwas magisches an sich hatte. Ihren Figuren hat sie Leben eingehaucht, sie sind aus Fleisch und Blut. Mit sehr viel Liebe und Feingefühl erzählt sie diese tragische Geschichte, aber auch vonMitgefühl, Mut und Hoffnung. Wahrlich kein einfaches Buch, es hat schon einen gewissen und forderten Anspruch.

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fesselnde Leselektüre
von einer Kundin/einem Kunden am 31.03.2017

Es ist der Vorabend der Hochzeit von Junes Tochter. Alle sind sie in ihrem Haus versammelt. Braut, Bräutigam, Brautmutter, Luke. Nach intensiven Auseinandersetzungen mit ihrer Tochter Lolly, nächtigt sogar ihr Exehemann und Vater der gemeinsamen Tochter in ihrem Haus. Das Hochzeitszelt im Garten steht, die Vorbereitungen sind fertig. Bis... Es ist der Vorabend der Hochzeit von Junes Tochter. Alle sind sie in ihrem Haus versammelt. Braut, Bräutigam, Brautmutter, Luke. Nach intensiven Auseinandersetzungen mit ihrer Tochter Lolly, nächtigt sogar ihr Exehemann und Vater der gemeinsamen Tochter in ihrem Haus. Das Hochzeitszelt im Garten steht, die Vorbereitungen sind fertig. Bis auf June und Luke haben sich bereits alle in ihre Zimmer zurückgezogen. Ein erneut aufkeimender Streit mit Luke lässt June in ihren Garten flüchten. Als das Unfassbare geschieht. Im Haus ereignet sich eine Explosion und alles geht in Flammen auf. June ist die einzige Überlebende........... "Fast eine Familie" von Bill Clegg ist fesselnde Leselektüre

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Die Macht der Gefühle
von friederickes Bücherblog aus Berlin am 07.03.2017

Das Cover: Das schlichte Cover in Blautönen zeigt ein Haus mit einem erleuchteten Fenster, dahinter ein Mensch, der meines Erachtens symbolisch für die Familie steht. Dazu dunkle Wolken und ein Sonnenuntergang – beides interpretiere ich als einen Hinweis auf das Schicksal dieser Familie. Insgesamt sehr ansprechend und gelungen. Die Geschichte... Das Cover: Das schlichte Cover in Blautönen zeigt ein Haus mit einem erleuchteten Fenster, dahinter ein Mensch, der meines Erachtens symbolisch für die Familie steht. Dazu dunkle Wolken und ein Sonnenuntergang – beides interpretiere ich als einen Hinweis auf das Schicksal dieser Familie. Insgesamt sehr ansprechend und gelungen. Die Geschichte (Achtung: Spoiler): Die Geschichte erzählt das Schicksal von June Reid und ihrer Familie. Am Abend vor der Hochzeit ihrer Tochter proben sie zusammen in ihrem alten Familienhaus die Abläufe der geplanten Festlichkeiten. Doch in der darauffolgenden Nacht gibt es eine Explosion, bei der die im Haus befindlichen Familienmitglieder, Tochter Lolly und der zukünftige Schwiegersohn Will ums Leben kommen. Auch Junes Ex-Mann Adam sowie ihr Freund Luke sterben. June selbst überlebt als Einzige. In ihrem unendlichen Schmerz setzt sie sich ins Auto und fährt einfach los. Eine Postkarte ihrer Tochter zeigt ihr nach einiger Zeit den Weg in ein kleines Motel. Sie hofft, dass sie dort in ihrer Anonymität bleiben kann und sie niemand finden wird. Während in dem kleinen Heimatort die Gerüchteküche kocht, breitet sich nach und nach zwischen den Lebensläufen der verschiedenen Figuren ein feines Netz der Menschlichkeit aus, das durchaus die Kraft hat, June ins Leben zurückzuholen. Meine Meinung: Ich bin aufgrund der Auszeichnungen und der Vorschusslorbeeren mit einer großen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen. Der Schreibstil ist anspruchsvoll und geht in die Tiefe. Etwas anstrengend fand ich für das Auge, dass die wörtliche Rede kursiv (ohne Anführungszeichen) gesetzt wurde und sich von den sehr langen Erzählpassagen optisch nicht genügend abhob. Der Roman wird in der „Ich“-Form zunächst scheinbar ziemlich zusammenhanglos und ohne Chronologie von verschiedenen Erzählern vorgetragen. Dies erforderte meinerseits sehr viel Geduld, weil neu hinzukommende Figuren nicht eingeführt werden, sondern sofort aus ihrem Leben plaudern und gleichzeitig ihr persönliches Umfeld ausbreiten, sodass immer mehr Figuren involviert sind. Dadurch war es für mich anfänglich sehr schwer, mich in die Geschichte hineinzulesen, und ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch an der einen oder anderen Stelle gerne weggelegt hätte, was ich später – wie ich jetzt weiß – zutiefst bereut hätte. Ganz langsam setzten sich nämlich die Puzzleteile zusammen und förderten zutage, dass in dem kleinen Dorf fast jeder mit jedem etwas zu tun hatte und an dieser Katastrophe irgendwie nahe dran oder gar beteiligt war. Es stellte sich heraus, dass manch einer innerhalb und außerhalb der Familie durch eine falsche Entscheidung dazu beitrug, dass es zu einer Änderung von Lebenswegen oder zu dem Drama im Besonderen kommen konnte. Stückchen für Stückchen gelangt die Wahrheit über die Geschehnisse ans Licht, und ganz langsam werden die feinen Fäden gesponnen, die dann schließlich zum Ende der Geschichte führen. Fazit: Es ist ein völlig anderer Roman. Er kümmert sich nicht um die Fortschreibung der Geschichte, ausgehend von den Ereignissen rund um die Explosion. Es gibt auch keine Recherchen und Ermittlungen zu dem Unglück. Viele Figuren gestatten den Blick auf ihre Kindheit, ihr Leben, auf die nachbarschaftlichen Beziehungen und die familiären Verknüpfungen, die zugegeben manchmal sehr weit hergeholt wurden, später jedoch zum Gesamtbild gehörten. Durch diese Vielschichtigkeit zwangen sie mich, sehr intensiv zu lesen, damit ich alles richtig einordnen konnte. Und trotzdem wollte ich immer wissen, wie es weitergeht, fand es immer spannender und war am Ende fasziniert, wie perfekt es dem Autor gelang, die Fäden zusammenlaufen zu lassen und menschliche Fehltritte, Schuld und Vorurteile sowie familiäre Probleme umzuwandeln in das Verzeihen und das Auflösen von Verstrickungen. Es handelt sich nicht um leichte Unterhaltungslektüre, sondern um einen anspruchsvollen, tiefgründigen und gewaltigen Roman, der die Macht der Gefühle nachzeichnet und dem ich sehr gerne eine Leseempfehlung gebe. Friedericke von „friederickes Bücherblog“

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