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Fegefeuer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis des Nordischen Rates 2010 und dem Prix Femina in der Kategorie Ausländische Literatur 2010

(36)
Das international gefeierte Meisterwerk über Liebe, Verrat und Angst – vor allem vor der Gewalt der Männer
Wer Äußerstes erlebt hat, ist auch Äußerstes zu tun im Stande – das zeigt dieser vielfach ausgezeichnete und hoch spannende Roman über zwei Frauen, die sich wie zufällig begegnen und die doch eine gemeinsame Geschichte verbindet.
Als Aliide Tru, eine alte Frau, die allein in einem Bauernhaus auf dem estnischen Land lebt, ein Bündel in ihrem Garten findet, das sich als junge Frau entpuppt, schluckt sie ihre Skepsis und Menschenverachtung herunter und nimmt Zara in ihr Haus auf. Zara ist auf der Flucht vor ihren Zuhältern, die sie mit brutalster Gewalt zu Willfährigkeit gezwungen haben und ihr schon dicht auf den Fersen sind. Doch Zara sucht keineswegs so zufällig Unterschlupf bei Aliide, wie diese glaubt: Aliide könnte die Schwester ihrer Großmutter sein. Während Zara noch Beweise für die Verwandtschaft sucht und nach einer Möglichkeit, Estland zu verlassen, fühlt sich Aliide von der jungen Frau bedroht: Zu oft musste sie Leib und Seele, Hab und Gut vor Eindringlingen schützen. In Rückblenden entsteht das immer schärfer werdende Bild einer Familientragödie, die fast fünfzig Jahre zuvor, als Estland von den Russen besetzt wurde, ihren Höhepunkt fand. Rivalität und Eifersucht, Scham, Schutzbedürftigkeit und vor allem Angst vor der Brutalität der Männer gegenüber den Frauen – das sind die Motive, die Aliide zu unvorstellbaren Entscheidungen zwangen. Sofi Oksanen gelang mit diesem Roman, der in mehr als 25 Ländern erscheint und gerade in den USA gefeiert wird, der große Wurf. Atemlos vor Spannung liest man über das Schicksal zweier Frauen, die ganz unterschiedliche und im Kern doch vergleichbare Erfahrungen machen: Egal welches politische System auch herrscht, Opfer sind immer die Frauen.
Rezension
"Ein großartiges Buch." Iris Radisch Literaturclub SF1, Iris Radisch
Portrait
Sofi Oksanen wurde am 7. Januar 1977 in Jyväskylä, Finnland, geboren. Die Tochter einer estnischen Mutter und eines finnischen Vaters studierte Literaturwissenschaft und Dramaturgie an den Universitäten von Jyväskylä und Helsinki. Nach ersten Erfolgen mit dramatischen Texten, wechselte Oksanen zur Prosa. Obwohl sie von ihrer Mutter die estnische Sprache gelernt hat, schreibt sie ausschließlich auf Finnisch. Sowohl in ihren Romanen als auch in Essays, Zeitungsartikeln, Kolumnen und Interviews setzt sich die Autorin mit der schwierigen politischen Geschichte Finnlands und Estlands auseinander und mischt sich auch in aktuelle Debatten ein. Bei der Frankfurter Buchmesse 2014 hielt sie die Eröffnungsrede für das Gastland Finnland mit einem Appel gegen totalitäre Herrschaften und für die Freiheit der Kunst. Sofi Oksanen ist verheiratet und lebt in Helsinki.
WerkSofi Oksanen gehört zu den wichtigsten Vertreterinnen der internationalen Gegenwartsliteratur. 2003 debütierte die damals 25-Jährige in Finnland mit ihrem ersten Roman Stalins Kühe, der 2012 auch in Deutschland erschienen ist. Darin schildert sie die Leidensgeschichte einer jungen essgestörten Frau und ihrer Familie, welche sich, um ihre finnisch-estnische Herkunft zu verbergen, in ein Netz aus Lügen und Schweigen hüllt. Oksanens zweiter auf Deutsch publizierter Roman, Fegefeuer, basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück, das 2007 am Finnischen Nationaltheater seine Uraufführung feierte. Der Roman belegte monatelang Platz eins der finnischen Bestsellerliste und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mit Fegefeuer, das in über vierzig Ländern erschienen ist, avancierte Sofi Oksanen zu einer international gefeierten Literaturgröße. Ihr letzter Roman Als die Tauben verschwanden spielt in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und handelt von einer Dreiecksbeziehung voller Intrigen, Verrat und Opportunismus.
Oksanens Geschichten spielen meist vor dem historischen Hintergrund der sowjetischen Besetzung Estlands und handeln von sozialen und politischen Ungerechtigkeiten, tragischen Familien- und Frauenschicksalen, Gewalt, politischen Repressionen und stellen Fragen nach der Identität eines Menschen in Zeiten grausamer Realitäten.
Auszeichnungen2013 Swedish Academy Nordic Prize 2013 Budapest Grand Prize 2012 Pro Finlandia, the Order of the Lion of Finland 2010 The Nordic Council Literature Prize für Fegefeuer 2010 The FNAC prize (Le Prix du roman Fnac) für Fegefeuer 2010 Prix Femina Ètranger für Fegefeuer 2010 European Book Prize für Fegefeuer 2010 The Order of the Cross Terra Mariana IV Class 2009 The Runeberg Prize für Fegefeuer 2009 The person of the year, Postimees-newspaper 2008 The Finlandia Award für Fegefeuer 2008 The Mika Waltari Award für Fegefeuer 2008 The SSKR/The Great Finnish Book Club Prize für Fegefeuer 2008 Christina of the Year (from the University of Helsinki) 2008 The Varjo-Runeberg Award 2008 The Kalevi Jäntti Prize für Fegefeuer 2008 The Varjo-Finlandia Award 2004 Shortlist zum The Runeberg Prize für Stalins Kühe
Publikationen
Romane/Prosa• Stalins Kühe, aus dem Finnischen von Angela Plöger, Kiepenheuer & Witsch 2012. (OT: Stalinin Lehmät, 2003)• Die Sache mit Norma, aus dem Finnischen von Stefan Moster, Kiepenheuer & Witsch 2017. (OT: Norma)• Baby Jane, WSOY, 2005. • Fegefeuer, aus dem Finnischen von Angela Plöger, Kiepenheuer & Witsch 2010. (OT: Puhdistus, 2008)• Liian lyhyt hame, engl. Too Short Skirt – Tales from the Kitchen, Bonnier Kirjat Oy 2011.• Als die Tauben verschwanden, aus dem Finnischen von Angela Plöger, Kiepenheuer & Witsch 2014. (OT: Kun kyyhkyset katosivat, 2012)
Herausgaben• Mit Imbi Paju: Kaiken takana oli pelko, engl. Fear Behind Us All, WSOY 2009.
Theaterstücke• Puhdistus, dt. Fegefeuer, Uraufführung 2007.• Kun kyyhkyset katosivat, dt. Als die Tauben verschwanden, Uraufführung 2013.
Hörbücher• Fegefeuer, gekürzte Lesung, Hörbuch Hamburg 2010.• Stalins Kühe, gekürzte Lesung, Hörbuch Hamburg 2012.• Als die Tauben verschwanden, gekürzte Lesung, Hörbuch Hamburg 2014.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 395
Erscheinungsdatum 19.08.2010
Sprache Deutsch, Französisch
ISBN 978-3-462-04234-4
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 211/136/35 mm
Gewicht 490
Originaltitel Puhdistus
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ein sensationeller Wurf!!!!!!!“

Clemens Rupp, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Man kann gar nicht genügend Adjektive der Superlative finden um das Debut der gerade 33 Jahre alten Sofi Oksanen entsprechend zu würdigen! Mit ihrem Roman "Fegefeuer" liefert sie ein derart perfektes und dichtes Meisterwerk ab, daß man sich fragt was die Autorin als nächstes aus dem Hut zaubern wird:-))).
Erzählt wird das Schicksal
Man kann gar nicht genügend Adjektive der Superlative finden um das Debut der gerade 33 Jahre alten Sofi Oksanen entsprechend zu würdigen! Mit ihrem Roman "Fegefeuer" liefert sie ein derart perfektes und dichtes Meisterwerk ab, daß man sich fragt was die Autorin als nächstes aus dem Hut zaubern wird:-))).
Erzählt wird das Schicksal zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein koennen und im Kern trotzdem vergleichbare Erfahrungen machen muessen...
Zwischen 1936-1950 und den 1990er Jahren hin
und her springend berichtet Sofi Oksanen vom Trauma der Vergewaltigung, Verrat, unerfüllter Liebe und von einem in Gefangenschaft geratenes Land.

Auf literarisch höchstem Niveau fesselt dieses Buch von der ersten Seite an und hat mich nicht mehr losgelassen...mein Buches des Jahres 2010...unbedingt lesen!!!!!!!!!!




„Beeindruckend und bewegend“

Barbara Plagge, Thalia-Buchhandlung Hamburg, Spitaler Straße

Es gibt nicht viele Bücher, die in einem, nachdem man sie zu Ende gelesen hat, noch lange nachklingen und einen beschäftigen.
Sofi Oksanens "Fegefeuer"gehört auf jeden Fall zu diesen Büchern und verdient viele Leser!
Sofi Oksanen erzählt die Geschichten von Aliide und Zara drastisch und schonungslos und berührt so das Leserherz!
Es gibt nicht viele Bücher, die in einem, nachdem man sie zu Ende gelesen hat, noch lange nachklingen und einen beschäftigen.
Sofi Oksanens "Fegefeuer"gehört auf jeden Fall zu diesen Büchern und verdient viele Leser!
Sofi Oksanen erzählt die Geschichten von Aliide und Zara drastisch und schonungslos und berührt so das Leserherz!

„Unvergessliche Lektüre“

Claudia Hüllmann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg (Allee-Center)

Dieser Roman geht unter die Haut.Selten habe ich ein Buch gelesen, das so anrührend, traurig und lebensbejahend zugleich ist. Aliide, die alte Bäuerin, die ihr Leben lang einen Mann liebte, den sie nie bekam, die im Krieg Entsetzliches erlebte und an nichts mehr glaubt,findet auf ihrem Hof ein Mädchen, schwer mißhandelt und voller Angst Dieser Roman geht unter die Haut.Selten habe ich ein Buch gelesen, das so anrührend, traurig und lebensbejahend zugleich ist. Aliide, die alte Bäuerin, die ihr Leben lang einen Mann liebte, den sie nie bekam, die im Krieg Entsetzliches erlebte und an nichts mehr glaubt,findet auf ihrem Hof ein Mädchen, schwer mißhandelt und voller Angst und empfindet nach und nach wieder Zuneigung und Liebe.
Die Geschichte spielt in Estland, ist aber gültig für jedes Land und jede Nation.
Sofie Oksanen hat ein Buch in einer unglaublich klaren Sprache geschrieben, hart und ehrlich und unbedingt lesenswert.

„Sofi Oksanen, Fegefeuer“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Dieses Buch spielt im Zeitraum zwischen 1936 und 1992 im ländlichen Estland, das erst unabhängige Demokratie ist, von Russen, Deutschen und wieder von Russen besetzt wird. Immer mit den bekannten Folgen wie Zwangsarbeit, Deportation und letzten Endes auch Zwangskollektivierung um jede Eigenständigkeit der Bevölkerung zu unterdrücken.
Die
Dieses Buch spielt im Zeitraum zwischen 1936 und 1992 im ländlichen Estland, das erst unabhängige Demokratie ist, von Russen, Deutschen und wieder von Russen besetzt wird. Immer mit den bekannten Folgen wie Zwangsarbeit, Deportation und letzten Endes auch Zwangskollektivierung um jede Eigenständigkeit der Bevölkerung zu unterdrücken.
Die Protagonisten dieses Romans sind Ingel, die Glücksmarie und Aliide, die Pechmarie.Beide lieben den selben Mann - Hans, nur Ingel bekommt ihn. Nach dem Sieg der Sowjetunion wird Hans,der Deutscher ist, von den Schwestern versteckt - und die Situation für Aliide wird immer unerträglicher, trifft sie doch die ganze Wut der Sieger.
Das erfahren wir am Anfang des Buches, als die alt gewordene Aliide auf ihrem Hof die junge Zara findet. Die ist auf der Flucht vor ihren Zuhältern, die sie zur Prostitution gezwungen haben.Und in dieser Geschichte spiegeln sich Aliides Erlebnisse, die von den russischen Besatzern mehrfach vergewaltigt wurde, weil sie Hans nicht verraten wollte.Was soll sie jetzt mit Zara machen, die den Frieden bedroht, den Aliide glaubt gefunden zu haben?
Ein atemberaubendes Buch, ergreifende Schicksale und viele Wahrheiten, die nicht miteinander korrespondieren aber jede für sich stimmt. Beim Lesen erfaßt uns ein Sog, der uns bis zur letzten Seite nicht losläßt und auch darüber hinaus begleitet.Dieses Thema von Schuld, Schicksal und Sühne wird immer aktuell sein und deshalb wünsche ich diesem Buch auch möglichst viele Leser.

„Frauenschicksal in Estland“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Zwei Frauen, die eine jung, die andere alt, haben beide Extremes erlebt und begegnen sich scheinbar zufällig. In Rückblenden nähern sich die beiden Lebenswege aneinander an, so dass man nach und nach begreift, was die beiden Frauen verbindet.

Sehr spannend; in einer teilweise kunstvollen Sprache, intelligent, grausam, dramatisch,
Zwei Frauen, die eine jung, die andere alt, haben beide Extremes erlebt und begegnen sich scheinbar zufällig. In Rückblenden nähern sich die beiden Lebenswege aneinander an, so dass man nach und nach begreift, was die beiden Frauen verbindet.

Sehr spannend; in einer teilweise kunstvollen Sprache, intelligent, grausam, dramatisch, liebevoll.

Gewalt wird an- aber nicht ausgesprochen. Jeder muss sich nur soviel vorstellen, wie er zulassen möchte. Ein Stück mir nicht so geläufiger Geschichte – Estland/Finnland/Russland während des zweiten Weltkrieges und in den 90iger Jahren wird hier sehr gut erzählt.

„Keine leichte Lektüre, im Gegenteil“

Jana Schäfer, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Ein Buch, bei dem wir gedankenschwer zurückbleiben, erschüttert und sprachlos angesichts der Gewalt, die den Frauen widerfährt und den Taten, die sie in einem grauenvollen System gezwungen sind zu tun, um das nackte Überleben zu sichern. Ein System, das auch das unsere ist und Frauen in die Prostitution zwingt, sie mit falschen Versprechen Ein Buch, bei dem wir gedankenschwer zurückbleiben, erschüttert und sprachlos angesichts der Gewalt, die den Frauen widerfährt und den Taten, die sie in einem grauenvollen System gezwungen sind zu tun, um das nackte Überleben zu sichern. Ein System, das auch das unsere ist und Frauen in die Prostitution zwingt, sie mit falschen Versprechen lockt und nach und nach zerstört.
Ein System, das politisch verdreht völligen Gehorsam verlangt und sich selbst nur durch die Unterdrückung der Menschen erhalten kann, die in ihm leben.

Es ist vor allem ein Buch für diejenigen, die weiterhin über Feminismus lächeln oder es sogar als Schimpfwort auffassen bzw. benutzen.

„Fegefeuer“

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Fegefeuer erzählt auf zwei Zeitebenen von zwei Frauen, denen Gewalt widerfährt. Beide Erzählstränge, die im Zusammengang stehen, verlangen dem Leser viel ab, wenn er erfährt, was die beiden Frauen durchlitten haben, aber auch, wenn er spürt, dass sie sich nicht geschlagen geben wollen.

Besonders eindrucksvoll empfand ich die Sprache
Fegefeuer erzählt auf zwei Zeitebenen von zwei Frauen, denen Gewalt widerfährt. Beide Erzählstränge, die im Zusammengang stehen, verlangen dem Leser viel ab, wenn er erfährt, was die beiden Frauen durchlitten haben, aber auch, wenn er spürt, dass sie sich nicht geschlagen geben wollen.

Besonders eindrucksvoll empfand ich die Sprache der Autorin, wenn sie vom kargen Landleben der Älteren schreibt.
Dank ihres tollen Stils kann man die Erde riechen und die Fliege in der Küche summen hören.

„Ewige Schuld ?“

Gitta Stiller, Thalia-Buchhandlung Ahrensfelde

Dieses Buch spielt in zwei Zeitebenen. Im Jetzt und in den Jahren ab 1936 in Estland. Aliide ist ein junges Mädchen und unsterblich in Hand verliebt. Dieser liebt aber ihre Schwester und wird sie auch heiraten. Beide sind miteinander sehr glücklich. Als der Krieg ausbricht versteckt Aliide Hans, liefert aber ihre Schwester und Dieses Buch spielt in zwei Zeitebenen. Im Jetzt und in den Jahren ab 1936 in Estland. Aliide ist ein junges Mädchen und unsterblich in Hand verliebt. Dieser liebt aber ihre Schwester und wird sie auch heiraten. Beide sind miteinander sehr glücklich. Als der Krieg ausbricht versteckt Aliide Hans, liefert aber ihre Schwester und deren Tochter an die Russen aus. Diese werden in ein Straflager nach Wladiwostok gebracht. Jahre später taucht bei Aliide ein junges Mädchen auf, welches auf der Flucht vor ihren Zuhältern ist die sie mit falschen Versprechungen aus dem fernen Wladiwostok gelockt haben, nur mit einem Foto in der Hand. Dieser Roman ist sprachlich sehr brutal aber ehrlich geschrieben , er gehört meiner Meinung zu den besten Büchern in diesem Jahr.

MarieCarolin Behring, Thalia-Buchhandlung Freiburg

WOW. Dieses Buch haut einen um!
Geschichte erzählt durch die Familiengeschichte.
Voller furchtbarer Begebenheiten, wie sie leider auch im echten Leben vorkommen.
Kraftvoll.
WOW. Dieses Buch haut einen um!
Geschichte erzählt durch die Familiengeschichte.
Voller furchtbarer Begebenheiten, wie sie leider auch im echten Leben vorkommen.
Kraftvoll.

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Oksanen hat ein tolles Gespür für Sprache... Oksanen hat ein tolles Gespür für Sprache...

Martin Knebel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Lesenswerter Roman !! Lesenswerter Roman !!

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Regime, aber die gleiche Angst - vor Männern und ihrer Brutalität. Bedrückende Geschichte in Osteuropa. . Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Regime, aber die gleiche Angst - vor Männern und ihrer Brutalität. Bedrückende Geschichte in Osteuropa. .

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
22
13
1
0
0

Von Gewalterfahrungen in Gegenwart und Vergangenheit
von einer Kundin/einem Kunden am 14.08.2011

Aliide und Zara, eine sehr alte und eine noch sehr junge Frau, sind die zentralen Figuren in diesem Roman, der uns, vom Jahr 1992 ausgehend, mehr als fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückblicken lässt. Beide Frauen haben Grauenvolles erlebt. Krieg, Besatzung, Folter und Vergewaltigung die Ältere, Zwangsprostitution die Jüngere.... Aliide und Zara, eine sehr alte und eine noch sehr junge Frau, sind die zentralen Figuren in diesem Roman, der uns, vom Jahr 1992 ausgehend, mehr als fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückblicken lässt. Beide Frauen haben Grauenvolles erlebt. Krieg, Besatzung, Folter und Vergewaltigung die Ältere, Zwangsprostitution die Jüngere. Beide sind sich noch nie zuvor begegnet, obwohl sie durch eine gemeinsame tragische Familiengeschichte miteinander verbunden sind. Zara ist die Enkelin von Aliides Schwester Ingel, die nach der Eingliederung Estlands in das System der Sowjetrepubliken am Ende des Zweiten Weltkriegs, wie tausende andere Esten, mit ihrer Tochter nach Sibirien deportiert wurde. Mit dem Auftauchen Zaras kommen für Aliide die Erinnerungen an diese schrecklichen Zeiten zurück, in denen sie selbst Opfer war, aber auch zur Täterin wurde. Eindringlich schildert S. Oksanens Roman die Auswirkungen der Sowjetdiktatur auf die dörflich-bäuerliche Gesellschaft, in der Aliide und Ingel aufgewachsen sind und verknüpft dies mit der ganz persönlichen Geschichte der beiden Schwestern, die denselben Mann lieben.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
brutal, verstörend und trotzdem schön
von einer Kundin/einem Kunden am 19.05.2011

Sofi Oksanen besticht in diesem Roman nicht nur durch ein gelungenes, detailliertes Psychogramm der beiden Hauptcharaktere, oder durch die geschickte Zusammensetzung der Handlungsstränge, die sich durch die Gliederung in verschiedene Zeitabschnitte wie ein Puzzle erschließen und erst nach und nach sich zu einem Ganzen zusammenfügen. Nein, dass was mich am... Sofi Oksanen besticht in diesem Roman nicht nur durch ein gelungenes, detailliertes Psychogramm der beiden Hauptcharaktere, oder durch die geschickte Zusammensetzung der Handlungsstränge, die sich durch die Gliederung in verschiedene Zeitabschnitte wie ein Puzzle erschließen und erst nach und nach sich zu einem Ganzen zusammenfügen. Nein, dass was mich am meisten an diesem Buch fasziniert hat war die Sprache. Lapidar, in knappen Sätzen, wird die Brutalität der jeweiligen Geschehnisse und das Erleiden durch die Frauen geschildert. Und gerade durch den Verzicht auf ausufernde gefühlshaschende Beschreibungen wird eine Direktheit und Realitätsnähe erreicht, die echte Betroffenheit erzeugen. In den Betrachtungen und Gedanken der Personen, und ihrer Handlungen, mit denen sie Versuchen mit dem jeweils Erlittenen fertigzuwerden, offenbart sich jedoch eine ganz andere Qualität. Gekonnt vermittelt Oksanen allein durch Sprache, wie den exzessiven Fokus auf Details und langen, atemlosen Gedankenfetzen, wie verstört und gezeichnet die Betroffenen bleiben. Aber dann ist da auch noch das kämpferische Element und die Verträumtheit, die sich in beiden Personen nicht völlig verloren hat, und verhindert, das sie verzweifeln. Dann finden sich plötzlich auch wunderschön poetische Sätze und Metaphern, die, wenn auch etwas düster, die Atmosphäre wieder ein bisschen auflockern. Insgesamt, trotz der verstörenden Atmosphäre und der grauenvollen, tragischen Ereignisse : ein sehr, sehr schönes Buch.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Diese Lebensgeschichte wird Sie nicht mehr loslassen
von Brigitte Lorenz aus Innsbruck Wagnersche am 22.03.2011

Die junge finnische Autorin Sofi Oksanen schildert in ihrer knappen, ergreifenden Erzählweise das Schicksal zweier Frauen in Estland: zum einen das der Aliide Truu zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und kurz danach, als Estland von den Russen besetzt war und zum anderen das von Zara Pekk, einer jungen Russin,... Die junge finnische Autorin Sofi Oksanen schildert in ihrer knappen, ergreifenden Erzählweise das Schicksal zweier Frauen in Estland: zum einen das der Aliide Truu zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und kurz danach, als Estland von den Russen besetzt war und zum anderen das von Zara Pekk, einer jungen Russin, die in den 90er Jahren unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und dort zur Prostitution gezwungen wird. Zwei scheinbar völlig verschiedene Leben in verschiedenen Zeiten und doch sind sie miteinander verknüpft, denn Aliide ist die Großtante von Zara. Das verstörendste und aufwühlendste Buch, das ich seit langem gelesen haben. Unbedingt lesen!

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