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Flüsterkinder

Dein Mann hat uns missbraucht – Ein Brief an unsere Mutter Erweiterte Neuausgabe

(4)
DIE ERWEITERTE NEUAUSGABE
Die Resonanz auf diesen Brief, der im März 2010 unter dem Titel Flüsterkind als Buch erschien und wochenlang auf der SPIEGEL-Bestseller­­-
lis­te stand, war enorm. Mona Michaelsen erhielt unzählige Briefe von Leserinnen und Lesern, die Anteil an ihrem Schicksal nahmen und ihr Mut zusprachen. In der erweiterten Neuausgabe Flüsterkinder berichtet sie ihnen nun, was nach der Veröffentlichung des Buches passierte, wie sich ihr Leben seitdem verändert hat und was ihre Entscheidung in ihrer Familie ausgelöst hat.
Besonders bewegt hat Mona, dass ihre Schwester Ulla, die dasselbe erleiden musste wie sie, wieder Kontakt zu ihr aufgenommen hat. Nach Jahren des Schweigens hat auch Ulla sich nun entschlossen, endlich über das zu sprechen, was ihr widerfahren ist, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen und wieder ins Leben zurückzufinden. Für die erweiterte Neuausgabe hat Mona die Gespräche zwischen den wiedervereinten Schwestern niedergeschrieben.

DER BRIEF
Als sie fünf ist, wird Mona zum ersten Mal von ihrem Stiefvater missbraucht. Jahrelang erduldet sie ihr Martyrium in dem Glauben, dass ihr niemand helfen kann. Als sie es nicht mehr aushält, erzählt sie ihrer Mutter davon. Die jedoch schenkt ihr kein Gehör und verurteilt sie damit zu einem Leben voller Leiden, Angst und Scham. Zudem muss Mona hilflos mitanschauen, wie sich der brutale Stiefvater auch noch an ihrer kleinen Schwester Ulla vergeht.
Erst 30 Jahre später schreibt Mona einen Brief an ihre Mutter. Die wegschaute, die nichts wissen wollte, die den Missbrauch duldete. Mit beklemmender Eindringlichkeit konfrontiert sie sie mit der schrecklichen Wahrheit. Doch mehr als um die Mutter geht es um Mona selbst: Wort für Wort befreit sie sich von ihrer Vergangenheit.

Mona wurde mit fünf Jahren das erste Mal von ihrem Stiefvater missbraucht. Jahrelang musste sie seine Übergriffe erdulden und auch noch mitanschauen,­ wie er ihrer kleinen Schwester Ulla dasselbe antat. Heute, mit über 40 Jahren, schreibt Mona einen schonungslos offe­nen Brief an ihre Mutter, die damals wegschaute. Mit beklemmender Eindringlichkeit erzählt sie ihr alles.
In der erweiterten Neuausgabe Flüsterkinder erzählt Mona, was nach der ersten Veröffentlichung des Briefes passierte. Seitdem hat sie wieder Kontakt zu Ulla, die sich nun ebenfalls entschlossen hat, ihr Schweigen zu brechen. Für die vorliegende Ausgabe hat Mona die Gespräche zwischen den wiedervereinten Schwestern niedergeschrieben.
Mit ihrer Geschichte machen Mona und Ulla Mut und zeigen, dass es nie zu spät ist, sich zu wehren.

»Irma … es widerstrebt mir, Dich Irma zu nennen. Es widerstrebt mir aber noch mehr, Dich Mama zu nennen. Irgendeine Anrede muss ich aber benutzen, sonst fühlst Du Dich am Ende gar nicht angesprochen.
Ich weiß, Du wunderst Dich, nach so vielen Jahren von mir zu hören. Egal, wie viel Zeit in­zwischen vergangen ist, ich kann mir ganz genau vorstellen, was für ein Gesicht Du jetzt machst: ›Hmm … was will die denn von mir?‹
Ich sag’s Dir, Irma, endlich aufräumen will ich. Mit meiner Vergangenheit.
Therapien haben nichts gebracht, Verdrängung funktioniert nur zeitweise. Es ist völlig gleichgültig, wie alt ich werde, es wird immer Momente geben, in denen ich mich plötzlich in meiner Kindheit wiederfinde. ES wird mich mein ganzes Leben lang begleiten.
Ich werde es nie vergessen. Und ich werde es nie verzeihen. Wie könnte ich auch vergessen, was er mir angetan hat? Wie könnte ich auch verzeihen, dass Du es ihm erlaubt hast?
Sexueller Kindesmissbrauch, Irma. Lass Dir das auf der Zunge zergehen.«
Mona Michaelsen
Portrait
Mona Michaelsen wurde 1964 in Niedersachsen geboren. Mit ihrem jetzigen Mann und ihren zwei erwachsenen Söhnen lebt sie in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein. Sie ist ausgebildete Seminarleiterin und Pädagogin für Entspannungsverfahren.
Ulla Michaelsen ist heute 42 Jahre alt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in einer Ortschaft im Kehdinger Land. Wegen des Missbrauchs befindet sie sich noch heute in Therapie.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 15.06.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86265-039-2
Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf
Maße (L/B/H) 188/126/35 mm
Gewicht 385
Buch (Taschenbuch)
12,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Unfassbar!“

Linda Schade, Thalia-Buchhandlung Bonn Duisdorf

Jetzt mal im Ernst, ich hab noch nie ein Buch gelesen, in dem so viele Schimpfwörter und Beleidigungen standen. Diesem Vater wünsche ich die höchste Strafe, die es auf der Welt gibt. Aber die Mutter ist auch nicht viel besser. Ich kann nicht eine ihrer Handlungen nachvollziehen und verachte beide aus vollem Herzen. So etwas hat kein Jetzt mal im Ernst, ich hab noch nie ein Buch gelesen, in dem so viele Schimpfwörter und Beleidigungen standen. Diesem Vater wünsche ich die höchste Strafe, die es auf der Welt gibt. Aber die Mutter ist auch nicht viel besser. Ich kann nicht eine ihrer Handlungen nachvollziehen und verachte beide aus vollem Herzen. So etwas hat kein Kind auf dieser Welt verdient, der Umgang in diesem Haus ist schrecklich, grauenhaft, ich weiß nicht wie man den sonst beschreiben soll. Dass eine Mutter ihren Kindern zur Seite steht ist für mich etwas Selbstverständliches. Doch diese hier weiß was ihre Kinder erleiden müssen, sie kennt die Details, tut aber gar nichts. Mehr als einmal hab ich die Hände auf meinen Kopf gelegt und gedacht, dass ich nicht verstehen kann, wieso eine Frau so etwas tut. Oder warum ein Mann so etwas schrecklich Perverses tut. Denn das was er macht, ist ja nicht einfach nur Missbrauch. Er hat sie zu Sachen gezwungen, die nicht einmal in meinen Albträumen vorkämen, weil ich mir so etwas nicht einmal vorstellen könnte. Dieses Buch geht einem wirklich an die Nieren, anders kann ich es nicht sagen. Ich musste erst mal ein paar Mal schlucken, als ich es zugeschlagen habe und habe mir dann den Kopf darüber zerbrochen. Es fesselt einen und man kann es einfach nicht aus der Hand legen, unmöglich. Dafür ist man mit seinen Emotionen viel zu sehr in der Geschichte, versucht zu verstehen, mitzufühlen und wird abgestoßen von den Gräueltaten von denen man lesen muss.

Ein unglaublich berührendes Buch, welches sich tief in mein Herz und mein Gehirn eingebrannt hat. Ich bin fassungslos über solche Eltern und schätze jetzt umso mehr, dass ich in so einer liebevollen Familie aufwachsen durfte. Dieses Buch spricht seine eigene Sprache und verdient es so erfolgreich zu sein.
An dieser Stelle kann ich nur meine Bewunderung und meinen Respekt an Mona und Ulla aussprechen und ihnen alles Liebe und Gute auf ihrem restlichen Lebensweg wünschen. Diese beiden, insbesondere Mona, sind mit einem Beispiel vorangegangen, von dem ich hoffe, dass diesem noch viele Leute folgen werden, nämlich dass sie nicht mehr schweigen, sondern den Mut finden, den Mund aufzumachen, damit ihre Täter die Strafe bekommen, die sie verdienen.

„Wehrlos“

Beatrix Hohberger, Thalia-Buchhandlung Plauen

Den Schwestern Mona und Ulla Michaelsen ist es gelungen ein bewegendes Buch über den Mißbrauch in der eigenen Familie zu schreiben. Nachdem bereits Mona Michaelsen im März 2010 einen offenen Brief an ihre Mutter schrieb, hat nun auch ihre jüngere Schwester Mut gefasst und geht offen mit dem zugefügten Leid um. Es ist bedrückend und Den Schwestern Mona und Ulla Michaelsen ist es gelungen ein bewegendes Buch über den Mißbrauch in der eigenen Familie zu schreiben. Nachdem bereits Mona Michaelsen im März 2010 einen offenen Brief an ihre Mutter schrieb, hat nun auch ihre jüngere Schwester Mut gefasst und geht offen mit dem zugefügten Leid um. Es ist bedrückend und unfaßbar wie eine Mutter ihren Töchtern wissentlich so viel Leid zugefügt hat.Diese Buch zeigt, das es nie zu spät ist sich zur Wehr zu setzen. Ein überzeugendes Buch zum Thema Mißbrauch!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
3
1
0
0
0

Widerlich, grausam, wehrlos!
von einer Kundin/einem Kunden am 26.05.2011

Manchen Frauen und Männern sollte es verboten werden Kinder in die Welt zu setzen. Außer Gewalt, Mißbrauch und Erniedrigungen kennen manche "Familien" nichts. Öffentliche Auspeitschungen sind noch das geringere Ausmaß was mir einfällt, wenn ich solche Bücher lese. Es geht auch nicht oft und wenn dann auch nur in... Manchen Frauen und Männern sollte es verboten werden Kinder in die Welt zu setzen. Außer Gewalt, Mißbrauch und Erniedrigungen kennen manche "Familien" nichts. Öffentliche Auspeitschungen sind noch das geringere Ausmaß was mir einfällt, wenn ich solche Bücher lese. Es geht auch nicht oft und wenn dann auch nur in einen Schwung; nur nicht allzulange daran lesen, sonst dreht es einen den Magen um... Was Mona und ihre Geschwister mit ihrem "Stiefvater" und ihrer "Mutter" mitgemacht haben, ist unvorstellbar. In einer stinkenden Kammer ohne Licht und eingesperrt mussten die Kinder ihre Nächte und teile des Tages verbringen, weil die faule Frau schlafen und ihre Ruhe wollte. Auf die Toilette durften die Kinder nicht und mussten einen "Eimer" verwenden, der tagelang nicht ausgeleert wurde. Nächtliches "Groß" war verboten, Toilettenpapier daher nicht vorhanden. Mona musste sich einiges einfallen lassen, um ihre Geschwister ruhig zu stellen oder die nächtlichen Attacken vor den anderen Geheim zu halten. Der "Stiefvater" war berüchtigt für seine "lustigen Scherze" z.B. halb gegessenes breiiges Brot auf die Brust der Kinder zu verschmieren, in den Tee spucken, Eier über den Kopf zerschlagen oder seinen Rotz über das Gesicht der Kinder verteilen. Kommentar von Mama: "Der Papa macht ja nur Spaß, stellt euch nicht so an." Ja, er ist sehr lustig, der Papa! Mona musste jedwede Hausarbeit und Kinder"erziehung" übernehmen, weil diese Frau mit den "Blagen" überfordert war. Als der versoffene Stiefvater auch noch über die Kinder herfällt schaut die Frau weg. Ein jahrelanges Martyrium beginnt. Die Großeltern liebevoll, aber von mir gibt es kein Verständnis, haben sie es aus "Angst" nicht nur nicht geschafft, die Kinder aus dem Loch herauszuholen, sondern auch nicht, das Ganze zu beenden; obwohl sie nur einen Stock höher gewohnt haben! Menschen ohne Rückgrat; wer zu schaut wird selbst zum Täter! Wie es solche Kinder schaffen in ein normales fried- und liebevolles Familienleben zurückzufinden, ist mir immer wieder ein Rätsel und freut mich ungemein. Ebenso ein Rätsel ist es wieso das Jugendamt, die Großeltern und die Lehrer es nicht schaffen, Kinder aus solchen Verhältnissen zu holen! Fazit: Eine Biografie wie sie widerlicher, grausamer, ekelhafter und wehrloser kaum sein kann. Ein Mädchen das unvorstellbare Qualen erleiden muss, weil sie einen versoffenen brutalen mißbrauchenden Stiefvater ertragen muss, weil die dumme "Mutter" schweigt und wegsieht. Das Jugendamt hat mal wieder durch Abwesenheit geglänzt und alle anderen haben ebenso weggesehen. Manche Leute verdienen es einfach nicht Kinder bekommen zu dürfen. Ich hoffe, dass Mona und Ulla Michaelsen nur noch Sonnenschein in ihrem Leben haben. Lesenswert!

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Flüsterkinder
von Julia Lasthofer aus Pfarrwerfen am 30.06.2011

Ulla die kleine Schwester von Mona hat sich nach 3 Jahren ohne jeglichen Kontakt wieder bei ihrer großen Schwester gemeldet und jetzt schlägt auch Ulla noch zurück für all die harten Jahre, die ganzen Misshandlungen und Missbrauche die sie dulden musste, für ihr schweres Leben! Sehr lesenswert!

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