Fräulein Hallo und der Bauernkaiser

Chinas Gesellschaft von unten. Mit e. Vorw. v. Philip Gourevitch, e. Einf. v. Wen Huang u. e. Nachw. v. Detlev Claussen

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In China verboten: Einzigartige Gespräche mit den Verstoßenen und Vergessenen der chinesischen Gesellschaft

Eine Prostituierte, ein buddhistischer Abt und der Manager einer öffentlichen Bedürfnisanstalt, ein Falun-Gong-Anhänger, ein ehemaliger Rotgardist und ein Feng-Shui-Meister – sie und viele andere hat Liao Yiwu, einer der bekanntesten Autoren Chinas und selbst ehemaliger politischer Häftling, mit Respekt, Einfühlungsvermögen und Humor nach ihrem Leben und ihren Hoffnungen befragt.

Diese einzigartigen Gespräche lassen uns ein China entdecken, das wir sonst nicht zu sehen bekommen – ein China der Ausgestoßenen, der Heimat- und Obdachlosen, der Bettler und Straßenmusiker, deren Würde, Witz und Menschlichkeit ihnen niemand hat nehmen können.
Portrait
Liao Yiwu, geboren 1958 in der Provinz Sichuan, wuchs als Kind in großer Armut auf. 1989 verfasste er das Gedicht ›Massaker‹, wofür er vier Jahre inhaftiert und schwer misshandelt wurde. 2007 wurde Liao Yiwu vom Unabhängigen Chinesischen PEN-Zentrum mit dem Preis »Freiheit zum Schreiben« ausgezeichnet, dessen Verleihung in letzter Minute verhindert wurde. 2009 erschien sein Buch ›Fräulein Hallo und der Bauernkaiser‹. 2011, als ›Für ein Lied und hundert Lieder‹ in Deutschland erschien, gelang es Liao Yiwu, China zu verlassen. Seitdem lebt er in Berlin. 2012 erschien ›Die Kugel und das Opium‹, 2013 ›Die Dongdong-Tänzerin und der Sichuan-Koch‹ sowie 2014 ›Gott ist rot‹. Er wurde mit dem Geschwister-Scholl-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Detlev Claussen, geboren 1948 in Hamburg, studierte Philosophie, Soziologie, Literatur und Politik in Frankfurt (u.a. bei Theodor W. Adorno); Promotion 1975, Habilitation 1985, Publizist und Professor für Gesellschaftstheorie, Kultur- und Wissenschaftssoziologie an der Universität Hannover. Detlev Claussen lebt in Frankfurt am Main.
Wichtigste Buchveröffentlichungen: ›List der Gewalt. Soziale Revolutionen und ihre Theorien‹ (1982); ›Grenzen der Aufklärung. Die gesellschaftliche Genese des modernen Antisemitismus‹ (1987); ›Was heißt Rassismus?‹ (1994); ›Aspekte der Alltagsreligion. Ideologiekritik unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen‹ (2000) und die Biographien ›Theodor W. Adorno. Ein letztes Genie‹ (2003) und ›Béla Guttmann: Weltgeschichte des Fußballs in einer Person‹ (2008).

Hans Peter Hoffmann, Professor für Sinologie, freier Autor und Übersetzer, lehrt und schreibt in Tübingen und Taipeh.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 544
Erscheinungsdatum 11.02.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-18525-2
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,2/12,5/3,5 cm
Gewicht 420 g
Originaltitel The Corpse Walker
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Karin Betz, Hans Peter Hoffmann, Brigitte Höhenriede
Buch (Taschenbuch)
10,95
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Großes Land, große Sorgen!
von Verena Gwosdz aus Offenbach am 27.02.2012

Liao Yiwu ist die Stimme der Unterschicht Chinas. In diesem Buch spricht er mit verschiedenen Personen über ihr Leben, ihr Land und ihre Sorgen - egal ob Hure, Knast-König oder Bettler: Yiwu hat ihnen allen eine Stimme gegeben. So tragisch die meisten Schicksale auch sind, man kommt nicht... Liao Yiwu ist die Stimme der Unterschicht Chinas. In diesem Buch spricht er mit verschiedenen Personen über ihr Leben, ihr Land und ihre Sorgen - egal ob Hure, Knast-König oder Bettler: Yiwu hat ihnen allen eine Stimme gegeben. So tragisch die meisten Schicksale auch sind, man kommt nicht umhin, des öfteren zu schmunzeln oder gar zu lachen. Wenn man eines aus diesem fantastischen Spiegel der ursprünglichen, wahren Seele Chinas mitnimmt, dann die Philosophie der zähen Bewohner dieses Landes: man bewahrt sich seinen Stolz, seine Würde und vorallem seinen Sinn für Humor!