Fragmente einer Sprache der Liebe

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Achtzig Stichworte greift Roland Barthes auf, deren sich das liebende Subjekt bedient – von »Abhängigkeit« bis »Zugrundegehen«, von »Zärtlichkeit« bis »anbetungswürdig«. Es entsteht eine Art Topik der Liebesbeziehung aus lauter kleinen, in sich geschlossenen Elementen, sogenannten Figuren, die einen belanglosen Zwischenfall wie zum Beispiel das Ausbleiben eines Telefonanrufs ebenso umfassen wie die verzückte Hingerissenheit der Liebe auf den ersten Blick.

Rezension
"Ein wunderbarer, ewiger Klassiker"
Welt am Sonntag 18.10.2015
Portrait
Roland Barthes (1915-80), einer der bedeutendsten Kritiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ist als einer der Initiatoren und Vorkämpfer der semiologischen Revolution bekannt geworden und für ein Werk, in dem sich biographisches Material und wissenschaftlicher Ansatz miteinander verflechten. Einen heute relativ unbekannten Teil seines Werkes verfasste er in den fünfziger Jahren. Zu dieser Zeit war Roland Barthes aktiv beteiligt an der Gründung und dem Erscheinen der Zeitschrift 'Teatre populaire', eines ebenso ästhetischen wie politischen Phänomens. Anfang der sechziger Jahre gibt Barthes das Theater auf, er besucht es nicht mehr, er schreibt so gut wie keinen Artikel mehr über Aufführungen. Aber er ist langfristig von seiner Erfahrung geprägt 'Im Herzen meines Werks, das Theater'. Er starb am 26. März 1980 an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Zuletzt hatte er am Collège de France einen Lehrstuhl für Semiologie.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 278
Erscheinungsdatum 24.10.1988
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-38086-4
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,8/11,1/1,7 cm
Gewicht 176 g
Originaltitel Fragments d'un discours amoureux
Auflage 18
Übersetzer Hans-Horst Henschen
Verkaufsrang 80.510
Buch (Taschenbuch)
10,00
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Versuch eines strukturalen Porträts des Diskurses der Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 23.10.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein wunderbares Buch! Barthes erstellt hier ein Glossar an "Figuren", die mit dem (hauptsächlich unglücklich) Verliebtsein einhergehen. Von "Abhängigkeit" über "Hingerissenheit" und "Körper" bis "Zugrundegehen" - all die Stadien, dieses "Hin-und-Her-Laufen im Kopf", das man als Verliebte/r durchlebt, wird auf wundervollste Weise dargelegt. Wenn man sich also im "Banne... Ein wunderbares Buch! Barthes erstellt hier ein Glossar an "Figuren", die mit dem (hauptsächlich unglücklich) Verliebtsein einhergehen. Von "Abhängigkeit" über "Hingerissenheit" und "Körper" bis "Zugrundegehen" - all die Stadien, dieses "Hin-und-Her-Laufen im Kopf", das man als Verliebte/r durchlebt, wird auf wundervollste Weise dargelegt. Wenn man sich also im "Banne einer solchen Figur" befindet und darunter nachschlägt, hat sie Barthes bereits in kluger, schöner und zugleich oft auch melancholischer Manier erläutert.

lesbare philologie
von Bianca Dobler aus Wien am 23.12.2011

wenn man ein wirklich hilfreiches buch zu diesem thema sucht ist man hier bestens versorgt, es bietet sich eine klare analyse der methoden und möglichkeiten von liebeshandlungen und deren verarbeitungen nicht nur in literarischen sondern auch philosophischen texten für den lesegenuss der anderen art kann man selbst sorgen, wenn man... wenn man ein wirklich hilfreiches buch zu diesem thema sucht ist man hier bestens versorgt, es bietet sich eine klare analyse der methoden und möglichkeiten von liebeshandlungen und deren verarbeitungen nicht nur in literarischen sondern auch philosophischen texten für den lesegenuss der anderen art kann man selbst sorgen, wenn man sich die essays zur hand nimmt, wenn man selbst verliebt ist doch dann kann ich aufgrund der doch sehr dringlichen sprache nicht garantieren, dass man über sich selbst lacht oder weint