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Fressen ihn die Raben

Alpen Krimi

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Am Königssee explodiert ein voll besetzter Reisebus. Fieberhaft laufen die Ermittlungen. Jetzt werden alle Polizeikräfte in Berchtesgaden gebraucht. Dagegen scheinen die Probleme oben am Funtensee eher klein: ein erpresserischer Gastronomie-Kritiker und ein gestohlenes Satellitentelefon. Doch dann fällt plötzlich über dem Steinernen Meer eine Hand vom Himmel. Die Hütten-Wirtin ist gar nicht begeistert, als ein Bergwanderer mit diesem Fund zu ihr kommt. Gut, dass gerade eine vermeintliche Rechtsmedizinerin im Haus ist, denn die zuständigen Kommissare Schartauer und Heustapel sind im Tal vorerst unabkömmlich.
Portrait
Volker Streiter ist 1961 in Soest geboren. Seit 1980 arbeitet er bei der Polizei in Köln. Sein Interesse für Gesellschaft und Geschichte, für das Reisen, gutes Essen und die Literatur verband sich mit dem Spaß am Erzählen, und so kam er zum Schreiben. Seine Liebe zu den Alpen, in denen er jedes Jahr wandert, und seine guten Kenntnisse des Berchtesgadener Lands gaben den Anstoß zu dem Roman „Fressen ihn die Raben“. Es ist sein zweiter Krimi.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 247
Erscheinungsdatum 25.01.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-935263-80-1
Verlag Prolibris
Maße (L/B/H) 216/136/23 mm
Gewicht 348
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
12,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Alpines Puzzle
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 17.09.2014

„Elke erinnerte sich an ihren Traum, in dem sie den Gastronomie-Kritiker bei seinem Abstieg gesucht hatte. Die beiden Pfade, die vom Funtensee entweder über Salet oder die Saugasse zum Königssee führten, schienen sie doch sehr zu beschäftigen. Während sie sich in ihren aufkeimenden Ermittler-Instinkt hineinfühlte, sah sie auf den... „Elke erinnerte sich an ihren Traum, in dem sie den Gastronomie-Kritiker bei seinem Abstieg gesucht hatte. Die beiden Pfade, die vom Funtensee entweder über Salet oder die Saugasse zum Königssee führten, schienen sie doch sehr zu beschäftigen. Während sie sich in ihren aufkeimenden Ermittler-Instinkt hineinfühlte, sah sie auf den Wirtssohn neben sich. … Fast hätte, drängte sich der Gedanke zwischen ihre Betrachtungen, eine Steinlawine die Moni erschlagen. Elke überkam ein Frösteln. Sie schüttelte sich und verließ, ohne Benny weiter zu beachten, den improvisierten Flugplatz. Sie hatte beschlossen, ihrer inneren Stimme zu folgen.“ Eigentlich ist Kriminaloberkommissarin Elke Hundgeburth im Urlaub, eigentlich möchte sie ein paar Tage lang nichts als die Schönheit der Alpen genießen und eigentlich bearbeitet sie normalerweise keine Kapitaldelikte, sondern das, was sie als "Wald-und-Wiesen-Delikte" bezeichnet. Als aber in der "heilen Bergwelt" ein Gastronomiekritiker verschwindet und eine Hand gefunden wird, kann sie ihren Ermittlerinstinkt nicht mehr unterdrücken. Zumal die Kollegen im Tal nach der Explosion eines Reisebusses alle Hände voll zu tun haben... Ein recht ungewöhnlicher Krimi ist das hier! Das beginnt schon bei der Ermittlerin. In den meisten Krimis gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ermittelt ein in Sachen Tötungsdelikten erfahrener Charakter (Kriminalbeamter, Rechtsmediziner, Detektiv oder Polizeipsychologe) oder ein absoluter Laie, der Erfahrung durch Pfiffigkeit und gesunden Menschenverstand ersetzt. Mit Elke haben wir nun eine interessante Mischung: Eine Kriminalbeamtin, die zwar kaum Erfahrung hat, was Kapitalverbrechen angeht, aber über einen ausgeprägten Ermittlerinstinkt verfügt und zudem gelernt hat, ihrem Bauchgefühl zu vertrauen. Als nächstes wären da die Örtlichkeiten zu nennen. Wir haben es hier mit einem Tatort mitten im Gebirge zu tun. Da stellt sich gleich die Frage: Wie kommt man eigentlich da hin? Statt Zeugen hat man Wildtiere, die auch gerne mal Spuren vernichten. Und der konkrete Fall wird noch dadurch erschwert, dass das Satellitentelefon aus der Hütte gestohlen wurde, wodurch die Verbindung zur Außenwelt abgerissen ist, denn Handynetze gibt's in der Höhe nicht. Wer nun Hilfe braucht oder eine wichtige Info hat, muss erst mal absteigen. Knifflig! Der Fall selbst bietet einen recht ungewöhnlichen Tathergang. Einen kurzen „Appetitanreger“ habe ich hier: „Mit dem Toten allein. Hier gab es keine Zeremonie, niemand, der zuschaute, wie einer der leblosen Arme angehoben wurde und die Klinge des Messers durch den Hemdstoff hinein in die Schulter glitt.“ (Mehr gibt’s nicht, lest es selber nach!) Die Auflösung war schlüssig, hat mich aber am Ende nicht überrascht. Viele der auftretenden Charaktere sind genau so, wie man sie in diesem Szenario erwarten würde. Stereotyp? Vielleicht. Nicht selten bringt die Realität aber solche Stereotype hervor. Das Buch spielt damit, indem es Elke ihre diversen Hüttenmitbewohner in Kategorien einteilen lässt. Amüsiert hat mich regelmäßig die resolute Wirtin der Berghütte… „Ja, brauchst gar nicht so schaun. Vor zwei Tagen hat mir einer den Schädel angeschleppt. Davor fand ein anderer eine Hand. Sind jetzt alle narrisch geworden? Müll lasst ihr im Berg liegen, aber so ein Leichenteil, das schleppt ihr an.“ Elke selbst war mir meist sympathisch, aber nicht alle ihre Aktionen bzw. Einstellungen konnte ich persönlich gutheißen. Was mir aber andererseits wieder gefiel, denn nichts ist schlimmer als ein makelloser Charakter ;-) Für mich als leidenschaftliche Strandläuferin brachten die Schilderungen der Bergwelt und ihrer Bewohner viele interessante Eindrücke! Wobei ich an dieser Stelle aber ein kleines Manko anführen muss: Für meinen Geschmack hätten es ein paar Landschaftsbeschreibungen weniger sein dürfen. Wem aber bei sehr schönen Schilderungen von Bergen, Wäldern und Seen das Herz aufgeht, der wird nach der Lektüre vermutlich gleich den nächsten Urlaub planen. Fazit: Solider Krimi mit ungewöhnlichem Szenario. Nur für meinen Geschmack mit ein bisschen viel Landschaftsidyll.

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Netter Alpen Krimi
von Claudia Junger aus Gütersloh am 29.01.2012

Da ich in meiner Kindheit die Ferien oft in Bayern in der Nähe des Königsees verbracht habe, war ich schon auf diesen "Alpen Krimi" gespannt. Ok, man muss die Berge und die Landschaft lieben, denn das macht der Autor ganz sicherlich auch und beschreibt sie sehr ausführlich. Die Story... Da ich in meiner Kindheit die Ferien oft in Bayern in der Nähe des Königsees verbracht habe, war ich schon auf diesen "Alpen Krimi" gespannt. Ok, man muss die Berge und die Landschaft lieben, denn das macht der Autor ganz sicherlich auch und beschreibt sie sehr ausführlich. Die Story ist spannend und wie ich finde originell; die Protagonisten sind sehr authentisch. Mir hat der Krimi gefallen obwohl ich 1 Punkt abziehe, denn mir waren die Landschaftsbeschreibungen dann doch etwas zu detailliert. Fazit: Alpenkrimi mit einer Menge Lokalkolorit. Wer die Berge liebt und Spaß an einer originellen, unblutigen, humorvollen Story hat, ist hier richtig aufgehoben.

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Berchtesgadener Alpen als Krimikulisse
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 12.10.2011

Ein weiterer Krimi unter der Rubrik Alpen Krimi: die Orte im Berchtesgadener Land sind hier meist authentisch, die Personen natürlich fiktiv. Ein Bus voll Besucher der Hitlerstätte am Kehlstein explodiert. Doch das bleibt eine Nebenhandlung, wenn auch beim Hauptverbrechen - einem zerstückelten Gastronomiekritiker - die Motivierung teilweise bis in die... Ein weiterer Krimi unter der Rubrik Alpen Krimi: die Orte im Berchtesgadener Land sind hier meist authentisch, die Personen natürlich fiktiv. Ein Bus voll Besucher der Hitlerstätte am Kehlstein explodiert. Doch das bleibt eine Nebenhandlung, wenn auch beim Hauptverbrechen - einem zerstückelten Gastronomiekritiker - die Motivierung teilweise bis in die Nazi-Zeit zurückreicht. Oberhalb des Königssees, rund ums Koglerhaus, passieren merkwürdige Dingen: von der zerstückelten Leiche war schon die Rede, dazu kommt ein Tötungsversuch per Gerölllawine. Bizarre Morde sind - wie der Regionalbezug - nicht nur im deutschen Krimi ebenfalls en vogue. Hier kam es mir etwas aufgesetzt vor. Ein weiteres Versatzstück ist der Ermittler, der gerade nicht im Dienst ist, daraus entlassen wurde oder unmittelbar vor der Pensionierung steht. Im vorliegenden Krimi ermitteln sowohl die ortsansässige Polizei, wie auch weitere Dienststellen und hauptsächlich die am Kogelhaus Urlaub machende Kölner Kripobeamte Elke Hundgeburth. Immerhin passt das gut ins Romangefüge und ist völlig glaubhaft dargestellt. Alle polizeilichen Massnahmen sind überzeugend, da weist sich der Autor als vom Fach aus. Das Motivationsnetz ist weit gespannt aber immer innerhalb der Glaubwürdigkeit. Unklar ist beispielsweise, warum der Gastronomiekritiker vorgeschriebene Berichte mit auf den Berg nimmt. Das leitet zum Stil und der Wortwahl über. Vieles ist gelungen, aber es heißt entweder "auf dem Berg" oder "am Berg". Das mehrfache "im Berg" wäre für einen Stollen angebracht. Keine Berchtesgadenerin verwendet das norddeutsche "abgeblieben" wie hier Moni. Diese Kritikpunkte trüben den guten Eindruck kaum. Das alpine Umfeld ist dem Kölner Autor insgesamt gesehen gut gelungen. Die komplizierten Fäden bleiben dank geschickter, in die Handung eingebundener Rekapitulierung überschaubar. Manch abschweifende Absätze lenken vom Geschehen ab. Trotzdem kocht die Spannung auf mittlerer Temperatur. Wenn man die Örtlichkeiten des Krimis kennt und die Wege selbst gegangen ist hat man neben dem Krimigehalt ein anheimelndes Wiedererkennungserlebnis. Für diese Leute und für solche, die etwas in Krimi verpackt über die Berchtesgadener Alpen lesen wollen, lohnt sich die Lektüre.

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