Gebrauchsanweisung für Amerika

Der Klassiker

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Nehmen Sie nie, wirklich nie die Hand aus der Hosen­tasche. Allenfalls zur Begrüßung. Rechnen Sie damit, sowohl von links als auch von rechts überholt zu werden. Denken Sie bei Verabredungen stets daran, auf das »a.m.« oder »p.m.« zu achten. Vergessen Sie bloß Ihre Kreditkarte nicht. Seien Sie überhaupt kreditwürdig! Drehen Sie immer die Heizung auf volle Pulle, und schalten Sie gleichzeitig die Klimaanlage ein. Üben Sie buchstabieren. Machen Sie sich mit Yards, Zoll und Feet vertraut. Fragen Sie keinesfalls nach dem Klo – ein Amerikaner geht höchstens mal »to the bath-room«. Seien Sie auch sonst auf einige Tabus gefasst. Und vertrauen Sie blind Paul Watzlawicks Anleitung, die uns Amerika seit 30 Jahren unvergleichlich nahe­bringt.
Portrait

Paul Watzlawick, geboren 1921 in Villach/Kärnten, studierte Philosophie und Sprachen. Psychotherapeutische Ausbildung am C.G. Jung-Institut in Zürich. 1957 bis 1960 Professor für Psychotherapie in El Salvador, später lehrte er an der Stanford University. Er starb 2007 in Palo Alto, Kalifornien. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Anleitung zum Unglücklichsein.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 01.10.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-27575-0
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19,3/12,2/2 cm
Gewicht 190 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 27.698
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Weiß-mitteleuropäische Perspektive auf weiß-angelsächsische USA aus den 1970ern
von einer Kundin/einem Kunden am 14.05.2017

Die 'Gebrauchsanweisung für Amerika' (in diesem Kontext ausschließlich auf die Vereinigten Staaten bezogen) vom Psychotherapeuten und weltberühmten Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick eröffnete 1978 ebendiese Reihe des Piper-Verlages. Trotz diverser Aktualisierungen und Neuauflagen liest sich das Werk wie eine Zeitreise zurück in ebengenannten Erscheinungszeitraum. Denn Watzlawick schreibt nicht nur von der für... Die 'Gebrauchsanweisung für Amerika' (in diesem Kontext ausschließlich auf die Vereinigten Staaten bezogen) vom Psychotherapeuten und weltberühmten Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick eröffnete 1978 ebendiese Reihe des Piper-Verlages. Trotz diverser Aktualisierungen und Neuauflagen liest sich das Werk wie eine Zeitreise zurück in ebengenannten Erscheinungszeitraum. Denn Watzlawick schreibt nicht nur von der für uns Mitteleuropäer oft zu Missverständnissen führenden zwei-Mal-zwölf-Stunden- ? anstelle der uns vertrauten 24-stündigen ? Tagesunterteilung (ersteres ist meines Wissens ebenso in den englischsprachigen nordeuropäisch-angelsächsischen Regionen wie Großbritannien und Irland Gang und Gäbe). Vom uns unbekannten Fingerzählsystem (wir zeigen die Zahl drei mit Daumen, Zeigfinger und Mittelfinger; die US-Amerikaner mit Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger ? siehe hierfür auch die Kellerbarszene in Tarantinos 'Inglourious Basterds'). Und den für uns exotischen Maßeinheiten für Gewicht, Längen und Temperaturen (siehe hierfür auch die legendäre Autofahrtdialogszene mit Vincent Vega (John Travolta) und Jules Winnfield (Samuel L. Jackson) in Tarantinos Kultstreifen 'Pulp Fiction' in der Vincent Jules die kleinen Unterschiede zwischen den USA und Europa wie beispielsweise dem metrischen System näher bringt). Sondern Watzlawick schreibt auch vom Aufkommen der Kreditkarte (kennt heute jeder und die überwiegende Mehrheit hat eine). Dem schlampigen Umgang der US-Angelsachsen mit ihrer eigenen englischen Sprache im Unterschied zum bürgerlichen-schul Englisch der britischen Angelsachsen (durch demographische Verschiebungen gibt es in den USA des 21. Jahrhundert Stadtteile und Regionen in denen kein Englisch mehr, sondern ausschließlich Spanisch gesprochen wird). Und von der Kommunikationsinfrastruktur mit Telefon, Telefax und Post (heute gibt?s Smartphones, Tablets und Laptops mit WhatsApp, Skype und Facebook ? da wäre das dortige Wlan-Angebot interessanter). Hinsichtlich der Erscheinung fand ich die 'Gebrauchsanweisung für Amerika' von Paul Watzlawick inhaltlich sehr interessant und spannend. Was mir weniger gefiel war der Schreibstil des Autors. Ich weiß nicht woran es liegt (an der Erscheinungszeit (40 Jahre ist?s her), der österreichischen Herkunft oder einfach am persönlichem Stil des Autors) aber Watzlawick benutzt abgedroschene Phrasen, altbackene Floskeln, für mich teils ungewöhnliche Synonyme und hat durchgängig ? meiner Meinung nach ? unnötig umständlich und komplizierte Satzstellungen, was mich beim Lesen des Buches regelmäßig dazu zwang, einzelne Sätze oder ganze Absätze ein zweites oder gar drittes Mal zu lesen um den eigentlichen Sinn dessen zu verstehen. Deshalb gibt?s von mir einen Stern Abzug. Abgesehen davon aber eine perfekte Lektüre für USA-Reisende aus dem mitteleuropäisch-deutschsprachigen Raum, zum vorherigen Einstimmen oder nachträglichen Ausklingen des dortigen Besuches ? beruflich, touristisch oder was auch immer.

Gebrauchsanweisung für Amerika
von einer Kundin/einem Kunden aus Villach am 20.06.2016

Ein gutes Buch, aber inhaltlich schon ziemlich in die Jahre gekommen.