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Gehe hin, stelle einen Wächter

Roman

(24)
Sensationeller Manuskriptfund - das literarische Ereignis im Sommer 2015

Harper Lee hat bisher nur einen Roman veröffentlicht, doch dieser hat der US-amerikanischen Schriftstellerin Weltruhm eingebracht: „Wer die Nachtigall stört“, erschienen 1960 und ein Jahr später mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet, ist mit 40 Millionen verkauften Exemplaren und Übersetzungen in mehr als 40 Sprachen eines der meistgelesenen Bücher weltweit. Mit „Gehe hin, stelle einen Wächter“ – zeitlich vor „Wer die Nachtigall stört“ entstanden – erscheint nun das Erstlingswerk. Das Manuskript wurde nie veröffentlicht und galt als verschollen – bis es eine Freundin der inzwischen 89-jährigen Autorin im September 2014 fand.

In „Gehe hin, stelle einen Wächter“ treffen wir die geliebten Charaktere aus „Wer die Nachtigall stört“ wieder, 20 Jahre später: Eine inzwischen erwachsene Jean Louise Finch, „Scout“, kehrt zurück nach Maycomb und sieht sich in der kleinen Stadt in Alabama, die sie so geprägt hat, mit gesellschaftspolitischen Problemen konfrontiert, die nicht zuletzt auch ihr Verhältnis zu ihrem Vater Atticus infrage stellen.

Ein Roman über die turbulenten Ereignisse im Amerika der 1950er-Jahre, der zugleich ein faszinierend neues Licht auf den Klassiker wirft. Bewegend, humorvoll und überwältigend – ein Roman, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht.

Rezension
„Eines ist mit diesem Roman, der fortan immer mit seinem Vorgänger gelesen werden muss, endgültig bewiesen: Harper Lee ist kein ‘One-Hit-Wonder‘.“
Portrait
Harper Lee wurde 1926 in Monroeville/Alabama geboren. Sie studierte ab 1945 Jura an der Universität von Alabama, ging aber vor dem Abschluss nach New York und arbeitete bei einer internationalen Luftverkehrsgesellschaft. Für das 1960 veröffentlichte Debüt und ihr bis 2015 einziges Buch "Wer die Nachtigall stört" erhielt sie mehrere Preise, u.a. den Pulitzer-Preis. Der Roman zählt zu den bedeutendsten US-amerikanischen Werken des 20. Jahrhunderts, wurde in 40 Sprachen übersetzt und hat sich international rund 40 Millionen Mal verkauft. "Gehe hin, stelle einen Wächter" wurde von Harper Lee vor ihrem Weltbestseller "Wer die Nachtigall stört" geschrieben und galt als verschollen. 2015, fast sechzig Jahre später, erschien er unter großer weltweiter Aufmerksamkeit und führte in Deutschland und der englischsprachigen Welt die Bestsellerlisten an. Harper Lee, 2007 mit der amerikanischen Freiheitsmedaille des Präsidenten ausgezeichnet, lebte zurückgezogen in ihrem Heimatort Monroeville/Alabama, wo sie im Februar 2016 verstarb.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.07.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641179496
Verlag DVA
Übersetzer Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Verkaufsrang 18.125
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ich hätte früher niemals gedacht, einmal die Fortsetzung von "Wer die Nachtigall stört" in den Händen zu halten. Auch dieses Buch ist spannend und sehr bewegend. Ich hätte früher niemals gedacht, einmal die Fortsetzung von "Wer die Nachtigall stört" in den Händen zu halten. Auch dieses Buch ist spannend und sehr bewegend.

„Scout kehrt heim“

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Scout ist erwachsen und kehrt heim in den Süden. Doch etwas hat sich verändert, Scout hat sich verändert. Sie passt nicht mehr hinein in das kleine Städtchen, in dem Schwarze lange als Sklaven behandelt wurden. Scout weigert sich, sich anzupassen, sei es in Bezug auf ihre Kleidung, ihre Einstellung oder ihre Lebensweise. Dies führt nicht nur mit ihrem Vater Atticus zu Konflikten...

Harper Lees zweiter Roman polarisiert und ist ganz anders als "Wer die Nachtigall stört". Er ist aufgebrachter, energischer und intensiver. Scout hinterfragt, versteht nicht und rebelliert und mit ihr der Leser. "Gehe hin, stelle einen Wächter" ist um einiges schwerer zu verarbeiten als das erste Buch, es nimmt mit und wirkt nach. Großartig.

Scout ist erwachsen und kehrt heim in den Süden. Doch etwas hat sich verändert, Scout hat sich verändert. Sie passt nicht mehr hinein in das kleine Städtchen, in dem Schwarze lange als Sklaven behandelt wurden. Scout weigert sich, sich anzupassen, sei es in Bezug auf ihre Kleidung, ihre Einstellung oder ihre Lebensweise. Dies führt nicht nur mit ihrem Vater Atticus zu Konflikten...

Harper Lees zweiter Roman polarisiert und ist ganz anders als "Wer die Nachtigall stört". Er ist aufgebrachter, energischer und intensiver. Scout hinterfragt, versteht nicht und rebelliert und mit ihr der Leser. "Gehe hin, stelle einen Wächter" ist um einiges schwerer zu verarbeiten als das erste Buch, es nimmt mit und wirkt nach. Großartig.

„Großartig und aktueller den je “

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Jean-Louise kehrt jedes Jahr für den Sommer aus New York wieder zu Ihrer Familie in den Süden zurück. Den Süden in dem Schwarze bis vor kurzem immer noch wie Sklaven behandelt wurden. Wie Menschen zweiter Klasse. Ähnlich den Frauen, deren Aufgabe es ist sittsam und adrett zu sein und die sich doch bitte nicht in die Politik einmischen sollen um ihre Schönheit nicht durch Denkfalten zu gefährden. Man gibt sich großzügig und gönnerhaft den Schwarzen gegenüber in der Familie Finch schließlich brauchen diese Menschen zweiter Klasse ja Unterstützung. Aber bitte nicht im eigenen Haus und nicht im eigenen Viertel und überhaupt wie soll man diesen Ungebildeten denn über den Weg trauen.
Lee Harper hat mich unglaublich berührt und wütend gemacht und überzeugt das wir noch lange nicht da sind wo wir sein sollten was Gerechtigkeit angeht.
Das Kleinbürgertum was sich selbst als großer Helfer sieht aber doch bitte in seiner Komfortzone nicht gestört werden möchte gibt es auch heute noch.
Jeder sollte dieses Buch lesen !
Jean-Louise kehrt jedes Jahr für den Sommer aus New York wieder zu Ihrer Familie in den Süden zurück. Den Süden in dem Schwarze bis vor kurzem immer noch wie Sklaven behandelt wurden. Wie Menschen zweiter Klasse. Ähnlich den Frauen, deren Aufgabe es ist sittsam und adrett zu sein und die sich doch bitte nicht in die Politik einmischen sollen um ihre Schönheit nicht durch Denkfalten zu gefährden. Man gibt sich großzügig und gönnerhaft den Schwarzen gegenüber in der Familie Finch schließlich brauchen diese Menschen zweiter Klasse ja Unterstützung. Aber bitte nicht im eigenen Haus und nicht im eigenen Viertel und überhaupt wie soll man diesen Ungebildeten denn über den Weg trauen.
Lee Harper hat mich unglaublich berührt und wütend gemacht und überzeugt das wir noch lange nicht da sind wo wir sein sollten was Gerechtigkeit angeht.
Das Kleinbürgertum was sich selbst als großer Helfer sieht aber doch bitte in seiner Komfortzone nicht gestört werden möchte gibt es auch heute noch.
Jeder sollte dieses Buch lesen !

„Was für ein zeitloses, bzw. aktuelles Buch“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Was für eine Sensation! 2015 erschien weltweit ein 2. Buch von Harper Lee. Die meisten von uns haben wohl „Wer die Nachtigall stört“ entweder gelesen und/oder als wundervollen Film mit Gregory Peck geguckt. Bei mir ist es beides schon etwas her, aber ich habe auch beides in sehr liebevoller Erinnerung behalten. Da erstaunte es doch, dass Harper Lee, die zu dem Zeitpunkt 89 Jahre alt war, anscheinend schon vor „Wer die Nachtigall stört“ ein Buch geschrieben hat, welches von den Verlagen abgelehnt wurde. Wieso kam es erst 2015 heraus? Wollte die Autorin es wirklich veröffentlicht sehen?

Harper Lees Roman (geschrieben 1957) spielt in den 50er Jahren in Maycomb County, dem Ort, in dem auch „Wer die Nachtigall stört“ gespielt hat. Scout, die Tochter des Anwalts Atticus Finch, ist inzwischen erwachsen und lebt in New York. Sie wird jetzt auch nicht mehr Scout genannt, sondern Jean Louise. Sie kommt zu einem Sommerurlaub nach Hause und macht dort eine erschreckende Entdeckung. Ihr Geburtsort ist ihr fremd geworden. Sie war ja schon immer anders als die anderen Kinder. Und dies hat sich durch ihr Leben in New York noch verstärkt. In Maycomb herrschen noch die alten Sitten und Gebräuche. Die Frauen kümmern sich um die drei Ks. Sie machen sich jeden Tag hübsch für ihre Männer und plappern brav nach, was diese so von sich geben. Jean Louises Tante Alexandra, die inzwischen für ihren Bruder den Haushalt führt, kritisiert andauernd Jean Louises Aussehen. Kein Lippenstift und Hosen! Und dann merkt Jean Louise, dass sich auch die Stimmung vor Ort geändert hat. Während sich die schwarzen und weißen Mitbürger einigermaßen freundlich miteinander abgegeben haben, herrscht jetzt eine strikte Trennung. Und es hat sich in Maycomb County ein Bürgerrat gebildet, dem sehr zu Jean Louise Entsetzens auch ihr Vater und ihr Freund aus Kindertagen, Henry, angehören. Sie sind gegen die Forderung des Obersten Bundesgerichts, die den Schwarzen die gleichen Bürgerrechte zubilligen wollen. Es kommt zu einer erbitterten Auseinandersetzung mit ihrem Vater.

Es ist dies ein ganz anderes Buch als „Wer die Nachtigall stört“. Bei dem zuerst erschienenen Buch wurde die Geschichte aus Kindersicht erzählt. Es war eine sehr versöhnliche Sichtweise. „Geh hin, stelle einen Wächter“ ist da ganz anders. Harper Lee wechselt zwischen der Erzählung, wie Jean Louise nach Maycomb County zurückkehrt und den Gedanken, die sich Jean Louise macht. Es ist ein Buch, welches sich sehr intensiv mit der Zeit der Rassenkonflikte in den USA beschäftigt. Jean Louise kann einfach nicht verstehen, wie die Menschen in ihrer Heimatstadt ticken. Es ist ein großartiges Buch, was sehr zum Nachdenken anregt. Das einzige, was mir an diesem Buch gefehlt hat, ist ein Nachwort vom Verlag. Ich hätte gerne noch etwas mehr über die Entstehung des Buches, die Hintergründe und eine geschichtliche Einordnung der Zeit in den USA bekommen. Denn darüber weiß in Deutschland nicht jeder Bescheid.

Als ich dieses Buch schon relativ weit gelesen hatte, hab ich festgestellt, dass dieses Buch einfach zeitlos und damit immer aktuell ist. Denn immer wird es Menschen geben, die Angst vor Menschen haben, die anders sind. Sei es die Hautfarbe, die Religion, die Nationalität, die sexuelle Orientierung oder die Gesundheit der Menschen. Was anders ist macht Angst. Der Mensch muss sich dagegen wappnen. Und je nach Temperament kämpft er für oder gegen diese andersartigen Menschen. Besonders schwierig sind aber die Menschen, die einfach ihr Fähnchen in den Wind hängen, die sogenannten Mitläufer. Sie sind nämlich eine Grauzone und sehr schwer zu enttarnen. Und sie stützen so manches Unrechtsregime. Und genau in diese Wunde hat Harper Lee schon sehr früh ihre Finger legt. Es war kein Wunder, dass das Buch nicht erschienen ist, als sie einen Verlag dafür gesucht hat. Es hätte nämlich zu vielen Menschen einen Spiegel vors Gesicht gehalten.

Dieses Buch ist einerseits eine ideale Lektüre für Leserinnen und Leser, die gerne durchaus kritische, aber liebevolle Bücher über den Süden der USA mögen. D.h. die gerne „Gute Geister“ von Kathryn Stockett, „Grüne Tomaten“ von Fannie Flagg oder auch „Die Bienenhüterin“ von Sue Monk Kidd gelesen haben. Allerdings ist dies Buch auch gerade jetzt sehr interessant für Menschen, die sich mit der aktuellen Flüchtlingssituation beschäftigen, denn auch hier kommen wieder unsere Ängste durch.
Was für eine Sensation! 2015 erschien weltweit ein 2. Buch von Harper Lee. Die meisten von uns haben wohl „Wer die Nachtigall stört“ entweder gelesen und/oder als wundervollen Film mit Gregory Peck geguckt. Bei mir ist es beides schon etwas her, aber ich habe auch beides in sehr liebevoller Erinnerung behalten. Da erstaunte es doch, dass Harper Lee, die zu dem Zeitpunkt 89 Jahre alt war, anscheinend schon vor „Wer die Nachtigall stört“ ein Buch geschrieben hat, welches von den Verlagen abgelehnt wurde. Wieso kam es erst 2015 heraus? Wollte die Autorin es wirklich veröffentlicht sehen?

Harper Lees Roman (geschrieben 1957) spielt in den 50er Jahren in Maycomb County, dem Ort, in dem auch „Wer die Nachtigall stört“ gespielt hat. Scout, die Tochter des Anwalts Atticus Finch, ist inzwischen erwachsen und lebt in New York. Sie wird jetzt auch nicht mehr Scout genannt, sondern Jean Louise. Sie kommt zu einem Sommerurlaub nach Hause und macht dort eine erschreckende Entdeckung. Ihr Geburtsort ist ihr fremd geworden. Sie war ja schon immer anders als die anderen Kinder. Und dies hat sich durch ihr Leben in New York noch verstärkt. In Maycomb herrschen noch die alten Sitten und Gebräuche. Die Frauen kümmern sich um die drei Ks. Sie machen sich jeden Tag hübsch für ihre Männer und plappern brav nach, was diese so von sich geben. Jean Louises Tante Alexandra, die inzwischen für ihren Bruder den Haushalt führt, kritisiert andauernd Jean Louises Aussehen. Kein Lippenstift und Hosen! Und dann merkt Jean Louise, dass sich auch die Stimmung vor Ort geändert hat. Während sich die schwarzen und weißen Mitbürger einigermaßen freundlich miteinander abgegeben haben, herrscht jetzt eine strikte Trennung. Und es hat sich in Maycomb County ein Bürgerrat gebildet, dem sehr zu Jean Louise Entsetzens auch ihr Vater und ihr Freund aus Kindertagen, Henry, angehören. Sie sind gegen die Forderung des Obersten Bundesgerichts, die den Schwarzen die gleichen Bürgerrechte zubilligen wollen. Es kommt zu einer erbitterten Auseinandersetzung mit ihrem Vater.

Es ist dies ein ganz anderes Buch als „Wer die Nachtigall stört“. Bei dem zuerst erschienenen Buch wurde die Geschichte aus Kindersicht erzählt. Es war eine sehr versöhnliche Sichtweise. „Geh hin, stelle einen Wächter“ ist da ganz anders. Harper Lee wechselt zwischen der Erzählung, wie Jean Louise nach Maycomb County zurückkehrt und den Gedanken, die sich Jean Louise macht. Es ist ein Buch, welches sich sehr intensiv mit der Zeit der Rassenkonflikte in den USA beschäftigt. Jean Louise kann einfach nicht verstehen, wie die Menschen in ihrer Heimatstadt ticken. Es ist ein großartiges Buch, was sehr zum Nachdenken anregt. Das einzige, was mir an diesem Buch gefehlt hat, ist ein Nachwort vom Verlag. Ich hätte gerne noch etwas mehr über die Entstehung des Buches, die Hintergründe und eine geschichtliche Einordnung der Zeit in den USA bekommen. Denn darüber weiß in Deutschland nicht jeder Bescheid.

Als ich dieses Buch schon relativ weit gelesen hatte, hab ich festgestellt, dass dieses Buch einfach zeitlos und damit immer aktuell ist. Denn immer wird es Menschen geben, die Angst vor Menschen haben, die anders sind. Sei es die Hautfarbe, die Religion, die Nationalität, die sexuelle Orientierung oder die Gesundheit der Menschen. Was anders ist macht Angst. Der Mensch muss sich dagegen wappnen. Und je nach Temperament kämpft er für oder gegen diese andersartigen Menschen. Besonders schwierig sind aber die Menschen, die einfach ihr Fähnchen in den Wind hängen, die sogenannten Mitläufer. Sie sind nämlich eine Grauzone und sehr schwer zu enttarnen. Und sie stützen so manches Unrechtsregime. Und genau in diese Wunde hat Harper Lee schon sehr früh ihre Finger legt. Es war kein Wunder, dass das Buch nicht erschienen ist, als sie einen Verlag dafür gesucht hat. Es hätte nämlich zu vielen Menschen einen Spiegel vors Gesicht gehalten.

Dieses Buch ist einerseits eine ideale Lektüre für Leserinnen und Leser, die gerne durchaus kritische, aber liebevolle Bücher über den Süden der USA mögen. D.h. die gerne „Gute Geister“ von Kathryn Stockett, „Grüne Tomaten“ von Fannie Flagg oder auch „Die Bienenhüterin“ von Sue Monk Kidd gelesen haben. Allerdings ist dies Buch auch gerade jetzt sehr interessant für Menschen, die sich mit der aktuellen Flüchtlingssituation beschäftigen, denn auch hier kommen wieder unsere Ängste durch.

Vanessa Pludra, Thalia-Buchhandlung Berlin

Auch wenn es stilistisch und inhaltlich nicht mit dem Vorgänger mithalten kann, ist es dennoch für alle Fans ein absolutes Muss! Auch wenn es stilistisch und inhaltlich nicht mit dem Vorgänger mithalten kann, ist es dennoch für alle Fans ein absolutes Muss!

Anette Dingeldein, Thalia-Buchhandlung Varel

20 Jahre nach den Ereignissen in "Wer die Nachtigall stört" muss sich Scout auf schmerzhafte Weise mit ihrem geliebten Vater Atticus Finch auseinandersetzen. Unbedingt lesen! 20 Jahre nach den Ereignissen in "Wer die Nachtigall stört" muss sich Scout auf schmerzhafte Weise mit ihrem geliebten Vater Atticus Finch auseinandersetzen. Unbedingt lesen!

Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Eine kritische Geschichte die, obwohl Jahrzehnte alt so aktuell wie nie ist. Gut geschrieben und mit ausgefeilten Charakteren. Eine kritische Geschichte die, obwohl Jahrzehnte alt so aktuell wie nie ist. Gut geschrieben und mit ausgefeilten Charakteren.

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Die Fortsetzung des Klassikers "Wer die Nachtigall stört" überrascht in jeder Hinsicht. Ein interessanter Entwurf, der den "Helden" Atticus Finch jedoch nachhaltig entzaubert. Die Fortsetzung des Klassikers "Wer die Nachtigall stört" überrascht in jeder Hinsicht. Ein interessanter Entwurf, der den "Helden" Atticus Finch jedoch nachhaltig entzaubert.

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Überzeugend und ernsthaft wird die Auseinandersetzung der Tochter mit dem übermächtigen Vater und Anwalt aus "wer die Nachtigall stört" betrieben. Das geht unter die Haut. Überzeugend und ernsthaft wird die Auseinandersetzung der Tochter mit dem übermächtigen Vater und Anwalt aus "wer die Nachtigall stört" betrieben. Das geht unter die Haut.

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Die Fortsetzung von "Wer die Nachtigall stört". Scout ist erwachsen geworden und stellt sich den Themen ihres Lebens, ihrer Familie, ihrer Stadt und ihres Landes. Beeindruckend! Die Fortsetzung von "Wer die Nachtigall stört". Scout ist erwachsen geworden und stellt sich den Themen ihres Lebens, ihrer Familie, ihrer Stadt und ihres Landes. Beeindruckend!

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Die großen Themen dieses Romans - Emanzipation, Ablösung, Heimkehr und Rassismus. Ein schönes Buch, humorvoll und leicht geschrieben über ein wichtiges immer noch aktuelles Thema. Die großen Themen dieses Romans - Emanzipation, Ablösung, Heimkehr und Rassismus. Ein schönes Buch, humorvoll und leicht geschrieben über ein wichtiges immer noch aktuelles Thema.

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Was ist mit unserem Held Atticus passiert? Verstörende Szenen, in denen Scout am Vater verzweifelt, wechseln sich ab mit wunderschönen Kindheitserinnerungen, wie wir sie kennen. Was ist mit unserem Held Atticus passiert? Verstörende Szenen, in denen Scout am Vater verzweifelt, wechseln sich ab mit wunderschönen Kindheitserinnerungen, wie wir sie kennen.

David Möckel, Thalia-Buchhandlung Coburg

Endlich der Nachfolger von "Wer die Nachtigall stört". Endlich der Nachfolger von "Wer die Nachtigall stört".

„[...]Denn der Herr sagte zu mir also: Gehe hin, stelle einen Wächter, der da schaue und ansage.[...] Jesaja, 21“

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Der erstmalig 2015 erschienene Debütroman von Harper Lee ist die Lektüre absolut wert. Die Geschichte erscheint im Gegensatz zu "Wer die Nachtigall stört" (parallel in neuer Übersetzung erschienen) eckiger und kantiger, bietet aber ebenso wie sein "Pendant" ein politisch nach wie vor hochaktuelles Thema. Der erstmalig 2015 erschienene Debütroman von Harper Lee ist die Lektüre absolut wert. Die Geschichte erscheint im Gegensatz zu "Wer die Nachtigall stört" (parallel in neuer Übersetzung erschienen) eckiger und kantiger, bietet aber ebenso wie sein "Pendant" ein politisch nach wie vor hochaktuelles Thema.

„Wiedersehen mit alten Bekannten“

Susanna Wanke, Thalia-Buchhandlung Erlangen (Arcaden)

Wer den Klassiker kennt, wird alte Bekannte wieder treffen, aber auch für "Nichtwisser" ein wunderbar gelesenes Hörerlebnis. Eine Geschichte voll Menschenfreundlichkeit und Weisheit! Wer den Klassiker kennt, wird alte Bekannte wieder treffen, aber auch für "Nichtwisser" ein wunderbar gelesenes Hörerlebnis. Eine Geschichte voll Menschenfreundlichkeit und Weisheit!

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
12
6
5
0
1

Vater und Tochter
von NiWa aus Euratsfeld am 22.07.2017
Bewertet: Taschenbuch

Jean Louise Finch macht einige Tage Urlaub in ihrer Heimatstadt Maycomb. Aus dem multikulturellem New York treibt es sie ins konservative Alabama zurück, wo sie schon früher auf die Grenzen der Toleranz ihrer Mitmenschen traf. Denn Jean Louise Finch ist niemand anders als Scout, das kleine Mädchen, das im Weltklassiker... Jean Louise Finch macht einige Tage Urlaub in ihrer Heimatstadt Maycomb. Aus dem multikulturellem New York treibt es sie ins konservative Alabama zurück, wo sie schon früher auf die Grenzen der Toleranz ihrer Mitmenschen traf. Denn Jean Louise Finch ist niemand anders als Scout, das kleine Mädchen, das im Weltklassiker „Wer die Nachtigall stört …“ tausende Herzen im Sturm erobert hat. Demzufolge handelt es sich um eine Art Fortsetzungsroman, der kaum unabhängig gelesen werden kann. Meiner Meinung nach ist es notwendig, die Figuren bereits zu kennen, damit man der Handlung folgen kann. Im Vordergrund steht wieder der Schwarz-Weiß-Konflikt. Dieser Roman behandelt die Südstaaten, die Rassentrennung und wie die Menschen in den 1950er-Jahren mit diesem Thema umgegangen sind. Gleichzeitig beschäftigt sich die Autorin mit einem Vater-Tochter-Konflikt. Sie beleuchtet genau diesen Moment, in dem Kinder - egal welchen Alters - begreifen, dass ihre Eltern doch nicht allmächtig und über alles erhaben sind. Scout kommt aus New York nach Maycomb, Alabama zurück und muss der Wahrheit ins Gesicht blicken. Der Zauber der Kindheit ist verflogen und sie ist nun eine erwachsene Frau, die vieles mit anderen Augen sieht. Die Rassentrennung wird in Maycomb nach wie vor konsequent umgesetzt, dennoch zeigt sich, dass liberalere Wege eingeschlagen werden. Die Schwarzen finden langsam zu einer gewissen Selbstbestimmtheit, während die meisten Weißen diesen Veränderungen sehr skeptisch gegenüberstehen. Das Wiedersehen mit Scout ist wunderbar! Oft stellt man sich beim Lesen die hypothetische Frage, was wohl aus diesem oder jenen Charakter geworden ist. In „Gehe hin, stelle einen Wächter“ gibt die Autorin selbst die Antwort darauf. Über manche Entwicklungen bin ich sehr traurig gewesen, weil ich mir doch bessere bzw. andere Lebenswege erhofft hatte. Trotzdem empfinde ich sie allesamt als authentisch und es wurde sehr glaubwürdig rübergebracht. Im Vordergrund der Handlung steht Scout und wie sich ihre magische Welt der Realität beugen muss. Vorbei sind die Tage, in denen sie mit ihrem Bruder auf der Veranda herum getobt ist, beantwortet die Fragen, auf die ihr Vater Atticus immer die richtige Antwort hatte, und gewesen die Momente, in denen sie sich hingebungsvoll in die liebevollen, schwarzen Arme von Haushälterin Calpurnia geworfen hat. Der Erzählstil ist sehr ruhig und besteht aus vielen Dialogen, wobei es zum Ende hin schon eher Monologe werden. Dabei hatte ich manchmal das Gefühl, dass dieser Roman noch nicht fertig geschrieben ist. Oft wirkt es wie ein Entwurf, aus dem nie eine Endfassung wurde. Nichtsdestotrotz hat mich Scouts Rückkehr nach Maycomb aufgewühlt und es war schön, sich gemeinsam mit ihr an ihre Jugend zu erinnern. Denn so manche Episoden daraus sind ein herzliches Lachen wert. Ich habe gehört, dass Harper Lee dieses Buch eigentlich nicht veröffentlichen wollte und kann schon verstehen, dass sich die Autorin einige Zeit geziert hat. Denn es ist ihr natürlich nicht gelungen, die dichte Atmosphäre ihres Meisterwerks aufrecht zu erhalten. Weder die Magie der Kindheit noch die drückende Hitze der Südstaaten konnte ein weiteres Mal von ihr eingefangen werden, dennoch bleibt ein beachtlicher Roman, der gut zu hören und bestimmt auch zu lesen ist. Scout ist erwachsen geworden und die Welt hat sich verändert. Ob sie für Jean Louise Finch besser geworden ist, muss man beim Lesen oder Hören aber schon selbst erfahren. Wem „Wer die Nachtigall stört …“ gefallen hat und gern wissen möchte, was aus dem kleinen Wildfgang Scout geworden ist, dem rate ich zu dem Buch zu greifen. Auch wenn es dem Vergleich mit Harper Lees Meisterwerk keinesfalls Stand hält, regt es doch zum Nachdenken an.

Kindische Erlebniserzählung
von einer Kundin/einem Kunden aus Berne am 14.11.2016
Bewertet: Taschenbuch

Der Roman "Gehe hin, stelle einen Wächter" von Harper Lee ist nicht ansatzweise literarisch vergleichbar mit "Wer die Nachtigall stört". Die Handlung besteht hier aus einer kindlichen und redundanten Erlebniserzählung, verfasst in einem albernen Sprachstil, was durch die z.T. unsensible Übersetzung noch verstärkt wird.Nur ganz vereinzelt, z.B bei der... Der Roman "Gehe hin, stelle einen Wächter" von Harper Lee ist nicht ansatzweise literarisch vergleichbar mit "Wer die Nachtigall stört". Die Handlung besteht hier aus einer kindlichen und redundanten Erlebniserzählung, verfasst in einem albernen Sprachstil, was durch die z.T. unsensible Übersetzung noch verstärkt wird.Nur ganz vereinzelt, z.B bei der differenzierten Charakterisierung Calpurnias, blitzt etwas von dem Können Harper Lees auf, wie sie es in ihrem Roman, durch den sie berühmt wurde und unvergessen bleibt, zeigt. Dieser als so sensationell angepriesene Roman wäre besser in seiner wohlverdienten Vergessenheit geblieben.

von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 13.06.2016
Bewertet: anderes Format

Ein Roman, der absolut faszinierend ist und seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Ein unbedingtes Muss!