Geheimnis in Weiß

Kriminalroman

(25)
An Heiligabend bleibt ein Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby stecken. Mehrere Passagiere suchen Zuflucht in einem verlassenen Landhaus. Die Tür ist offen, der Kamin brennt und der Tisch ist zum Tee gedeckt, doch niemand scheint da zu sein. Aufeinander angewiesen, versuchen die Reisenden das Geheimnis des leeren Hauses zu lüften – als ein Mord passiert. Trotz heftigen Schneefalls hat eine skurrile Ansammlung von Reisenden London am Weihnachtstag pünktlich verlassen. Auf offener Strecke bleibt der Zug jedoch im Schnee stecken. Die Passagiere beschließen daraufhin nach und nach, ihr Abteil zu verlassen und sich zum nächsten Dorf durchzuschlagen. Auf dem Weg stoßen sie auf ein scheinbar verlassenes Cottage – obwohl die Tür offen steht und es hell erleuchtet ist. Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, das das Haus birgt und nur zu einem hohen Preis offenbart. Wenn der Schneesturm schließlich nachlässt, werden vier Personen das Weihnachtsfest nicht überlebt haben. »Geheimnis in Weiß« ist ein von der British Library wiederentdeckter Krimiklassiker, der hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.
Portrait
Joseph Jefferson Farjeon (1883–1955) verfasste mehr als sechzig Krimis und Thriller im Goldenen Zeitalter der britischen Kriminalliteratur. Für seine Zeitgenossin Dorothy L. Sayers war Farjeon »unübertroffen in der gruseligen Darstellung mysteriöser Abenteuer«. Sein Theaterstück »Number Seventeen« wurde von Alfred Hitchcock unter dem gleichnamigen Titel verfilmt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 282, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783608100167
Verlag Klett Cotta
Verkaufsrang 4.138
eBook
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„Unheimliche Weihnachten“

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Sehr netter Weihnachtskrimi mit leicht unheimlicher Atmosphäre. Ein liegengebliebener Zug, ein einsames Haus als Unterschlupf... Klassischer Plot, der an Agatha Christie erinnert. Sehr netter Weihnachtskrimi mit leicht unheimlicher Atmosphäre. Ein liegengebliebener Zug, ein einsames Haus als Unterschlupf... Klassischer Plot, der an Agatha Christie erinnert.

„Klassische Krimikost im Stil von Agatha Chrstie“

Marcel Armlich, Thalia-Buchhandlung Düren

Unterschiedliche Menschen, die durch einen im Schneetreiben gestrandeten Zug in einem einen verlassenen und geheimnisumwitterten Landhaus unterkommen und dann passiert ein Mord.
Klingt nach klassischem Krimi? Ist es auch, aber im besten aller Sinne. Es bereitet höchste Freude, die unterschiedlichen Charaktere kennen zu lernen und mit
Unterschiedliche Menschen, die durch einen im Schneetreiben gestrandeten Zug in einem einen verlassenen und geheimnisumwitterten Landhaus unterkommen und dann passiert ein Mord.
Klingt nach klassischem Krimi? Ist es auch, aber im besten aller Sinne. Es bereitet höchste Freude, die unterschiedlichen Charaktere kennen zu lernen und mit ihnen die Geheimnisse zu ergründen. Wer guten britischen Krimi à la Christie mag, der wird hier seinen Spaß haben.

Kerstin Ehlert, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Ein Schneesturm, ein verlassenes Haus und ein mysteriöser Mord. Dieser klassische Kriminalroman rettet jeden langen Winterabend. Ein Schneesturm, ein verlassenes Haus und ein mysteriöser Mord. Dieser klassische Kriminalroman rettet jeden langen Winterabend.

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Eine verlassene Hütte, 6 Menschen und einer davon ist ein Mörder.
Ein perfekter Krimi für die Adventszeit und Alle, die mal keine Lust auf harten Psychothriller und Blutspritzerei haben.
Eine verlassene Hütte, 6 Menschen und einer davon ist ein Mörder.
Ein perfekter Krimi für die Adventszeit und Alle, die mal keine Lust auf harten Psychothriller und Blutspritzerei haben.

„Klassiker“

Sina Hufnagel, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Für alle Agatha Christie Fans, die auch nicht auf jeder Seite einen Mordfall lesen müssen. Neu aufgelegter Klassiker, der auch als Theaterstück immer wieder gespielt wird. Sprachlich findet man dieses Werk um die Jahrhundertwende wieder. Für alle Agatha Christie Fans, die auch nicht auf jeder Seite einen Mordfall lesen müssen. Neu aufgelegter Klassiker, der auch als Theaterstück immer wieder gespielt wird. Sprachlich findet man dieses Werk um die Jahrhundertwende wieder.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Erinnert an angenehm an Agatha Christies Erzählungen deren Niveau aber nicht erreicht wird. Erinnert an angenehm an Agatha Christies Erzählungen deren Niveau aber nicht erreicht wird.

„Weihnachtsabend unter Mördern?“

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die weiße WUCHT des Schnees umgibt dieses mysteriöse Kammerspiel mit einer allumfassenden Einsamkeit & das leere Haus, obwohl wonniglich warm, verbreitet eine beklemmende Angst unter allen Beteiligten. Was ist hier passiert?
Mir jedoch blieben die Figuren zu wenig greifbar und die Dialoge zu gestochen und gestelzt, als das ich den versteckten
Die weiße WUCHT des Schnees umgibt dieses mysteriöse Kammerspiel mit einer allumfassenden Einsamkeit & das leere Haus, obwohl wonniglich warm, verbreitet eine beklemmende Angst unter allen Beteiligten. Was ist hier passiert?
Mir jedoch blieben die Figuren zu wenig greifbar und die Dialoge zu gestochen und gestelzt, als das ich den versteckten Humor erkennen konnte. Da bleibe ich doch lieber bei Agatha Christie...

Manuela Ochse, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Schön gebundenes Büchlein trifft feinen englischen Krimi. Das ist die perfekte Mischung für Winterabende. Schön gebundenes Büchlein trifft feinen englischen Krimi. Das ist die perfekte Mischung für Winterabende.

„wiederentdeckter Weihnachts-Krimi“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Mit Leineneinband (+ Lesebändchen) hübsch aufgemacht,kommt dieser „cosy crime“ mit übersinnlicher Note wahrscheinlich am ehesten Lesern von Miss Marple und Agatha Raisin-Romanen entgegen.
Die Story hat nostalgischen Charme und die ebenso altmodische Sprache und „Denke“ macht schnell klar,
das die Helden dieser weihnachtlichen Kriminalgeschichte
Mit Leineneinband (+ Lesebändchen) hübsch aufgemacht,kommt dieser „cosy crime“ mit übersinnlicher Note wahrscheinlich am ehesten Lesern von Miss Marple und Agatha Raisin-Romanen entgegen.
Die Story hat nostalgischen Charme und die ebenso altmodische Sprache und „Denke“ macht schnell klar,
das die Helden dieser weihnachtlichen Kriminalgeschichte tatsächlich in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts agieren.
Joseph Jefferson Farjeon war damals ein bekannter englischer Kriminalschriftsteller und stellt mit dieser weihnachtlichen Petitesse ein hübsches Geschenk für die Feiertage dar,im Vergleich zu Zeitgenossinnen
wie Dorothy Sayers mehr aber auch nicht. Tote gibt es aber schon ein paar.... :-)

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
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Geheimnis in Weiß
von Gisela Simak aus Landshut am 23.01.2017

Zum Inhalt Eigentlich hatte ich gerade ein anderes Buch zur Hand. Als ich die E-Book-Ausgabe von diesem Krimi erhielt, habe ich in die Geschichte hinein gelesen und konnte nicht mehr aufhören. Ich merkte sehr schnell, dass es sich hier um einen Klassiker handelt. Dieses Buch hat mich in meine Kindheit zurück... Zum Inhalt Eigentlich hatte ich gerade ein anderes Buch zur Hand. Als ich die E-Book-Ausgabe von diesem Krimi erhielt, habe ich in die Geschichte hinein gelesen und konnte nicht mehr aufhören. Ich merkte sehr schnell, dass es sich hier um einen Klassiker handelt. Dieses Buch hat mich in meine Kindheit zurück versetzt. Ich kann mich noch sehr gut an ein Weihnachten erinnern, wo es auch sehr kalt war und viel Schnee gelegen ist. Ich hatte mir aus dem Bücherregal meines Vaters einen Edgar Wallace-Krimi stibizt und in meinem Zimmer gelesen. Ich weiß den Titel heute nicht mehr. >>Geheimnis in Weiss>Ich heiße Edward Maltby. Sollten sie sich für parapsychologische Dinge interessieren und okkulte Literatur lesen, haben sie ihn vielleicht schon gehört, sonst nicht. Jetzt ist mir Edward Maltby auch ein Begriff! Fazit In der Nähe von Hemmersby bleib ein Zug stecken. Ein paar Menschen finden Zuflucht in einem mysteriösen Haus, mitten im Schnee. Dieser Krimi-Klassiker besticht durch seinen Schreibstil und der gut durchdachten Handlung. Die Geschichte kommt ohne Blutvergießen aus. Der Schnee schafft die idealen Rahmenbedingungen für diesen kalten Krimi, der es dennoch geschafft hat, mein Herz zu wärmen. Skurrile Protagonisten würzen die Geschichte mit einer Prise Spannung und Humor. Ein stehengebliebener Zug und ein Haus im Schnee. Dazu eine Hand voll Menschen, die immer wieder mal unerwünschten Besuch erhalten. Man weiß erst am Ende, was in diesem Haus passiert ist. Nicht nur im Haus. Auch im Zug war irgendwas nicht in Ordnung. Rund um das Haus herrschte eisige Kälte. Rund um das Haus passiert Geheimnisvolles. Im Haus ist es warm. Im Haus gibt es gutes Essen. Im Haus kann man sein Grippe auskurieren. Im Haus gibt es ein sonderbares Gemälde. Gut und schön ... doch wo sind die Bewohner????? Unbedingt lesen. Keine Angst, es ist warm im Haus ....

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Geheimnis in Weiß
von dorli am 30.12.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Weihnachten. Eine Bahnstrecke ab Euston. Ein außerplanmäßiger Halt aufgrund von Schneeverwehungen wirbelt die Pläne der Reisenden durcheinander. Die Insassen eines Abteils beschließen, sich zu Fuß zum nächsten Bahnhof durchzuschlagen. Sie verlaufen sich im Schneetreiben und landen schließlich in einem einsam stehenden Cottage, das sie mit einem behaglichen Kaminfeuer und... Weihnachten. Eine Bahnstrecke ab Euston. Ein außerplanmäßiger Halt aufgrund von Schneeverwehungen wirbelt die Pläne der Reisenden durcheinander. Die Insassen eines Abteils beschließen, sich zu Fuß zum nächsten Bahnhof durchzuschlagen. Sie verlaufen sich im Schneetreiben und landen schließlich in einem einsam stehenden Cottage, das sie mit einem behaglichen Kaminfeuer und einem gedeckten Tisch begrüßt – von einem Bewohner fehlt jedoch jede Spur… „Geheimnis in Weiß“ ist im Original bereits 1937 erschienen. Joseph Jefferson Farjeon bedient sich darin eines zu seiner Zeit beliebten Schemas in der Kriminalliteratur: eine kleine Gruppe muss - durch widrige Bedingungen abgeschnitten vom Rest der Welt - an einem klar abgestecktem Ort ausharren. Während die Anwesenden versuchen, das Beste aus der misslichen Lage zu machen, stellt sich heraus, dass sich in ihrer Mitte ein Mörder befindet. Farjeon stattet seine Geschichte mit einer zusätzlichen Portion Spannung und Grusel aus, indem er den Schauplatz mit einer gespenstischen Aura umgibt: Ein offensichtlich bewohntes und doch verlassenes Landhaus. Verstärkt wird dieser übersinnliche Touch noch dadurch, dass einer der Akteure - Edward Maltby - ein Mitglied der Königlich-Parapsychologischen Gesellschaft ist und das Haus aus einem anderen Blickwinkel in Augenschein nimmt, als seine Gefährten. Der Autor schickt ein bunt zusammengewürfeltes Ensemble ins Rennen. Neben dem bereits erwähnten Mr. Maltby sind das ein Geschwisterpaar aus gutem Hause, ein nörgelnder Weltenbummler, eine quirlige Revuetänzerin, ein stiller Buchhalter und ein ungehobelter Cockney. Obwohl man aufeinander angewiesen ist und die Mehrheit durchaus gewillt ist, so etwas wie Gemeinschaftsgeist zu zeigen, sind nicht alle an einem harmonischen Miteinander interessiert. Während die kleine Gesellschaft auf Wetterbesserung wartet, macht Mr. Maltby sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Hauses und versucht, das Rätsel um seine Bewohner zu entschlüsseln. Farjeon hat Maltby dafür alle nötigen Eigenschaften mit auf den Weg gegeben, die einen erstklassigen Detektiv ausmachen: ein brillanter Spürsinn, eine exzellente Beobachtungsgabe und ein hervorragendes Kombinationsgeschick lassen ihn am Ende erfolgreich sein. „Geheimnis in Weiß“ hat mir sehr gut gefallen - ein Leseschmaus für Freunde und Fans des klassischen britischen Detektivromans.

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Zeitreise in ein abgelegen eingeschneites, nicht eingestaubtes, englisches Landhaus
von warmerSommerregen aus Essen am 28.12.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Nahe dem Dorf Hemmersby bleibt an Heiligabend ein Zug im immer stärker werdenden Schneegestöber stecken. In einem Abteil dritter Klasse beratschlagen ein paar Reisende daher, ob sie einfach abwarten und somit ein wohlmöglich viel zu spätes Ankommen bei Freunden, Verwandten und so weiter riskieren sollen, oder ob sie vielmehr... Nahe dem Dorf Hemmersby bleibt an Heiligabend ein Zug im immer stärker werdenden Schneegestöber stecken. In einem Abteil dritter Klasse beratschlagen ein paar Reisende daher, ob sie einfach abwarten und somit ein wohlmöglich viel zu spätes Ankommen bei Freunden, Verwandten und so weiter riskieren sollen, oder ob sie vielmehr den Zug verlassen und sich selbst auf die Suche nach dem kleinen Dorf zu machen. Nach einigem Überlegen und Für und Wider beschließen sie jedoch, einen Versuch zu wagen und sich aufzumachen. Während die Schneeschicht alles bedeckt und stetig dicker wird, irren die Passagiere durch die weiße Einöde. Als sie, völlig erschöpft und zum Teil kränkelnd, auf ein Landhaus stoßen, entschließen sie sich, Zuflucht zu suchen. Die Türe steht bereits offen, im Kamin lodert ein wohlig-warmes Feuer, der Tisch ist zum Tee gedeckt, die Vorratskammer ist gefüllt und die Zimmer sind bestens hergerichtet. Doch niemand ist anwesend, was angesichts des starken Schneetreibens, der Abgeschiedenheit des Hauses und den vielen Indizien, welche von Bewohnern zeugen, sehr verwundert. Offensichtlich war noch vor Kurzem jemand hier – und wartete auf Gäste..? Die Schutzsuchenden richten sich nach und nach ein, erstellen Listen, in denen sie penibel alle ge- und verbrauchten Gegenstände aus dem Haus eintragen und einem von ihnen dafür zu zahlenden Bertrag zuordnen. Bereits die Zusammenstellung verschiedener Persönlichkeiten – vom Nörgler, der bereits alles in viel schlimmer durchlebt und gemeistert hat, bis zur Revuetänzerin – trägt zu einigen Spannungen bei. Dass sie aufeinander angewiesen sind, können manche nicht gut verkraften… Als dann aber noch einige rätselhafte Gegenstände auftauchen und sich einst geschlossene Türen plötzlich öffnen lassen, beginnen einige der gestrandeten Passagiere Ermittlungen anzustellen. Was hat es beispielsweise mit dem Gemälde im Eingangsbereich auf sich? Alles scheint ein potenzieller Beweis für etwas zu sein – ist das auf dem Boden liegende Brotmesser etwa bedeutsam? Nach einer Weile betritt dann auch noch der etwas fadenscheinige, offensichtlich lügende Cockney Mr. Smith das eingeschneite Haus. Dass mit ihm etwas ganz und gar nicht stimmt, wird schnell deutlich. Stück für Stück bemerken die Reisenden, dass sie es mit einem, wenn nicht sogar mehr, Morden zu tun haben… Werden sie den Täter überführen können? Der Beginn, die Kapitel aus dem steckengebliebenen Zug, erinnerten durchaus an ein Werk Agatha Christies. Und auch die Ergebnisse ausgiebigen Kombinierens hätten so in dem ein oder anderen Kriminalroman der Queen of Crime gefolgert werden können. Allerdings unterscheidet sich dieses Werk bereits durch die Zusammenstellung der Charaktere. Da wären der unscheinbare und alles andere als selbstbewusste Buchhalter Mr. Thomson, die Geschwister David und Lydia Carrington, wobei sich letztere im Landhaus aufopferungsvoll um die (kranken) Passagiere kümmert, der ältere Mr. Maltby, der für die Königlich Parapsychologische Gesellschaft unterwegs ist und als erster zu ermitteln beginnt, der nörgelnde Mr. Hopkins oder die Revuetänzerin Jessie Noyes. Diese Figuren haben alle ihre Besonderheiten, sodass das Miteinander phasenweise recht schwer wird, sie sich zu anderer Zeit aber auch bestens ergänzen. Manche wachsen an den Ermittlungen, andere treten zunehmend in den Hintergrund und verblassen wie Mr. Thomson nach und nach. Dabei gibt es gelegentlich auch bissige Dialoge, beispielsweise wenn der gescheite Mr. Maltby die Stumpfsinnigkeit Mr. Hopkins‘ kritisiert und auf die Schippe nimmt. An den sehr prunkvollen Schreibstil musste ich mich zunächst gewöhnen, da die Sätze im Vergleich zu anderen Büchern schon recht ausgeschmückt und dementsprechend lang geraten sind – selbst sehr Banales wird häufig stark paraphrasiert. Manchmal, besonders wenn eine dieser ausführlichen Beschreibungen direkt im Anschluss relativiert wird, war dies für mich leseflusshemmend. Wenn beispielsweise eine Tat spekuliert wird und noch im gleichen Atemzug eine Aussage im Stile „es kann aber auch nichts bedeuten und ganz anders gewesen sein“ getroffen wird, ist das dann schon etwas irre führend; gerade da eben derart viele Themen aufgegriffen werden. Allerdings gewöhnte ich mich zunehmend an diese Erzählweise und konnte den Schreibstil fortan – mit wenigen Ausnahmen – genießen. So merkt man dem Buch an, dass es aus dem Jahre 1937 stammt. „Die Wahrheit ist das höchste Gut der Welt – und das vernachlässigteste.“ (S. 240) Tatsächlich gilt es einige Geheimnisse zu lüften, jedoch darf man sich bei der Lektüre nicht gerade einen temporeichen Kriminalroman erhoffen, bei dem ein Ereignis das nächste jagt. Vielmehr ist das Erzählte ruhig und immer wieder undurchsichtig wie ein kleines Schneegestöber selbst. Vor allem, da die Ausführungen nicht chronologisch die Geschehnisse wiedergeben, muss man gelegentlich inne halten und das Gelesene rekapitulieren, um in die Geschichte eine Ordnung und Zusammenhänge bringen zu können. Zeitweise hatte das Buch seine Längen, was ich etwas schade fand… Interessant ist hingegen der Aufbau der Erzählung, da diese sich sowohl aus Dialogen, als auch aus Tagebucheinträgen und Briefen zusammensetzt. Bis auf wenige Ausnahmen wie den Beginn, spielt sich die Handlung im Landhaus ab, sodass die Kulisse stets dieselbe bleibt und so ziemlich jedes Detail analysiert wird. Auch dies ist manchmal spannend, manchmal etwas ermüdend. Hin und wieder hatte ich das Gefühl, die Ermittlungen steckten auch tief im Schnee und kämen nur schwerlich von der Stelle… Die Idee des abgelegenen Landhauses inmitten von meterhohem Schnee ist so aber vielversprechend und atmosphärisch. Betrachtet man das – oder die – Verbrechen an sich, so sieht man zwar keinen atemberaubend ausgeklügelten Fall mit zahlreichen Fallen und Wendungen vor sich, aber dennoch einen runden, abgeschlossenen Fall mit seinen Überraschungen. Die ruhige Geschichte passt von ihrer Ruhe gut in die Advendszeit. Alles in allem kein sonderlich actiongeladener oder blutrünstiger Kriminalroman, wobei dieser Anspruch aber auch zu keiner Zeit erhoben wird, sondern viel mehr ein ruhiges Buch voller detailverliebter Beschreibungen und sehr ausgeschmücktem Schreibstil. 3,5/5 Sternen

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