Goethe ruft an

Roman

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Auf der Jagd nach der »Bestseller-Formel«
Goethe ruft an und bittet den Erzähler, ein bislang erfolgloser Schriftsteller, ihn bei einem Schreibkurs zu vertreten. Goethe heißt natürlich nicht wirklich so, aber wenn heute jemand Goethes Format hat, dann er. Ein Klassiker zu Lebzeiten, ein Literaturgott. Goethe überlässt dem Freund die Kursunterlagen: eine umfangreiche Abhandlung mit der literarischen Erfolgsformel. Die aber geht schnell verloren und der Kurs aber wird zum Desaster, bei dem der Erzähler viel Neues über sich selbst - und seinen Freund Goethe - erfährt ...

Portrait

John von Düffel, geboren 1966 in Göttingen, promovierte 23-jährig über Erkenntnistheorie und war danach als Theater- und Filmkritiker, als Schauspieldramaturg und Übersetzer tätig. 1998 schrieb er seinen Debütroman ›Vom Wasser‹, eine große Hommage an das fließende Element, und wurde dafür u.a. mit dem aspekte-Literaturpreis des ZDF ausgezeichnet. Zur Zeit arbeitet er als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 01.05.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14218-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/11,8/2 cm
Gewicht 266 g
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„Ein anspruchsvolles literarisches Werk“

Maren Oberwelland

„Goethe ruft an. Er heißt nicht Goethe, aber ich nenne ihn Goethe, weil er so sehr Goethe ist, wie man heute nur sein kann. Ein Klassiker zu Lebzeiten. […] Goethe kennt Gott und die Welt, und Gott und die Welt kennen Goethe, was ich von Gott, der Welt und mir nicht behaupten kann.“
Als ich diesen Klappentext gelesen hatte war ich neugierig auf das neue Werk von John von Düffel – ein Buch, dass die Bezeichnung „Werk“ wirklich verdient hat.
Im Besitz der Goethe-Formel vertritt der Erzähler seinen Förderer als Leiter eines Seminars zum Thema „Leichtschreiben“; doch eigentlich geht es um viel mehr. „Goethe ruft an“ beschäftigt sich mit der Kunst des Schreibens, mit der Qualität von Literatur und dem Unterschied von Unterhaltung und Literatur. Die Seminarteilnehmer lernen viel über den (wahren) ersten Satz und das Tiefschreiben, das zunächst im Gegensatz zum Leichtschreiben zu stehen scheint.
Am Ende ist von Düffels Roman aber vor allem eine Geschichte vom „sich frei schreiben“ - frei von Zwängen, Vorgaben und vom großen Vorbild: „Und wie durch ein Wunder bin ich immer mehr geworden mit jedem Satz, jeder Seite, immer mehr ich selbst.“

John von Düffels „Goethe ruft an“ ist ein Stück anspruchsvolle Literatur der Gegenwart. Die langen Sätze, die dem Leser zunächst vielleicht ungewohnt erscheinen, sind kein Wort zu lang; sie ziehen einen in den Bann der Geschichte und empfinden den Fluss des Schreibens nach, um den es im Buch ja geht. Neben dieser durchaus realistischen Auseinandersetzung mit dem heutigen Literaturbetrieb ist der Roman auch eine Persiflage, mit der der Autor nicht zuletzt sich selbst ironisiert. (John von Düffel lehrt Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin.)
Auf den ersten Seiten des Buches vermisst der Leser eine klare Handlung; ich empfehle aber darüber hinwegzusehen und der Geschichte eine Chance zu geben, möglicherweise muss man das Buch auch ein zweites Mal lesen, um seine Botschaft zu entschlüsseln, aber dann hat man ein wunderbares Stück Literatur entdeckt. Es lohnt sich!
„Goethe ruft an. Er heißt nicht Goethe, aber ich nenne ihn Goethe, weil er so sehr Goethe ist, wie man heute nur sein kann. Ein Klassiker zu Lebzeiten. […] Goethe kennt Gott und die Welt, und Gott und die Welt kennen Goethe, was ich von Gott, der Welt und mir nicht behaupten kann.“
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Auf den ersten Seiten des Buches vermisst der Leser eine klare Handlung; ich empfehle aber darüber hinwegzusehen und der Geschichte eine Chance zu geben, möglicherweise muss man das Buch auch ein zweites Mal lesen, um seine Botschaft zu entschlüsseln, aber dann hat man ein wunderbares Stück Literatur entdeckt. Es lohnt sich!

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