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Gold Ruhm Zitrus

Roman

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Niemand kann sagen, wann es das letzte Mal in Kalifornien geregnet hat. Das Land liegt unter einer gigantischen Dünenformation begraben, die Bewohner werden, teils mit Waffengewalt, teils durch undurchsichtige bürokratische Vorschriften davon abgehalten, in fruchtbarere Regionen zu ziehen. Die meisten haben sich mehr oder weniger freiwillig in Notlager begeben, einige wenige hausen in den Villen und Bungalows, die andere verlassen haben, und leben von Notrationen. Auch Luz und Ray gehören zu ihnen. Als das Schicksal ein zweijähriges Mädchen namens Ig in ihre Hände legt, ändert sich für sie alles. Luz, ehemaliges Model, will des Kindes wegen die Flucht nach Osten wagen, ihr Freund Ray, Kriegsveteran und Surfer, unterstützt sie trotz seiner Vorbehalte. Spätestens als sie in den Weiten der Amargosa-Wüste auf eine sektenartige Kommune und ihren charismatischen Anführer stoßen, wird klar, dass Gefahr nicht nur von der erbarmungslos brennenden Sonne ausgeht.
Die gleißende Schönheit der Landschaftsbeschreibungen lässt in keiner Sekunde die tödliche Bedrohung vergessen, die über allem liegt. Ein kluger Roman über die Folgen von Gier und Ausbeutung der Natur und das Urmenschliche im Angesicht der Katastrophe.
Portrait
Claire Vaye Watkins wurde 1984 im Death Valley geboren und ist in Nevada aufgewachsen.
Ihre Erzählungen und Essays sind u.a. in Granta, Tin House, The Paris Review, One Story, Glimmer Train, und der New York Times erschienen.Ihr 2012 erschienener Erzählungsband "Geister, Cowboys" wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Story Prize und dem Dylan Thomas Prize. Derzeit unterrichtet Claire Vaye Watkins kreatives Schreiben an der University of Michigan.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 22.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-08112-5
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 211/131/38 mm
Gewicht 532
Originaltitel Gold Fame Citrus
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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Ärgerlich, anstrengend und überflüssig
von Sursulapitschi am 02.10.2016

Gold, Ruhm, Zitrus, von diesem Buch habe ich mir dystopischen Grusel mit Anspruch erhofft und ihn wohl irgendwie auch bekommen. Eigentlich ist dieses Buch unlesbar anspruchsvoll. Und auch wenn ich die Möglichkeit nicht ganz ausschließen kann, dass es schlichtweg zu hoch für mich sein könnte, bin ich doch kaum... Gold, Ruhm, Zitrus, von diesem Buch habe ich mir dystopischen Grusel mit Anspruch erhofft und ihn wohl irgendwie auch bekommen. Eigentlich ist dieses Buch unlesbar anspruchsvoll. Und auch wenn ich die Möglichkeit nicht ganz ausschließen kann, dass es schlichtweg zu hoch für mich sein könnte, bin ich doch kaum fertig geworden mit dem Markieren kruder Textstellen. "Ray lachte nicht, obwohl es lächerlich war. Luz wusste das selbst, auch in diesem Moment, nur dass das Bewusstsein davon unter dem Gefühl, an der Vogelzunge und dem Muskeltypen und der Puppe zu ersticken, vergraben lag." Es tut mir sehr Leid, als offenbar erste Rezensentin dieses Buch beurteilen zu müssen. Zwischendurch habe ich in meiner Verzweiflung nach Stimmen dazu gesucht und nichts gefunden, nirgendwo. Hat es noch keiner geschafft, es fertig zu lesen? Gut, dann ist das hier wohl eine Mission. Das erste Drittel des Buches ist noch ganz spannend. Eindrucksvoll wird hier ein vertrocknetes, zerstörtes Amerika beschrieben, in dem Luz und Ray ihr Dasein fristen, bis sie ein heimaltloses Kleinkind aufnehmen und beschließen, eine wohnlichere Gegend zu suchen. Ab und an stolpert man über seltsam formulierte Passagen, bei denen man sich fragt, ob hier eventuell die Übersetzung unglücklich ist, oder ob sich die Autorin verlaufen hat. "Durch Tränen sah Luz das Licht, das auf den Mustang-Vorhang fiel. Es war ein nachträgliches Licht, und obwohl es gleichzeitig beinah das Gegenstück zu vorausgeschicktem Licht war, hatte es eine gänzlich andere Qualität." Dann landet Luz bei einer obskuren Sekte, die Wege gefunden hat, neben einer alles zerstörenden Wanderdüne zu überleben. Ein irrer, aber charismatischer Guru, undurchsichtige Wüstenphilosophie und Drogen kommen ins Spiel. Außerdem hat sich die Autorin wohl inzwischen warm geschrieben, was dem Leser zunehmend lange, verwirrende Beschreibungen beschert. Die Gedanken der Protagonisten schweifen ab, fliegen in die Vergangenheit oder ins Reich der Fantasie. Langsam hat man Mühe, der Handlung zu folgen. Während man noch versucht, diese Sekte zu fassen zu bekommen, rutscht das Geschehen dann doch eher in eine Art Liebesdrama mit exzessiven Sex-Szenen und jeder Menge riesengroßer Gefühle ab. „Seine unbefangene Offenheit brachte auch Luz´ Augen Tränen und Wörter, alle Wörter außer den vier geheimsten – Wir haben sie genommen -, die eines Tages in ihr sterben würden und an die sie sich schon jetzt kaum noch erinnerte, so tief war sie darin verwickelt, sich der Demütigung ihrer einsamen Kindheit im verwüsteten Westen zu entledigen.“ Nach etwa zwei Dritteln des Buches habe ich aufgegeben, einen tieferen Sinn zu suchen, obwohl ich mir sicher bin, da ist einer irgendwo in dem Wortwust. Damit mögen sich Menschen auseinandersetzen, die geduldiger sind als ich. Ich habe keine Lust, darüber nachzudenken, ob die Frage „Vermisst du deine Grundfarben?“ poetisch, tiefsinnig oder dumm ist. Für mich war dieses Buch ärgerlich, anstrengend und überflüssig.

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