Goodbye, Jehova!

Wie ich die bekannteste Sekte der Welt verließ

(8)
Was passiert eigentlich auf der anderen Seite der Tür, wenn du sie den Zeugen Jehovas vor der Nase zuschlägst?
Zeugen Jehovas kennen die meisten von uns nur aus der Fußgängerzone oder als lästigen Besuch an der Tür – häufig etwas bieder, vor allem aber harmlos. Misha Anouk weiß, wie es auf der anderen Seite aussieht. Er wuchs in einer Zeugen-Jehovas-Familie auf und lief im Predigtdienst von Haustür zu Haustür – stets hoffend, keine Mitschüler zu treffen. Mit erfrischendem Humor erzählt er von einer Kindheit ohne Weihnachten, aber mit Geistern, von ersten Zweifeln und Weltuntergängen, die auf sich warten lassen. In seinem mitreißenden Insiderbericht analysiert Misha Anouk die emotionale Verführung der Zeugen Jehovas, beschreibt Organisation und Struktur der Wachtturm-Gesellschaft und erzählt, weshalb er schließlich eine Sünde beging, um die bekannteste Sekte der Welt zu verlassen.
Rezension
Ein bemerkenswertes Buch, hervorragend geschrieben und akribisch recherchiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 544
Erscheinungsdatum 24.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-62891-7
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,1/12,6/3,2 cm
Gewicht 410 g
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 94.809
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Im angenehm sympathischem Tonfall erzählt der Autor von der schwierigen Kindheit & Jugend bei den Zeugen Jehovas und seinem Ausstieg, eingeflochten ist viel informatives Material.

Andere Perspektiven
von Veronika aus Hamburg am 04.07.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

Was in diesem Buch steht, werde ich Ihnen nicht sagen. Vielmehr möchte ich Ihnen ein paar meiner Gedanken mit auf den Weg geben, nachdem ich "Goodbye, Jehova!" gelesen hatte. Dieses Buch kann Lager spalten, wenn man darüber urteilt ohne es zu lesen: Ich habe den Eindruck, es existiert das ungeschriebene... Was in diesem Buch steht, werde ich Ihnen nicht sagen. Vielmehr möchte ich Ihnen ein paar meiner Gedanken mit auf den Weg geben, nachdem ich "Goodbye, Jehova!" gelesen hatte. Dieses Buch kann Lager spalten, wenn man darüber urteilt ohne es zu lesen: Ich habe den Eindruck, es existiert das ungeschriebene Gesetz "Über Religion redet man nicht und wenn doch, dann nur Gutes". Der Glaube scheint, so mein Eindruck, einen Großteil, wenn nicht sogar das gesamte Leben vieler Menschen zu durchdringen. Gott, Jehova, Allah.... das sind - aus Sicht eines Nicht-Gläubigen - nicht nur immaterielle Herrscher, die totalitär über die Menschen regieren. Aus Gesprächen mit Gläubigen heraus und nach dem Lesen von "Goodbye, Jehova!" habe ich den Eindruck erhalten, dass der Glaube auch eine Art Spirit bzw. eine Lebenseinstellung zu sein scheint. Das Denken, Handeln, Fühlen vieler Gläubiger ist von Gott geprägt und wird von seinem Geist durchdrungen. Vielleicht könnte man das mit Kindern vergleichen, deren Ich unter anderem von dem Handeln und der Einstellung der Eltern beeinflusst oder die von dem Umfeld, in dem sie sich bewegen, geprägt werden. Das macht die Existenz des Begriffs "Eltern" jedoch zu nichts Schlechten, oder? Und ich denke, ebenso verhält es sich mit Gott. Vielleicht befürchten Religionsanhänger gerade deshalb, der eigene Glaube oder Glaubenssätze könnten sich als nicht richtig erweisen. Ein Rütteln oder - im schlimmsten Fall - eine Negation würde somit die eigene Welt, vielleicht sogar die eigene Existenz erschüttern, wenn nicht gar in den Abgrund stürzen. Aus diesem Blickwinkel heraus wundert es mich also nicht, dass Misha Anouk eingangs ausführlich erwähnt, dass es sich bei seinem Buch ausschließlich um seine persönliche Wahrnehmung der Zeugen Jehovas handelt. Wer mit "Goodbye, Jehova!" einen Rachefeldzug erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden den das Gegenteil ist der Fall: Misha führt uns, teils auf ironische Art und Weise, in das Leben der Zeugen Jehovas ein. Er übt konstruktive Kritik an dieser Religionsgemeinschaft, indem er reflektiert, mit uns seine Sichtweise teilt und erklärt, wie es zu seinem Ausstieg gekommen ist. Was er, meiner Meinung nach, auch andeutet, ist, wie Religion so instrumentalisiert werden kann, dass sie Einzelnen innerhalb der Gemeinschaft Vorteile verschaffen und andere wiederum - auch unberechtigt - benachteiligen kann. Und ich denke, genau das führt zur Sichtweise eines Atheisten.

Sachbuch und doch heiter
von Peter Becker aus Kandel am 16.04.2015

Eigentlich ein gutes Sachbuch über die Zeugen Jehovas, geschrieben von einem Aussteiger, mit vielen tiefgehenden Details. Aber sein Schreibstil, mit viel Sarkasmus und rückblickender Selbstironie, macht das Buch leicht lesbar, und trotz des ernst-traurigen Inhalts amüsant, so dass man es auch als heiteren Roman empfinden könnte.