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Gran Torino

(20)
Der Korea-Kriegsveteran und pensionierte Automechaniker Walt Kowalski mag es nicht, wie sich sein Leben und seine Nachbarschaft verändert haben. Auch seine Nachbarn, die Hmong-Immigranten aus Südostasien, kann er überhaupt nicht leiden. Aber die Situation erfordert es, dass Walt diese Nachbarn gegen eine örtliche Gang verteidigen muss, die Angst und Schrecken verbreitet.
RezensionBild
Technische Daten:
Codec: VC-1 Video Advanced Profile 3
Bitrate: 26994 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9
GRAN TORINO liegt auf dieser Blu-ray im Seitenverhältnis 2,35:1 vor. Die Bildqualität entspricht dem, was man von einer brandneuen Produktion auch erwarten darf, kann auf der anderen Seite aber auch keine Akzente setzen. Das Bild wirkt im Detail durchaus fein aufgelöst, Totalen wirken aber nicht immer knackig, sondern etwas soft. Das fast nicht vorhandene Rauschen lässt daher auf Filtereinsatz schließen. Die Kompression arbeitet ohne Artefaktbildung und lässt daher keinerlei Wünsche offen. Die Farbgebung des Films setzt auf biedere Töne, die leicht gelblich erscheinen. Die Kontrastbalance fällt nicht allzu dynamisch und etwas flach aus, so dass der Look von GRAN TORINO leicht schummrig wirkt, was allerdings beabsichtigt ist. Die Plastizität kann auf Grund dieses Umstandes nicht sonderlich auftrumpfen. Der Schwarzwert hingegen lässt mit guter Tiefe keine Wünsche offen. Schmutz und analoge Defekte findet man auf dem Ausgangsmaterial nicht.
RezensionTon
Verfügbare Tonspuren
Englisch: Dolby TrueHD Audio 5.1 / 48 kHz / 1344 kbps / 16-bit (AC3 Core: 5.1 / 48 kHz / 640 kbps)
Englisch: Dolby Digital Audio 5.1 / 48 kHz / 640 kbps
Französisch: Dolby Digital Audio 5.1 / 48 kHz / 640 kbps
Deutsch: Dolby Digital Audio 5.1 / 48 kHz / 640 kbps
Italienisch: Dolby Digital Audio 5.1 / 48 kHz / 640 kbps
Japanisch: Dolby Digital Audio 5.1 / 48 kHz / 640 kbps
Spanisch: Dolby Digital Audio 5.1 / 48 kHz / 640 kbps
Audiodeskription Englisch: Dolby Digital Audio 2.0 / 48 kHz / 192 kbps / Dolby Surround
Auch bei dieser Blu-ray von Warner Home Video bekommt man nur als Freund des englischen Original HD-Sound in Dolby TrueHD 5.1 geboten. Alle Synchronisationen, darunter auch die deutsche, liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Nachdem 2006 der letzte Stammsprecher von Clint Eastwood, Joachim Höppner, verstarb, wird er in GRAN TORINO von Jochen Striebeck gesprochen. Leider fällt die Synchronisation für eine Großproduktion eher mäßig aus und das liegt nicht nur an der Vertonung des Hauptdarstellers. Auch die Nebendarsteller sind nicht optimal eingesprochen worden, wirken oftmals unpassend.
Da GRAN TORINO kein Actionfilm ist, hat der HD-Sound keine größeren Vorteile. Dynamische Effekte kann man an einer Hand abzählen, allerdings können Umgebungsklänge immer mal wieder für ein nettes, räumliches Ambiente sorgen. Die Front wirkt satt und gut belebt, auch Stereoaktivitäten sind in geringerem Maße ortbar. Der Subwoofer hat praktisch nichts zu tun. Die spärlich eingesetzte Musik breitet sich gut im Raum aus. An den Dialogen gibt es nichts zu meckern. Egal in welcher Sprachfassung - die Sprecher bleiben stets bestens verständlich. Am Sound gibt es allgemein nichts zu meckern. Entsprechend der Atmosphäre des Films sollte man kein Dynamikwunder erwarten, jedoch erscheint der Sound klar und satt, wenngleich in den Höhen und Bässen nicht ganz so ausgefeilt wie ein Actionfilm.
RezensionBonus
Untertitel sind in Deutsch, Englisch sowie diversen anderen Sprachen vorhanden. Das Bonusmaterial enthält den 20-minütigen Beitrag \"The Eastwood Way\", welcher einen deutlichen Making Of-Charakter aufweist. Clint Eastwood sowie Mitglieder von Cast und Crew sprechen über die Entstehung von GRAN TORINO sowie das Casting der Darsteller, während man Aufnahmen vom Set zu sehen bekommt, die das Gesagte belegen sollen. In \"Die Bemannung des Rades\" geht es zehn Minuten lang um den 1972er Ford Gran Torino, den Clint Eastwood im Film besitzt, sowie allgemein über die Faszination von alten Autos. Auch in \"Gran Torino: Mehr als nur ein Auto\" geht es um heiße Schlitten und Leute, die solche besitzen, erzählen von der Faszination ihrer Wagen. Eigentlich hätte man die vier Minuten auch in das vorherige Feature integrieren können. Der verfügbare BDLive!-Inhalt war zum Zeitpunkt des Tests noch nicht filmspezifisch.
Zitat
Mit GRAN TORINO legt Filmlegende Clint Eastwood (MILLION DOLLAR BABY) sein neuestes Regie- sowie letztes Schauspielwerk vor, wie der Mime öffentlich hat verlautbaren lassen. Zum Ausklang seiner Leinwandkarriere als Darsteller lässt es der bald 80-jährige aber qualitativ nochmal so richtig krachen und legt ein Werk vor, das den Generationenkonflikt so schonungslos offenlegt wie noch nie zuvor. Eastwood spielt den rassistischen, sturen Koreakrieg-Veteranen sowie ehemaligen Ford-Arbeiter Walt Kowalski, der nach dem Tod seiner Frau Dorothy einsam in seinem Haus in einem Viertel wohnt, das von den Weißen verlassen wurde und zunehmend von Immigranten sowie ethnischen Randgruppen wie den Hmong (Exil-Vietnamesen) bevölkert wird. Mitten in diesem Ghetto pflegt er sein schmuckes Häuschen mit korrekt gemähtem Rasen, während in der Nachbarschaft Bandenkriege zwischen Jugendlichen toben. Seine Kinder, von denen er sich entfremdet hat, können ihn nicht dazu bewegen, die Gegend zu verlassen. Sein ganzer Stolz ist ein gehegter und gepflegter 1972er Ford Gran Torino Sport. Genau diesen zu stehlen ist die Aufgabe für den Hmong-Teenager Thao, um in die Jugendgang seines Cousins aufgenommen zu werden. Kowalski erwischt Thao jedoch. Dessen Schwester Sue versucht Kontakte zu dem erzürnten Nachbarn zu knüpfen, was ihr nach einiger Zeit auch gelingt, indem sie ihn zum Essen einlädt als Entschädigung für den versuchten Diebstahl. Walt zeigt sich beeindruckt von der Kultur und Freundlichkeit der Hmong-Familie. Langsam aber sicher bröckelt seine konservative Fassade und er öffnet sich der Welt der Immigranten. Wenn da bloß nicht das Problem mit der Gang wäre, die mit Walt noch ein Hühnchen zu rupfen haben...
Das Werk arbeitet ausgezeichnet den Dreieckskonflikt Generationskonflikt - Alter - Einwanderungsgesellschaft heraus und verknüpft diese drei Elemente zu einem wunderbaren Film, dessen Hauptfigur Clint Eastwood wie auf den Leib geschrieben zu sein schien. Einige Szenen erinnert fast schon an DIRTY HARRY, wenn Walt die Jugendlichen mit gefletschten Zähnen mit einem geknurrten \"Get off my lawn!\" von seinem Grundstück verjagt - mit dem Gewehr im Anschlag. Das Finale dagegen ist genau das Gegenteil von solchen Szenen und vermittelt eine sehr pazifistische Botschaft, ohne zu viel spoilern zu wollen. Trockenen Humor Marke Eastwood bekommt man ebenfalls zur Genüge serviert, so dass auch diese Komponente nicht zu kurz kommt und GRAN TORINO niemals langatmig oder öde erscheinen lässt. Die Hmong-Darsteller wurden allesamt von der Straße weg gecastet und haben bis auf wenige Ausnahmen keine Schauspielerfahrung, was man durchaus auch erkennen kann. Nicht alle wirken hier überzeugend. Trotzdem bekommt man mit GRAN TORINO eine vorzügliche Abschiedsgala von Clint Eastwood geboten, der uns hoffentlich noch lange Zeit hinter der Kamera erhalten bleiben möge.
Die Blu-ray Disc von Warner Home Video bietet gute Werte bei Bild und Ton, während das Bonusmaterial ziemlich mager daherkommt.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 10.07.2009
Regisseur Clint Eastwood
Sprache Französisch, Italienisch, Spanisch, Englisch, Deutsch (Untertitel: Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Holländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Koreanisch)
EAN 5051890005014
Genre Action
Studio Warner Bros. Entertainment
Spieldauer 116 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby True HD 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1, Französisch: Dolby Digital 5.1, Italienisch: Dolby Digital 5.1, Spanisch: Dolby Digital 5.1
Verkaufsrang 1.478
Film (Blu-ray)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Großes Kino!“

Markus Kowal, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Walt Kowalski scheint nicht der sympathische Nachbar zu sein, den man sich so wünscht. Er hat enorme Vorurteile und wird selbst von seinen eigenen Kindern gemieden. Aber der Film entwickelt sich in eine Richtung, die einen voll in den Bann zieht. Eine Paraderolle für Clint Eastwood und mal wieder ein cineastisches Meisterwerk von diesem Walt Kowalski scheint nicht der sympathische Nachbar zu sein, den man sich so wünscht. Er hat enorme Vorurteile und wird selbst von seinen eigenen Kindern gemieden. Aber der Film entwickelt sich in eine Richtung, die einen voll in den Bann zieht. Eine Paraderolle für Clint Eastwood und mal wieder ein cineastisches Meisterwerk von diesem großen Regisseur, welches einen mitreisst. Unbedingt anschauen!

„Clint Eastwoods neustes Meister“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Man kann über Clint Eastwood sagen, was man will, aber meiner Meinung nach gehört er zu den Leuten, die im Alter immer besser werden bei/mit dem, was sie tun. Gran Torino ist dafür ein gutes Beispiel.

Clint Eastwood verkörpert Walt Kowalski - einen mürrischen Kriegsveteranen, der grad seine Frau verloren hat und ein sehr distanziertes
Man kann über Clint Eastwood sagen, was man will, aber meiner Meinung nach gehört er zu den Leuten, die im Alter immer besser werden bei/mit dem, was sie tun. Gran Torino ist dafür ein gutes Beispiel.

Clint Eastwood verkörpert Walt Kowalski - einen mürrischen Kriegsveteranen, der grad seine Frau verloren hat und ein sehr distanziertes Verhältnis zu seiner restlichen Familie hat. Walt lebt in einem typischen amerikanischen Viertel; soll heißen, die Amerikaner sind schon lange weggezogen und asiatische Einwanderer haben Walt "umzingelt". Allerdings ist Walt ein Mensch voller Vorurteile gegenüber Ausländern, speziell Asiaten - lebt also irgendwie in der falschen Gegend. Einen alten Baum verpflanzt man jedoch nicht und so bleibt Walt in seinem Viertel wohnen.

Eine Verkettung von merkwürdigen und/oder unglücklichen Umständen bringt eine ganze Lawine von Ereignissen ins Rollen. Walt beginnt umzudenken ...

Die Charaktere entwickeln sich langsam und finden zueinander, bleiben jedoch immer authentisch und glaubwürdig, ebenso wie die Geschichte an sich.
Ganz großes Kino ohne viele Worte!!!

„Get off my lawn“

Ulrike Brügger, Thalia-Buchhandlung Paderborn

... knurrt Walt Kowalski mit dem Gewehr im Anschlag, als eine asiatische Jugendgang bei einer Schlägerei auf dem Nachbargrundstrück seinen Rasen betritt.

Clint Eastwoods holzschnittartige Mimik ist auch mit 78 Jahren noch so eindrucksvoll, dass er die Schläger fürs erste vertreiben kann. Das tut er keineswegs für seine asiatischen
... knurrt Walt Kowalski mit dem Gewehr im Anschlag, als eine asiatische Jugendgang bei einer Schlägerei auf dem Nachbargrundstrück seinen Rasen betritt.

Clint Eastwoods holzschnittartige Mimik ist auch mit 78 Jahren noch so eindrucksvoll, dass er die Schläger fürs erste vertreiben kann. Das tut er keineswegs für seine asiatischen Nachbarn und deren Kinder, den schüchternen Thao und die nicht schüchterne Sue, sondern um nach guter alter Westernmanier sein Hab und Gut zu verteidigen.

Wenn er und die Großmutter von nebenan auf ihren Veranden sitzen, spucken sie mit herzlicher gegenseitiger Verachtung voreinander aus. Hier geht es nicht politisch korrekt zu, und Kowalski ist nie um eine Beleidigung verlegen.

Nach dem Zwischenfall mit der Schlägerei jedoch fangen die Nachbarn an, ihm asiatische Köstlichkeiten vor die Tür zu stellen, die er zunächst sofort in den Müll wirft, sich dann aber, als die Demonstrationen der Dankbarkeit kein Ende nehmen, doch erweichen lässt.

Es sind die eher heiteren Szenen in diesem nicht gewaltarmen Film, wenn Kowalskis Rassismus sich vor guter Küche und der Offenheit und Intelligenz von Thaos Schwester Sue geschlagen gibt.

Eine großartige letzte Rolle für Clint Eastwood, der jetzt nur noch als Regisseur in Erscheinung treten will, wie er selbst bekannt gab. Hoffentlich stimmt's nicht.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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Verdammte Schlitzaugen...
von einer Kundin/einem Kunden am 07.08.2010

Clint Eastwood liefert mit "Gran Torino" einen der berührendsten und mitreißendsten Filme der letzten Jahre ab. Wiederum brilliert er als Darsteller (aber natürlich auch als Regisseur und Produzent) über alle Maßen und mimt den verbitterten, rassistischen Kriegsveteranen, der durch einige Zufälle dazu genötigt wird, sich dem Fremden an und... Clint Eastwood liefert mit "Gran Torino" einen der berührendsten und mitreißendsten Filme der letzten Jahre ab. Wiederum brilliert er als Darsteller (aber natürlich auch als Regisseur und Produzent) über alle Maßen und mimt den verbitterten, rassistischen Kriegsveteranen, der durch einige Zufälle dazu genötigt wird, sich dem Fremden an und für sich anzunähern - und merkt, dass das Gute und auch das Böse keine Hautfarbe kennt. Sehr empfehlenswert!

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1 0
Grandios
von hogi aus Erp am 31.12.2009

Grandios gespielt von Clint Eastwood. Ein Film der unter die Haut geht und in keiner Sammlung fehlen darf, Er ist anspruchsvoll und hebt sich von der Masse ab.Clint Eastwood auf dem Zenit seines Schaffens.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Autorenkino der Extraklasse
von M. Jäger aus Osnabrück am 25.07.2009
Bewertet: DVD

Es scheint Clint Eastwood würde mit dem Alter immer besser. Nach "Million Dollar Baby", "Flags of our Fathers" und "Letters from Iwo Jima" liefert er erneut ein Meisterwerk der Filmkunst ab. Unaufgeregt, aber intelligent erzählt, baut er seine Geschichte Stück für Stück auf und schafft es dabei den Zuschauer... Es scheint Clint Eastwood würde mit dem Alter immer besser. Nach "Million Dollar Baby", "Flags of our Fathers" und "Letters from Iwo Jima" liefert er erneut ein Meisterwerk der Filmkunst ab. Unaufgeregt, aber intelligent erzählt, baut er seine Geschichte Stück für Stück auf und schafft es dabei den Zuschauer gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen zu bringen. Seine Figuren bleiben stets authentisch, das Szenario realistisch und doch weiß man nie was als nächstes passiert. Ab und wann erwischt es den Zuschauer wie ein Schlag in die Magengrube... Zur Story: Walt Kowalski ist ein pensionierter Ex-Kriegsveteran und ehemaliger Ford-Arbeiter muß nach dem Tod seiner geliebten Ehefrau alleine klarkommen. Von seiner gesamten Verwandtschaft entfremdet, lebt er in seinem eigenen Haus, in einem Stadtteil, in dem fast ausschließlich Einwanderer, hauptsächlich Hmong leben. Amerikaner fahren mittlerweile lieber ausländische Fabrikate und meiden das Stadtviertel. Von rassistischen Vorurteilen geprägt, erfolgt eine ungewöhnliche Annährung an seine Nachbarn... Unverständlicherweise wurde "Gran Torino" bei den diesjährigen Oscars ignoriert. Angesichts mehrerer Auszeichnungen von Eastwoods Spätwerken durch die Acadamy jedoch vielleicht ein bißchen nachvollziehbar. Unbedingt empfehlenswert!

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