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Grenzgang

Roman

(22)
Alle sieben Jahre steht Bergenstadt Kopf: Beim traditionellen »Grenzgang« werden die Grenzen der Gemeinde bekräftigt – und alle anderen in Frage gestellt. Auch für Kerstin und Thomas, die in der kleinstädtischen Provinz hängen geblieben sind, nachdem sich ihre Lebensträume zerschlagen haben: Sie reibt sich auf zwischen pubertierendem Sohn und demenzkranker Mutter, er ist nur deshalb Lehrer, weil die Unikarriere eine Sackgasse war. Aber beide geben sie ihre Suche nach dem Glück nicht auf.
Rezension
»Stephan Thome legt eine so unverbrauchte Frische an den Tag, als hätte er das Genre gerade selbst erfunden... Wenn diesem Roman ein unsterbliches Verdienst zukommt, dann ist es der, die Gefühlsbetäubung bundesdeutscher Wohlstandsprofiteure am Beispiel zweier besonders durchschnittlicher und besonders liebenswerter Exemplare dieser Spiezies ohne jede Überheblichkeit anschaulich zu machen.«
Iris Radisch, DIE ZEIT 08.10.2009
Portrait
Stephan Thome wurde am 23. Juli 1972 in Biedenkopf, Hessen geboren. Nach dem Zivildienst in einer sozialpsychiatrischen Einrichtung in Marburg studierte er Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie in Berlin, Nanking, Taipeh und Tokio. 2005 erschien unter dem Titel Die Herausforderung des Fremden: Interkulturelle Hermeneutik und konfuzianisches Denken seine Dissertationsschrift. Zur selben Zeit begann er als DFG-Stipendiat am Institut für Chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica zu arbeiten, wo er über konfuzianische Philosophie des 20. Jahrhunderts forschte. Bis 2011 betätigte er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Taipeh und übersetzte unter anderem Chun-chieh Huangs Werk Konfuzianismus: Kontinuität und Entwicklung ins Deutsche. Sein Roman Grenzgang gewann 2009 den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres und stand – wie auch sein zweiter Roman Fliehkräfte – auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. 2014 wurde Thome von der Akademie der Künste Berlin mit dem Kunstpreis Literatur ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt die Verfilmung des Romans Grenzgang den Grimme-Preis. Seit 2011 lebt und arbeitet Stephan Thome als freier Schriftsteller; derzeit lebt er in Lissabon.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 454, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.11.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783518740705
Verlag Suhrkamp
Verkaufsrang 35.151
eBook
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Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Alle sieben Jahre wieder wird mit dem "Grenzgang" in der Bergenstadt die Gemeinde gefestigt. Ein abwartendes, langsames, sprachlich reichliches Buch. Literatur auf hohem Niveau. Alle sieben Jahre wieder wird mit dem "Grenzgang" in der Bergenstadt die Gemeinde gefestigt. Ein abwartendes, langsames, sprachlich reichliches Buch. Literatur auf hohem Niveau.

„Nachtrag“

Tanja Kuhner, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Diesen Roman muß ich endlich loben, weil ich gerade Thomes neuestes Buch zu Ende gelesen habe. "Grenzgang" gehört für mich zu den besten deutschen Romanen der letzten Jahre. Eine Frau und ein Mann in mittlerem Alter, beide stecken fest, privat bzw. beruflich, sehr langsam bewegen sich beide aufeinander zu. Ungemein klug und intensiv Diesen Roman muß ich endlich loben, weil ich gerade Thomes neuestes Buch zu Ende gelesen habe. "Grenzgang" gehört für mich zu den besten deutschen Romanen der letzten Jahre. Eine Frau und ein Mann in mittlerem Alter, beide stecken fest, privat bzw. beruflich, sehr langsam bewegen sich beide aufeinander zu. Ungemein klug und intensiv entwickelt.

„Ein großer Wurf“

Barbara Plagge, Thalia-Buchhandlung Hamburg, Spitaler Straße

Nach der Lektüre von "Grenzgang" bleibt mir nur zu hoffen, dass Stephan Thome bald für Nachschub sorgen wird, denn die Geschichte von Thomas Weidmann und Kerstin Werner, beide Mitte 40 und an verschiedenen Punkten in Ihrem Leben gescheitert, ist so gut erzählt, dass man immer weiter lesen möchte!
Bitte nicht erst wieder in 7 Jahren
Nach der Lektüre von "Grenzgang" bleibt mir nur zu hoffen, dass Stephan Thome bald für Nachschub sorgen wird, denn die Geschichte von Thomas Weidmann und Kerstin Werner, beide Mitte 40 und an verschiedenen Punkten in Ihrem Leben gescheitert, ist so gut erzählt, dass man immer weiter lesen möchte!
Bitte nicht erst wieder in 7 Jahren zu Grenzgang!

„Dieser Roman hat den Aspekte Literaturpreis verdient“

Birgit Wojtynowski, Thalia-Buchhandlung Gießen

Alle sieben Jahre findet in der kleinen Stadt (Biedenkopf) im hessischen Hinterland ein großes Fest statt "Der Grenzgang". Auf den sonst so stillen Straßen und Plätzen drängen sich die Menschenmassen. Kerstin hat hier ihren Mann kennen gelernt und geheiratet. Den Traum von einem eigenen Tanzstudio hat sie hier begraben. Kerstin ist Alle sieben Jahre findet in der kleinen Stadt (Biedenkopf) im hessischen Hinterland ein großes Fest statt "Der Grenzgang". Auf den sonst so stillen Straßen und Plätzen drängen sich die Menschenmassen. Kerstin hat hier ihren Mann kennen gelernt und geheiratet. Den Traum von einem eigenen Tanzstudio hat sie hier begraben. Kerstin ist geschieden, und lebt hier mit dementer Mutter, und sechzehnjährigem Sohn in der Provinz. Hier trifft sie Thomas Weidmann, der seine Uni-Karriere in Berlin vorzeitig beenden musste. Beide fühlen sich einsam und um ihre Lebensentwürfe betrogen.Sie suchen ein gemeinsames Glück.

Der Autor "Stephan Thome" beschreibt mit dem nötigen Abstand seine Heimat. Thome studierte in Berlin Philosophie und Sinologie. Seit 2005 lebt und arbeitet er in Taipeh, wo er auch seinen Roman "Grenzgang" schrieb.

„Grenzgang“

Jennifer Fais-Baumgardt, Thalia-Buchhandlung Essen-Kronenberg

Zwei Menschen und ihre „ganz normalen“ menschlichen Katastrophen: Krise, Scheidung, pubertierender Sohn, demenzkranke Mutter. Eine Karriere, mit einem Steinwurf endgültig beendet. Ihre Suche nach dem, was das Leben vom Funktionieren unterscheidet.
Als Kulisse dient ein Volksfest, das alle sieben Jahre stattfindet, bei dem die Protagonisten
Zwei Menschen und ihre „ganz normalen“ menschlichen Katastrophen: Krise, Scheidung, pubertierender Sohn, demenzkranke Mutter. Eine Karriere, mit einem Steinwurf endgültig beendet. Ihre Suche nach dem, was das Leben vom Funktionieren unterscheidet.
Als Kulisse dient ein Volksfest, das alle sieben Jahre stattfindet, bei dem die Protagonisten zwar mittendrin, aber nicht dabei sind. Die Geschichte ist mit flüssiger Sprachschönheit und raffinierten Zeitsprüngen erzählt, Feinfühligkeit und Ironie inbegriffen.

Dieses Buch hat mich von Anbeginn fasziniert – daher habe ich mich über die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2009 zwar nicht gewundert, aber umso mehr gefreut.

„Ein raffiniert konstruierter Provinzroman“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Stephan Thomes Roman "Grenzgang" spielt im hessischen Dorf Bergenstadt, wo alle sieben Jahre ein dreitägiges Volksfest - der Grenzgang - gefeiert wird. Hauptfiguren des Romans sind zwei Bergenstädter: Kerstin Werner und Thomas Weidmann, beide Mitte vierzig, beide – irgendwie – gescheitert. Der Autor beschreibt die Erlebnisse der beiden Stephan Thomes Roman "Grenzgang" spielt im hessischen Dorf Bergenstadt, wo alle sieben Jahre ein dreitägiges Volksfest - der Grenzgang - gefeiert wird. Hauptfiguren des Romans sind zwei Bergenstädter: Kerstin Werner und Thomas Weidmann, beide Mitte vierzig, beide – irgendwie – gescheitert. Der Autor beschreibt die Erlebnisse der beiden Protagonisten während der Grenzgang-Feste von 1985 bis 2013, und zwar nicht chronologisch, sondern geschickt zeitlich und perspektivisch verschachtelt.
Dem Autor gelingt es grandios, die seelische Verfassung seiner Hauptfiguren,
ihre zeitweilige Ziellosigkeit, das Aufgeben von Träumen und das sich Einrichten in der Langeweile authentisch und sensibel einzufangen.
"Grenzgang" ist ein souverän geschriebenes und wirklich lesenswertes Buch !

„Gibt es ein Leben nach dem vierzigsten Geburtstag?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Stephan Thome hat einen Roman über zwei Menschen, die beide in ihren Vierzigern sind, geschrieben. Ort des Geschehens ist Bergstadt, ein Ort in der hessischen Provinz, wo alle sieben Jahre für drei Tage das Volksfest Grenzgang stattfindet. Bei diesem Fest gerät das normale Leben schon mal in den Hintergrund. Seine beiden Hauptpersonen Stephan Thome hat einen Roman über zwei Menschen, die beide in ihren Vierzigern sind, geschrieben. Ort des Geschehens ist Bergstadt, ein Ort in der hessischen Provinz, wo alle sieben Jahre für drei Tage das Volksfest Grenzgang stattfindet. Bei diesem Fest gerät das normale Leben schon mal in den Hintergrund. Seine beiden Hauptpersonen sind Kerstin Werner, geschiedene Bamberger, Hausfrau, Mutter eines 16 jährigen Sohnes, die ihre an Demenz erkrankte Mutter pflegt und Thomas Weidmann, der nach gescheiterter Habilitation in Berlin jetzt als Lehrer am Gymnasium in Bergstadt arbeitet. Beide betrachten ihr bisheriges Leben und fragen sich, ob das etwa schon alles gewesen sein soll. Sehr geschickt wechselt der Autor ständig seine Erzählperspektive. Mal beschreibt er ihre Gedanken, mal seine. Mal sind wir im Jahre 1992, dann 1999 und 2006 – alles Grenzgangjahre. Beide Hauptpersonen sind auf der Suche nach etwas Neuem und wirken in der Gegenwart deprimiert: Es scheint, als ob ihr Leben stagniert. Trotz dieser sehr beobachtenden Perspektive passiert etwas mit den Hauptpersonen. Sie entwickeln sich weiter und lassen neue Ideen zu.

Mich hat dieser Roman sehr fasziniert, auch wenn ich ihn als typisch deutsch empfunden habe. Muss in Deutschland immer so viel hinterfragt und reflektiert werden? Können wir nicht einfach mal das Leben leben und genießen? Wenn Ihnen der Roman „Kürzere Tage“ von Anna Katharina Hahn gefallen hat, dann ist „Grenzgang“ genau das Richtige für Sie! Stephan Thome war übrigens mit seinem Erstling 2009 bereits gleich für den Deutschen Buchpreis nominiert und hat es sogar unter die Top-Fünf geschafft.

„Spannendes Debüt“

Julia Weßbecher, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Grenzgang ist das erste Buch eines noch jungen Autors. Es spielt in der hessischen Provinz, wo alle sieben Jahre der Grenzgang gefeiert wird. Das ist ein Volksfest bei dem rituell die Gemeindegrenzen abgeschritten werden.
Beim diesjährigen Grenzgang treffen der Lehrer Weidmann und Kerstin Müller zum zweiten Mal aufeinander. Mit Spannung
Grenzgang ist das erste Buch eines noch jungen Autors. Es spielt in der hessischen Provinz, wo alle sieben Jahre der Grenzgang gefeiert wird. Das ist ein Volksfest bei dem rituell die Gemeindegrenzen abgeschritten werden.
Beim diesjährigen Grenzgang treffen der Lehrer Weidmann und Kerstin Müller zum zweiten Mal aufeinander. Mit Spannung erzählt der Autor vom menschlichen Miteinader aber auch von der Ausnahmesituation eines solchen Festes.
Eine lohnende literarische Entdeckung

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
17
5
0
0
0

Alles Andere als povinziell
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 27.11.2010

Selten habe ich mich von einem Autoren so oft ertappt gefühlt.Zum Beispiel auf Seite 113, die Passage über nüchternes Analysieren.Lesen Sie am Besten selbst! Mal zustimmend und mal peinlich berührt las ich meine eigenen Gedankengänge. Das war eine verblüffende und eine tolle Leseerfahrung, Hut ab Herr Thome, bitte mehr... Selten habe ich mich von einem Autoren so oft ertappt gefühlt.Zum Beispiel auf Seite 113, die Passage über nüchternes Analysieren.Lesen Sie am Besten selbst! Mal zustimmend und mal peinlich berührt las ich meine eigenen Gedankengänge. Das war eine verblüffende und eine tolle Leseerfahrung, Hut ab Herr Thome, bitte mehr davon

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Dies ist die Geschichte zweier Menschen Mitte 40, die in der Provinz gestrandet sind. Er, ledig, gescheitert auf dem Weg an der Uni Karriere zu machen und in sein Heimatdorf als Gymnasiallehrer zurückgekehrt und sie, geschiedene Mutter eines 16-jährigen Sohnes, nie dem Dorf entwachsen, pflegt ihre demenzkranke Mutter. Die... Dies ist die Geschichte zweier Menschen Mitte 40, die in der Provinz gestrandet sind. Er, ledig, gescheitert auf dem Weg an der Uni Karriere zu machen und in sein Heimatdorf als Gymnasiallehrer zurückgekehrt und sie, geschiedene Mutter eines 16-jährigen Sohnes, nie dem Dorf entwachsen, pflegt ihre demenzkranke Mutter. Die beiden treffen nun an verschiedenen Stationen ihres Lebens zusammen; Situationen, die manchmal peinlich beklemmend, freundschaftlich oder auch hocherotisch ausfallen. Eng verbunden mit ihrer (manchmal vorhandenen) Beziehung steht das alle 7 Jahre im Dorf stattfindende Volksfest – der „Grenzgang“. Hier wird die Überschreitung von Grenzen gefeiert und auch Thomas Weidmann und Kerstin Werner, die beiden Protagonisten, überschreiten immer wieder die Grenzen von Provinzialität, Autonomie und Intimität. Geschickt konstruiert – der Leser wirft über die erzählten Jahre hinweg stets zu Zeiten des „Grenzgangs“ einen Blick auf die Protagonisten – und sprachlich elegant formuliert gelingt Stephan Thome ein fulminantes Buch, das viele Leser verdient hat.

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Für diesen Roman erhielt Thome im Jahr 2009 den Aspekte Literaturpreis. Er erzählt darin von zwei Menschen in einer hessischen Kleinstadt, die im Alter von Mitte Vierzig an einer Wegscheide des Lebens stehen, beruflich und in der Partnerschaft. Kerstin Werner wird von ihrem Mann verlassen und Thomas... Für diesen Roman erhielt Thome im Jahr 2009 den Aspekte Literaturpreis. Er erzählt darin von zwei Menschen in einer hessischen Kleinstadt, die im Alter von Mitte Vierzig an einer Wegscheide des Lebens stehen, beruflich und in der Partnerschaft. Kerstin Werner wird von ihrem Mann verlassen und Thomas Weidmann scheitert in seiner Karriere an der Universität. Die Geschicke der beiden werden im Fokus des alle sieben Jahre stattfindenden Volksfests Grenzgang erzählt. Thome schreibt äußerst präzise und detailliert, mit Humor und einer Schärfe, was las Lesen des Romans zu einem großen Genuss werden lässt.

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