Heartland

Roman

(12)
John Mapother, Sohn der mächtigsten Familie im Provinznest Bashford, will nach diversen privaten Fehltritten in den amerikanischen Kongress. Er hat nur keine Ahnung von der Welt seiner Wähler. Die aber hat sein jüngerer Bruder Blue Gene, das schwarze Schaf der Familie, der auch weiß, dass die einfachen Leute gar nicht so einfach sind, angefangen bei der rebellischen Punkrockerin, in die er sich verliebt. Ein großer amerikanischer Familienroman, hochintelligent, voller Melancholie – und überraschend aktuell.
Portrait
Joey Goebel, geb. 1980 in Henderson, Kentucky, schrieb mit fünf Jahren seine erste Story, erträumte sich jedoch bald ein Leben als Punkrocker. Als Leadsänger mit seiner Band 'The Mullets' tourte er dann tatsächlich fünf Jahre lang durch den Mittleren Westen bis nach Los Angeles. Joey Goebel hat einen B.A. in Anglistik vom Brescia College in Owensboro, Kentucky.
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Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 720
Erscheinungsdatum 22.06.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24037-5
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 17,8/11,6/3,5 cm
Gewicht 464 g
Originaltitel Commonwealth
Auflage 2
Übersetzer Hans M. Herzog
Buch (Taschenbuch)
13,00
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Blue Gene scheint der Inbegriff eines Versagers zu sein:
Heruntergekommenes Erscheinungsbild, schmächtiger Körperbau und keinerlei besondere Ambitionen oder Interessen.
Seinen Lebensunterhalt verdient er mehr schlecht als recht als Flohmarktverkäufer von Actionspielzeugfiguren.
Was keiner weiß: Er ist der Sprössling einer angesehenen und einflussreichen Familie
und nun, da sich sein Bruder in der Politik verwirklichen will, soll Blue Gene wieder eingegliedert werden, als Sympathieträger im bervorstehenden Wahlkampf.
Doch hinter der perfekten Fassade kommt ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht.

Auch in seinem dritten Roman haut Joey Goebel den Leser vom Stuhl.
Bekannt satirisch erzählt eine unglaubliche Story und portraitiert wie kein Zweiter die amerikanische Gesellschaft.
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„Blue Gene“

Tanja Kuhner, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Wenn Sie etwas über das heutige Amerika erfahren wollen, dann lesen Sie "Heartland"!
Da soll das schwarze Schaf der reichen Familie Mapother wieder zurück in den Schoß der Familie gelockt werden, um die politische Karriere des Bruders zu unterstützen. Neben Wahlkampfaktionen erfährt man z.B. auch Details über Wrestling, auch dies herrlich von Goebel geschildert..(Die Vergleiche vieler Kollegen mit John Irving sind berechtigt, was dem einen das Ringen...) Manches gerät ihm etwas ausufernd, was man ihm aber gern verzeiht, weil er einfach schreiben kann. Im Innern des Ganzen entfaltet sich die anrührende Geschichte der beiden Brüder.
Ein grosses Erzähltalent!
Wenn Sie etwas über das heutige Amerika erfahren wollen, dann lesen Sie "Heartland"!
Da soll das schwarze Schaf der reichen Familie Mapother wieder zurück in den Schoß der Familie gelockt werden, um die politische Karriere des Bruders zu unterstützen. Neben Wahlkampfaktionen erfährt man z.B. auch Details über Wrestling, auch dies herrlich von Goebel geschildert..(Die Vergleiche vieler Kollegen mit John Irving sind berechtigt, was dem einen das Ringen...) Manches gerät ihm etwas ausufernd, was man ihm aber gern verzeiht, weil er einfach schreiben kann. Im Innern des Ganzen entfaltet sich die anrührende Geschichte der beiden Brüder.
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„Wahlkampf in Amerika“

Kerstin Weigelt, Thalia-Buchhandlung Meißen

Die einflußreiche Familie Mapother setzt alles daran, ihren ältesten Sohn John in den amerikanischen Kongress zu bringen. Leider gibt es ein Problem in der Bilderbuchfamilie. Dieses heißt Blue Gene und ist der Jüngere und das schwarze Schaf in der Familie. Er hat sich schon früh abgenabelt und lebt , wie es ihm gefällt. Mit allen Mitteln versucht man nun Blue Gene wieder einzugliedern. Beinahe sieht es auch so aus als läßt er sich vor den Wahlkampfkarren spannen. Durch seine frühere Lebensweise kennt er die Situation der kleinen Leute und gewinnt ihre Stimmen. Doch die Ereignisse überstürtzen sich, als er sich versucht in Dinge einzumischen. Dabei kommen Tatsachen ans Licht, die sich bald auch nicht mehr vor der Wählerschaft verheimlichen lassen. Ein großartiger Roman, der uns nicht nur Einblicke in den amerikanischen Wahlkampf gibt. Die einflußreiche Familie Mapother setzt alles daran, ihren ältesten Sohn John in den amerikanischen Kongress zu bringen. Leider gibt es ein Problem in der Bilderbuchfamilie. Dieses heißt Blue Gene und ist der Jüngere und das schwarze Schaf in der Familie. Er hat sich schon früh abgenabelt und lebt , wie es ihm gefällt. Mit allen Mitteln versucht man nun Blue Gene wieder einzugliedern. Beinahe sieht es auch so aus als läßt er sich vor den Wahlkampfkarren spannen. Durch seine frühere Lebensweise kennt er die Situation der kleinen Leute und gewinnt ihre Stimmen. Doch die Ereignisse überstürtzen sich, als er sich versucht in Dinge einzumischen. Dabei kommen Tatsachen ans Licht, die sich bald auch nicht mehr vor der Wählerschaft verheimlichen lassen. Ein großartiger Roman, der uns nicht nur Einblicke in den amerikanischen Wahlkampf gibt.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
7
5
0
0
0

Triviale Literatur auf höchstem Niveau
von einer Kundin/einem Kunden am 26.10.2014

Joey Goebel bedient sich in Heartland dem Voyeurismus, der besonders der modernen bürgerlichen Gesellschaft, der anscheinend schwindenden Mittelschicht, wahrscheinlich sehr gefallen mag. „Fremdschämen“ ist das Schlagwort, wenn wir Menschen wie Blue Gene begegnen. Er trägt einen Vokuhila, Schnauzbart und ärmellose Shirts, weil die so viel bequemer sind als welche... Joey Goebel bedient sich in Heartland dem Voyeurismus, der besonders der modernen bürgerlichen Gesellschaft, der anscheinend schwindenden Mittelschicht, wahrscheinlich sehr gefallen mag. „Fremdschämen“ ist das Schlagwort, wenn wir Menschen wie Blue Gene begegnen. Er trägt einen Vokuhila, Schnauzbart und ärmellose Shirts, weil die so viel bequemer sind als welche mit Ärmel, wie er behauptet. Er verkauft 80er Jahre Spielzeug auf einem Flohmarkt, und das ist dann auch schon seine einzige Tätigkeit der er nachgeht. Seinen Job bei Walmart hat er aufgegeben und bedauert es, nicht aktiv am Kriegsdienst teilnehmen zu können. Seit einem Unfall hinkt er. Von seinen Freunden hat er sich mehr und mehr abgewandt und vegetiert in einem Trailerpark nur so dahin. Aber wir fremdschämen uns nicht lange wegen Blue Genes ärmlichen Lebens, denn es gibt auch noch andere bedauerliche Protagonisten in Heartland. Sein Bruder John Mapother zum Beispiel, Spross aus der gleichnamigen Tabakdynastie, will für den Kongress kandidieren. Eigentlich leidet er unter Lampenfieber und Panikattacken, zudem ist er trockener Alkoholiker, was nicht unbedingt die besten Voraussetzungen sind um einen Wahlkampf zu bestreiten. Deren despotischer Vater und Familienpatriarch Henry, und deren tief religiöse Mutter Elizabeth beschließen Blue Gene in den Wahlkampf mit einzubeziehen, denn wenn jemand die Stimmenaus dem einfachen Volk, für die eigentlich als reiche Firmenbosse verschrienen Mapothers erreichen kann, dann nur das eigentliche schwarze Schaf der Familie. Der erste Roman, den ich von Joey Goebel gelesen habe, war „Ich gegen Osborne“. Er schildert darin, einen Tag im Leben eines Schülers. Sein außergewöhnlicher Stil hat mich da schon gefesselt; ich war ganz hin und weg von seiner wirklich markanten Erzählweise und mit Heartland hat er mir bewiesen, welch erzählerisches und literarisches Talent in ihm steckt. Die bruchstückhafte Vergangenheit Blue Genes und seiner Familie wird in Rückblenden und Gesprächen erzählt, wobei anfänglich der Wahlkampf, mehr als einmal kommen Propaganda und Wahlkampfsprüche hier zur Geltung, eindeutig im Vordergrund steht, und die familiären Verstrickungen sich erst gegen Ende des Buches auflösen. Man könnte Goebel nun eine etwas triviale Handlung, Heartland gleiche einer Seifenoper vorwerfen, allerdings wäre so eine Kritik vorschnell und nicht gut durchdacht. Ein dunkles Familiengeheimnis umgibt die Mapothers und es geht auch ein bisschen um eine oder zwei Liebesgeschichten, allerdings will ich hier nicht zu viel von der Handlung erzählen, denn gerade durch diesen ganz eigenen außergewöhnlichen Ablauf, bekommt die ganze Erzählung ein überzeichnetes und surreales Bild, dass so vermute ich zumindest, sehr wohl vom Schriftsteller gewollt war. Er bezieht dadurch ganz klar keine Stellung was nun die amerikanische Gesellschaft, Patriotismus oder deren Außenpolitik angeht, obwohl er genau jene Themen satirisch porträtiert. Ist Goebel nun ein Patriot oder ist er keiner? Diese Frage wurde ihm in mehreren Interviews gestellt und ich finde, dass es eine unerhebliche Frage ist, die eigentliche sollte lauten: Ist er ein guter Literat, oder ist er keiner? Ich für meinen Teil kann sie beantworten und freue mich schon wahnsinnig auf Vincent, dass in diesem Moment auf meinen SuB(=Stapel ungelesener Bücher) um einige Plätze vorgerückt ist.

Genial!
von Andreas Wetekam aus Münster (Poertgen-Herder) am 30.07.2010

Großartig! Mehr Worte bedarf es eigentlich nicht das neue Werk von Joey Goebel zu beschreiben. Er beweist eindrucksvoll warum er zu den hoffnungsvollsten Jungautoren der USA gezählt wird. Eine Kleinstadt im Mittleren Westen der USA und ihre mächtigste Familie bilden den Schauplatz dieser Geschichte; eine Mischung aus Familien-Epos, Politdrama und ein wenig Liebesgeschichte und... Großartig! Mehr Worte bedarf es eigentlich nicht das neue Werk von Joey Goebel zu beschreiben. Er beweist eindrucksvoll warum er zu den hoffnungsvollsten Jungautoren der USA gezählt wird. Eine Kleinstadt im Mittleren Westen der USA und ihre mächtigste Familie bilden den Schauplatz dieser Geschichte; eine Mischung aus Familien-Epos, Politdrama und ein wenig Liebesgeschichte und wir tauchen ein in die Familie Mapother, erzkonservativ, bibeltreu, durchtrieben und ein schwarzes Schaf. Joey Goebel hätte mit seinen Zutaten leicht ins klischeehafte abrutschen können, aber sprachgewaltig und mit dem nötigen Wortwitz ausgestattet, bekommen wir einen Roman vorgesetzt der mich von der ersten Seite gepackt hat und den ich nur schwer zur Seite legen konnte. Ein toller Einblick in die konservative Seele Amerikas, der durch plastische und vielschichtige Charaktere besticht. Ich warte sehnsüchtig auf die kommenden Werke dieses Autors.

Amerikanische Doppelmoral - bitterböse & sooo unterhaltsam!
von S. Drisch aus Weiterstadt am 16.06.2010

Was für ein Buch! Amerika betrachtet aus zwei völlig gegensätzlichen Perspektiven: von ganz unten und von ganz oben; aus der Sicht der golfspielenden Country Club-Mitglieder und aus der Sicht jener, die im Wohnwagenpark leben und dort Ravioli direkt aus der Dose essen. Das brisante Detail in dieser Geschichte ist,... Was für ein Buch! Amerika betrachtet aus zwei völlig gegensätzlichen Perspektiven: von ganz unten und von ganz oben; aus der Sicht der golfspielenden Country Club-Mitglieder und aus der Sicht jener, die im Wohnwagenpark leben und dort Ravioli direkt aus der Dose essen. Das brisante Detail in dieser Geschichte ist, dass hier Ober- und Unterschichtler miteinander verwandt sind. Blue Gene Mapother kommt nämlich eigentlich aus einer politisch einflussreichen, elitären Familie. Wegen diverser Streitigkeiten zieht er es jedoch vor, das Leben der kleinen Leute zu leben. Als dann allerdings sein Bruder im Wahlkampf die Hilfe des so volksnahen Blue Gene braucht, nimmt die Geschichte eine ganz neue Wendung. Unterhaltsame, gesellschaftskritische Amerika-Studie. Oftmals bitterböse und zynisch, immer wieder auch amüsant und witzig. Alle Leser von T.C. Boyle werden ihre Freude an diesem Roman haben, in dem man die Vereinigten Staaten von einer ganz anderen, unschönen Seite kennenlernt.