Herr Hübner und die sibirische Nachtigall

Roman

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Die Geschichte war ihr Schicksal.

Erschütternd und tief bewegend - eindringlich und fesselnd erzählt: Zwei außergewöhnliche Biographien, zwei Menschen, die trotz jahrelanger Haft in den Zeiten des kalten Krieges ihren Mut und ihre Lebenskraft nicht verloren.

Dresden 1948. Ein Gefängnis der Sowjetischen Militäradministration, ein Mann und eine Frau. Ihre Sprache - ein Klopfzeichen durch die Zellenwand: Dietrich Hübner, 21 Jahre alt, seit Kriegsende Mitglied der Liberaldemokratischen Partei, und Mara Jakisch, 43 Jahre alt, Operettensängerin und Filmschauspielerin. Er hat sich geschworen, für Demokratie und Freiheit zu kämpfen. Ein gefährliches Engagement. Längst hat sich die SED mit Hilfe der sowjetischen Besatzungsmacht formiert und verfolgt ihre politischen Gegner. Mara Jakischs Leben sind der Gesang und die Schauspielerei. Es zieht sie wieder auf die Bretter der großen Bühnen.
Dann die Anschuldigungen: Spionage für die westlichen Besatzungsmächte. Beide werden zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. Dietrich Hübner kommt nach Bautzen, dann nach Brandenburg-Görden, Mara Jakisch in den Gulag nach Sibirien. Der Kampf um die eigene Würde beginnt, gestärkt von der Hoffnung auf andere Zeiten.

Rezension
"Berührender Roman über staatlich angeordnetes Unrecht." BILD, 12.11.2014
Portrait

Susanne Schädlich, geboren 1965 in Jena, ist Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie lebte elf Jahre in den USA; 1999 kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie mit ihrer Familie heute lebt. Bei Droemer erschien 2009 "Immer wieder Dezember", 2011 "Westwärts, so weit es nur geht".

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 01.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-19975-6
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 20,8/12,6/3 cm
Gewicht 348 g
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Herr Hübner und die sibirische Nachtigall
von Ikopiko aus Hesel am 29.10.2015

Mara Jakisch und Dietrich Hübner haben den Zweiten Weltkrieg überlebt. Sie leben im unter sowjetischer Besatzung stehenden Ostteil Deutschlands. Sie haben beide einen großen Traum. Mara, eine bisher erfolgreiche Operettensängerin, möchte auf die ganz großen Bühnen der Welt. Dietrich ist durch und durch Politiker und setzt sich mit seiner... Mara Jakisch und Dietrich Hübner haben den Zweiten Weltkrieg überlebt. Sie leben im unter sowjetischer Besatzung stehenden Ostteil Deutschlands. Sie haben beide einen großen Traum. Mara, eine bisher erfolgreiche Operettensängerin, möchte auf die ganz großen Bühnen der Welt. Dietrich ist durch und durch Politiker und setzt sich mit seiner Liberal-Demokratischen Partei für Demokratie und Freiheit ein. Doch beide werden ihre Ziele nicht erreichen. 1948 werden Mara und Dietrich verhaftet. Ihnen wird Spionage vorgeworfen. Mara muss ins Arbeitslager nach Sibirien, Dietrich sitzt in den Gefängnissen von Bautzen und Brandenburg ein. Allein das Festhalten an ihren Träumen lässt sie diese Zeit überleben. Erst durch die Bemühungen westdeutscher Politiker werden Mara und Dietrich befreit und leben fortan in der BRD. Das westliche Deutschland ist ihnen völlig fremd und ihre Qualen aus der Gefangenschaft können sie nicht vergessen. Wieder beginnt für sie ein komplett neues Leben. Susanne Schädlichs „Herr Hübner und die sibirische Nachtigall“ behandelt ein Thema, von dem ich zwar gehört habe, aber nichts Genaues wusste: die Verfolgung und Folter politisch Gefangener in der ehemaligen sowjetischen Zone. Die Bedingungen in den Arbeitslagern und Gefängnissen waren unmenschlich. Wer dem Staat gefährlich werden konnte, musste zum Schweigen gebracht werden. Auch nach der Befreiung, im Westen, durften Mara und Dietrich nicht über ihr Leben in Haft sprechen. Was dazu führte, dass ein Großteil der Bevölkerung nichts über diese Machenschaften wusste. So sehr mich dieses Buch vom Inhalt anspricht, so wenig hat mich der Schreibstil angesprochen. Die zum Teil sehr kurzen Sätze machten einige Abschnitte zu einem gefühlten Bericht, keinem Roman. Hierfür gebe ich einen Stern Abzug.