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Herr Jensen steigt aus

Roman

(8)
Ist es die hohe Kunst des Nichtstuns, die Herrn Jensen treibt, oder verfolgt er nicht doch einen geheimen Plan? Als Briefträger schiebt er tagtäglich liebevoll Post in die Schlitze der Kästen. Eines Tages freigestellt, verlässt er seine Wohnung immer seltener. – Nicht das Alltägliche, nicht der Wahnsinn interessieren Jakob Hein, es ist der schmale Grat dazwischen. Seine kurze Geschichte von Herrn Jensen lotet mit großer Konsequenz die Tragik eines wunderlichen Lebens ebenso aus wie dessen unerhörte Komik.
Portrait

Jakob Hein, geboren 1971 in Leipzig, wuchs in Berlin auf, wo er heute als praktizierender Arzt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt. Neben den Bestsellern »Mein erstes T-Shirt«, »Formen menschlichen Zusammenlebens« und »Herr Jensen steigt aus« erschienen unter anderem von ihm sein autobiografisches Familienporträt »Vielleicht ist es sogar schön«, »Gebrauchsanweisung für Berlin«, »Antrag auf ständige Ausreise«, »Der Alltag des Superhelden«, »Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht« und der Roman »Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand«.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 133
Erscheinungsdatum 01.12.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-25076-4
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 189/121/15 mm
Gewicht 157
Auflage 7. Auflage
Buch (Taschenbuch)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Der schmale Grat ..“

D. Knichel, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ja, der Grat zwischen Normalität und Wahnsinn ist manchmal ziemlich schmal. Und wer kann sich schon anmaßen darüber urteilen zu können? Ist Herr Jensen jetzt eigentlich "verrückt? Oder lebt er nur den "Traum", den jeder irgendwie kennen dürfte, wenn er/sie sagt "Ich bin reif für die einsame Insel"?

Die Geschichte von Herrn Jensen
Ja, der Grat zwischen Normalität und Wahnsinn ist manchmal ziemlich schmal. Und wer kann sich schon anmaßen darüber urteilen zu können? Ist Herr Jensen jetzt eigentlich "verrückt? Oder lebt er nur den "Traum", den jeder irgendwie kennen dürfte, wenn er/sie sagt "Ich bin reif für die einsame Insel"?

Die Geschichte von Herrn Jensen beginnt damit, dass dieser seinen Job als Postbote verliert. Als Postbote ohne Ausbildung ist er der erste, der dem Stellenabbau zum Opfer fällt. Was aber nun anfangen mit der "freien Zeit"?
Zunächst gestaltet Herr Jensen seine Tage mit Ausschlafen und Fernsehen, bis er beginnt dem Sinn (oder Unsinn?) von Talk-Shows auf den Grund zu gehen. Als er schließlich für sich erkennt, dass hier im Sinne von gesellschaftlichen Normen vorgeschrieben wird, wie ein Mensch in der hiesigen Gesellschaft nicht zu sein hat oder was nicht normal ist, muss er bemerken, dass er (ledig, keine Freunde, arbeitslos etc.) nicht "normal" ist. Er beginnt sich mehr und mehr aus der Gesellschaft zu lösen. So untersagt er sich Informationen in jeglicher Form zu "konsumieren" und gestaltet seine Tage mit spazierengehen und der Freude am "Nichtstun". Mehr und mehr ist aber auch zu erkennen, dass Herr Jensen zunehmend ver-rückt wird. Ver-rückt vielleicht aber auch nur im Sinne des Steppenwolfes bei Hesse: nämlich abgerückt aus der Gesellschaft.

Wer es gesellschaftskritisch und auch ein bisschen schräg mag, ist mit diesem Büchlein gut beraten. Schlicht, leicht lesbar und doch "irgendwie" anspruchsvolle Literatur.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Wahnsinn?!
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 31.03.2010

Wer ist hier eigentlich wahnsinnig, Herr Jensen oder der Rest der Welt? Der Held dieses Romans verkörpert eine Art moderner Mann ohne Eigenschaften. Er arbeitet fast versehentlich bei der Post, wo er das Zustellwesen trotzdem extrem ernsthaft betreibt. Als seine Stelle wegrationalisiert wird, versucht er ebenso ernsthaft sein Leben... Wer ist hier eigentlich wahnsinnig, Herr Jensen oder der Rest der Welt? Der Held dieses Romans verkörpert eine Art moderner Mann ohne Eigenschaften. Er arbeitet fast versehentlich bei der Post, wo er das Zustellwesen trotzdem extrem ernsthaft betreibt. Als seine Stelle wegrationalisiert wird, versucht er ebenso ernsthaft sein Leben als Arbeitsloser auszufüllen. Das gelingt ihm besser als seiner Umwelt lieb ist.Im Gespräch mit seiner Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt raubt er ihr mit dieser Ernsthaftigkeit den letzten Nerv. Auch sein Gespräch mit einem alten Schulfreund verläuft so, daß ich nicht sicher war, wer hier eigentlich normal ist. Dieser Roman jedenfalls ist nicht normal, er ist großartig.Er hat mich ins Grübeln gebracht,ich habe gelacht und ich wurde glänzend unterhalten.

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Nichts ist so absurd wie die Wirklichkeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Northeim am 29.09.2008

Hape Kerkeling sagt: "Ein wunderbares Buch. Das müssen Sie lesen!" Dem kann ich mich nur anschließen. Herr Jensen steigt eigentlich gar nicht aus, so ist manchmal das Leben - so sind manchmal die Menschen - warum denn nicht?

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zum Nachdenken
von Ivonne Wiese aus Berlin am 04.03.2012

Eine Kurzgeschichte über einen recht genügsamen trägen Postboten, der seinen Job verliert, damit andere nicht ihren Job verlieren. Da er nur als Übergänger vom Studentenjob seit Jahren weiter Briefe austrägt und keine Ausbildung bei der Post gemacht hat, fällt sein Job als erster weg. Nun sitz er da. Zu... Eine Kurzgeschichte über einen recht genügsamen trägen Postboten, der seinen Job verliert, damit andere nicht ihren Job verlieren. Da er nur als Übergänger vom Studentenjob seit Jahren weiter Briefe austrägt und keine Ausbildung bei der Post gemacht hat, fällt sein Job als erster weg. Nun sitz er da. Zu Hause. Ganz allein und macht sich Gedanken über sich, die Welt und den Sinn des Lebens. Dabei stellt er so einige kuriose Studien und Untersuchungen an, die am Ende darauf hinauslaufen, dass er in der Einsamkeit versinkt. Herr Jensen bleibt trotz allem eine recht abstrakte Figur, auch weil ihm ein Vorname fehlt. Seine wenigen kurzen Wegbegleiter erscheinen da schon realistischer, eben angekommener im Leben. Herr Jensen hält sich lieber im Hintergrund und am Rand auf. Das Buch regt zum Nachdenken an und ist trotz seiner destruktiven Art ein Schrei, lieber am Leben teil zu haben statt sich zurück zu ziehen.

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