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High Life

Roman. Mit e. Nachw. v. Dennis Cooper

(8)
Auf der Suche nach Geld, Sex und Macht zieht es Jack nach Los Angeles. Doch der Traum von Ruhm und Reichtum bleibt unerfüllt. Stattdessen fristet Jack ein elendes Dasein und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. In der Hoffnung auf ein kleines, bescheidenes familiäres Glück nimmt er schließlich die Prostituierte Karen bei sich auf. Doch Karen verlässt ihn. Wenige Tage später wird ihre Leiche in einem Abwasserkanal gefunden, entstellt und ausgeweidet. Jacks Leben gerät vollends aus den Fugen. Bis er beschließt, sich dem Grauen, das über ihn hereingebrochen ist, zu stellen. Er erfüllt sich seinen Traum von einem Leben im Scheinwerferlicht – und begibt sich auf eine Reise in die Finsternis.
High Life ist ein erschütterndes Buch über das Böse – das unvorstellbar Böse unter der gleißenden Sonne Kaliforniens.
'Ich habe so etwas noch nie gelesen. Und ich glaube nicht, dass es so etwas jemals wieder geben wird.'
Ken Bruen
Portrait
Matthew Stokoe, 1959 in England geboren, verbrachte sein bisheriges Leben zwischen England, den USA, Neuseeland und Australien. Er ist der Autor von mehreren Romanen und dem Drehbuch zu einem Kurzfilm. Matthew Stokoe lebt in einem Vorort von Sydney
Joachim Körber, geb. 1958 in Karlsruhe, machte sich 1978/79 als freier Übersetzer selbstständig. 1984 gründete Körber nach amerikanischem Vorbild zusammen mit Thomas Bürk (der 1993 ausschied) und Uli Kohnle den Verlag Edition Phantasia, um Science Fiction, Horror und Fantasy in gediegenen, nummerierten, häufig illustrierten und von den Autoren und Illustratoren handsignierten Ausgaben auf den Markt zu bringen. 1998 erschien sein erster Roman. Daneben war Körber mehrfach in der Rubrik 'Bester Übersetzer' für den Kurd Laßwitz Preis nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 445
Erscheinungsdatum 27.02.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7160-2674-8
Verlag Arche Verlag
Maße (L/B/H) 219/154/43 mm
Gewicht 701
Buch (Kunststoff-Einband)
19,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Gewaltpronografische Supernova.“

Christian Oertel, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Kürzlich bekam ich eine euphorische, aber verstörte SMS vom Kollegen Revermann. Ich zitiere: "Bestellen Sie sich SOFORT Stokoes ´High Life`", in der es weiter hieß, dass Osborns JAGDZEIT und Houellebecqs ELEMENTARTEILCHEN im Vergleich Grundschulfibeln seien. Was tun? Richtig! Vertrauen, bestellen, kaufen, lesen. Ich ergänze: schockiert Kürzlich bekam ich eine euphorische, aber verstörte SMS vom Kollegen Revermann. Ich zitiere: "Bestellen Sie sich SOFORT Stokoes ´High Life`", in der es weiter hieß, dass Osborns JAGDZEIT und Houellebecqs ELEMENTARTEILCHEN im Vergleich Grundschulfibeln seien. Was tun? Richtig! Vertrauen, bestellen, kaufen, lesen. Ich ergänze: schockiert sein.

Als Vielleser und Liebhaber des klassischen Whodunnit und Hard Boiled, über True Crime bis zum Psychothriller, habe ich von menschlichen Grausamkeiten schon so oft gelesen, dass mich nichts mehr wirklich schockieren kann. Bis hierhin. Stokoe läutet mit HIGH LIFE eine neue Zeitrechnung ein, mit tonnenschwerem unheilverkündendem Geläut.


Kalifornien. Neunzigerjahre. Exotische Hollywood-Paradiesvögel, Millionäre und Filmstars.
Jack verkauft Donuts. Fortschreitende Armut. Er ist besessen von einem besseren Leben. Sein ehrgeizigstes und einziges Ziel ist es, auf die Titelseite eines Klatschmagazins zu kommen.
Nachdem Jack erfährt, dass seine Frau Karen, eine Prostituierte, ihre Niere verkauft hat, wirft er sie aus dem gemeinsamen Apartment. Kurz darauf wird sie tot im Park aufgefunden. Die Augen geschlossen, der Bauch dagegen geöffnet, sämtliche Organe entnommen. Jack´s Maß an Mitgefühl bleibt dabei begrenzt. Eigentlich schert es ihn nicht einmal.
Was bleibt und treibt ist die Frage: How does it feel to be one of the beautiful people? "Hollywood, ich komme." Und während der Walk of Fame mit Sternen gepflastert ist, besteht Jack´s Weg nach oben zum HIGH LIFE aus Drogen, Prostitution, Erniedrigung, Folter und Mord.


"Ich lag auf dem Bett und dachte daran, wie die junge Frau ... ausgesehen hatte ... wie reglos und schwer ihr Leichnam auf dem Boden lag, nachdem sie mit dem Schlagbohrer fertig waren ... ."


Stokoe gießt den sonnigen Optimismus der Schönen und Reichen in der Traumfabrik, des Hochglanzes, unter kalifornischer Sonne, als schmutziges und gefährlich bröckelndes Fundament verkorkster Psychen.
Der Mensch wird als etwas ganz und gar Widerwärtiges, Trauriges und Abstoßendes porträtiert. Das eigentliche Wesen der menschlichen Natur sei Käuflichkeit. Macht und Geld der höchste Lebenszweck, der sie manipulierbar macht.
Bei Stokoe wird Sex im Imperativ konjugiert. Kein Sex, der Fensterscheiben beschlagen lässt, in HIGH LIFE muss der Boden mit Plane ausgelegt werden. Nichts Zärtliches, mehr Kampf. Keine Spur von Liebe, nur Befriedigung der Lust.

HIGH LIFE - ein unbequemes und unvergessliches Buch - hat nichts Normales zu bieten. In pornografischer Detailgenauigkeit beschreibt Stokoe eine Welt in der Welt, ein perverses Universum, außerhalb der üblichen Moralvorstellungen, außerhalb des Erträglichen, des Vorstellbaren, der Gesetze. Alles ist von einer Patina der Brutalität überzogen. Roh, düster, demoralisierend, extrem, brachial, bizarr, obszön. Ungeheuerlichkeiten und Widerwärtigkeiten kollidieren zu einer gewaltpornografischen Supernova.

Um HIGH LIFE schulterzuckend abzutun, müsste man schon Marquis de Sade mit der Muttermilch, spätestens aber in präpupertären Jahren aufgesogen haben oder bei Texas Chainsaw Massacre genüsslich ins besenfte Blutwurstschnittchen beißen und gähnen.


Was bleibt ist schiere Fassungslosigkeit und Redebedarf - meinerseits.

„FSK 18 +++ "Wie Schlagring auf Hirn" (Ken Bruen)“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss

1. Dieses Buch steht für mich außerhalb jeder Bewertung. Mit Sternen nicht fassbar. Dieser Stoff entzieht sich einfacher Kategorisierung.

2. Das ist mir noch nie passiert. Ich habe in meinem Leben so einiges gelesen. Nie hat mich ein Roman mehr gespalten.

3. Meine Frau, auch Buchhändlerin, hatte ebenfalls ein Leseexemplar. Gleichzeitig
1. Dieses Buch steht für mich außerhalb jeder Bewertung. Mit Sternen nicht fassbar. Dieser Stoff entzieht sich einfacher Kategorisierung.

2. Das ist mir noch nie passiert. Ich habe in meinem Leben so einiges gelesen. Nie hat mich ein Roman mehr gespalten.

3. Meine Frau, auch Buchhändlerin, hatte ebenfalls ein Leseexemplar. Gleichzeitig gelesen. Stumme schreiende Fassungslosigkeit ob des Inhaltes. Fiebrige Lektüre, weil sprachlich und vom Aufbau und in seiner Konsequenz brillant. Anders. Unfassbar. Nicht zu ertragen, aber auch unmöglich wegzulegen.

4. So auch immer diese Rezension Interesse Ihrerseits weckt, so möchte ich Sie bitten, sich mit diesem Buch vor dem Gang an die Kasse in eine stille Ecke zu setzen, drei bis fünf Seiten anzulesen, um dann zu entscheiden, ob Sie die Hölle ertragen können, in die dieses Buch unweigerlich herab- und hineinzieht.

5. Meine Frau sagte, man dürfe dieses Buch nicht rezensieren. Ich sehe das anders. Literatur, egal, ob sie verstört, irritiert oder - nennen wirs beim Wort - mit moralisch mittelgeerdeten Werten nur als pervers bezeichnet werden kann, hat seine Berechtigung dann, wenn sie nicht des Selbstzweckes wegen geschrieben und veröffentlicht wurde.

6. Dieses Buch beschäftigt mich nachhaltend.

Genug der Warnung. Genug des Prologs. Wenn Sie, wie ich, die Inhaltsangabe zu diesem Buch lesen, ein Faible für Noir Romane haben, wird der Plot interessieren. Mich eben auch. Dazu ein großartiges Cover und schon hat die Schlange aus dem alten Testament gewonnen. Unerbittlich zieht einen Matthew Stokoe in eine Geschichte, die so widerwärtig, obzön und trotzdem schon fast plaudertonartig parlierend stringent und logisch ist. Eine gärende, süßliche, stinkende Wunde des menschlichen Geistes und seiner Phantasie (Meine Frau sagte: Wenn Du dieses Buch geschrieben hättest, müßte ich mich von Dir trennen. Ich hätte Angst. - Sie hat definitiv Recht!)

7. Dieses Buch ist in jeder Hinsicht beängstigend.

8. Ist es eine Form von Voyeurismus, die einen diesen Stoff lesen lässt? Ist es das Wissen, das es außerhalb der eigenen Grenzen noch andere gibt? Sagen Sie es mir, wenn Ihr Magen stark genug ist.

9. Nocheinmal: Für Steckdosen gibt es Kindersicherungen. Nicht für Literatur.

10. Wenn Sie statt der Biene Maya schon Dantes 'Inferno' vorgelesen bekommen haben, wenn Sie statt der Sesamstrasse eine Verfilmug des Marquis de Sade geschaut haben und Ihnen 'American Psycho' langweilig war, Houellebecqs 'Elementarteilchen' Grundschullektüre war, dann sollten Sie dieses Buch nicht lesen. Es könnte Sie enervierend langweilen.

11. Ich gebe selten etwas auf Zitate von Buchrückseiten, dieser stimme ich uneingeschränkt zu: "Einer der verstörendsten, radikalsten und faszinierendsten Roman unserer Zeit." (Dennis Cooper)

12. Cooper neigt zur sanften Untertreibung.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Mit Abstand das krasseste Buch, das ich kenne. "American Psycho" nimmt sich dagegen harmlos aus und die Abgründe sind unfassbar tief. Spektakulär abgefahren und böse. Mit Abstand das krasseste Buch, das ich kenne. "American Psycho" nimmt sich dagegen harmlos aus und die Abgründe sind unfassbar tief. Spektakulär abgefahren und böse.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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+++Vorsicht: absolut grenzüberschreitend!+++
von Mehmet Düzgün aus Neuss am 16.11.2012

Also gut, ich habe mich im wahrsten Sinne gewagt, 'High Life' zu lesen. Und das war seine Zeit bestimmt wert. Ein unverblümter und sehr direkter Schreibstil des Autors, stellenweise sehr bizarre Szenerien mit Wendungen in der Handlung, die man vielleicht leise erahnt aber so nicht erwarten will, drängen einen beim... Also gut, ich habe mich im wahrsten Sinne gewagt, 'High Life' zu lesen. Und das war seine Zeit bestimmt wert. Ein unverblümter und sehr direkter Schreibstil des Autors, stellenweise sehr bizarre Szenerien mit Wendungen in der Handlung, die man vielleicht leise erahnt aber so nicht erwarten will, drängen einen beim Lesen förmlich dazu weiterzublättern. In manchen Kapiteln will man einfach nur weiterblättern, um exzessive gewaltpornographische Darstellungen schnellstmöglich hinter sich zu lassen, nur um sich im Anschluss zu fragen: habe ich das jetzt wirklich gelesen? Wie ich mich jetzt fühle? Das ist nur allzu schwierig in Worte zu fassen! Aufgewühlt, verstört, schockiert, fassungslos, wütend.. all diese Attribute beschreiben nicht im Geringsten, was Stokoe mit dem Leser anstellt, wenn er diesen mit auf seinen Höllentrip nimmt. Henry Miller, Bret Easton Ellis, Jack Ketchum oder auch Matias Faldbakken...Autoren, bei deren Lektüre ich so einiges schlucken und verdauen musste, aber dieser Matthew Stokoe hat hier Grenzen überschritten, von denen man nicht wahrhaben möchte, dass es so etwas in der Realität gibt. Den Aussagen von Dennis Cooper ("Einer der verstörendsten, radikalsten und faszinierendsten Roman unserer Zeit.") und Ken Bruen ("Wie Schlagring auf Hirn"), aber auch eines gewissen Kollegen Revermann ("Cooper neigt zur sanften Untertreibung") kann ich mich nur anschliessen. Verstehen Sie das Ganze besser einfach nur als wahnwitzigen und düsteren Krimi...

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Oh mein Gott!!!
von Julia Klode am 17.05.2012

Auf Empfehlung, Drängen, Anraten und Abraten meiner beiden Vorredner habe ich dieses Buch gelesen. Lange habe ich gezögert, immer wieder nach Erzählungen der beiden Herren gefragt: „Soll ich es wirklich lesen?“ – Die Antwort war immer die gleiche: „Ja!..Nein!…Ich weiß es nicht…“ Irgendwann war die Neugierde größer als die Angst, die... Auf Empfehlung, Drängen, Anraten und Abraten meiner beiden Vorredner habe ich dieses Buch gelesen. Lange habe ich gezögert, immer wieder nach Erzählungen der beiden Herren gefragt: „Soll ich es wirklich lesen?“ – Die Antwort war immer die gleiche: „Ja!..Nein!…Ich weiß es nicht…“ Irgendwann war die Neugierde größer als die Angst, die sich bis dahin schon eingeschlichen hat. Den Roman zu beschreiben fällt schwer, ihn zu empfehlen noch mehr. Nicht weil er schlecht sei, ganz und gar nicht, einzig und allein deswegen, weil man sich kaum traut einige Szenen zu beschreiben, um Appetit auf mehr zu machen. Als ich anfing High Life zu lesen, schrieb ich sofort eine Whats App Nachricht an Herrn Revermann: „Ich lese es- ich hoffe, ich kann Ihnen danach noch in die Augen schauen.“ Die Antwort: „Wir werden Sonnenbrillen tragen…“ Nun, nachdem ich es vollständig gelesen habe, bin ich hin und her gerissen wie meine beiden Kollegen: Man will darüber reden, muss darüber reden, weiß aber nicht, wie man das Gelesene in Worte fassen sollen. Zurück bleiben kleine, verstörte Buchhändler. Wann und wo immer ich High Life gelesen habe, beschlich mich stets ein Gefühl des Bedrückens, mir ist klar, dies ist „nur“ ein Buch, aber es fühlt sich an wie Realität- die Welt ist schlecht, der Mensch ist schlecht, es herrscht Gewalt und Korruption, traue niemanden, versuche niemals reich zu werden, schon gar nicht als Hollywood Star- Die Frage, die bleibt ist: Ist diese fiktive Geschichte wirklich fiktiv? Oder steckt ein Fünkchen Wahrheit darin? Wenn auch nur 1 % dessen, was ich gelesen habe wahr ist, macht mir das Angst, wirklich richtig Angst!!! Die Geschehnisse darin werden nur noch durch den Erzählstil, der trocken, nüchtern, fast schon klingt, als würde der Autor sagen wollen: „So ist Hollywood halt, na und? Who cares?“ Apropos Autor: Mr. Stokoe scheint blühende Fantasien zu haben (hoffen wir das es nur Fantasien sind, sonst habe ich keine Angst mehr, sondern Panik!), er macht das gut in diesem Buch, schockt den Leser in einem Ton der Gleichgültigkeit, einfach super. Dennoch, dieses Buch ist mitnichten für jeden Leser geeignet, Sie brauchen nicht nur starke Nerven, Sie brauchen Stärke und vielleicht ein kleines bisschen Kaltschnäuzigkeit und vor allem brauchen Sie den Glauben, schon alles gelesen zu haben, und dass Sie nichts mehr schocken kann- und dann kommt High Life und wird Sie eines besseren belehren… Und Sie sollten besser über 21 sein… In diesem Sinne…

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
von Christiane Strecker aus Neuss am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Heftig, brutal, verstörend und ab 18!!!! Ein grandioses Buch, wenn Sie keine Probleme mit detaillierter Darstellung von Brutalität Haben. Auf gar keinen Fall beim Lesen Essen.

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