Hoffnung ist Gift

Roman

(12)
Jeff Sutton, Taxifahrer in Dallas, USA, fährt eine Frau vom Flughafen in eine noble Villengegend. Da sie nicht genug Geld dabeihat, bittet ihn die Dame noch mit ins Haus. Als kurz darauf ihre zwölfjährige Tochter verschwindet, steht für die Polizei fest, dass hier nur einer als Täter in Frage kommt. Der unbescholtene Taxifahrer wird in Untersuchungshaft genommen und im Trakt der Todeskandidaten untergebracht. Dort ist sein einziger Gefährte Robert, ein gefühlskalter Mörder. Ausgerechnet er glaubt an Jeffs Unschuld - aber glaubt Jeff selbst noch an Gerechtigkeit? Am Tag der Urteilsverkündung nimmt sein Fall eine überraschende Wendung ... Ein Krimi, der auf einer wahren Geschichte beruht.
Portrait
Iain Levison, geboren 1963 in Aberdeen/Schottland, lebt seit 1974 in Amerika, wo er u.a. als Lastwagenfahrer, Maler und Krabbenfischer gearbeitet und an der Universität von Villanova Anglistik studiert hat. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Französisch, Italienisch, Deutsch und Niederländisch. Bei Deuticke erschien 2012 der Roman Hoffnung ist Gift. Am 22. August erscheint sein neuer Roman Gedankenjäger.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 256, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.07.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783552062047
Verlag Paul Zsolnay Verlag
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Blinde Justitia!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Jeff Sutton, Taxifahrer und Mensch wie Du und ich, bringt eine Kundin vom Dallas Airport nach Hause, da stellt sie fest, dass sie zu wenig Geld bei sich hat und bittet Jeff mit herein zu kommen um das restliche Geld in Empfang zu nehmen. Freundlich, wie immer, kommt er der Aufforderung nach und schließt sogar das Fenster im Kinderzimmer. Jeff Sutton, Taxifahrer und Mensch wie Du und ich, bringt eine Kundin vom Dallas Airport nach Hause, da stellt sie fest, dass sie zu wenig Geld bei sich hat und bittet Jeff mit herein zu kommen um das restliche Geld in Empfang zu nehmen. Freundlich, wie immer, kommt er der Aufforderung nach und schließt sogar das Fenster im Kinderzimmer. Am nächsten Tag wird er verhaftet und der Entführung und vielleicht sogar der Ermordung der Tochter der Kundin beschuldigt. Eine Hetzjagd mit unbestimmtem Ausgang beginnt. Iain Levison hat hier eine wahre Geschichte in einen spannenden Krimi verwandelt der die Justiz, im vorligenden Fall in Amerika, als perverses System entlarvt wo nur Wenige bereit sind ihre Arbeit sorgfälltig zu verrichten. Tolles Debüt, für alle Leser die besondere Krimis schätzen.

Thomas M. Meinhardt hat eine angenehme Stimme die hervorragend zum Innenleben des Ich-Erzählers passt. Man leidet mit, bangt und hofft. Richtig gut!

„Hoffnung ist Gift“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

"Hoffnung ist Gift" ist eine beeindruckende Justiz-Geschichte, über Schuld und Unschuld, Zermürbung, Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit....mit einem überraschenden Ende.
Lesen Sie selbst - ein tolles Buch!
"Hoffnung ist Gift" ist eine beeindruckende Justiz-Geschichte, über Schuld und Unschuld, Zermürbung, Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit....mit einem überraschenden Ende.
Lesen Sie selbst - ein tolles Buch!

„Hoffnung ist Gift“

Silke Herzger-März, Thalia-Buchhandlung Magdeburg, Allee-Center

Die Geschichte um den Taxifahrer Jeff Sutton ist von Anfang an spannend geschrieben und zieht ihren Leser in den Bann.

Jeff wird erst verdächtigt und dann angeklagt, ein zwölfjähriges Mädchen entführt und ermordet zu haben.

Da wir den Ich-Erzähler dabei begleiten, wie er seine Fingerabdrücke an dem vermeintlichen Tatort hinterlässt,
Die Geschichte um den Taxifahrer Jeff Sutton ist von Anfang an spannend geschrieben und zieht ihren Leser in den Bann.

Jeff wird erst verdächtigt und dann angeklagt, ein zwölfjähriges Mädchen entführt und ermordet zu haben.

Da wir den Ich-Erzähler dabei begleiten, wie er seine Fingerabdrücke an dem vermeintlichen Tatort hinterlässt, wissen wir, dass er die Tat nicht begangen hat. Leider kann der Leser, genau wie Jeff Sutton, dies den ermittelnden Polizisten nicht mitteilen und so verfolgen wir den Fall von der Festnahme, über den Gefängnisaufenthalt im Todestrakt bis zur Verurteilung.

Doch dann gibt es eine überraschende Wendung und einen Schluss, der für Verblüffung sorgt.

„Albtraum“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Jeff Sutton ist Taxifahrer in Dallas. Wenn es eines Tages an seiner Tür klingelt, beginnt ein Albtraum: Er wird davon beschuldigt, ein 12-jähriges Mädchen entführt zu haben. Jeff kann die Polizei nicht davon überzeugen, dass er mit der Sache nichts zu tun hat. Er landet im Gefängis, sogar in die Todeszelle, weil er da als mutmaßlichen Jeff Sutton ist Taxifahrer in Dallas. Wenn es eines Tages an seiner Tür klingelt, beginnt ein Albtraum: Er wird davon beschuldigt, ein 12-jähriges Mädchen entführt zu haben. Jeff kann die Polizei nicht davon überzeugen, dass er mit der Sache nichts zu tun hat. Er landet im Gefängis, sogar in die Todeszelle, weil er da als mutmaßlichen Kindesentführer am Sichersten aufgehoben ist. Er bekommt einen Anwalt zugewiesen, aber der setzt sich nicht sehr aktiv für ihn ein. 10 Monate verbringt Jeff im Gefängnis. Während dieser Zeit verliert er alles, was er hat: Seine Wohnung mit all seinen Sachen, seine Taxilizenz, seine Freunde. Jeff lebt von Tag zu Tag. Jeder Gedanke an Hoffnung verdrängt er, denn das würde ihn nur schwach machen. Dass er nach seinem Prozess nicht wieder ins Gefängnis muss, ist ein Wunder. Es stellt sich heraus, dass die Polizei große Fehler gemacht hat. Außerdem wird das vermisste Mädchen lebendig wiedergefunden.
Dieses Buch basiert auf einer wahren Geschichte. Und immer wieder hört oder liest man eine Nachricht über jemanden, dessen Unschuld doch noch bewiesen wird, manchmal sogar nach vielen Jahren im Gefängnis. Es wird leider immer wieder passieren, dass ein Unschuldiger eingesperrt wird. Ein Albtraum für die Betroffenen. Wie machtlos muss man sich fühlen, wenn alles gegen einen spricht, man aber wirklich unschuldig ist!
Als ich das Buch zugeschlagen hatte, war ich erleichtert, dass Jeffs Unschuld letztendlich bewiesen wurde. Und ich kann nur hoffen, dass ich nie im Leben mit so etwas konfrontiert werde! Iain Levison hat aus dieser Geschichte einen spannenden, sehr fesselnden Roman gemacht. Klasse!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
9
2
1
0
0

sehr spannend
von einer Kundin/einem Kunden am 12.09.2012

Jeff Sutton ist Taxifahrer in Dallas. Es sollte seine letzte Fahrt für diesen Tag sein. Eine elegante Dame läßt sich in ihre Villa chauffieren. Als sie nicht genügend Geld dabei hat, begleitet er sie aus Höflichkeit ins Foyer ihrer Villa. Die Dame begibt sich kurz ins Obergeschoss um das restliche... Jeff Sutton ist Taxifahrer in Dallas. Es sollte seine letzte Fahrt für diesen Tag sein. Eine elegante Dame läßt sich in ihre Villa chauffieren. Als sie nicht genügend Geld dabei hat, begleitet er sie aus Höflichkeit ins Foyer ihrer Villa. Die Dame begibt sich kurz ins Obergeschoss um das restliche Geld zu holen. Ohne besondere Vorkommnisse verläßt Jeff Sutton die Villa und fährt nach Hause. Als kurz darauf die 12jährige Tochter dieser Dame verschwindet, wird Jeff als Hauptverdächtiger sofort verhaftet. Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. Beklemmend und sehr spannend.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Lakonisch - Provokativ - Lesen!
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 11.09.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Levisons in der Ich-Perspektive erzählte Geschichte über den Taxifahrer Jeff Sutton aus Dallas, der, einfach zu falschen Zeit am falschen Ort, aufgrund kruder Beweisführungen in den Knast einfahren muss, ist ein erschreckender Trip durch die Widersprüchlichkeiten des amerikanischen Justizsystems. Ein Fingerabdruck hat genügt, um aus einem unbescholtenen Bürger einen... Levisons in der Ich-Perspektive erzählte Geschichte über den Taxifahrer Jeff Sutton aus Dallas, der, einfach zu falschen Zeit am falschen Ort, aufgrund kruder Beweisführungen in den Knast einfahren muss, ist ein erschreckender Trip durch die Widersprüchlichkeiten des amerikanischen Justizsystems. Ein Fingerabdruck hat genügt, um aus einem unbescholtenen Bürger einen Kindesentführer zu machen. Der Verdacht allein reichte der Polizei als Vorwand Sutton in die Mangel zu nehmen, dessen Unschuldsbeteuerungen niemand, nicht mal sein Anwalt, glauben schenken will. Von jetzt auf gleich liegt das Leben des Mannes in Trümmern, werden ihm neben der Freiheit noch Freunde, Taxilizenz und Wohnung genommen. Und wir als Leser sind direkt dabei, in Suttons Kopf und können und wollen wie er nicht glauben, was da um uns herum geschieht. Denn dieses „uns“, und das ist die große Stärke des Buches, fühlt man von Beginn an. Sutton, der das mit ihm Geschehene in einem tiefschwarzen, lakonischen Tonfall kommentiert, ist dem Leser weit näher als der übliche Protagonist in einem Kriminalroman. Er ist vielmehr ein mögliches „Ich“, ein Jedermann, dessen Schicksal man, nicht nur als US-Amerikaner, durchaus teilen könnte. Und die Freiheit, dieses selbstverständliche Gut – sie ist es offensichtlich wohl nicht. Levison, der sich bei „Hoffnung ist Gift“ von einem realen Fall inspirieren ließ, legt die menschenverachtenden Methoden von Einrichtungen bloß, die eigentlich installiert wurden, um Recht zu sprechen und die Wahrheit zu suchen. In der Wirklichkeit sieht dies anders aus: Die Wahrheit ist lediglich das, was reicht, um eine Jury zu überzeugen. Und Recht ist gesprochen, wenn die Mehrheit mit dem Urteil leben kann. Dafür, für einen schnellen, reibungslosen Ablauf, werden dann auch schon mal Zeugen bestochen, Beweise fingiert oder unterschlagen. Aufwand und Ertrag dienen als Gradmesser für den Pflichtverteidiger. Das Wohl des Klienten steht an letzter Stelle. In einem Zustand der dauerhaften Empörung und des fassungslosen Kopfschüttelns verfolgt man Suttons rasanten Abstieg, stets hoffend, irgendjemand würde ihm doch endlich Gehör schenken, den Fall neu aufrollen, endlich erkennen, dass hier der Falsche bestraft wird. Und trotzdem traut sich der Leser, wie auch der Erzähler selbst, nicht zu hoffen. Denn Hoffnung ist tatsächlich Gift. Und ein Eingeständnis einer Niederlage, die man auch als Leser kommen ahnt, jedem Wunschdenken zum Trotz. So sitzt man zusammen mit Sutton auf einer Tribünentreppe im Todestrakt, lauscht den Ausführungen eines mit inhaftierten Serienmörders, welche logischer, ehrlicher und nachvollziehbarer klingen, als alles was die Staatsanwälte, Polizisten und Psychologen im gesamten Buch von sich gegeben haben. Hat Levison hier übertrieben? Ist das vielleicht alles viel zu überspitzt dargestellt? Oder ist das amerikanische Rechtssystem tatsächlich in vielen Dingen zu einer derartigen Farce verkommen? Es sind diese Fragen, die bleiben. Noch mehr nach dem letzten Satz des Buches, welcher den letzten dreißig Seiten eine ganze andere Perspektive verleiht und den (Teufels-)Kreis sinnvoll schließt. Iain Levison hat mit „Hoffnung ist Gift“ eine einfache, aber dennoch besondere und tiefschürfende Geschichte geschrieben, die wieder mal viel zu wenige Leute lesen werden und deren wahren Wert man vielleicht auch erst mit ein paar Tagen Abstand erkennt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Unschuldig verurteilt
von Markus Riedelsheimer aus Ingolstadt am 04.08.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Jeff ist Taxifahrer in Dallas und wird aus heiterem Himmel (oder weil blöd gelaufen?) beschuldigt ein 12-jähriges Mädchen entführt und getötet zu haben. Iain Levison erzählt den Roman "Hoffnung ist Gift" aus der Sicht Jeffs und dieser ist dann sehr überrascht, wie Polizei und Staatsanwalt alles dafür tun seine... Jeff ist Taxifahrer in Dallas und wird aus heiterem Himmel (oder weil blöd gelaufen?) beschuldigt ein 12-jähriges Mädchen entführt und getötet zu haben. Iain Levison erzählt den Roman "Hoffnung ist Gift" aus der Sicht Jeffs und dieser ist dann sehr überrascht, wie Polizei und Staatsanwalt alles dafür tun seine Schuld zu beweisen. Er kommt kaum zu Wort und landet im Gefängnis. Die unglaublich dichte und atmosphärische Schilderung des Gefängnisalltags und die Gedanken, die einem unschuldig verurteilten Menschen durch den Kopf gehen, machen "Hoffnung ist Gift" zu einem besonderen Roman. Und der Schluß ist einfach nur atemberaubend. Meine Kinnlade wanderte einige Zentimeter nach unten. Jetzt im Sommer einer der heißesten neuen Krimitipps mit Niveau. Lesen ist (fast) Pflicht.

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