Hummeln fliegen auch bei Regen

Roman

(4)
Von der Depression zurück ins Leben.

Hannah ist 35 und weiß, wie es sich anfühlt den Halt zu verlieren. Hannah ist depressiv. Manchmal lähmt sie eine Panikattacke so sehr, dass sie es kaum schafft, die Entfernung vom Bett zum Bad zurückzulegen. Als Hannah ihr altes Tagebuch findet, dem sie einst Träume anvertraute, begreift sie, dass es an der Zeit ist, sie endlich in die Tat umzusetzen und ihren eigenen Weg zu finden. Aufrüttelnd ehrlich, nicht verharmlosend und dennoch optimistisch erzählt Andrea Kraft, die selbst an Depressionen litt, von Verzweiflung, Kopfschmerz-Tagen und Niedergeschlagenheit, aber auch von Momenten stillen Glücks und Zuversicht. Zugleich macht dieser Roman Betroffenen Hoffnung, einen lebensbejahenden Umgang mit dieser Krankheit zu finden.

Portrait
Andrea Kraft, geb. 1969 in Wasserburg am Inn, litt jahrelang unter Depressionen. Heute unterstützt sie an Schulen als Ansprechpartnerin Jugendliche, die an der Krankheit leiden. Mit ihrem zuerst im Selfpublishing erschienenen halb autobiografischen Roman „Hummeln fliegen auch bei Regen“ erfüllte sie sich einen Lebenstraum. Zusammen mit ihrem zweiten Ehemann und ihren beiden Kindern lebt die Autorin in Rott am Inn.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 19.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-22218-6
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,3/12,6/3,2 cm
Gewicht 344 g
Verkaufsrang 7.159
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Andrea Kraft - Hummeln fliegen auch bei Regen
von SophiesLittleBookCorner am 26.05.2018

Eigene Meinung: Da man als Leser erstmal sehr in die Geschichte geworfen wurde, musste ich mich erstmal zurechtfinden. Des Weiteren sind die Sätze manchmal recht beschreibungslastig und schwer geschrieben und die Absätze sind recht sprunghaft. Ich empfand das Buch daher am Anfang als etwas sperrig. Die Tagebucheinträge kamen mir tatsächlich zu... Eigene Meinung: Da man als Leser erstmal sehr in die Geschichte geworfen wurde, musste ich mich erstmal zurechtfinden. Des Weiteren sind die Sätze manchmal recht beschreibungslastig und schwer geschrieben und die Absätze sind recht sprunghaft. Ich empfand das Buch daher am Anfang als etwas sperrig. Die Tagebucheinträge kamen mir tatsächlich zu kurz, von der Inhaltsangabe her hätte ich gedacht, dass diese öfters vorkommen. Hannah ist ein schwieriger Charakter. Das ist an sich auch okay, eine Depression ist nicht leicht und jeder händelt so etwas anders. Depressive Menschen sind leider auch nicht immer leicht für ihre Umwelt. Hannah war mit leider jedoch zu oft zu weinerlich. Ich kann verstehen, dass es schwer ist wieder zurück in eine gewisse Normalität zu finden, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie sich nicht ganz so sperren würde. Sie weiß doch, dass sie Probleme hat und packt sie ja auch an. Hin und wieder hätte ihr etwas Positivität gutgetan. Ohne zu viel zu verraten zu wollen, aber auch in diesem Buch gibt es einen potienziellen Love Interest. Ich finde es sehr schön, dass Hannah etwas Liebe in ihrem Leben zu bekommen scheint. Der Voranschritt dieses Austauschs ging mir jedoch viel zu schnell. Ich fand den Kontakt sehr schmalzig und bin der Meinung, dass sich jemand mit den Problemen von Hannah erstmal anfangen sollte sich selbst zu lieben und nicht jemand anderen. Den Nebencharakter Beate finde ich hingegen gut. Die alte Dame hat echt Pfiff und könnte Hannah guttun und ihr helfen endlich mal etwas aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen. Auch ihre drei besten Freundinnen konnten mich gut unterhalten, denn sie brachten etwas Licht in Hannas dunkles Leben. Je weiter die Geschichte fortschritt umso besser gefiel mir Hannahs positive Entwicklung, auch wenn sie erst sehr spät im Buch wirklich begann. Besonders gut fand ich auch das Ende. Der Leser bekommt in Form eines kurzen Epiloges erzählt was einige Monate nach Ende der Geschichte aus Hannah geworden ist. Fazit: Ein Buch, das keinesfalls schlecht ist und eine Person vorstellt wie sie wieder zurück ins Leben findet. Mit Hannah und ihrem Selbstmitleid und ihrer Weinerlichkeit habe ich mich am Anfang sehr schwergetan, habe ihren Weg zurück zu sich selbst jedoch gerne verfolgt. Besonders die Szenen mit ihren Freundinnen gefielen mir gut.

schweres Thema, das durch guten Schreibstil und ausgewogenen Humor verständlich gemacht wird
von einer Kundin/einem Kunden am 14.03.2018

Das Cover hat durch seine Schlichtheit eine enorme Sogwirkung, denn es braucht, wie man hier sehen kann, nicht viel, um den Inhalt des Buches gekonnt in Szene zu setzen. Der Schreibstil wirkt angenehm und lässt sich flüssig lesen. Obwohl das gewählte Thema kein Leichtes ist, schafft es die... Das Cover hat durch seine Schlichtheit eine enorme Sogwirkung, denn es braucht, wie man hier sehen kann, nicht viel, um den Inhalt des Buches gekonnt in Szene zu setzen. Der Schreibstil wirkt angenehm und lässt sich flüssig lesen. Obwohl das gewählte Thema kein Leichtes ist, schafft es die Autorin durch gelungene Einflechtung von gutem Humor, das Ganze begreifbar und äusserst lesenswert zu machen. Man spürt, dass Andrea Kraft weiß, von was sie schreibt und dieses Buch ist sicherlich ein guter Unterstützer für Menschen, die Personen im Umfeld haben, die an Depressionen leiden. Somit können Unklarheiten etwas aufgedeckt und verständlich gemacht werden. Die Thematik wird mit tiefgängigen und einnehmenden Szenen aufgezeigt und stellt auch klar, dass dann nicht alles schwarz in schwarz erlebt werden muss, sondern trotzdem der Humor nicht zu kurz kommen muss. Die Vorhersehbarkeit stört mich bei diesem Roman überhaupt nicht, da der Fokus hier doch vielmehr auf die vorgestellte Krankheit hinweisen und weniger auf das, ob Spannung oder dergleichen aufgebaut werden soll. Insofern empfinde ich den Ausgleich zwischen Informationsgehalt und Unterhaltungswert gut gewählt und optimal ausgewogen. Mein Fazit: schweres Thema, das durch guten Schreibstil und ausgewogenen Humor verständlich gemacht wird

Wichtiges Buch über das oft tabuisierte Thema Depressionen
von Tintenwelten am 11.03.2018

Hannah ist 35 Jahre alt und musste schon einige Schicksalsschläge erleiden. Ihr Vater ist sehr früh verstorben, so dass sie zunächst die Verantwortung für ihre Schwester und ihre Mutter und später für ihren Ehemann übernommen hat. Sie ist eine Internetbeziehung eingegangen, die alles andere als gut ausgegangen ist. Sie... Hannah ist 35 Jahre alt und musste schon einige Schicksalsschläge erleiden. Ihr Vater ist sehr früh verstorben, so dass sie zunächst die Verantwortung für ihre Schwester und ihre Mutter und später für ihren Ehemann übernommen hat. Sie ist eine Internetbeziehung eingegangen, die alles andere als gut ausgegangen ist. Sie fiel in ein tiefes Loch, ein Selbstmordversuch und Klinikaufenthalt folgen. Jetzt steht sie nicht nur von den Trümmern ihrer Ehe, sondern von ihrem gesamten Leben. Sie fühlt sich schlecht. Doch dann fällt ihr ein altes Tagebuch in die Hände. Dort hat sie früher all ihre Träume niedergeschrieben. Das Buch hilft ihr einige Dinge zu überdenken und ihr Leben schrittweise zu ändern. Das Buch ist eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Geschrieben aus der Sicht der Protagonistin Hannah erleben wir ihre Gefühlswelt, Teufelskreise in denen sie feststeckt, fehlgeleitete Gedanken, die oft für nicht Betroffene einfach nicht nachzuvollziehen sind. Umso wichtiger ist es, wie das Thema Depressionen hier behandelt und dem Leser näher und vielleicht etwas verständlicher gemacht wird. Hannah wirkt oft egoistisch, gemein gegenüber anderen und sich selber. Man will sie anschreien, schütteln und kann ihr dennoch nicht böse sein, denn es ist ihre Krankheit, die sie so hat werden lassen. Man merkt, dass sie teilweise sogar weiß, dass sie ihr Leben ändern muss, sie kennt die Ursachen und die Lösung, kann sie dann aber nicht umsetzen, weil sie wieder vom Gedankenkarussell erfasst wird. Die Geschichte ist traurig, tragisch, aufreibend und doch schön. Hinter Hannah stehen drei gute Freundinnen: Claudi, Doro und Pia, die immer zu ihr halten und sie unterstützen. Ob himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt oder in einer Panikattacke gefangen, Hannah kann sich der Unterstützung ihrer Freundinnen sicher sein. Andrea Kraft hinterlässt hier ein wichtiges Buch über das oft tabuisierte Thema Depressionen, welches durch ihren eigenen Lebensweg inspiriert wurde und daher so authentisch ist. Mich hat es sehr bereichert.