Hundert Tage

Roman. Ausgezeichnet mit dem Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman 2008

(5)
Eine schicksalhafte Liebe in Zeiten des Krieges: packend, brisant, eindringlich

Voller Optimismus war der junge Schweizer Entwicklungshelfer David 1990 nach Ruanda aufgebrochen, ins damalige Vorzeigeland des afrikanischen Kontinents. Vier Jahre später sind alle Hoffnungen zerschellt: das Land wird zum Schauplatz eines furchtbaren Genozids. David muss miterleben, dass seine Geliebte Agathe, Tochter eines Ministerialbeamten, zu den Mördern zählt. Und auch David, der „Gutmensch“, wird schließlich zum Komplizen, um seine eigene Haut zu retten.

Portrait
Lukas Bärfuss, geboren 1971 in Thun/Schweiz, ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Dramatiker. Seine Stücke werden weltweit gespielt. Sein Debütroman »Hundert Tage« wurde ein enormer Erfolg, der für den Deutschen und den Schweizer Buchpreis nominiert war und in 15 Sprachen übersetzt wurde. Für seinen Roman »Koala« erhielt Lukas Bärfuss den Schweizer Buchpreis 2014. Er lebt in Zürich.

Preise u.a.: Mülheimer Dramatikerpreis (2005), Anna-Seghers-Preis (2008), Mara-Cassens-Preis (2008), Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung (2009), Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (2009), Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster (2010), Kulturpreis Berner Oberland (2011), Berliner Literaturpreis (2013), Solothurner Literaturpreis (2014), Thuner Kulturpreis (2014) sowie Schweizer Buchpreis (2014).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 207
Erscheinungsdatum 01.02.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73903-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,9/12,1/2 cm
Gewicht 217 g
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Buchhändler-Empfehlungen

„Hundert Tage“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Es ist das Interesse für Afrika, was mich zu diesem Buch trieb.
Und es lässt mich nach der Lektüre stumm, schweigend zurück.
Es geht um Afrika – Ruanda – Kigali - und was wissen wir als Europäer, als Deutsche wirklich über die Geschehnisse 1994?
L. Bärfuss recherchierte sorgfältig, macht in seinem Roman die fließenden Übergänge von Täter und Opfer deutlich.
Ganz fein, zergliedernd erfolgt die Schilderung aller erlebten Momente.
Am Ende ist Davids Rückgrat nicht gebrochen, wohl aber das Herz und die Seele.
Ein für mich hochemotionaler Roman in einer Sprache, die für mich Literatur bedeutet.
Es ist das Interesse für Afrika, was mich zu diesem Buch trieb.
Und es lässt mich nach der Lektüre stumm, schweigend zurück.
Es geht um Afrika – Ruanda – Kigali - und was wissen wir als Europäer, als Deutsche wirklich über die Geschehnisse 1994?
L. Bärfuss recherchierte sorgfältig, macht in seinem Roman die fließenden Übergänge von Täter und Opfer deutlich.
Ganz fein, zergliedernd erfolgt die Schilderung aller erlebten Momente.
Am Ende ist Davids Rückgrat nicht gebrochen, wohl aber das Herz und die Seele.
Ein für mich hochemotionaler Roman in einer Sprache, die für mich Literatur bedeutet.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Perversion eines Buches
von einer Kundin/einem Kunden aus Aarau am 05.05.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Stilistisch gesehen ist dieses Buch einer der besten die ich je gelesen habe, jedoch wird dieser detailierte Schreibstil sehr schnell langweilig und mühsam, es scheint einem als würde mit jedem Satz nur um den heissen Brei herumgeredet werden. Zudem sind nicht wenige Passagen sehr vulgär. Schon nach 50 Seiten verging... Stilistisch gesehen ist dieses Buch einer der besten die ich je gelesen habe, jedoch wird dieser detailierte Schreibstil sehr schnell langweilig und mühsam, es scheint einem als würde mit jedem Satz nur um den heissen Brei herumgeredet werden. Zudem sind nicht wenige Passagen sehr vulgär. Schon nach 50 Seiten verging mir die Lust zum lesen und ich hätte mein Geld zurückverlangt, wenn ich dieses Buch nicht für meine Berufsmaturaprüfung lesen müsste.

Tolles Buch, schlechte Formatierung
von einer Kundin/einem Kunden aus Sarnen am 03.12.2014
Bewertet: eBook (PDF)

Das Buch ist sehr absolut empfehlenswert! Ich wurde gut unterhalten und habe gleichzeitig einiges über den Genozid in Ruanda und die Rolle des Westens gelernt. ABER: Es ärgerte mich extrem, dass das E-Book nicht für E-Reader neu formatiert wurde. Die Seitenumbrüche aus dem gedruckten Buch wurden nicht entfernt. Je... Das Buch ist sehr absolut empfehlenswert! Ich wurde gut unterhalten und habe gleichzeitig einiges über den Genozid in Ruanda und die Rolle des Westens gelernt. ABER: Es ärgerte mich extrem, dass das E-Book nicht für E-Reader neu formatiert wurde. Die Seitenumbrüche aus dem gedruckten Buch wurden nicht entfernt. Je nach Schriftgrösse sind auf jeder zweiten Seite nur ein paar Zeilen, manchmal sogar nur die Seitenzahl, die ich ja gar nicht brauche, da der E-Reader diese automatisch anzeigt. Zudem wurden Worttrennungen nicht entfernt, dadurch stehen sehr oft mitten in den Zeilen mit Bindestrichen getrennte Worte. Beides stört den Lesefluss sehr. Wie kann man nur ein so schlampig formatiertes E-Book zum Verkauf anbieten?

Hundert Tage
von Dorothee Jaschke aus Reutlingen am 07.10.2009
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein trauriges Kapitel afrikanischer Geschichte und schon einige Jahre her. Wäre Bärfus Roman „Hundert Tage“ letztes Jahr nicht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis gelandet, ich hätte es wahrscheinlich nie in die Finger bekommen. Aber ich habe reingelesen, weitergelesen, bis zum Ende gelesen und war berührt. Bärfus beschreibt die... Ein trauriges Kapitel afrikanischer Geschichte und schon einige Jahre her. Wäre Bärfus Roman „Hundert Tage“ letztes Jahr nicht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis gelandet, ich hätte es wahrscheinlich nie in die Finger bekommen. Aber ich habe reingelesen, weitergelesen, bis zum Ende gelesen und war berührt. Bärfus beschreibt die Erlebnisse eines Mitarbeiters der Schweizer Entwicklungshilfe in Kigali, Ruanda, während des Völkermords 1994. Glaubwürdig recherchiert, gut geschrieben und unbequem– nichts zum locker Entspannen, aber interessant, glaubwürdig und regt zum Nachdenken an. Ich wünsche diesem Buch viele Leser.