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Ich und Kaminski

Roman. Das Buch zum Film

(9)

Mit kleineren Gelegenheitsarbeiten schlägt sich Sebastian Zöllner nach seinem Kunstgeschichtsstudium so durch, aber nun hat er einen ganz großen Fisch an der Angel: Er schreibt die Biographie des Malers Kaminski, der, entdeckt und gefördert einst von Matisse und Picasso, durch eine Pop-Art-Ausstellung, seine dunkle Brille und die Bildunterschrift "Painted by a blind man" weltberühmt wurde.
Inzwischen lebt Kaminski zurückgezogen in den Alpen und ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Soll die Biographie noch rechtzeitig zum Ableben fertig werden, und dieser Termin lässt natürlich größere Aufmerksamkeit erwarten, dann ist Eile geboten. Zöllner, der zunächst mit alten Freunden und Feinden, mit Sammlern und Galeristen gesprochen hat, macht sich zum Objekt seiner Begierde auf den Weg, um exklusive O-Töne zu bekommen. Womit er nicht gerechnet hat: Kaminski ist abgeschirmt durch ein ganzes Heer von Vertrauten, und als es dem Biographen endlich trickreich gelingt, die Bewacher loszuwerden und den Maler auf eine tagelange Reise im Auto mitzunehmen, erkennt er, dass er dem Alten, blind oder auch nicht, in keiner Weise gewachsen ist.
Daniel Kehlmann hat einen hochironischen Roman geschrieben, in dem die Ereignisse immer neue und überraschende Wendungen nehmen, ein brillant witziges Verwirrspiel um Lebenslügen und Wahrheit, um Manipulation, um Moral und Kunst.

Rezension
"Ein Buch über das Scheitern, über das Sehen und Erkennen und über die Kunst. Daniel Kehlmann behandelt seinen Stoff mit Leichtigkeit. Sein Roman ist weder zu leichtgewichtig noch zu kompliziert, er ist kritisch und satirisch ... Ein gelungener Kommentar auf die Krise unserer Angeberwelt."
Verena Auffermann, Literaturen
Portrait
Daniel Kehlmann, wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006, dem WELT-Literaturpreis 2007 sowie zuletzt mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 173
Erscheinungsdatum 29.11.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-45653-8
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 244/165/42 mm
Gewicht 112
Auflage 20
Verkaufsrang 63.565
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„Ein satirischer Roman über die Untiefen der Kunstszene“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Der eitle Kunstkritiker Sebastian Zöllner besucht den greisen Maler Manuel Kaminski mit der Absicht, eine Biografie über ihn zu schreiben. Diese will er kurz nach dessen Tod veröffentlichen, um von dem vermutlich für kurze Zeit neu auflebenden Interesse an dem Künstler zu profitieren; Kaminski bedient sich seinerseits des Journalisten, Der eitle Kunstkritiker Sebastian Zöllner besucht den greisen Maler Manuel Kaminski mit der Absicht, eine Biografie über ihn zu schreiben. Diese will er kurz nach dessen Tod veröffentlichen, um von dem vermutlich für kurze Zeit neu auflebenden Interesse an dem Künstler zu profitieren; Kaminski bedient sich seinerseits des Journalisten, indem er sich von ihm quer durch Deutschland kutschieren läßt.
Die Geschichte dieser beiden Kontrahenten ist erzählerisch raffiniert aufgebaut und voller Komik und Seitenhiebe auf den Kultur- und Medienbetrieb.
"Ich und Kaminski" ist ein großes, teilweise bitterböses Lesevergnügen, das ich mehr genossen habe als "Die Vermessung der Welt" !

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Kurzweilig, ironisch, schnell, satirisch, beobachtend, wertend. Der Roman ist witzig und so skurril erzählt, dass man es ruhig in das Regal mit den Lieblingsbüchern aufnehmen kann. Kurzweilig, ironisch, schnell, satirisch, beobachtend, wertend. Der Roman ist witzig und so skurril erzählt, dass man es ruhig in das Regal mit den Lieblingsbüchern aufnehmen kann.

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Absolut gelungene Sartire über den Kunstbetrieb die zum Roadmovie mutiert. Absolut gelungene Sartire über den Kunstbetrieb die zum Roadmovie mutiert.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Doppelportrait in sprechenden Landschaften
von Anne Baldauf aus Leipzig am 17.07.2013

Wenn Daniel Kehlmann etwas meisterlich beherrscht, dann ist es das Porträtieren seiner eigenen Charaktere auf eine derart ironisch-distanzierte und dennoch empathiefördernde Weise, dass der Leser manchmal aus dem Kopfschütteln kaum herauskommt. Oder aus dem herzlichen Lachen. Diese Fähigkeit erreichte in 'Die Vermessung der Welt' mit den fiktiven Biografien der... Wenn Daniel Kehlmann etwas meisterlich beherrscht, dann ist es das Porträtieren seiner eigenen Charaktere auf eine derart ironisch-distanzierte und dennoch empathiefördernde Weise, dass der Leser manchmal aus dem Kopfschütteln kaum herauskommt. Oder aus dem herzlichen Lachen. Diese Fähigkeit erreichte in 'Die Vermessung der Welt' mit den fiktiven Biografien der historischen Persönlichkeiten Gauß und Humboldt vielleicht ihren Höhepunkt, in "Ich und Kaminksi" zeigt sie sich auf sehr subtile, fast überzeugendere Art. Der Leser lernt den Journalisten und Kritiker Sebastian Zöllner kennen, wie er gerade auf dem Weg in die Alpen ist, um dort einen gealterten Künstler zu interviewen; Zöllner plant eine umfassende Biografie. Schon auf dieser Zugreise kommt man nicht umhin zu bemerken: wir haben es mit einem zimperlichen, selbstverliebten Typen zu tun, der sich als den Mittelpunkt des Universums wähnt. Die Begegnung mit dem Künstler stellt seine wackelige Moral vergeblich auf die Probe, vermittelt ihm aber schließlich so manche Einsicht und am Ende scheint es als ob Zöllner geläutert sei. Oder doch nicht? Ein spannendes, urkomisches und kluges psychologisches Wechselspiel in bedeutungsschwangeren Landschaften. Wirklich lesenswert!

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2 0
Brisant-Witziges Verwirrspiel!
von raubkatzal aus Wien am 15.01.2007

Der Schriftsteller Daniel Kehlmann hat sich diesen ehrgeizigen Journalisten ausgedacht und seinen Roman "Ich und Kaminski" aus einer absurden Grundsituation heraus entwickelt. Im Vergleich zu seinen philosophisch aufgeladenen Romanen "Beerholms Vorstellung" oder "Mahlers Zeit" liest sich das neue Buch durchgängig leicht und oberflächlich.Den Maler hat es natürlich nie gegeben, aber... Der Schriftsteller Daniel Kehlmann hat sich diesen ehrgeizigen Journalisten ausgedacht und seinen Roman "Ich und Kaminski" aus einer absurden Grundsituation heraus entwickelt. Im Vergleich zu seinen philosophisch aufgeladenen Romanen "Beerholms Vorstellung" oder "Mahlers Zeit" liest sich das neue Buch durchgängig leicht und oberflächlich.Den Maler hat es natürlich nie gegeben, aber mühelos und leicht hat Kehlmann ihn hineinerfunden in die Kunstgeschichte. Dieser Kaminski, sagt Kehlmann, ist der eigentliche Held des Buches, ein rätselhafter, schrulliger und liebenswerter Mensch, ein Künstler. Der Kunstkritiker und Journalist dagegen ist ein aufgeblasener Parasit ohne jede Moral. So ist "Ich und Kaminski" auch eine witzige Abrechnung mit der Kunstszene.

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Auch beim Wiederlesen macht dieses Buch Vegnügen!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 18.09.2015

Dieses Buch ist bereits vor 11 Jahren erschienen. Alle, die es damals gelesen haben waren richtig begeistert davon! Die Verfilmung in diesem Jahr ist eine gute Gelegenheit, dieser vertrackten, ironischen und intelligenten Geschichte zu folgen. Viel Spaß dabei!

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