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Ich will eine Welt ohne Kriege

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Mit seinem bisher persönlichsten Buch richtet sich Arno Gruen direkt an Leser aller Generationen, die nicht aufgeben, von einer besseren Welt zu träumen.
Was ist lächerlich an der Vorstellung einer Welt ohne Gewalt? Warum wird der Traum von einem friedlichen Zusammenleben als kindliche Illusion abgetan, für Frieden demonstrierende Jugendliche sogar belächelt? Arno Gruen antwortet: Weil die Kraft der Träume die Anpassung an die angebliche Realität gefährdet. Menschen werden genau dann zu Eroberern und Kriegstreibern, wenn sie Gewalt mit Lebendigkeit verwechseln. Solange diese Illusion funktioniert, wird Größenwahn für Stärke gehalten.
Gerade junge Menschen sind noch in der Lage, Ungerechtigkeit und Benachteiligung zu erkennen, weil sie noch mit den Opfern mitfühlen. Doch angesichts nicht endender Kriege fragen sich viele Menschen, ob es heute überhaupt noch richtig ist, Kinder in die Welt zu setzen.
Arno Gruen engagiert sich in diesem aufrüttelnden Manifest mit Nachdruck für die Kraft der Träume. Denn der feste Glaube an das Gute in der Welt ist folgenreicher und lebendiger als politische Ideologien. Es ist sein Appell an die kommenden Generationen, sich die Kraft für den Frieden zu bewahren, und macht Mut, dafür einzutreten.
Rezension
"Gruen steht mit seiner Kritik unserer Zivilisation in der Tradition von Freud und der Frankfurter Schule. Was ihn auszeichnet ist die Kraft seiner rebellischen Visionen, eine Kraft, die er aus seinen Träumen schöpft."
Christine Weber-Herfort, Psychologie heute, Januar 2007
Portrait
Arno Gruen, 1923 in Berlin geboren, emigrierte 1936 in die USA. Nach dem Studium der Psychologie leitete er ab 1954 die psychologische Abteilung der ersten therapeutischen Kinderklinik in Harlem. 1961 promovierte Arno Gruen als Psychoanalytiker bei Theodor Riek. Es folgten Professuren in Neurologie und Psychologie. Daneben führte er seit 1958 eine psychoanalytische Privatpraxis in Zürich, wo er seither lebt und praktiziert.
In seinen zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigt sich Arno Gruen mit dem plötzlichen Kindstod, mit den psychologischen Ursachen für Gewalt und Fremdenhaß, mit den VorausSetzungen für Autoritätsgläubigkeit und Demokratie.
Für das bei Klett-Cotta erschienene Buch Der Fremde in uns erhielt Arno Gruen im Jahr 2001 den Geschwister-Scholl-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 124
Erscheinungsdatum Juli 2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-94443-3
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 25/131/15 mm
Gewicht 146
Auflage 4. Auflage
Buch (Taschenbuch)
12,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Ich will eine Welt ohne Kriege - unbedingt lesen!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.04.2015

Arno Gruen gibt in diesem Buch all jenen eine Stimme, die sich mit den Kriegen auf dieser Erde nicht abfinden können und nicht wollen. All jenen, die immer wieder als "naive Pazifisten", "Träumer" oder "Gutmenschen" verschrien und ausgelacht werden. Im Vorwort heisst es: "Dieses Buch wurde für junge Menschen... Arno Gruen gibt in diesem Buch all jenen eine Stimme, die sich mit den Kriegen auf dieser Erde nicht abfinden können und nicht wollen. All jenen, die immer wieder als "naive Pazifisten", "Träumer" oder "Gutmenschen" verschrien und ausgelacht werden. Im Vorwort heisst es: "Dieses Buch wurde für junge Menschen geschrieben - in dem Glauben, dass diese noch stärker an ihrer eigenen Sicht der Wirklichkeit festhalten als ältere Generationen. Leider übernehmen wir ja mit dem Alter sehr oft die in unserer Gesellschaft üblichen Denksysteme, die sich in Sätzen wie "Der Beste gewinnt", "Wer verliert, ist selber schuld", "Der Mensch ist nun mal schlecht" ausdrücken. Man passt sich an, weil alles andere Angst macht. Die Jüngeren dagegen sehen noch andere Ufer. Sie möchte ich erreichen und ihre Wahrnehmung stützen. Natürlich wende ich mich auch an diejenigen, die in ihrem Denken jung geblieben sind und sich ihren eigenen Blick auf die Welt bewahrt haben, die sich noch anstecken lassen von der jugendlichen Lebendigkeit, der Intensität und der Hoffnung auf ein besseres Leben. All diesen Lesern möchte ich Mut machen, sich auf das Gute, das Kreative im Menschen zu besinnen." (S. 5) Arno Gruen schafft es auf 111 Seiten die Hoffnung auf eine bessere, eine Welt ohne Kriege zu stärken. Anders als Autoren wie z.B. Noam Chomsky, lässt Arno Gruen in seinem Pamphlet alle wirtschaftlichen Aspekte des Krieges links liegen und konzentriert sich auf den Menschen selber. In seiner Analyse geht es um unterdrückte Gefühle, um archaische Familien- und Gesellschaftsformen, um Männlichkeitswahn und um den Verlust unserer Träume. "Schrecklich an dieser Entwicklung ist, dass gerade solche Kinder, die am eigenen Leib Schmach und Erniedrigung erlebt haben, diese Erfahrung an andere, die sie für "schwach" halten, weitergeben. Sie haben ihre eigenen Gefühle verstossen, um auf diese Weise die Bindung an jene aufrecht zu erhalten, die ihnen Leid zugefügt haben. Diese Entwicklung verläuft umso drastischer, je grösser der Schmerz war und je stärker Schmerz als Schwäche gebrandmarkt wurde. Die Nazis wussten sich diesen psychischen Prozess zu Nutze zu machen: In der Erziehungsorganisation Napola wurden Kinder systematisch in die Verrohung getrieben. Zunächst überliess man ihnen ein Tier, das sie zärtlich pflegen durften. Dann wurde ihnen ein Messer gegeben, mit dem sie den Hund oder die Katze töten mussten. So wollte sich Hitler eine harte Jugend heranziehen." (S. 37) Solange solche Strukturen - in abgemilderter Form auch heute noch in unserer Leistungsgesellschaft und nicht nur beim "IS" - vorhanden sind, solange wird die Menschheit auch noch Kriege haben und sich gegenseitig zu vernichten versuchen. Da aber Krieg und Gewalt immer neuen Krieg und neue Gewalt heraufbeschwört, ist es wichtig sich Krieg als "politische Lösung" klar entgegenzustellen. Grossartiges Buch eines grossartigen und mutigen Denkers. Unbedingt lesen!

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In gewohnter Manier legt Arno Gruen seine Theorie der menschlichen Destruktivität dar. Auch, wenn man nicht gewillt ist, an das Konzept der Psychoanalyse zu glauben, enthält dieses Buch erschütternde Wahrheiten über unsere menschliche Natur und die Pathologie unserer Kultur.

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