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Im Frühling sterben

Roman

(26)
»Sprach ich meinen Vater in der Kindheit auf sein starkes Haar an, sagte er, das komme vom Krieg; man habe sich täglich frischen Birkensaft in die Kopfhaut gerieben. Ich fragte nicht weiter nach, hätte wohl auch, wie so oft, wenn es um die Zeit ging, keine genauere Antwort bekommen. Die stellte sich erst ein, als ich Jahrzehnte später Fotos von Soldatengräbern in der Hand hielt und sah, dass viele Kreuze hinter der Front aus jungen Birkenstämmen gemacht waren.«
Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – »Fiete« – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere,Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich redenlässt steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund ...
In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn, in dem die deutschen Offiziere ihren Männern Handgranaten in die Hacken werfen, damit sie noch angreifen, und die Soldaten in der Etappe verzweifelte Orgien im Angesicht des Todes feiern. Und wir erleben die ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird und noch auf dem Sterbebett stöhnt: »Die kommen doch immer näher, Mensch! Wenn ich bloß einen Ort für uns wüsste ...«
Rezension
"Mit Fug und Recht kann man sagen: Mit Im Frühling sterben ist die Nach-Grass-Ära kraftvoll eingeleitet worden."
Ina Hartwig, DIE ZEIT 18.06.2015
Portrait
Ralf Rothmann wurde 1953 in Schleswig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach der Volksschule (und einem kurzen Besuch der Handelsschule) machte er eine Maurerlehre, arbeitete mehrere Jahre auf dem Bau und danach in verschiedenen Berufen (unter anderem als Drucker, Krankenpfleger und Koch). Seit 1976 lebt Ralf Rothmann in Berlin und veröffentlichte bereits einige Romane, Erzählungen und Gedichte, für die er mit mehreren Preisen, u.a. Märkischer Kulturpreis (1986), Förderpreis des Bundesverbandes der Industrie (1989), 19. Stadtschreiber von Bergen-Enkheim (1992), Literaturpreis für das Ruhrgebiet (1996), Hermann-Lenz-Preis (2001), Kranichsteiner Literaturpreis (2002), Evangelischer Buchpreis (2003), Wilhelm Raabe Literaturpreis (2004) und Heinrich-Böll-Preis (2005), Max-Frisch-Preis (2006) und dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2008) ausgezeichnet wurde. 2010 erhielt er den Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen, 2013 den Friedrich Hölderlin-Preis und im Jahr 2014 den Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 234
Erscheinungsdatum 20.06.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42475-9
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 203/128/27 mm
Gewicht 384
Auflage 5
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Walter und sein Freund Fiete, beide 17, machen eine Lehre zum Melker, gehen gern mit ihren Mädchen aus und trinken auch mal einen über den Durst. Ganz normale Jugendliche.

Nur dass im Frühjahr 1945 gar nichts normal ist.

Sie werden zwangsrekrutiert, ihre Wege trennen sich, und eine Geschichte, die mit einer Art beklommener
Walter und sein Freund Fiete, beide 17, machen eine Lehre zum Melker, gehen gern mit ihren Mädchen aus und trinken auch mal einen über den Durst. Ganz normale Jugendliche.

Nur dass im Frühjahr 1945 gar nichts normal ist.

Sie werden zwangsrekrutiert, ihre Wege trennen sich, und eine Geschichte, die mit einer Art beklommener Heiterkeit begonnen hat verwandelt sich in einen Albtraum.

Rothmanns eindrucksvolle Sprache fesselt den Leser und die realistischen Schilderungen lassen ihn erahnen, was Menschen in Kriegszeiten erleben mussten und müssen.

„Ein großer Roman gegen das Vergessen!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ralf Rothmann ist ein grandioser Erzähler! Er malt mit seinen Worten Bilder, die einen nicht mehr loslassen! Entdecken Sie unbedingt diesen eindringlichen und sehr bemerkenswerten Roman! Ralf Rothmann ist ein grandioser Erzähler! Er malt mit seinen Worten Bilder, die einen nicht mehr loslassen! Entdecken Sie unbedingt diesen eindringlichen und sehr bemerkenswerten Roman!

„Beklemmende Geschichte“

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Ich habe wirklich schon viele Romane und Sachbücher über den 2. Weltkrieg gelesen. Warum dieses Buch mich dann doch sehr beeindruckt hat? Natürlich, weil Ralf Rothmann ein begnadeter Erzähler ist. Aber sicherlich auch, weil ich einen Sohn in Walter und Fietes Alter habe. Dadurch wird die Geschichte für mich noch realistischer. Junge Ich habe wirklich schon viele Romane und Sachbücher über den 2. Weltkrieg gelesen. Warum dieses Buch mich dann doch sehr beeindruckt hat? Natürlich, weil Ralf Rothmann ein begnadeter Erzähler ist. Aber sicherlich auch, weil ich einen Sohn in Walter und Fietes Alter habe. Dadurch wird die Geschichte für mich noch realistischer. Junge Menschen in einer schon aussichtslosen Situation an die Front zu schicken war nur eine von vielen Grausamkeiten jener Zeit. Walter versucht durchzuhalten, denn er weiß, dass das Ende nah ist. Fiete ist verzweifelt, will nicht abwarten. Und dann stehen sie einander eines Tages gegenüber. Man kann beide Jungs verstehen. Auch verstehen kann man, dass Walter nie mehr über diese Zeit sprechen kann.
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Bitte lesen!

„Schrecklich und eindrucksvoll. (eBook)“

Violetta Hofmann, Thalia-Buchhandlung Dresden

Gleich vorneweg: Ich bin total beeindruckt von diesem Buch und kann nur empfehlen, es selbst zu lesen.
Doch was ist so anders an Ralf Rothmanns Roman? Bücher über die NS-Zeit und den II. Weltkrieg gibt es ja nun wahrlich genug. Nun zum einen ist es der Zeitpunkt zu dem die Handlung einsetzt. Wenige Monate vor Kriegsende werden die
Gleich vorneweg: Ich bin total beeindruckt von diesem Buch und kann nur empfehlen, es selbst zu lesen.
Doch was ist so anders an Ralf Rothmanns Roman? Bücher über die NS-Zeit und den II. Weltkrieg gibt es ja nun wahrlich genug. Nun zum einen ist es der Zeitpunkt zu dem die Handlung einsetzt. Wenige Monate vor Kriegsende werden die beiden Melkerlehrlinge und Freunde Walter und Fiete zwangsrekrutiert und direkt an die ungarische Front geschickt. Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg bereits entschieden und kaum jemand gab sich mehr den nationalsozialistischen Illusionen hin. Man wollte nur irgendwie durchkommen, hatte sich mit dem Kriegsalltag arrangiert. Andererseits wurde jedes Zeichen von Kapitulation, Desertion oder einfach Menschlichkeit von den „Wachhunden der SS“ streng bestraft. Die Frage war, ob und wie man im Angesicht dessen humanistisch bleiben und dennoch überleben konnte. Wie die Nerven behalten, um doch noch „übrig“ zu bleiben?
Das andere Faszinierende an Rothmanns Roman ist die Sprache. Mit klaren bildreichen Worten bettet er den Schrecken des Krieges, mit all seinen Verbrechen und menschengemachten Grausamkeiten, in die wunderschöne Gleichgültigkeit der Natur.
Also wie schon gesagt. Lesen Sie Ralf Rothmanns Roman „im Frühling sterben“.

„Die Gnade der späten Geburt..“

Matthias Preuschoff, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

...wurde Walter und Fiete, zwei Melkern in Lehre aus Norddeutschland, leider nicht zuteil. Stattdessen werden sie bei einem Dorffest Zwangsrekrutiert und an die Ungarnfront gebracht, wo Walter als Fahrer fungiert. Hier erlebt er den Horror des Krieges am eigenen Leibe. Im Gegensatz zu seinem stets zynischen Freund Fiete agiert Walter ...wurde Walter und Fiete, zwei Melkern in Lehre aus Norddeutschland, leider nicht zuteil. Stattdessen werden sie bei einem Dorffest Zwangsrekrutiert und an die Ungarnfront gebracht, wo Walter als Fahrer fungiert. Hier erlebt er den Horror des Krieges am eigenen Leibe. Im Gegensatz zu seinem stets zynischen Freund Fiete agiert Walter pflichtbewusst, jedoch gerät er in einen Gewissenskonflikt als er erfährt, dass sein Vater ebenfalls in Ungarn stationiert ist.

Ralf Rothmann beschreibt schonungslos wie aus Teenagern von jetzt auf gleich Männer, Soldaten, werden die den längst verlorenen Krieg durch ihren Blutzoll verlängern. Großartig geschrieben, getrieben von einem tiefen Pessimismus, wichtig!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Landau

Im "Frühling sterben" ist ein unheimlich beeindruckendes Buch das tief berührt und gleichzeitig zutiefst erschüttert. Absolut großartig! Im "Frühling sterben" ist ein unheimlich beeindruckendes Buch das tief berührt und gleichzeitig zutiefst erschüttert. Absolut großartig!

Sabine Schmidt, Thalia-Buchhandlung Korbach

In nahezu poetischer, leiser Sprache beschreibt Ralf Rothmann das Grauen und die Schrecken des 2. Weltkriegs. Ein wichtiges, ungewöhnliches Buch, das man gelesen haben sollte. In nahezu poetischer, leiser Sprache beschreibt Ralf Rothmann das Grauen und die Schrecken des 2. Weltkriegs. Ein wichtiges, ungewöhnliches Buch, das man gelesen haben sollte.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Wie alles von Rothmann sowohl inhaltlich als auch stilistisch brillant. Absolut lesenswert. Wie alles von Rothmann sowohl inhaltlich als auch stilistisch brillant. Absolut lesenswert.

„Ein bewegender Roman.“

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Das Schicksal zweier Jungen, die noch kurz vor Kriegsende rekrutiert werden und sich am Ende auf Leben und Tod gegenüberstehen(!). Ein Antikriegsroman, der stark bewegt. Das Schicksal zweier Jungen, die noch kurz vor Kriegsende rekrutiert werden und sich am Ende auf Leben und Tod gegenüberstehen(!). Ein Antikriegsroman, der stark bewegt.

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Trauriges, anspruchsvolles Drama über das Ende einer Freundschaft in düsteren Zeiten. Trauriges, anspruchsvolles Drama über das Ende einer Freundschaft in düsteren Zeiten.

Anette Dingeldein, Thalia-Buchhandlung Varel

Ein unglaublich packender Roman, der einen die letzten Kriegswochen durch die Augen des gerade 18jährigen zur SS zwangsrekrutieren Walter hautnah erleben lässt. Ein unglaublich packender Roman, der einen die letzten Kriegswochen durch die Augen des gerade 18jährigen zur SS zwangsrekrutieren Walter hautnah erleben lässt.

Christina Zaag, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein großartiger,drastischer Roman.
Durch im " Frühling sterben " erlebt man die letzten Kriegswochen
hautnah und ungeschönt.
Ein großartiger,drastischer Roman.
Durch im " Frühling sterben " erlebt man die letzten Kriegswochen
hautnah und ungeschönt.

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Die Geschichte von den siebzehnjährigen Jungen Walter und Fiete legt die Gnadenlosigkeit der letzten Kriegsmonate dar. Die Geschichte von den siebzehnjährigen Jungen Walter und Fiete legt die Gnadenlosigkeit der letzten Kriegsmonate dar.

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ein besonders wertvoller Roman. Obwohl der Erzählstil und die Sprache zwar nüchtern sind, wirkt der Roman umso eindringlicher. Ein besonders wertvoller Roman. Obwohl der Erzählstil und die Sprache zwar nüchtern sind, wirkt der Roman umso eindringlicher.

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Über das Schweigen der Väter & die Gräuel des Krieges. Walter ist traumatisiert durch die Erschießung des Freundes als Deserteur. Erst sein Sohn holt Unausgesprochenes ans Licht. Über das Schweigen der Väter & die Gräuel des Krieges. Walter ist traumatisiert durch die Erschießung des Freundes als Deserteur. Erst sein Sohn holt Unausgesprochenes ans Licht.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Dieses einfühlsame Zeitporträt über die letzten Tage des 2. Weltkriegs, gezeigt an der Freundschaft zweier junger Männer, wirkt lange im Leser nach.Ganz große Literatur! Dieses einfühlsame Zeitporträt über die letzten Tage des 2. Weltkriegs, gezeigt an der Freundschaft zweier junger Männer, wirkt lange im Leser nach.Ganz große Literatur!

S. Brenneisen, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Rothmann hat mich mit dieser Geschichte so berührt,dass ich dass Gefühl hatte, diese selbst erlebt zu haben. Rothmann hat mich mit dieser Geschichte so berührt,dass ich dass Gefühl hatte, diese selbst erlebt zu haben.

„Eindrucksvoll!“

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Wieviele Bücher über den Krieg muss man lesen, um zu begreifen, was er mit den Menschen macht? Dieses auf jeden Fall...eindrucksvoll erzählt Rothmann die Geschichte seines Vaters, großartig und zum Glück ungekürzt gelesen von Thomas Sarbacher! Wieviele Bücher über den Krieg muss man lesen, um zu begreifen, was er mit den Menschen macht? Dieses auf jeden Fall...eindrucksvoll erzählt Rothmann die Geschichte seines Vaters, großartig und zum Glück ungekürzt gelesen von Thomas Sarbacher!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Mich hat die klare Sprache beeindruckt, die eine eindrucksvolle Atmosphäre schafft. Düster, grausam und realistisch werden die Schrecken des Krieges beschrieben. Mich hat die klare Sprache beeindruckt, die eine eindrucksvolle Atmosphäre schafft. Düster, grausam und realistisch werden die Schrecken des Krieges beschrieben.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Erschreckend, ergreifend, traurig und schonungslos, aber gerade deswegen eines der Bücher, welches Aufmerksamkeit verdient!
von Ambermoon aus Wien am 15.04.2017

Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – »Fiete« – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere,Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und... Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – »Fiete« – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere,Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich redenlässt steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund ... In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn, in dem die deutschen Offiziere ihren Männern Handgranaten in die Hacken werfen, damit sie noch angreifen, und die Soldaten in der Etappe verzweifelte Orgien im Angesicht des Todes feiern. Und wir erleben die ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird und noch auf dem Sterbebett stöhnt: »Die kommen doch immer näher, Mensch! Wenn ich bloß einen Ort für uns wüsste ...«...(Klappentext) ---------------------------------------- Mein Großvater, dazumals selbst als junger Bursch als letzte Hoffnung an die Front geschickt, hat mir einiges aus dieser Zeit erzählt und ich habe auch schon vieles an Biographien und Geschichtsbücher gelesen, aber es ist immer wieder erschreckend wie brutal und grausam in dieser Zeit agiert und reagiert wurde - selbst in den eigenen Reihen. In diesem Buch wird die Geschichte von Walter erzählt - ein junger SS-Soldat, der, wie so viele, nichts mit dem Krieg zu tun haben wollte und noch am Ende zwangsrekrutiert wurde, um den erhofften Endsieg doch noch zu erlangen. Dabei hat er es als Versorgungsfahrer noch mehr oder weniger gut getroffen, da ihm somit die Front erspart blieb. Man durchlebt mit ihm Fliegeralarme, Bombeneinschläge, die Angst vor dem näherrückenden Iwan, kroteske Besäufnisse, Grausamkeit und Kaltblütigkeit gegenüber sog. Partisanen und selbst in den eigenen Reihen, den Zwang mitmachen zu müssen, um nicht selbst an die Wand gestellt zu werden, etc. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, der Erzählstil schonungslos und ergreifend. Ohne Beschönigung und Glorifizierung wird einem hier die Sicht eines Soldaten beschrieben. Der Autor schafft es dieses Buch spannend und facettenreich zu gestalten und schlägt auch mal ruhige und nachdenkliche Töne an. So beschreibt dieser Roman nicht nur Gräueltaten, sondern auch was damals Hoffnung, Freundschaft, Kameradschaft und auch Mut bedeuteten. Durch diesen Roman wird wieder einmal mehr bewusst, dass diese Zeit nicht nur für die sog. "Feinde" und die Zivilbevölkerung grausam und beängstigend war, sondern auch für die Soldaten. Denn viel zu oft wird vergessen, dass nicht alle der Soldaten (egal ob SS oder Wehrmacht) von Hitlers Ideologie überzeugt waren, mit Freuden in den Krieg zogen, Feinde aus dem Weg räumten oder zu Gräueltaten fähig waren. Dieser Roman ist keineswegs leicht zu lesen, aber welches Buch mit dieser Thematik ist das schon? - egal, ob aus Soldatensicht, aus der Sicht eines jüdischen Überlebenden oder aus der Sicht der Zivilbevölkerung. Das sollte einem jedoch nicht daran hindern dieses Buch zu lesen, denn nichtsdestotrotz ist dieses Buch gute Literatur die auf jeden Fall Aufmerksamtkeit verdient. Fazit: Für schwache Nerven und Mägen ist dieser äußerst authentische Roman nichts und auch mit starken Nerven ist dieser Roman nicht leicht zu lesen - erschreckend, ergreifend, traurig, schonungslos. Der Autor schafft es trotzdem diese Thematik in einen spannenden Roman zu verpacken. Denn so erschreckend und bedrückend vieles ist, so interessant und aufschlussreich ist es auch. Dieser Roman ist bis jetzt eines meiner wenigen Lesehighlights dieses Jahres und bekommt daher eine absolute Leseempfehlung.

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Was für ein großer und wichtiger Roman. Es ist bemerkenswert wie es Ralf Rothmann schafft, auf gerade mal 230 Seiten so viel über den Wahnsinn der letzten Kriegswochen im Frühjahr 45 zu erzählen. Das Schicksal der beiden Protangonisten Walter und Fiete ist exemplarisch für die vielen Jugendlichen, die als leztes... Was für ein großer und wichtiger Roman. Es ist bemerkenswert wie es Ralf Rothmann schafft, auf gerade mal 230 Seiten so viel über den Wahnsinn der letzten Kriegswochen im Frühjahr 45 zu erzählen. Das Schicksal der beiden Protangonisten Walter und Fiete ist exemplarisch für die vielen Jugendlichen, die als leztes Aufgebot an die Front geschickt und völlig sinnlos verheizt werden. Es sind starke, grausig-komische Szenen, mit denen Rothmund den Irrsinn des Krieges schildert. Die Zwangsrekrutierung zur Waffen SS, getarnt als abendliches Tanzvergnügen; das groteske Verhalten des Sturmbannführers, der Walter einen Vortrag über Grammatik hält und in der Bibel blättert, während Walter verzweifelt um die Schonung seines Freundes Fiete bittet, der desertierte und nun hingerichtet werden soll von Walters Einheit... Walter wird den Krieg überleben aber er gehört fortan zu jener Generation, die über ihre furchtbaren Erlebnisse nie reden konnten. Niemand wollte sein Schweigen mit ihm teilen, heißt es gleich zu Anfang des Romans. Ich finde dies ist einer der besten Romane über jene schlimme Zeit, der nicht viele Seiten braucht, um restlos zu überzeugen.

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"Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann ist die Geschichte zweier junger Männer, die Melker-Lehrlinge Walter und Fiete, die von der Waffen-SS in den letzten Kriegstagen 1945 zwangsrekrutiert und als letztes "Aufgebot" in den Kampf gegen die unausweichliche Niederlage geschickt werden. Episodenhaft erfolgt die Schilderung der Erlebnisse. Beklemmend liest sich die... "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann ist die Geschichte zweier junger Männer, die Melker-Lehrlinge Walter und Fiete, die von der Waffen-SS in den letzten Kriegstagen 1945 zwangsrekrutiert und als letztes "Aufgebot" in den Kampf gegen die unausweichliche Niederlage geschickt werden. Episodenhaft erfolgt die Schilderung der Erlebnisse. Beklemmend liest sich die Brutalität des Krieges und die Absurdität dieses Kampfes: das sinnlosen Töten, der Bombenkrieg, die gnadenlose Bestrafung (scheinbaren) Deserteuren und Überläufern. Rothmann treibt die Handlung soweit, bis einer der beiden Freunde tatsächlich desertiert, gestellt und zum Tode verurteilt wird. Das Buch handelt aber auch von Freundschaft: Gerade die Schilderung der Freundschaft von Walter und Fiete, wie der eine dem anderen selbst in größter Not und der Außerachtlassung seines eigenen Wohlergehens beisteht, zeigt Menschlichkeit und Empathie in Zeiten eines unmenschlichen Krieges. Absolute Leseempfehlung!

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