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Im Käfig der Angst

Missbrauch in der heilen Welt. Mit e. Vorw. v. Peter Strauch

(4)
Ille Ochs war immer "Papis Liebling". Was niemand ahnt: Ihr Vater, ein angesehenes Gemeindemitglied,
missbrauchte seine Tochter sexuell. Die Krankenschwester und Pastorenfrau verdrängt die
Erinnerungen, doch sie prägen ihr Verhalten und verletzen ihre Seele zunehmend. Bis sie sich durch
Träume und düstere Ahnungen an die Oberfläche drängen.
Doch in der schwärzesten Stunde beginnt ein Prozess der Aufarbeitung und Heilung, etwas, was Ille
Ochs kaum für möglich gehalten hätte. Am Ende steht eine Begegnung mit ihrem sterbenden Vater - und
die schwere Frage, was echte Vergebung bedeutet.
Das Buch berührt in ehrlicher und offener Weise, ohne emotionale Grenzen zu überschreiten. Mit einem
bewegenden Vorwort von Peter Strauch, dem Bruder von Ille Ochs.
Portrait
Ille Ochs:
Ille Ochs, Jahrgang 1954, jüngstes Kind der Familie Strauch aus Wuppertal, lebt mit ihrem Mann,
Pastor Siegfried Ochs in Kierspe/Sauerland. Die gelernte Krankenschwester arbeitet heute als
Tanz- und Bewegungstherapeutin und Kreative Supervisorin freiberuflich mit Gruppen, Teams und
Einzelpersonen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 04.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7751-5728-5
Verlag SCM Hänssler
Maße (L/B/H) 215/140/25 mm
Gewicht 451
Abbildungen inkl. 16 Seiten Bildteil
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 46.298
Buch (gebundene Ausgabe)
16,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Eine mutmachende Autobiographie
von Kirsi am 17.09.2016

Als Kind wurde Ille Ochs von ihrem Vater, einen beliebten Pastor, missbraucht. Jahrelang verdrängt sie das Geschehen völlig, wird aber immer wieder von Depressionen und Ängsten durch ihre Jugendzeit begleitet. Erst nach und nach realisiert sie, was damals geschah und setzt damit einen Bewältigungs- und Vergebungsprozess in Gang. Die... Als Kind wurde Ille Ochs von ihrem Vater, einen beliebten Pastor, missbraucht. Jahrelang verdrängt sie das Geschehen völlig, wird aber immer wieder von Depressionen und Ängsten durch ihre Jugendzeit begleitet. Erst nach und nach realisiert sie, was damals geschah und setzt damit einen Bewältigungs- und Vergebungsprozess in Gang. Die Autorin will mit ihrer Autobiografie auf die Situation von Missbrauchsopfern aufmerksam machen und Betroffenen und Angehörigen Hilfe anbieten. In der Autobiografie von Ille Ochs geht es nicht um Hetze gegen ihren mittlerweile verstorbenen Vater. Mich berührt es ungemein wie sie es schafft, die positiven und negativen Seiten an ihm zu zeichnen. Trotz allem gibt es sie - die Bilder einer unbeschwerten Kindheit und auf der anderen Seite die Szenen der Ängste und Schuldgefühle, die sie nicht einordnen kann und die sie verwirren. Mit leisen Zwischentönen malt Ille Ochs ihre Geschichte auf die Leinwand. Dabei öffnet sie dem Leser ihr Herz und lässt ihn tief in sich hineinblicken. Gleichzeitig versteht sie es aber auch, Grenzen zu ziehen. Sie erzählt nicht alles, deutet manches nur an, sagt auch mal ganz klar, dass es für sie zu weit geht über etwas noch detaillierter zu berichten. Und doch bleibt das Buch dabei nicht an der Oberfläche, sondern geht auch in die Tiefe. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt: 1. Im Käfig meiner Angst, 2. Flügelschläge, 3. Flug in die Freiheit, 4. Wachsende Flügel. Die Überschriften der vier Abschnitte lassen erahnen, dass sie mit dem Bild Vogels im Käfig, der dann seinen ersten Flug unternimmt, ihre Entwicklung beschreibt. Für mich war besonders der letzte Abschnitt interessant. Darin beschreibt sie ihre Ausbildung und heutige Arbeit als Tanzsoziotherapeutin. Ihre Erkenntnisse aus der Ausbildung und Arbeit lassen sich auch auf andere Teile des Lebens übertragen. Ich fand daher gerade auch den letzten Teil sehr interessant und hilfreich für mich. Das Schreibstil ist flüssig geschrieben, es ist auch nicht zu düster geschrieben, aber es ist dennoch ein Buch, das nachdenklich stimmt und der ernsten Thematik mehr als gerecht wird. Als angehende Pastorin fand ich das Buch für mich und meine zukünftige Arbeit als sehr hilfreich. Das Buch ist daher für alle zu empfehlen, die sich näher mit der Thematik beschäftigen wollen.

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Wie Missbrauch ein ganzes Leben verändert
von Simone Janoschke aus Moritzburg am 12.09.2016

Ille Ochs wächst in einem augenscheinlich normalem, christlichen Elternhaus auf. Ihr Kindheit ist behütet, sie wohnen über der Gemeinde, so dass sie immer ein offenes Haus haben. Ihr großer Bruder ist der bekannte Liedermacher und Pastor Peter Strauch. Auch ihr Vater ist damals sehr bekannt und wird von vielen... Ille Ochs wächst in einem augenscheinlich normalem, christlichen Elternhaus auf. Ihr Kindheit ist behütet, sie wohnen über der Gemeinde, so dass sie immer ein offenes Haus haben. Ihr großer Bruder ist der bekannte Liedermacher und Pastor Peter Strauch. Auch ihr Vater ist damals sehr bekannt und wird von vielen geschätzt. Doch immer wieder hat Ille Depressionen und Angstzustände. Keiner weiß, woher das kommt und so lebt sie die meiste Zeit ziemlich abgekapselt, hat wenig Freunde. Auch in der Ausbildung setzt sich ihr ängstliches und flüchtendes Verhalten fort. Als ihr Vater seine Ämter niederlegen muss, weil er zwei Mädchen sexuell missbraucht hat auf einer christlichen Kinderfreizeit in Holland, die er jedes Jahr betreute. Und so langsam ahnt Ille, dass sie vielleicht auch ein Opfer von ihm war. Es beginnt eine lange Reise zu sich selbst und sie versucht durch verschiedene Therapien Heilung zu finden. Dieses Buch hat es echt in sich. Das Thema sexueller Missbrauch wird in christlichen Kreisen leider oft totgeschwiegen doch die Opfer leiden ein Leben lang. Ille weiß anfangs gar nichts davon, dass ihr Vater sie als Kind missbraucht hat, sie verdrängt es. Nur durch Zufall ahnt sie, dass da etwas nicht stimmt. Lange Zeit hat sie Panikattacken und Angstzustände und weiß nicht woher das kommt. Deshalb auch der Titel, der sehr passend gewählt ist. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, weil mich das Leben der Autorin so bewegt hat. Viele ihrer Gedanken haben auch mich total angesprochen und bewegt. Ich bewundere sie, wie viele Therapien und Ausbildungen sie gemacht hat um herauszufinden, was mit ihr los ist. Die wichtigste Aussage im ganzen Buch fand ich, dass vergeben nicht heißt, dass man es vergessen und unter den Tisch kehren soll. Dass die Autorin all die Jahre an ihrem Glauben festgehalten hat, obwohl der Missbrauch ihre Welt erschüttert hat, ist ein echtes Wunder. Erschüttert war ich, als sich einige Menschen von ihr abwenden, weil sie nicht glauben, dass ihr „Glaubensheld“ sowas getan haben soll. Ich hoffe der Mut von Ille Ochs kann vielen Betroffenen helfen, offen über ihren Missbrauch zu reden und nicht die Schuld bei sich zu suchen. Es ist eins der wenigen Bücher im christlichen Sektor zu diesem Thema, vielleicht kann es auch helfen, nicht die Augen zu verschließen. Nur selten hat mich ein Buch so berührt wie dieses.

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Papis Liebling und die Alpträume
von claudi-1963 aus Schwaben am 11.01.2017

"Lange Zeit wollte ich nicht hinschauen. Zu groß war meine Angst vor dem Schmerz. Mein Vater, den ich so sehr liebte, sollte mich missbraucht haben?" Ilse-Ruth genannte Ille, wird 1954 als letztes Kind der Familie Karl und Ruth Strauch geboren. Mit ihren Geschwistern Peter und Bärbel hat sie nur wenig... "Lange Zeit wollte ich nicht hinschauen. Zu groß war meine Angst vor dem Schmerz. Mein Vater, den ich so sehr liebte, sollte mich missbraucht haben?" Ilse-Ruth genannte Ille, wird 1954 als letztes Kind der Familie Karl und Ruth Strauch geboren. Mit ihren Geschwistern Peter und Bärbel hat sie nur wenig Kontakt, da sie recht früh das Elternhaus verlassen. Nur Bruder Diethelm ist ihre engster Vertrauter in der Kindheit. Doch als auch er das Elternhaus verlässt, ist Ille immer noch recht jung und geht zur Schule. Immer mehr bekommt sie in dieser Schwierigkeiten und auch mit Freundschaften will es nicht klappen. Irgendwie legt sich wie eine Art Schatten oder Schwere über Ille, ist es das strenge, christliche Elternhaus oder doch was ganz anderes? Auch in Sachen Liebe bekommt sie immer wieder Probleme. Nach der Schule beginnt sie eine Lehre als Krankenschwester und auch dort kommen ihre Ängste, Selbstzweifel und regelrechte Panikattacken wieder. Später lernt sie dann ihren Mann und Pastor Siegfried Ochs kennen und sie heiraten, doch auch diese Ehe wird durch Illes Verhalten belastet. Mit den Jahren probiert sie einiges an verschiedenen Tätigkeiten und Seminaren aus. Ihre Träume und düsteren Ahnungen verdichten sich jedoch immer mehr, bis sie eines Tages in ihr Innerstes blicken kann und erkennen muss das ihr Vater sie missbraucht hat. Von da an beginnt für sie der Prozess der Aufarbeitung, Befreiung, Vergebung und Heilung. Meine Meinung: Die Vorgeschichte von der Autorin war zwar recht lang, bis es zur eigentlichen Offenbarung des Missbrauchs kam, aber ich denke, das war der Autorin auch nicht wichtig. Für sie ist es wichtig das Opfer durch dieses Buch ihre Problematik erkennen und lernen wie sie aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen. Dies ist auch im Großen ganzen recht verständlich zu entnehmen. Ich fand das Buch sehr interessant, aber es entsetzte mich auch, das selbst solche Dinge bei Christen vorkommen. Ein aufmunterndes Buch das den Betroffenen, aber auch anderen Lesern die Augen öffnen soll, nicht wegzuschauen. Den auch nach fast über 40 Jahren gibt es noch Möglichkeiten, einen Missbrauch zu entdecken und zu behandeln, man muss es nur wollen. Das Cover, wirkt recht unheimlich und geheimnisvoll und lässt einen schon das Thema des Buches erahnen. Für mich daher 4 von 5 Sterne für diese Lebensgeschichte.

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