Im Labyrinth des Schweigens

(5)
Johann Radmann ist seit Kurzem Staatsanwalt und muss sich wie alle Neulinge um Verkehrsdelikte kümmern. Als der Journalist Thomas Gnielka im Gerichtsgebäude für Aufruhr sorgt, wird er hellhörig: Ein Freund Gnielkas hat einen Lehrer als ehemaligen Auschwitz-Wärter erkannt, doch niemand will seine Anzeige aufnehmen. Gegen den Willen seiner direkten Vorgesetzten beginnt Radmann sich mit dem Fall zu beschäftigen – und stößt auf ein Geflecht aus Verdrängung, Verleugnung und Verklärung. Von „Auschwitz“ haben in diesen Jahren die einen nie gehört, und die anderen wollen es so schnell wie möglich vergessen. Nur Generalstaatsanwalt Fritz Bauer unterstützt seine Neugier, er selbst möchte die dort begangenen Verbrechen seit Langem an die Öffentlichkeit bringen, für eine Anklage fehlen ihm jedoch die Beweise. Als Johann Radmann und Thomas Gnielka Unterlagen finden, die zu den Tätern führen, erkennt Bauer sofort deren Brisanz – und beauftragt Radmann offiziell mit der Leitung weiterer Ermittlungen. Der stürzt sich nun vollends in seine neue Aufgabe und setzt alles daran, herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Er befragt Zeugen, durchforstet Akten, sichert Beweise und lässt sich so sehr in den Fall hineinziehen, dass er für alles andere blind wird – selbst für Marlene Wondrak, in die er sich gerade erst Hals über Kopf verliebt hat. Johann Radmann überschreitet Kompetenzen, überwirft sich mit Freunden, Kollegen und Verbündeten und gerät auf seiner Suche nach der Wahrheit immer tiefer in ein Labyrinth aus Schuld und Lügen. Doch was er schließlich ans Licht bringt, wird das Land für immer verändern ...
Portrait
Alexander Fehling ist 1981 in Berlin geboren. Er studierte an der renommierten Schauspielschule Ernst Busch. Im Theater und ersten Filmrollen machte er auf sich aufmerksam. Für seine Darbietung in "Am Ende kommen Touristen" erhielt er 2007 den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Schauspiel. 2008 war er als SS-Soldat Wilhelm in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" zu sehen, 2009 in der Titelrolle von Philip Stölzls Goethe! und 2010 als Andreas Baader in Andres Veiels "Wer wenn nicht wir". Auf der Berlinale 2011 wurde Andreas Fehling als Deutscher Shooting Star 2011 gekürt und im selben Jahr mit dem Jupiter Award und dem Metropolis-Filmpreis des als Bester Schauspieler ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 21.05.2015
Regisseur Giulio Ricciarelli
Sprache Deutsch (Untertitel: Deutsch)
EAN 5053083019761
Genre Drama
Studio Universal Pictures
Spieldauer 118 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Verkaufsrang 1.706
Film (DVD)
5,99
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„Mut und Verzweiflung“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

"Ich möchte dass diese Lügen und das Schweigen endlich aufhören."
Dies ist für mich einer der prägnantesten Sätze in diesem Film.
Johann Radmann wird belächelt - in seinem Engagement, in seiner jugendlichen Forschheit und vor allem in seinem Drang die Wahrheit endlich ans Licht zu bringen. Ungeahntes deckt er auf, muss auch seine
"Ich möchte dass diese Lügen und das Schweigen endlich aufhören."
Dies ist für mich einer der prägnantesten Sätze in diesem Film.
Johann Radmann wird belächelt - in seinem Engagement, in seiner jugendlichen Forschheit und vor allem in seinem Drang die Wahrheit endlich ans Licht zu bringen. Ungeahntes deckt er auf, muss auch seine Familie und seinen Vater in Frage stellen - er verzweifelt fast an diesem Deutschland der Anfang der 60iger Jahre.
Diese Decke des Verschweigens, der Verleugnung, der Verdrängung, die über die deutsche Geschichte und eben über die Verbrechen in Auschwitz gelegt wurde, will er lüften, und stößt dabei auf ungeheure Widerstände.
Einen Freund und Vertrauten findet er in Fritz Bauer (hervorragend dargestellt von Gerd Voss).
Mich hat dieser Film sehr bewegt - auch aufgrund großartiger Schauspieler.

„Wider das Vergessen“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Ein Film über ein sehr schwieriges Kapitel unserer Vergangenheit. Das Ringen um die Wahrheit, gegen das Schweigen in der Familie und gegen alte Seilschaften. Zum Glück gab es Männer - hier im Film Johann Radmann - im realen Leben Joachim Kügler, Georg Friedrich Vogel und Gerhard Wiese. Ihre Erinnerungen haben die Figur Johann Radmann Ein Film über ein sehr schwieriges Kapitel unserer Vergangenheit. Das Ringen um die Wahrheit, gegen das Schweigen in der Familie und gegen alte Seilschaften. Zum Glück gab es Männer - hier im Film Johann Radmann - im realen Leben Joachim Kügler, Georg Friedrich Vogel und Gerhard Wiese. Ihre Erinnerungen haben die Figur Johann Radmann möglich gemacht. Fritz Bauer der im realen Prozess und bei den Vorermittlungen vieles gelenkt hat, wird hier als väterlicher Berater dargestellt. Der Film greift auf, mit welchen Konflikten alle die zu Kämpfen hatten, die sich in den 50-er Jahren und bis heute gegen das Vergessen einsetzen. Ein sehr sehenswerter Film, der auch zum Nachdenken über eigene Familiengeschichte anregt.

Kundenbewertungen


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Sehr bewegender historischer Film
von Nico aus Bretzfeld am 14.08.2017

Dieser Film hat mich sehr bewegt. Tolle Schauspieler. Wer mehr über die deutsche Geschichte erfahren möchte sollte sich diesen Film ansehen.

ein sehr bewegender Film - wider des Vergessens
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 20.07.2015

Die Schauspieler sind in ihren Rollen und Charakteren sehr überzeugend. An erster Stelle der "Grünschnabel", der wegen seines Alters nicht in die Greul der Nazizeit verstrickt ist und erst unbefangen, dann, weil Jurist durch und durch der Wahrheitsfindung verschrieben, fast an der Unfaßbarkeit der Barbarei zerbricht. Der Jornalist, der... Die Schauspieler sind in ihren Rollen und Charakteren sehr überzeugend. An erster Stelle der "Grünschnabel", der wegen seines Alters nicht in die Greul der Nazizeit verstrickt ist und erst unbefangen, dann, weil Jurist durch und durch der Wahrheitsfindung verschrieben, fast an der Unfaßbarkeit der Barbarei zerbricht. Der Jornalist, der nicht müde wird, die Öffentlichkeit wach zu rütteln und mit seiner Beharlichkeit bewirkt, dass sich endlich mit der Vergangenheit auseinander gesetzt werden muß. Der Zweifler, der sich, auf Grund der eindringlichen Zeugenaussagen, zum engagierten Mitarbeiter entwickelt. Und natürlich die Unbelehrbaren, die von allem nicht wußten und Gras drüber wachsen lassen möchten und die, die sich schuldig gemacht haben und am liebsten nur vergessen wollen, bzw. sich keiner Schuld bewußt sind und auch immer wieder so handeln würden. Der Film beruht auf Tatsachen in der Vorbereitung auf die Auschwitzprozesse und ist hervorragend umgesetzt. Er geht sehr unter die Haut und zeigt einmal mehr, wie wichtig es auch noch 80 Jahre nach Kriegsende die Erinnerung wach zu halten.

Der Schoss ist fruchtbar noch aus dem das kroch
von Hans G. Hilbert aus Berlin-Marzahn am 05.09.2015

Dieses Zitat von Brecht kurz nach dem Krieg sagt eigentlich alles. Die Faschistenbanden terrorisieren uns heute wieder. Diesmal sind es die Kinder der Verbrecher von damals. Der Film: 20 Jahre nach Zerschlagung des Hitlerismus wagen sich in Westdeutschland einige wenige Vertreter der Justiz an die Aufklärung einiger faschistischer Verbrechen.... Dieses Zitat von Brecht kurz nach dem Krieg sagt eigentlich alles. Die Faschistenbanden terrorisieren uns heute wieder. Diesmal sind es die Kinder der Verbrecher von damals. Der Film: 20 Jahre nach Zerschlagung des Hitlerismus wagen sich in Westdeutschland einige wenige Vertreter der Justiz an die Aufklärung einiger faschistischer Verbrechen. Dabei geht es um die Todesfabrik in Auschwitz-Birkenau. Die Auschwitzprozesse Anfang bis Mitte der 60ger Jahre des vor.Jahrhunderts in der BRD sind bekannt. Ich als Ossi, der mit seiner Schulklasse Anfang der 60ger Jahre das KZ Sachsenhausen in Oranienburg bei Berlin besucht hat und dort bereits von Auschwitz und Mengele erfahren hat, kann mir nur schwer vorstellen, daß in der BRD erst die Auschwitzprozesse eine Bewusstseinsbildung über die verbrecherische Seite des Nazismus angestoßen haben. Der Film thematisiert eine sehr dunkle Seite der westdeutschen Nachkriegszeit und endet da, wo die Öffentlichkeit beginnt: die westdeutsche Auseinandersetzung mit den deutschen Verbrechen zwischen 1933 und 1945. Neu kann es nur für die Jugend gewesen sein, der die Täter und Mittäter nichts über diese Zeit erzählt haben. Kein Wunder in einer Zeit der Heimatfilme. Der erste Film der DEFA 1946 unter Wolfgang Staudte mit Hildegard Knef hieß "Die Mörder sind unter uns". Vor dieser Tatsache schien die westdeutsche Öffentlichkeit die Augen zu verschließen. "Das Labyrinth des Schweigens" thematisiert wesentlich die Vertuschungsversuche furchtbarer Naziverbrechen, die bis in höchste Dienststellen der BRD betrieben wurden und die den jungen Anwalt fast zerbrechen lassen. "Mit dem Nürnberger Prozess ist alles erledigt " meint der Vorgesetzte von Bauer. Darauf lässt dieser sich letztendlich nicht ein, und so schließen sich am Filmende die Türen des Gerichtssaales vor dem Kinozuschauer zu Prozessbeginn. Der Film macht den Weg zur Eröffnung der Auschwitzprozesse nacherlebbar und wird damit zu einem wichtigen Zeitdokument. Sehen Sie selbst. Urteilen Sie selbst.


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Im Labyrinth des Schweigens

mit Alexander Fehling , Andre Szymanski , Friederike Becht , Johann Bülow , Robert Hunger-Bühler

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Der Staat gegen Fritz Bauer

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