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In Ruhe verrückt werden dürfen

Für anderes Denken in der Altenpflege. Mit e. Vorw. v. E. Grond

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»In Ruhe ver-rückt werden dürfen« - das wünschen sich viele alte Menschen, deren größte Angst es ist, im Alter zunehmend den Verstand zu verlieren. Schätzungen gehen davon aus, daß dies bei über 20 Prozent der über 80j ährigen der Fall sein wird, und die zunehmende Zahl von geistig verwirrten Menschen in Alten- und Pflegeheimen sprechen für diese Annahme. Die Autoren plädieren daher für ein Umdenken in der Altenpflege, ausgehend von der Situation in Altenheimen.
Im fiktiven ›Tagebuch des Josef Weiers‹ wird beschrieben, welche Probleme mit einer Übersiedlung ins Altenheim verbunden sind und wie der Alltag dort aussieht. Als geistig reger Mensch und aufmerksamer Beobachter schildert Josef Weiers seine Erfahrungen mit der Heimleitung, dem Pflegepersonal und den anderen Bewohnern. Was in seinem fiktiven Bericht schon angesprochen wird, machen die realen Protokolle aus dem Pflegealltag noch deutlicher: Durch zu wenig Personal wird nur mangelhafte Betreuung geleistet, Pflegebedürftige, besonders verwirrte Menschen werden vernachlässigt. Aber nur mit mehr Personal und besserer Bezahlung der Pflegekräfte ist es nach Ansicht der Autoren nicht getan. Es gilt vor allem, die Selbständigkeit der alten Menschen zu aktivieren und ihre Eigenheiten zu respektieren, auch wenn sie aus der Sicht des Pflegepersonals ver-rückt erscheinen.

Portrait
Erich Schützendorf, geboren 1949, Diplom-Pädagoge, seit 1976 Leiter des Fachbereichs »Fragen des Älterwerdens« an der Volkshochschule des Kreises Viersen, Lehrbeauftragter der Altenbildung / Altenarbeit an der Fachhochschule Niederrhein Fachbereich Sozialwesen, nebenberuflicher Lehrer an Fachseminaren für Altenpfleger.

Helmut Wallrafen-Dreisow, geb. 1956, staatlich anerkannter Altenpfleger, Gründungsmitglied der »Freien Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen e.V.«, mehrjährige Mitarbeit in deren Sozialstation und Tages-pflegehaus, stellvertretender Leiter am Fachseminar für Altenpflege des Kreises Aachen, stellvertretender Leiter des Pflegereferats bei der Se-natsverwaltung Berlin, von 1990 bis 1995 Leiter des Amtes für Altenhilfe der Stadt Mönchengladbach und 1. Betriebsleiter der Städtischen Altenheime, seit 1996 Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 01.04.1991
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-10516-8
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 193/125/12 mm
Gewicht 121
Auflage 17
Verkaufsrang 75.793
Buch (Taschenbuch)
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Eine bezaubernde andere Sichtweise
von einer Kundin/einem Kunden am 30.11.2010

Menschen mit Demenz erleben die Welt anders, vielleicht direkter? Auf jeden Fall sollten wir die "normale" Realitaet nicht ueber die Ihrige stellen.

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