In Zeiten des abnehmenden Lichts

Roman einer Familie

(31)
International gefeiert, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis - ein halbes Jahrhundert gelebter Geschichte, ein Familienroman voller überraschender Wendungen: groß durch seine Reife, seinen Humor, seine Menschlichkeit.
Die Großeltern haben noch für den Kommunismus gebrannt, als sie aus dem mexikanischen Exil kamen, um ein neues Deutschland aufzubauen. Der Sohn kehrte aus der Sowjetunion heim: mit einer russischen Frau, der Erinnerung ans Lager und doch in dem Glauben an die politische Idee. Dem Enkel bleibt nur ein Platz in der Realität der DDR, und er flieht - an eben dem Tag, an dem sich Familie, Freunde und Feinde versammeln, um den neunzigsten Geburtstag des Patriarchen zu begehen.
Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 1989 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.
2009 erhielt Eugen Ruge für In Zeiten des abnehmenden Lichts den Alfred-Döblin-Preis. 2011 wurde der Roman mit dem Aspekte-Literaturpreis und mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Er verkaufte sich bisher in 28 Länder, stand mehr als 40 Wochen auf der Bestsellerliste und wurde von Matti Geschonneck nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase fürs Kino verfilmt.
Rezension
Der große DDR-Buddenbrooks-Roman.
Portrait
Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa (Ural) geboren. Der diplomierte Mathematiker begann seine schriftstellerische Laufbahn mit Theaterstücken und Hörspielen. Für "In Zeiten des abnehmenden Lichts" wurde er unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Bände "Theaterstücke" und "Annäherung" sowie die Romane "Cabo de Gata" und "Follower".
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 544, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.09.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783644014114
Verlag Rowohlt E-Book
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Buchhändler-Empfehlungen

„Großartige Literatur!!!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ich bin absolut begeistert von diesem spannenden und großartig erzählten Familienroman des Deutschen Buchpreisträgers von 2011 ! Wie Eugen Ruge es schafft, die Familienmitglieder aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven zu skizzieren, ist einfach grandios! Unbedingt downloaden und lesen!!! Ich bin absolut begeistert von diesem spannenden und großartig erzählten Familienroman des Deutschen Buchpreisträgers von 2011 ! Wie Eugen Ruge es schafft, die Familienmitglieder aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven zu skizzieren, ist einfach grandios! Unbedingt downloaden und lesen!!!

„Drei Generationen DDR-Geschichte“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dieses Buch räumt gerade in der deutschen Literaturlandschaft die Preise ab: Aspekte-Literaturpreis und Deutscher Buchpreis 2011! Was für ein Roman verbirgt sich hinter diesem Titel?

Eugen Ruge erzählt die Geschichte dreier Generationen einer Familie aus der DDR. Da sind die Großeltern Wilhelm und Charlotte, die Eltern Karl und Irina
Dieses Buch räumt gerade in der deutschen Literaturlandschaft die Preise ab: Aspekte-Literaturpreis und Deutscher Buchpreis 2011! Was für ein Roman verbirgt sich hinter diesem Titel?

Eugen Ruge erzählt die Geschichte dreier Generationen einer Familie aus der DDR. Da sind die Großeltern Wilhelm und Charlotte, die Eltern Karl und Irina und der Sohn Alexander. Wie in fast jeder Familie unterscheiden sich die einzelnen Generationen in ihren politischen Ansichten sehr. Wilhelm und Charlotte stehen voll und ganz hinter dem DDR-Regime und hinter Stalin, Karl und Irina sind da schon gemäßigter und Alexander kann damit gar nichts mehr anfangen.

Wer jetzt aber glaubt, er bekommt eine stringent erzählte Familiengeschichte, die mit den Großeltern beginnt und dem Enkel endet, den muss ich enttäuschen. Eugen Ruge erzählt seine Geschichte sehr sprunghaft. Sie beginnt 2001. Alexander kehrt gerade nach einem längeren Krankenhausaufenthalt mit einer schlimmen Diagnose für ihn zurück in das Haus seiner Eltern. Sein Vater Karl ist im Alter dement geworden und vegetiert hauptsächlich nur noch so vor sich hin. Dann springt die Geschichte in das Jahr 1952, wo Wilhelm und Charlotte noch im mexikanischen Exil sind, aber gerade die Nachricht erhalten haben, dass die DDR Verwendung für sie hat. Ein immer wiederkehrendes Datum ist der 1. Oktober 1989, der Geburtstag von Wilhelm, bei dem die ganze Familie und die Parteiprominenz erscheinen, aber die DDR schon am zerbrechen ist. Und so erzählt der Autor viele einzelne Episoden aus dem Leben dieser Familie. Und es gibt nicht nur einen Erzähler. Auch die Erzählperspektive wechselt von einem Zeitsprung zum nächsten. Alle kommen einmal zu Wort, sogar die Mutter von Irina und der Sohn von Alexander. Dieser häufige Zeit- und Perspektivenwechsel macht diese Geschichte ausgesprochen interessant.

Nachdem ich mich in die Geschichte eingelesen hatte und mit den Zeitsprüngen klargekommen bin, hat mich dieses Buch absolut fasziniert. Eugen Ruge zeigt Aspekte aus der Geschichte der DDR und des Sozialismus auf, aber er rechnet weder wirklich mit dieser Zeit und dem Regime ab, noch liefert er eine vollständige Geschichte der DDR. Es sind einzelne Schnipsel, die eine ganze Familiengeschichte aber keine komplette Geschichte eines Staates erzählen. Viele Facetten dieses Staates fehlen, aber das ist sicher auch kein Wunder, wenn diese Familie lange Zeit sehr linientreu gewesen ist.

„"Angenehm überrascht!"“

Christina Andraschke, Thalia-Buchhandlung Erlangen, Arcaden

Eigentlich mag ich keine Romane über die (ehemalige) DDR mehr lesen, aber Eugen Ruges preisgekrönter Roman hat mich sehr gut unterhalten. Der Rest wurde dazu schon gesagt und ich schliesse mich an. Mein Ziel ist es vielen LeserInnen, die auch keine Bücher über die (ehemalige) DDR mögen, diesen gelungenen DDR-Roman zu empfehlen. Eigentlich mag ich keine Romane über die (ehemalige) DDR mehr lesen, aber Eugen Ruges preisgekrönter Roman hat mich sehr gut unterhalten. Der Rest wurde dazu schon gesagt und ich schliesse mich an. Mein Ziel ist es vielen LeserInnen, die auch keine Bücher über die (ehemalige) DDR mögen, diesen gelungenen DDR-Roman zu empfehlen.

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Geschichte einer Familie im wechselvollen verlauf des 20. Jahrhunderts. Voller tragischer und komischer Episoden. Und voller besonderer Charaktere, die ihren eigenen Weg gehen. Geschichte einer Familie im wechselvollen verlauf des 20. Jahrhunderts. Voller tragischer und komischer Episoden. Und voller besonderer Charaktere, die ihren eigenen Weg gehen.

I. Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Autobiografisch gefärbter Familienroman, dessen Oberhaupt als DDR-Funktionär voll und ganz das System unterstützt, während seine Familie mehr und minder dessen Schwächen entdecken. Autobiografisch gefärbter Familienroman, dessen Oberhaupt als DDR-Funktionär voll und ganz das System unterstützt, während seine Familie mehr und minder dessen Schwächen entdecken.

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Porträt einer deutschen Familie über vier Generationen. Politik und Privates in folgenreicher Verschränkung. Emigration, Krieg, DDR und Wende. Sehr gut erzählt. Porträt einer deutschen Familie über vier Generationen. Politik und Privates in folgenreicher Verschränkung. Emigration, Krieg, DDR und Wende. Sehr gut erzählt.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine sehr literarische Auseinandersetzung mit dem Alltag einer Funktionärsfamilie in der DDR bis zu deren Ende. Außerdem die hinreißende Beschreibung eines Geburtstagsempfangs. Eine sehr literarische Auseinandersetzung mit dem Alltag einer Funktionärsfamilie in der DDR bis zu deren Ende. Außerdem die hinreißende Beschreibung eines Geburtstagsempfangs.

„verlorene Utopien..“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Jede der drei Gerationen, von denen hier erzählt wird , hat ihre eigenen politischen Ideale und Vorstellungen von einer besseren Welt ! Das trägt bis ins Exil, nach Mexiko, weiter nach Russland und schließlich in die DDR . Doch nirgendwo ist das gelobte Land, überall sind nur Menschen mit Schwächen und ihren eigenen ganz privaten Sorgen Jede der drei Gerationen, von denen hier erzählt wird , hat ihre eigenen politischen Ideale und Vorstellungen von einer besseren Welt ! Das trägt bis ins Exil, nach Mexiko, weiter nach Russland und schließlich in die DDR . Doch nirgendwo ist das gelobte Land, überall sind nur Menschen mit Schwächen und ihren eigenen ganz privaten Sorgen und Nöten , die Ideale hängen doch zu hoch.
Eugen Ruge erzählt schlicht und eindringlich, läßt alle zu Wort kommen und macht ein Stück Zeitgeschichte bildhaft und realitätsnah. Für mich absolut spannend und packend wie ein Krimi !

„wunderbares Porträt von drei Generationen und ein Stück Alltagsleben der DDR “

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Eugen Ruge gelingt es vortrefflich, über drei Generationen von einem Stück Alltagsleben der DDR zu erzählen, ohne nostalgisch zu verklären oder zu jammern. Wunderbar charakterisiert er in wenigen Sätzen Menschen und ihre Umgebung und findet dazu die jeweils stimmige Sprache. Sehr einprägsam für mich sind die insgesamt tragischen Frauengestalten, Eugen Ruge gelingt es vortrefflich, über drei Generationen von einem Stück Alltagsleben der DDR zu erzählen, ohne nostalgisch zu verklären oder zu jammern. Wunderbar charakterisiert er in wenigen Sätzen Menschen und ihre Umgebung und findet dazu die jeweils stimmige Sprache. Sehr einprägsam für mich sind die insgesamt tragischen Frauengestalten, von denen z.B. in den Kapiteln über die grotesken Geburtstagsfeiern erzählt wird. Lakonisch und ausdrucksstark beschrieben wird unter anderen aber auch jene Szene, in der Vater und Sohn im kalten Winter 1979 auf der Suche nach einer Gaststätte durch die Straßen Berlins laufen. Dem Vater Kurt hatte seine politische Überzeugung noch Halt gegeben. Sein Enkel Markus hingegen ist 1995 orientierungslos und man würde gerne wissen, was heute aus ihm geworden ist.
Der Roman ist insgesamt flüssig zu lesen. Das Geschehen lässt sich aber durch die ständigen Zeit- und Personenwechsel nicht ohne Mühe zuordnen. Einzelne Handlungsstränge und Beweggründe der Personen erschließen sich dem Leser leider nicht. Insgesamt aber ist das Buch ein fein gezeichnetes Porträt von drei Generationen, von denen Ruge souverän und mit einer großen Gelassenheit erzählt.

„Verdienter Buchpreis!!!“

Jana Torge, Thalia-Buchhandlung Freital

Eugen Ruge hat den Buchpreis verdient. Er hat einen richtig guten Familienroman, welcher über mehrere Generationen geht, geschrieben. Es gibt nachdenkliche, sentimentale und lustige Abschnitte. Erzählt wird aus der Sicht verschiedener Familienmitglieder mit sehr unterschiedlichen politischen Ansichten. So ist es interessant, wie diese Eugen Ruge hat den Buchpreis verdient. Er hat einen richtig guten Familienroman, welcher über mehrere Generationen geht, geschrieben. Es gibt nachdenkliche, sentimentale und lustige Abschnitte. Erzählt wird aus der Sicht verschiedener Familienmitglieder mit sehr unterschiedlichen politischen Ansichten. So ist es interessant, wie diese einen 90. Geburtstag erleben. Sehr lesenswert.

„... ein grandioses Familienportrait“

Sabine Rudolph, Thalia-Buchhandlung Dresden (Schillerplatz)

Bildhaft und unsentimental wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die zugleich voller DDR-Geschichte steckt. In einzelnen Jahresereignissen und -berichten kommen verschiedene Familienmitglieder zu Wort, unterschiedlichste Sichtweisen werden geschildert und zu einem Ganzen zusammengefügt, dessen Zentrum immer wieder der 1. Oktober Bildhaft und unsentimental wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die zugleich voller DDR-Geschichte steckt. In einzelnen Jahresereignissen und -berichten kommen verschiedene Familienmitglieder zu Wort, unterschiedlichste Sichtweisen werden geschildert und zu einem Ganzen zusammengefügt, dessen Zentrum immer wieder der 1. Oktober 1989 ist. Die enthaltene Zeitgeschichte, die starken und markanten Charaktere, das Zusammenspiel der Familienmitglieder, das Urteilen aus verschiedenen Mündern - das alles macht das vorliegende Buch zu einem grandiosen Roman.

„Abgesang auf die Utopie des gelebten Sozialismus“

Michael Raschke, Thalia-Buchhandlung Köln

Erzählt wird die Geschichte einer ostdeutschen Familie in der DDR über drei Generationen hinweg. Der Roman zeigt den abnehmenden Glauben an die Strahlkraft des Kommunismus bzw Sozialismus, dies mit einem ganz eigenen Humor, der das Buch zu einem großen Lesevergnügen gemacht. Ganz zu Recht wurde dies mit dem Deutschen Buchpreis 2011 Erzählt wird die Geschichte einer ostdeutschen Familie in der DDR über drei Generationen hinweg. Der Roman zeigt den abnehmenden Glauben an die Strahlkraft des Kommunismus bzw Sozialismus, dies mit einem ganz eigenen Humor, der das Buch zu einem großen Lesevergnügen gemacht. Ganz zu Recht wurde dies mit dem Deutschen Buchpreis 2011 verdient.

„Deutsche Geschichte. Schon wieder – und doch ganz anders“

Jan-Hendrik Kopf, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ein wenig ironisch bis abschätzig wurde ich von Freunden und Kollegen belächelt, als ich mich kürzlich mit Eugen Ruges Debut-Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ zeigte. „Buchpreis-Gewinner? So etwas kauft man sich doch nur, um es am Ende doch wieder ungelesen ins Regal zu stellen“ – so der einhellige, wenn auch nicht ganz ernst Ein wenig ironisch bis abschätzig wurde ich von Freunden und Kollegen belächelt, als ich mich kürzlich mit Eugen Ruges Debut-Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ zeigte. „Buchpreis-Gewinner? So etwas kauft man sich doch nur, um es am Ende doch wieder ungelesen ins Regal zu stellen“ – so der einhellige, wenn auch nicht ganz ernst gemeinte, Kanon.

Hätte ich mich indes in einem Anflug jungendlichen Leichtsinns von diesen Einschätzungen (fehl)leiten lassen, wäre mir ein besonderes Lesevergnügen entgangen: Ruges „Roman einer Familie“ schildert die generationenübergreifende Geschichte einer Intelektuellen-Familie zu Zeiten des realexistierenden Sozialismus in der DDR. Dabei erhält der inflationär gebrauchte (und gescholtene) Begriff des Generationenkonflikts bei Ruge eine ganz eigene Konnotation. Da gibt es die Großeltern, überzeugte Kommunisten und ideologische Eiferer, den Vater, der, wenngleich kein überzeugter Verfechter des Regimes, doch zumindest in seinem naiven Glauben an die Veränderbarkeit der Umstände als tatkräftiger Mitläufer auftritt, sowie den Sohn, der sich, entfremdet von Familie und System, Jahre nach seiner Flucht in den Westen, auf die Suche nach den Spuren seiner verstorbenen Großeltern begibt. Ruge beschreibt nicht nur Menschen, er charakterisiert Stereotype, beleuchtet deren emotionale wie sozio-politischen Wurzeln und inhärente Konflikte. Dabei kehrt das Geschehen, das sich immerhin über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren erstreckt, immer wieder zurück zu einem Ereignis am Vorabend des Mauerfalls, das die verworrenen und verzweigten Fäden dieser Familiengeschichte zusammenführt.
„In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist ein Buch über deutsche Geschichte. „Schon wieder“ möchte man reflexartig ausrufen. Und doch verhält es sich diesmal anders. Geschickt umschifft Eugen Ruge in seinem Buch historisch-belletristische Plattitüden und Allgemeinplätze, erzählt episodisch-verwoben und mit einer feinen Portion Sprachwitz die Geschichte einer Familie, wie sie so noch nicht erzählt wurde.

So ist zumindest eines sicher: „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ wird nicht das gleiche (ungelesene) Schicksal ereilen, das den früheren Buchpreis-Gekrönten meiner Kollegen zuteilwurde. Im Gegenteil, es bekommt an dieser Stelle eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

„Einfach wunderbar. “

Julia Hohlfeld, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Mein erster Gedanke war: Nicht schon wieder ein DDR-Roman.
Nach der Lektüre fällt mir nur ein: Wunderbar!
Der Autor erzählt uns in verschiedenen Erzählsträngen eine Familiengeschichte zwischen der Weimarer Zeit und heute. Ausgehend vom Enkel Alexander rollt der Autor das Leben der Großeltern und Eltern auf: Episoden aus Mexiko,
Mein erster Gedanke war: Nicht schon wieder ein DDR-Roman.
Nach der Lektüre fällt mir nur ein: Wunderbar!
Der Autor erzählt uns in verschiedenen Erzählsträngen eine Familiengeschichte zwischen der Weimarer Zeit und heute. Ausgehend vom Enkel Alexander rollt der Autor das Leben der Großeltern und Eltern auf: Episoden aus Mexiko, Russland und der DDR vermitteln uns das Leben einer normalen, linientreuen Familie.
Dicht am Leben entsteht so eine marxistisch-leninistische Tragikomödie.
Auf alle Fälle lesen!!

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18
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1
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DDR reloaded, aber wie!
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2011

Eugen Ruge ist ursprünglich von Berufs wegen Mathematiker. Nach Lektüre seines Romans, weiß der Leser auch warum. Hier wird mit größter Präzision, Genauigkeit, und auch manch unbekannten Gleichungen geschrieben. Großartig, wie der Autor den Idealismus der aus dem Exil in Mexiko kommenden Neubewohner der DDR fein ziseliert darstellt. Und... Eugen Ruge ist ursprünglich von Berufs wegen Mathematiker. Nach Lektüre seines Romans, weiß der Leser auch warum. Hier wird mit größter Präzision, Genauigkeit, und auch manch unbekannten Gleichungen geschrieben. Großartig, wie der Autor den Idealismus der aus dem Exil in Mexiko kommenden Neubewohner der DDR fein ziseliert darstellt. Und wie im Lauf der Jahre die Strahlkraft des Arbeiterstaates abnimmt, das schnöde Alltagsleben Überhand gewinnt, und die Erkenntnis des betrogen worden seins Fuß fasst. Mit Werken wie diesem, wird Zeitgeschichte lebendig gemacht, zum Lesen angeregt, und nachher ist man a bisserle gscheiter. Vielen Dank, Herr Ruge!

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Eugen Ruge erzählt in diesem Roman in von Kapitel zu Kapitel wechselnder Erzählperspektive die Geschichte einer Familie aus der ehemaligen DDR.Der Bogen spannt sich von den Großeltern (Exil in Mexiko bis in die 50er Jahre)über die Elterngeneration (Lagerhaft in der Sowjetunion) bis zu dem Enkel und Urenkel in der... Eugen Ruge erzählt in diesem Roman in von Kapitel zu Kapitel wechselnder Erzählperspektive die Geschichte einer Familie aus der ehemaligen DDR.Der Bogen spannt sich von den Großeltern (Exil in Mexiko bis in die 50er Jahre)über die Elterngeneration (Lagerhaft in der Sowjetunion) bis zu dem Enkel und Urenkel in der DDR.Den Abschluß bilden die Wendejahre bis zum Jahr 2001. Die beiden älteren Paare sind in die DDR aus Mexiko und der Sowjetunion zurück gekehrt. Beim Lesen hat mich am Anfang der Wechsel der Erzählperspektiven und der Rückblenden etwas verwirrt. Nachdem ich mich aber auf den Rhythmus eingelassen hatte, bin ich den Verstrickungen und Verzweigungen aufmerksam gefolgt. Immer wieder hatte ich Momente, in denen ich überlegt habe, was ich zu der Zeit gemacht habe. Wie ich die beschriebenen Situationen "im Westen" erlebte.

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Souverän gelesen, brillant erzählt, zurecht ausgezeichnet!
von Dorothea Rose aus Frankfurt am 19.06.2012
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