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Interstellar/OST

Original Motion Picture Soundtrack

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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 21.11.2014
EAN 0888750481221
Genre Klassik Crossover
Hersteller Sony Music Entertainment
Komponist Hans Zimmer
Verkaufsrang 3.223
Musik (CD)
8,99
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Do not go gentle into that good night
von Lisa T. am 15.12.2014

Wow! Wo anfangen bei diesem Soundtrack, auf den man nach dem Kinobesuch nahezu ein Monat sehnsüchtig gewartet hat und seit seinem Erscheinen nun immer und immer wieder bei vollstem Volumen (emotional und akustisch) angehört hat? Hans Zimmers Wahl sich für die Orgel als sein wichtigstes Instrument für den "Interstellar"-Soundtrack zu entscheiden,... Wow! Wo anfangen bei diesem Soundtrack, auf den man nach dem Kinobesuch nahezu ein Monat sehnsüchtig gewartet hat und seit seinem Erscheinen nun immer und immer wieder bei vollstem Volumen (emotional und akustisch) angehört hat? Hans Zimmers Wahl sich für die Orgel als sein wichtigstes Instrument für den "Interstellar"-Soundtrack zu entscheiden, hat mich in einer Art Zwickmühle zurückgelassen: Einerseits denke ich mir hier beim Anhören oft, dass dieses Instrument ein respekteinflößendes, wenngleich ein etwas verstaubtes Image hat. Andererseits verwandelt die Anwendung der Orgel diesen Soundtrack in etwas, das für die Ewigkeit geschrieben sein könnte (des Menschen Ewigkeit zumindest) - etwas, das uns in jeder Lebenslage begleiten könnte, oder wie es Hans Zimmer selbst sehr passend ausgedrückt hat: "You feel that each note is shaped and given life by great gulps of air, like us humans existing by the grace of breath to breath." Ein anderes wichtiges Element dieses Soundtracks ist der Wind. Windgeräusche, die uns den Sand auf der Haut spüren lassen, der uns akustisch begreiflich machen, dass die Uhr zu ticken begonnen hat. Die Erde ist noch kein feindlicher Ort, aber sie ist uns auch nicht länger wohlgesinnt. ("Stay") Im Gegensatz zu den Liedern, die die Filmszenen unterstützen, die noch auf der Erde spielen und die noch nahe an Menschen sind, die Gefühle füreinander empfinden, sind die Lieder "Running out", "Afraid of time" und "I'm going home" seltsamerweise die viel gnadenloseren Songs dieses Albums. Jene Momente, in denen uns im menschenleeren Weltraum wenigstens ein wenig menschliche Emotion übermittelt werden sollte, schafft Hans Zimmer so zu gestalten, dass sie - selbst mit kurzen Momenten menschlicher Stimmeinflüsse - kühl und abweisend zu klingen. Er schafft es rein akustisch uns vor der Kinoleinwand in den Momenten, in denen die Protagonisten ihren Familien gedenken, verloren im menschenleeren Weltraum zu fühlen. Eine Meisterleistung! "Coward" ist eines meiner Lieblingslieder von "Interstellar"! Das - von Hans Zimmer selbst gespielte - Klavier, das gegen Ende des Liedes verzweifelt versucht, dem (in diesem Falle) übermächtigen Volumen der Orgel zu entkommen; sich auf dem Höhepunkt des fieberhaften Crescendos sich immer wieder mit diesem Instrument auf einer Tonlage trifft, um in der nächsten Sekunde begleitet von einigen hilflos verlorenen Streichern wieder in ein anderes, noch tieferes Wellental zu verschwinden ist eine sehr unorthodoxe kompositorische Meisterleistung, die einem direkt unter die Haut geht. "S.T.A.Y." ist auch noch einer meiner Lieblingssongs. Er führt uns wieder zurück an die Ursprünge des Menschen, erinnert uns an all seine Zerbrechlichkeit und führt uns zugleich wieder all die Gleichgültigkeit der Weiten des Weltalls vor Augen, die dieser Fragilität in diesem Film gegenübergestellt werden. Ein wahrer Genuss ist in dieser Szene auch noch die plötzliche Erleuchtung des Protagonisten, die nicht etwa - wie in den meisten Filmen heutzutage - mit einem plötzlichen Crescendo des Hauptthemas angekündigt wird, sondern nur von einigen kühnen Streichern angedeutet wird. Nichts verrät uns, ob der Protagonist es nun schaffen wird, sein Vorhaben umzusetzen oder ob er sich hier einfach nur an den buchstäblich letzten Strohhalm klammert. Danke, Hans Zimmer! Wie den meisten Fans mittlerweile schon bekannt ist, ist leider das beste Lied "Day One Dark" aus der "Docking-Scene" auf keiner "Interstellar"-Soundtrack CD zu finden, weshalb man sich noch immer mit der Youtube-Version begnügen muss. Aber trotzdem ist diese CD hier eine sehr kunstvolle Demonstration von menschlichem Konflikt; von dem Verlangen über die eigenen Grenzen hinauszugehen und sich zeitgleich nicht zu verlieren. Rage, rage against the dying of the light...

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