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Irisches Tagebuch

Plus 'Dreizehn Jahre später'. Hrsg. v. Rene Böll. Nachw. v. Jochen Schubert

(6)
Nach 50 Jahren neu – Bölls Irisches Tagebuch mit bislang unveröffentlichten Dokumenten und Fotos Im Mai 1957 erstmals veröffentlicht, hat Bölls Irisches Tagebuch das Bild der Deutschen von der »Grünen Insel« bis heute geprägt. René Böll und Jochen Schubert liefern zum Jubiläum eine mit vielen unveröffentlichten Materialien und Fotos versehene Neuausgabe.Es war zunächst nur ein Reiseziel und wurde schnell zu einem Refugium: Achill Island an der Westküste Irlands, eine in den Fünfzigerjahren noch sehr ursprüngliche, fast rückständige Region, die Heinrich Böll zutiefst faszinierte und dazu bewog, künftig mehrere Monate im Jahr dort zu verbringen.Sein Irisches Tagebuch legt beredtes Zeugnis ab von den landschaftlichen Reizen, den menschlichen Begegnungen und anregenden Wirkungen, die dieses Land dem Autor und seiner Familie bot. So zeugen zahlreiche Briefe und von Böll geschossene Fotos von der Faszination, die diese Insel bis zu seinem Lebensende auf ihn ausübte. Und es entstanden in den folgenden Jahren viele literarische Texte auf Achill Island, die die Reputation und den Erfolg Heinrich Bölls in Deutschland begründeten.René Böll und Jochen Schubert bieten zu dem Text von Heinrich Böll zahlreiche ergänzende und erläuternde Informationen. Die Berichte und bisher unveröffentlichten Dokumente aus dem Alltag auf der Insel, die Auszüge aus Briefen und die Vielzahl von Fotografien sowie ein Nachwort, das die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Buches darstellt, erlauben einen ganz neuen Blick auf diesen Klassiker der deutschen Literatur.
Rezension
"Dieses Tagebuch ist ein Kunstwerk hohen Ranges. In einer Sprache, die [...] ihresgleichen sucht, in einem kondensierten, kristallklaren Stil [...] wo findet man solche Sprachkunst noch?" Nationalzeitung, Basel
Portrait
Heinrich Böll, geb. am 21. Dezember 1917 in Köln, gest. am 16. Juli 1985 in Langenbroich, war Sohn eines Tischlers und Holzbildhauers, in dessen Hause in Köln ab 1933 Zusammenkünfte verbotener katholischer Jugendverbände stattfanden. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er desertierte 1944 und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire 'Die schwarzen Schafe' mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u.a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen das Grauen des Krieges und seiner Folgen, polemisierte er gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte er sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den 60er und 70er Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare 'Nachrüstung'. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock (Reisen in die UdSSR und CSSR). Der 1974 aus der UdSSR deportierte Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift 'L 76. Demokratie und Sozialismus' heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971-74). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Georg-Büchner-Preis (1967), den Literatur-Nobelpreis (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 194
Erscheinungsdatum 12.03.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-03797-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 214/135/22 mm
Gewicht 354
Abbildungen mit Abbildungen im Text, Fotos und Dok. auf Taf. 21 cm
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 79.579
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Kundenbewertungen


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Oben auf den Klippen
von Polar aus Aachen am 29.12.2007

Heinrich Böll wußte, wovon er schrieb. Er hat selbst in Irland gelebt, die Abgeschiedenheit, das einfache Leben zum Schreiben genossen. Das Tagebuch ist vor allem bei Irland-Freunden beliebt, die im Abstand der Jahre in ihm genau das Bild von Irland entdecken, dass sie sich so gerne von der Insel... Heinrich Böll wußte, wovon er schrieb. Er hat selbst in Irland gelebt, die Abgeschiedenheit, das einfache Leben zum Schreiben genossen. Das Tagebuch ist vor allem bei Irland-Freunden beliebt, die im Abstand der Jahre in ihm genau das Bild von Irland entdecken, dass sie sich so gerne von der Insel machen. Ein ideales Geburtstagsgeschenk, auch wenn Irland sich gewandelt hat, seitdem es in der EU angekommen ist. Trotzdem sind noch viele der für den deutschen Blick anmuteten Verschrobenheiten der Iren und die von ihm beschriebene Schönheit der Insel anzutreffen. Anekdotisch, mit einem kritischen Blick für soziale Missstände bewegt sich Böll durch das Tagebuch. Seine Sprache ist dabei genau, nah und nicht verklärend. Selten wird er sich einem Stoff mit so viel Freude zugewandt haben. Eines jener Bücher, die uns von Böll geblieben sind, während andere leider in Vergessenheit gerieten.

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0 1
Bölls Wahlheimat
von Blacky am 21.04.2009
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Beschreibung Eine Reise nach Irland: Heinrich Böll stattete mit diesen Aufzeichnungen den Dank ab an eine Landschaft und ihre Menschen, denen er sich seit seinem ersten Besuch auf der Insel im Jahr 1954 wahlverwandtschaftlich verbunden fühlte Auch dieses Buch war bei uns Klassenlektüre. Es hat mir aber erheblich besser gefallen als... Beschreibung Eine Reise nach Irland: Heinrich Böll stattete mit diesen Aufzeichnungen den Dank ab an eine Landschaft und ihre Menschen, denen er sich seit seinem ersten Besuch auf der Insel im Jahr 1954 wahlverwandtschaftlich verbunden fühlte Auch dieses Buch war bei uns Klassenlektüre. Es hat mir aber erheblich besser gefallen als "Ansichten eines Clowns". Es ist wesentlich positiver geschrieben.

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2 0
land of the leprechaun
von Sophie Bergmann aus St.Johann am 05.10.2009
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Böll führt den Rezipienten hier in ein klassisches Irland, wie man es sich gerne vostellt. Fernab von Massentourismus und Kapitalismus erzählt er in 18 Kurzgeschichten, von seinen persönlichen Erfahrungen mit den Einheimischen und deren Gewohnheiten. Hat man vor nach Irland zu reisen, ist dieses Buch, neben einem Reiseführer sehr... Böll führt den Rezipienten hier in ein klassisches Irland, wie man es sich gerne vostellt. Fernab von Massentourismus und Kapitalismus erzählt er in 18 Kurzgeschichten, von seinen persönlichen Erfahrungen mit den Einheimischen und deren Gewohnheiten. Hat man vor nach Irland zu reisen, ist dieses Buch, neben einem Reiseführer sehr empfehlenswert, da dem Leser die Mentalität der Iren optimal dageboten wird. Auch nach einer Irlandreise ist es sehr unterhaltsam zu lesen.

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