Irre

Roman

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Rainald Goetz schreibt in seinem ersten Roman über die Psychiatrie und einen Helden unserer Tage. Wie weh tut der Irrsinn den Irren? Wie schlimm ist das Arbeiten als Arzt in einer psychiatrischen Klinik? Wie, bitteschön, geht das Leben? Muß das wirklich so zerrissen und zerfetzt sein?

Portrait
Rainald Goetz, geboren 1954, studierte Medizin und Geschichte in München und Paris. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den Heinrich-Böll-Preis, den Wilhelm-Raabe-Preis, dreimal den Mühlheimer Dramatikerpreis und den Berliner Literaturpreis 2012. Weiterhin wurde er mit dem Literaturpreis der Preußischen Seehandlung und der damit verbundenen Heiner-Müller-Professur ausgezeichnet. 2013 erhielt er den Schiller-Gedächtnis-Preis für sein schriftstellerisches Gesamtwerk sowie den Marieluise-Fleißer-Preis, im Jahr 2015 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen. Rainald Goetz lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 330
Erscheinungsdatum 26.04.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-37724-6
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 177/108/20 mm
Gewicht 205
Abbildungen Nachdr. mit Abbildungen 18 cm
Auflage 17. Auflage
Verkaufsrang 39.199
Buch (Taschenbuch)
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Befund
von Polar aus Aachen am 24.05.2008

Als der Roman erschien, hatte der Autor einen spektakulären Auftritt beim Ingeborg Bachmann-Preis hinter sich, wo er sich vor Augen der Jury die Stirn aufschlitzte, während er aus dem Manuskript vorlas. Was als Werbegag hätte abgetan werden können, bewies sich als Kampfansage für den verstaubten Literaturbetrieb. Im Nachhinein tauchte... Als der Roman erschien, hatte der Autor einen spektakulären Auftritt beim Ingeborg Bachmann-Preis hinter sich, wo er sich vor Augen der Jury die Stirn aufschlitzte, während er aus dem Manuskript vorlas. Was als Werbegag hätte abgetan werden können, bewies sich als Kampfansage für den verstaubten Literaturbetrieb. Im Nachhinein tauchte hier ein Autor auf, der mit gängigen Kriterien nicht abzuurteilen war und sich auch nicht darum scherte. Irre ist ein fulminanter Roman über die Psychiatrie, beschreibt die Arbeit in einer Klinik und stellt die Frage nach einem menschenwürdigen Leben auf beiden Seiten. Stilistisch läßt er einem Leser nicht viel Raum, sich zurückzulehnen und zu goutieren. Wir begegnen einer Melange aus Popmusik, Kneipenleben und Psychiatrie, in der die Nerven allesamt gespannt, die Sucht nach Erfahrung groß ist. Goetz gehört zu den wenigen Autoren, die ein schillerndes Debüt durch spätere Werke bestätigt haben, ohne an Kraft zu verlieren.