Jean Ziegler

Das Leben eines Rebellen

(2)

Jean Ziegler ist der streitbarste und - nach Roger Federer - international wohl bekannteste Vertreter der Schweiz. Für die einen ist er ein einsamer Kämpfer gegen Armut und Hunger in Afrika und anderswo auf der Welt, für die anderen schlicht ein Nestbeschmutzer. Der linksradikale Professor der Soziologie, Bestsellerautor und Uno-Diplomat Ziegler kennt in seinen Anklagen gegen die Mächtigen der Welt keine Mäßigung. Sein Leben ist voller Widersprüche, über die er bisher immer hinweggegangen ist und die in dieser ersten und autorisierten Biographie erstmals näher beleuchtet werden. Das flüssig erzählte, kritische Porträt zeigt einen Mann, der auch im Alter von 76 Jahren noch nicht resigniert hat.

Portrait

Jürg Wegelin, geboren 1944, baute die Wirtschaftsredaktion der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) auf, war dann Ressortleiter beim Bund und bei der Handelszeitung, bevor er als Bundeshausjournalist der Wirtschaftszeitung Cash arbeitete.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 186
Erscheinungsdatum 26.09.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-312-00485-0
Verlag Nagel & Kimche
Maße (L/B/H) 21,3/13,4/2,2 cm
Gewicht 311 g
Abbildungen mit Abbildungen
Auflage 2
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17,90
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Der Mensch hinter dem Namen
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 03.11.2011

Die neu erschienene Biografie von der Hand des Schweizer Journalisten Jürg Wegelin gibt Gelegenheit, die Person Ziegler - den "nach (dem Tennis-Star) Roger Federer international wohl bekanntesten Schweizer", wie es auf dem Buchrücken heißt - näher kennenzulernen. Wegelin - der hauptsächlich für ein Schweizer Publikum schreibt, für das... Die neu erschienene Biografie von der Hand des Schweizer Journalisten Jürg Wegelin gibt Gelegenheit, die Person Ziegler - den "nach (dem Tennis-Star) Roger Federer international wohl bekanntesten Schweizer", wie es auf dem Buchrücken heißt - näher kennenzulernen. Wegelin - der hauptsächlich für ein Schweizer Publikum schreibt, für das die öffentliche Person Zieglers bekannt sein dürfte wie ein bunter Hund - ist dabei weniger daran interessiert, die Ideen des Soziologen in vertiefter Weise darzustellen, als vielmehr den Menschen, der hinter ihnen steht. Deshalb erweist es sich als Glücksgriff, dass der Autor von "Jean Ziegler - Das Leben eines Rebellen" sich nicht auf die Erinnerungen seines Protagonisten verlässt - die sich zwischendurch auch oft genug als subjektiv gefärbt und sogar verfälscht erweisen. Vielmehr verwendet er Interviews mit Personen aus Zieglers Umfeld sowie dessen umfangreiches persönliches Archiv als Quellen, um ein ausgewogenes Porträt zu zeichnen, das weder in Heroisierung noch in Verteufelung abgleitet. Damit gelingt ihm ein vielschichtiges Bild, das Ziegler in all seinen Wandlungen und Widersprüchen beleuchtet. Der 1934 geborene und im Städtchen Thun im Kanton Bern als Sohn eines Amtsrichters und Berufsoffiziers aufgewachsene Hans Ziegler hat nämlich einige Verwandlungen durchmachen müssen, bis aus ihm der linksalternativ engagierte frankophone Soziologe und Aktivist Jean Ziegler wurde. Wegelin deckt sorgfältig die konservativen Wurzeln Zieglers im protestantischen Schweizer Bürgertum auf - einschließlich dessen Mitgliedschaft in einem Kadettenverein und später einer Studentenverbindung -, zeichnet aber auch dessen Weg einer "dreifachen Konversion" durch sein Studium in Paris (zur Linken, zur Frankophonie und zum Katholizismus) schlüssig nach. Trotz Zieglers vielschichtigem Engagement für die Dritte Welt, seine großen Leistungen für die Ausbildung der afrikanischen Eliten und seine freundlichen Beziehungen zu hochgestellten Politikern und Persönlichkeiten zahlreicher Länder scheint im Mittelpunkt dieses Lebens trotzdem vor allem die Heimat zu stehen: die Schweiz. Nirgendwo wurde Ziegler bitterer und entschiedener bekämpft und als "Nestbeschmutzer" beschimpft - aber über kein Land schrieb er auch mit so viel Leidenschaft, die Sünden keines Landes prangerte er so unerbittlich an. Einem "Rufer in der Wüste", der spricht, geißelt und anklagt - egal, ob gelegen oder ungelegen.

Jean Ziegler - der Schweizer Rebell
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 26.09.2011

Die Biographie über Jean Ziegler ist hochinteresseant und zeichnet die Lebenslinien dieses Schweizer sehr gut nach. Jean Ziegler wurde als Sohn eines Schweizer Amtsrichters geboren. Seine Eltern hatten auch für ihn eine juristische Karriere vorgesehen. Er jedoch machte während seines Studiums im vorrevolutionären Paris der 50 Jahre Bekanntschaft mit... Die Biographie über Jean Ziegler ist hochinteresseant und zeichnet die Lebenslinien dieses Schweizer sehr gut nach. Jean Ziegler wurde als Sohn eines Schweizer Amtsrichters geboren. Seine Eltern hatten auch für ihn eine juristische Karriere vorgesehen. Er jedoch machte während seines Studiums im vorrevolutionären Paris der 50 Jahre Bekanntschaft mit dem anti-bürgerlichen Lager, unter anderem mit Che Guevara. Diese Bekanntschaften und Erfahrungen sollten seinen Lebensweg prägen bis heute. Er wurde bereits in diesen Jahren zu dem Globalisierungskritiker, als der er heute die Nachteile der Globalisierung für die Schwächsten der Welt geißelt. Er ging nach Afrika und konnte dort die Auswirkungen des westlichen Kolonialismus auf die autochtone Bevölkerung hautnah erleben. So zum Beispiel die Hoffnungen, die die Kongolesen auf ihren demokratisch gewählten postkolonialen Präsidenten Patrcie Lumumba gesetzt haben. Diese Hoffnungen sollten durch die Ermordung Lumumbas (unter Mitwirkung des amerikanischen CIA unter Anregung/Duldung von US-Präsident Eisenhower) jäh enttäuscht werden. Er wurde Soziologieprofessor, aber entwickelte seine weltweit beachtete Persönlichkeit vielmehr durch seine Engagement als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Seine langjährige Tätigkeit als Abgeordneter im Schweizer Nationalrat (= Parlament) für die Sozialdemokratische Partei wurde markiert durch seinen Kampf für die Transparenz der Schweizer Bankenwelt - auch gegen den massiven Widerstand der Banken. Das Buch greift aber auch kritische Punkte seiner Biographie auf, so zum Beispiel seine Bekanntschaften und Kooperationen mit Robert Mugabe, Fidel Castro und vor allem Muammar al-Khaddafi. Diese Punkte seiner Biographie hätten jedoch in dem Buch klarer und differenzierter angesprochen werden können. Deshalb "nur" vier Sterne